Arbeitgeber zahlt nicht pünktlich

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Beitrag von wanja22 02.03.11 - 10:54 Uhr

Hallo.

Der Arbeitgeber meines Mannes zahlt seinen Lohn aus , wann er gerade lustig ist. Mal "schon" am 3. mal auch erst am 6. des Monats. Im Vertrag steht, dass das Gehalt bis spätestens zum 1. gezahlt sein muss.
Jetzt wurde ihm heute gesagt, dass sein Gehalt überwiesen wird, wenn der Kunde bezahlt hat.

Wie kann mein Mann weiter vorgehen? Ein neuer Job wäre zwar die beste Lösung, aber dieser muss ja auch erst einmal gefunden sein.

Beitrag von diba 02.03.11 - 11:00 Uhr

hallo

mein mann oder eher wir haben bis letztes jahr genau die selbe erfahrungen gemacht.

im vertrag stand auch der 1. so,gezahlt haben die teilweise erst am 10. und dies nur einen vorschuss,der garde mal die miete deckte.

dann haben sie angefangen garnicht mehr zu zahlen,als mein mann krank geschrieben wurde. meinten,sie würden bezahlen,wenn er wieder kommen würde. und wenn den ihre kunden zahlen.-.

aber die dicksten autos am fahren:-[


schlimm,da hat man einen mann,der sich den hintern aufreist und kann nur noch mit 20 euro am anfang des monats einkaufen.

mein mann ist letztendlich zum anwalt für arbeitsrecht gegangen. der hat den chef angerufen und innnerhalb 2 tage war das gehalt endlich da.

mein mann hatte sich ausserdem eine neue arbeit gesucht und gefunden. jetzt bekommen wir das gehalt immer 2 tage vor dem 1....glaube mir,das ist endlich mal ein schönes gefühl.


also,schnell zum anwalt mit deinem mann.


liebe grüsse und alles,alles gute euch

Beitrag von diba 02.03.11 - 11:01 Uhr

sorry,soviele rechtschreibefehler....war zu schnell im tibbeln#schwitz

Beitrag von sassi31 02.03.11 - 14:52 Uhr

Huhu,

dein Mann sollte trotzdem versuchen, so schnell wie möglich einen neuen Job zu bekommen.

Wenn die Firma erst nach der Zahlung eines Kunden in der Lage ist, Löhne und Gehälter zu bezahlen, dann sieht das dort alles andere als rosig aus. Meistens stehen solche Firmen kurz vor der Insolvenz.

Ich würde die Firma schriftlich dazu auffordern, pünktlich den Lohn zu überweisen und ankündigen, sämtliche Überziehungszinsen in Rechnung zu stellen.

Solltet ihr keine Rücklagen haben, erkundigt euch, ob ihr Anspruch auf ALG II hat. Zwecks Überbrückung.

Gruß
Sassi

Beitrag von nobility 02.03.11 - 15:38 Uhr

Hallo,

An den geltenden Arbeitsvertrag haben sich beide zu halten AG wie AN. In aller Regel ist es bei Gehaltsempfängern so, dass Gehaltszahlungen dem AN am Monatsletzten zur Verfügung stehen muss. Denn der AN muss wiederum seine Pflicht gegenüber seinem Mieter auf pünktliche Mietzahlung zum 1. eines jeden Monats die Miete zahlen. Handelt oder verstößt der AN gegen seine Mietvertraglichen Verpflichtungen kann er von seinem Vermieter abgemahnt werden. Ist dies mehrfach der Fall, so kann der Vermieter sogar das Mietverhältnis wegen unpünktlicher Mietzahlung kündigen. Allein schon deshalb ist der AN auf pünktliche Arbeitsvertraglich vereinbarte Gehaltszahlung angewiesen.

Derartige Vertragsverpflichtungen können nicht mit mündlichen Erklärungen gegenstandslos gemacht werden wie z.B. " dein Gehalt wird überwiesen wenn der Kunde zahlt ". Der AN hat das Arbeitsvertragliche Verhältnis mit seinem AG, nicht mit dem Kunden des AG.

Klar könnte dein Mann seinen AG wegen unpünktlier Gehaltszahlung abmahnen. Er könnte ihm sogar für den Wiederholungsfall Klage androhen. Aber wir wissen auch, dass AG heutzutage sehr schnell mit Kündigungen sind. Und wer geht schon gern zum JobCenter, zu diesen unfähigen Sachbearbeitern.

Ich würde den Verantwortlichen Vorgesetzten um ein Arbeitsgespräch/Lohngespräch bitten. Mir vorher alles genau notieren damit dein Mann gut vorbereitet in dieses Gespräch geht. Dort würde ich alle Stichpunkte wie z.B. oben angeführt zur Sprache bringen. Ich wünsche deinem Mann für beide seiten einvernehmliche Einigung.

Gruß
Nobility

Beitrag von woodgo 02.03.11 - 15:59 Uhr

Hallo,

ich muß mal den AG in Schutz nehmen, und ich weiß, daß es Mist ist, wenn nicht pünktlich gezhalt wird, mir geht es jeden Monat ähnlich.
Leider ist es heut zu Tage so, daß gerade die Großkunden nicht zahlen, und somit das Geld, was man für Lieferanten vorgeschossen hat nun hinten und vorne fehlt. Wenn man damit nicht leben kann, daß das Geld mal ein paar Tage später drauf ist, muß man sich eine andere Arbeit suchen.
Ich sitze selber im Büro und sehe täglich, wie sich das mit den Kundenzahlungen verhält. Ich persönlich habe soviel Geld auf Vorrat, daß ich am Monatsanfang meine Rechnungen zahlen kann und es macht mir somit nichts aus, daß ich mein Geld manchmal etwas später bekomme.
Aber wie gesagt, der AG ist natürlich verpflichtet, sich an den AV zu halten und wenn er das nicht tut, dann könnt Ihr Ihn nur darauf hinweisen, Ihn verklagen, pünktlich zu zahlen oder eine andere Arbeit suchen.

LG

Beitrag von charleen820 03.03.11 - 15:05 Uhr

Ach so....
Und das soll sich jeder gefallen lassen....? #kratz
Wieso sollte ich auf meinen AG Rücksicht nehmen, weil er nicht zahlen kann?

Wenn man Familie hat, ist man dringend darauf angewiesen - und dann würde mich das nicht interessieren, ob er zahlen kann od. nicht! Wär ja noch schöner.

Wenn das jeder machen würde, dann Prost Mahlzeit#kratz

Armes Deutschland!!!

Beitrag von woodgo 03.03.11 - 15:14 Uhr

Jetzt komm mal wieder runter, ich habe nicht geschrieben, daß man sich das gefallen lassen muß, sondern, wenn man damit NICHT leben kann, sich eine andere Arbeit suchen muß. Oder man klagt sich das Geld ein, aber den Job ist man dann los.
Ich selber habe nichts dagegen, wenn mein Geld ein paar Tage später kommt. Würde ich damit nicht zurecht kommen, würde ich in der Firma nicht mehr arbeiten. Und es hat auch nicht immer etwas damit zu tun, daß ein kleines Unternehmen vor der Pleite steht, wenn das Geld mal ein paar Tage später kommt. Es geht einfach um die Kunden, die große Summen nicht überweisen, oder zu spät, oder was auch immer. Das ist ein Teufelskreis.

Beitrag von nobility 02.03.11 - 17:20 Uhr

Hallo,

der Beitrag des Users „woodgo“ kann und darf wegen seiner ungeheuerlichen AN feindlichen Haltung nicht unkommentiert bleiben.

Da erwartet ein AN nichts anderes als die Arbeitsvertragliche Erfüllung des AG, nämlich pünktliche Gehaltszahlung. Da wird pünktliche Lohnzahlung nicht vom Verhalten und der Betriebswirtschaftlichen Verantwortung abhängig gemacht, nein, diese Betriebliche Verantwortlichkeit wird auf das Zahlungsverhalten der Kunden des Betriebes abgeschoben. Und weiter, wenn der AN nicht soviel Geldreserve zur Verfügung hat, um eine verspätete Gehaltszahlung auffangen zu können sollte er sich einen anderen AG suchen. Das ist Ungeheuerlich! Da stehen die alten Gewerkschaftler die Jahrelang für das Arbeitsrecht gekämpft haben sogar aus ihren Gräbern auf! Da stellt sich doch die Frage, warum macht das Unternehmen nicht genau das was hier vom AN verlangt wird ? Jeder Betriebsinhaber ist verantwortlich für seine Arbeitnehmer. Er ist verantwortlich dafür, so zu wirtschaften, so dass pünktliche Lohnzahlung gewährleistet ist. Wer das nicht macht, handelt verantwortungslos und unsozial.

Das hier ist mit Abstand der Arbeitnehmerfeindlichste Beitrag den ich in fast acht Jahren als Urbia Mitglied hier gelesen habe. PFUI !!!

Nobility

Beitrag von woodgo 03.03.11 - 15:25 Uhr

Du hast nicht richtig gelesen.

Fakt ist, zahlt der Betrieb nicht pünktlich, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich eine andere Arbeit zu suchen.

Schönen Tag noch!