Schwanger,noch verheiratet und Bezieherin Alg2

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Alptraum 2011 02.03.11 - 13:24 Uhr

ja ich bin nicht stolz drauf aber es ist nun wie es ist,ich bin in der 9.SSw,noch verheiratet die Scheidung wurde im Oktober 10 eingereicht.
Mein neuer Freund ist der Vater wird aber erstmal nicht zu mir ziehen.

Ich bemühe mich um einen Job,schreibe eine Bewerbung nach der anderen aber nur Absagen wegen meiner 2 Kids(3+5)

Wie ist das nun mit der Arge,der muss ich die SS ja melden!Wie?Schriftlich?Was schreibt man da?Und werde ich jetzt gesperrt?Eine Freundin meinte mein Freund muss nun für uns aufkommen aber er wohnt ja nicht mal bei uns...
Es wären 450 Euro Alg2 und nochmal 100Euro Trennungsunterhalt die wegfallen :-(Wie soll ich das machen?
Muss ich jetzt schon der Arge melden wer der Vater ist oder erst nach der Geburt?

Rein gesetzlich wäre ja mein Noch Mann der Vater,ich hoffe die Scheidung ist jetzt bald mal vorbei,die Unterlagen für den Versorgungsausgleich sind alle eingereicht.

Ach ja und erfährt mein Nochmann von Arge das ich wieder schwanger bin??????

Ich hab nur Alpträume wegen dem Scheiß..
Wird die Arge meinen Freund anschreiben und seine lohnzettel einfordern?Wir sind noch nicht sooo lang zusammen mir ist das alles so peinlich#heul

Beitrag von hedda.gabler 02.03.11 - 13:50 Uhr

Hallo.

Ab der 12. Woche bekommst Du den Schwangeren-Mehrbedarf ... Du musst mit Deinem Mutterpass hingehen. Du wirst natürlich nicht aufgrund einer Schwangerschaft gesperrt.

Ab Mutterschutz ist dann der Vater Deines Kindes für Dich unterhaltspflichtig. Da Du jetzt schon im Alg II-Bezug stehst, geht Dein Anspruch auf die Arge über und die nehmen dann den Vater des Kindes in Regress.
Wer das nun sein wird, kommt auf die Umstände ab dem Mutterschutz an.
Entweder Ihr klärt das noch vor der Scheidung beim Jugendamt, ansonsten ist Dein Ehemann automatisch der Vater, wenn Ihr bei der Entbindung noch verheiratet seid.

Und ja, einer von beiden wird seine Lohnzettel auf den Tisch legen müssen ... aber nicht nur, was den Unterhalt für Dich, sondern auch was den Unterhalt für das Kind anbelangt.

Fairerweise solltest Du dringend mit Deinem Noch-Mann reden, damit Ihr das alles regeln könnt und Dein Freund gleich als Vater die Vaterschaft anerkennt.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von dat is peinlich 02.03.11 - 14:06 Uhr

Liebe Hedda,
so mild heute? Du hast ja wirklich unheimlich wohlwollend geantwortet

:-D

Ich kann das nicht. Ich kann bei solchen Geschichten und Fragen nicht wohlwollend und objektiv bleiben.

Ich frage mich wirklich langsam, warum es die vom Schicksal am meisten gef****** Frauen (Trennung, Scheidung, keine Kohle, anstrengende Kleinkinder etc. etc.) immer schaffen, pünktlich zum Eisprung einen Stecher zu finden, der sie befruchtet bzw. befruchten tut.

Und da will noch jemand behaupten, nur die Männer hätten ihr Gehirn zwischen den Beinen...

Beitrag von nicht peinlich ;-) 02.03.11 - 14:22 Uhr

**pünktlich zum Eisprung einen Stecher zu finden, der sie befruchtet bzw. befruchten tut. **


DAS hab ich mir auch gedacht.






Aber "tut" tut niemand...

Beitrag von hedda.gabler 02.03.11 - 14:55 Uhr

Hallo.

Wenn man vom Kindergarten aus dem Büro beordert wird, weil das Kind kotzt und sich dann ums kranke Mausi kümmern muss, kommt man wohl in eine mütterliche milde Grundstimmung;-)

Aber ich gebe Dir absolut recht bei Deinen weiteren Ausführungen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pfirsichbluete81 02.03.11 - 14:16 Uhr

Hallo,

ich versuche dir ein paar Fragen oder alle zu beantworten.

Wenn dein Freund der ja der Kindesvater ist die Vaterschaft anerkennen will, dann müsst ihr erstmal gemeinsam zum Jugendamt gehen.
Du sagst schon richtig da du noch verheiratet bist wird erstmal dein Noch-Ehemann als Kindesvater angesehen und auch in Sachen Unterhalt angeschrieben werden, deshalb wäre es wichtig im ersten Schritt beim Jugendamt deinen neuen Freund als Kindesvater anerkennen zu lassen.

Wenn du schon Leistungen bei der ARGE beziehst dann musst du deine Schwangerschaft dort auch mitteilen (schriftlich, persönlich, egal), deinen Mutterpass vorlegen und auch den Kindesvater wegen Unterhalt benennen.
Du erhältst ja dann auch einen Mehrbedarf für die Schwangerschaft und je nach ARGE auch eine einmalige Beihilfe für Schwangerschaftsbekleidung oder Baby-Erstausstattung.
Das musst du dann aber extra beantragen und kann sein das es auch abgelehnt wird, weil dein jüngstes Kind erst 3 Jahre ist, aber ich weiß nicht wie da inzwischen die Bestimmungen sind (ist ja auch von ARGE zu ARGE unterschiedlich), also einfach mal probieren.
Die ARGE wird dich auch je nachdem vielleicht zur Unterhaltsvorschusskasse schicken um dort UVG für dein Kind ab Geburt zu beantragen (sind vorrangige Leistungen), solltest du deinen neuen Freund nicht als Kindesvater benennnen, wird dann dein Noch-Ehemann von denen angeschrieben und bekommt ja auf diesem Weg dann mit, dass du schwanger bist.

Solltest du dich jetzt entscheiden dann lieber kein UVG zu beantragen oder Unterhalt vom Kindesvater (ihr lebt ja nicht zusammen und eines von beidem wird die ARGE von dir verlangen) zu verlangen, dann wird dir zumindest der Betrag in Höhe des UVG von deinem ALG 2 ab Geburt abgezogenwird, auch wenn du es tatsächlich gar nicht bekommst.
UVG sind halt vorrangige Leistungen und die ARGE darf das.

Auch die fehlende Mitteilung über deine Schwangerschaft bei der ARGE ist problematisch, weil du wirst dich ja weiter bewerben müssen (du bist ja nicht mehr freigestellt, weil dein jüngstes Kind schon 3 ist) und wenn du dich dann irgendwo vorstellst in einem Stadium wo deine Schwangerschaft unübersehbar ist, dann kann es sein das der Arbeitgeber das der ARGE mitteilt (die müssen ja ebenso wie du ein Feedback an die ARGE zu den Bewerbungen geben).

Fakt ist einfach das der Kindesvater unterhaltspflichtig gegenüber seinem Kind ist. Solltest du UVG beantragen werden die von dem Kindesvater die Lohnzettel einfordern, weil es ja auch nur ein "Vorschuss" auf den Kindesunterhalt ist.

Erster Schritt wäre jetzt auf jeden Fall erstmal die Klärung mit der Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt. Dann der ARGE alles mitteilen und auf jeden Fall mit deinem Freund zusammen setzen und ihm sagen was auf ihn zukommen könnte.
So jetzt gehe ich mal von der ganz harten Konsequenz aus, was ich dir absolut nicht wünsche, dein neuer Freund merkt auf einmal das es ihm zuviel wird und verabschiedet sich und will auch die Vaterschaft nicht anerkennen. Beim Jugendamt direkt eine Beistandschaft beantragen, die kümmern sich dann um die Vaterschaftsanerkennung. Aber das wünsche ich dir wirklich nicht, sondern das alles gut wird mit dir und deiner Familie.

LG Alles Gute und viel #klee

Beitrag von Peinlichkeiten? 02.03.11 - 14:18 Uhr

"Wir sind noch nicht sooo lang zusammen mir ist das alles so peinlich"

Ist Dir das gegenüber Deinem neuen Freund peinlich? Dazu besteht keine Veranlassung. Er hätte genauso wie Du für Verhütung sorgen können. Das müsste ihm also mindestens genauso peinlich sein wie Dir.

Beitrag von wasdenndaran 02.03.11 - 14:32 Uhr


was denn daran ist dir peinlich ?

das du schwanger bist? das erfährt er doch so oder so?
das du von der ARGE lebst? kann er sich doch denken, wenn nicht arbeitend und 2 kleinkinder im haus?
das er unterhalt für sein kind zahlen muss, ob arge oder arbeitend weiß er auch.
das irgendwann jemand deswegen auf ihn zukommen wird, kann er sich auch denken.

sieh zu das die scheidung durch ist bis zur geburt, wäre das einfachste und vielleicht ist er ja der mann des lebens und ihr werdet eine tolle familie? naja, wenn nicht, wärs doof, dann hättest 3 kinder und keinen mann, aber das wird erst die zukunft zeigen.

Beitrag von witch71 02.03.11 - 14:47 Uhr

"Ich bemühe mich um einen Job,schreibe eine Bewerbung nach der anderen aber nur Absagen wegen meiner 2 Kids(3+5) "

Die sagen Dir, dass sie Dich wegen der Kinder nicht nehmen? Finde ich ja seltsam, oder gibst Du offenbar an, dass Du keine Betreuung hast, falls die Kinder krank sind?
In so einem Fall darf man übrigens beschönigend antworten, so habe ich das jedenfalls vom Bewerbungstrainer auf den Weg bekommen.

Beitrag von hummelbienchen 02.03.11 - 14:53 Uhr

HUHU

ich sehe keinen Grund der Arge zu sagen, wer der Vater ist.
Weiß ich nicht, mein Exmann ist es nicht! FERTIG!

Wieso muss ich den Leuten vom Amt alles auf die Nase binden?

Beitrag von gh1954 02.03.11 - 14:54 Uhr

>>>Wieso muss ich den Leuten vom Amt alles auf die Nase binden?<<<

Vielleicht weil sie Geld vom Amt will.... #augen

Beitrag von nele27 02.03.11 - 14:57 Uhr

Weil es Betrug ist, wenn man Leistungen kassiert, obwohl in erster Linie der Vater unterhaltspflichtig ist.

Beitrag von polar99 02.03.11 - 15:05 Uhr

"Weiß ich nicht, mein Exmann ist es nicht! FERTIG!"

Also ich stell mir grad vor, wie man bei dieser Konstellation (noch verheiratet, in Trennung, 2 kleine Kinder und nun schwanger vom neuem Freund) vor dem ALG 2 Sachbearbeiter steht und diesen Satz sagen soll #schrei

Ich bin wahrscheinlich auch zu anständig, ich würde mich alleine bei dem gedanken so lügen zu müssen, in Grund und Boden schämen... #schwitz

lg polar

Beitrag von pfirsichbluete81 02.03.11 - 15:43 Uhr

Naja sagen wir mal so, weil das Amt dann nicht zurück antwortet:

Oh tut mir leid, da haben sie ihr Geld wir nehmen das dann einfach aus der Staatskasse anstatt es vom Kindesvater zurückzufordern :-[

Es kann dann nämlich gut sein, dass die dann ihre Leute rausschicken um sich mal die Wohnverhältnisse anzuschauen, zur Überprüfung ob da nicht tatsächlich doch ein Mann lebt, der nich zufällig der Kindesvater sein könnte.
Die Besuche sind unangekündigt und es gibt auch Befragungen wie das Kind dann entstanden ist um möglichst viele Einzelheiten zu dem Kindesvater rauszufinden. Unbekannter Kindesvater schützt einen nicht vor durchlöchernden Fragen beim Amt und die fragen wirklich alles.

Es kann auch sein das Gelder dann abgelehnt werden, wenn nicht mit dem Amt kooperiert wird.

Ich höre lieber auf, bevor mir der Kamm noch mehr schwillt.

Beitrag von windsbraut69 02.03.11 - 16:01 Uhr

Weil der Vater Unterhaltspflichten hat?!

Beitrag von hedda.gabler 02.03.11 - 16:08 Uhr

Mamma mia ... ganz schlechte Antwort.

Beitrag von brille. 02.03.11 - 16:15 Uhr

Manche Dinge denkt man besser nur!

Beitrag von cinderella2008 03.03.11 - 06:40 Uhr

Dann willst Du mit Deinen Steuern für den Unterhalt dieses Kindes aufkommen?

Beitrag von Alptraum2011 03.03.11 - 09:19 Uhr

Ersteinmal Danke für alle Antworten,die haben mir sehr geholfen.

Nur eins hab ich nicht ganz verstanden,mir ist schon klar das der KV unterhaltspflichtig ist.Wir wollen auch zusammen ziehen und ich will dann nicht mehr vom Amt abhängig sein aber bis es soweit ist muss er für mich jetzt schon zahlen??Geburt ist ja erst im Oktober.

Oder läuft das nun ganz normal weiter über die Arge bis wir zusammen wohnen?
Ich will ja auch kein extra Geld von der Arge bzgl.Erstaustattung..Da krieg ich so zusammen,einiges hab ich noch.

Und die Arge meldet meinen Noch Mann die SS???Also muss ich ihm das jetzt schon sagen?Er wird ausflippen :-( und es dann an den Vater-Wochenende an den Kindern raus lassen.Deswegen wollt ich ihm nich nichts sagen es geht ihn ja auch nichts an...Denn der Brief an die Arge geht heute raus.

Beitrag von windsbraut69 03.03.11 - 10:56 Uhr

Ab Mutterschutzgewinn ist der Kindsvater Dir zu Unterhalt verpflichtet, wie das mit dem Mehrbedarf in der Schwangerschaft ist, weiß ich nicht. Aber auch da wäre es nur logisch, dass der Vater des Kindes den übernehmen bzw. zurückzahlen muß.

Ich denke, die rechtliche Seite der Vaterschaft(sanerkennung) solltet Ihr auch mit Deinem Ehemann klären. Sofern Dein neuer Partner die Vaterschaft nicht schon vorab anerkennt, ist ja sonst Dein Ex für Dich und das Kind unterhaltspflichtig...