Wieviele Stunden Teilzeit sind realistisch? Mann, zwei Kinder, Haus

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jennifer2003 02.03.11 - 15:13 Uhr

Hallo!

Ich muß mich fürs Ende der Elternzeit festlegen, wieviele Stunden ich arbeiten möchte. Ich wollte nun eigentlich 30 Stunden die Woche gehen, was aber heißt daß ich morgen die Kinder in den Kindergarten bringe, gleich zur Arbeit fahre, auf dem Rückweg die Kinder wieder abhole. Hausarbeit, Einkaufen und alles andere kann ich dann nur machen wenn die Kinder schlafen oder am Wochenende, wenn mein Mann mit einspringen kann. Ich denke z.B. daß ich früh aufstehe und schon morgens eine Ladung Wäsche wasche und trockne, den Wohn- / Küchenbereich ebenfalls früh morgens oder halt spät abends putze und so weiter. Einkaufen geht dann eher nur wenn die Kinder dabei sind oder am Wochenende.
Wie realistisch ist das denn, macht das jemand? Alle sagen mir daß das zuviel ist, und daß ich zumindest einen freien Tag die Woche haben sollte um mal in Ruhe das Haus putzen zu können und Dinge aufarbeiten kann, die liegengeblieben sind. Mein Mann meint wir brauchen aber das Geld...
Ich weiß nun wirklich nicht wie ich mich festlegen soll, ich freu mich nicht gerade auf soviel Streß weil ich ja wirklich keine ruhige Minute mehr haben werde. Aber das Geld brauchen wir schon...
Würde mich über ein paar Meinungen und Erfahrungen freuen!!!
Danke und LG Jenni

Beitrag von marlys 02.03.11 - 15:15 Uhr

Hallo,

Nunja, dein Mann könnte zb Morgens und Abend dich mit den Kids und der Wohnung entlasten oder meinst du nicht?

Beitrag von jennifer2003 02.03.11 - 15:20 Uhr

Danke für die Antwort! Ich habe vergessen zu schreiben daß er jeden Tag um 05.00h das Haus verläßt und erst gegen 19.00h wiederkommt. Abends kann er auch helfen, er ist aber natürlich auch "platt" nach einem solchen Arbeitstag.
LG Jenni

Beitrag von vwpassat 02.03.11 - 15:36 Uhr

Dein Mann ist 14 h außer Haus?

Da würde mich aber mal interessieren, was er für einen Job macht!



Beitrag von moeriee 02.03.11 - 15:58 Uhr

Das hat man doch heutzutage ganz schnell zusammen. Mein Mann ist Projektleiter in einer Firma, die Lüftung- und Klimaanlagen für die Industrie herstellt. Wenn du Auftragslage gut ist, geht er um 5.30 Uhr aus dem Haus, hat 20 Minuten Fahrzeit und kommt abends um 22 Uhr nach Hause. Montags bis samstags. Er hatte schon Monate mit 170 Überstunden. Dass das nicht immer so korrekt ist, was da mit der Stundenanzahl läuft, das ist uns allen klar. Aber so ist es nun mal. :-(

Beitrag von vwpassat 02.03.11 - 16:17 Uhr

Dann muss aber der Verdienst auch dementsprechend sein, dass Frau daheim bleiben könnte und sich um Haushalt/Kinder kümmern kann.

Ansonsten fällt das für mich in die Rubrik Ausbeutung.

Beitrag von tragemama 02.03.11 - 16:19 Uhr

Und weiter? Sollt man dann besser nicht mehr arbeiten?

Beitrag von vwpassat 02.03.11 - 16:23 Uhr

Das habe ich nicht gesagt bzw. geschrieben.

Beitrag von tragemama 02.03.11 - 16:25 Uhr

Dann sag bzw. schreib doch mal, was Du denkst, was Dir als Lösung einfallen würde oder warum Du das hier so provokativ sagst...

Beitrag von vwpassat 02.03.11 - 16:31 Uhr

Dann mal andersherum:

Was verdient Dein Mann denn bei dieser exzessiven Arbeitszeitgestaltung?

Beitrag von tragemama 02.03.11 - 16:39 Uhr

Beschissen wenig.

Beitrag von oekomami 03.03.11 - 12:24 Uhr

Hallo,

da hast du recht.

Ein Freund ist auch Arzt. Erst hört sich sein Gehalt toll an. Aber wenn man das auch die Stunden ausrechnet, könnte man heulen.



Beitrag von moeriee 02.03.11 - 16:59 Uhr

Es reicht aus, um ein Haus abzubezahlen und Frau, sowie Kind und zwei Hunde zu unterhalten. Ich muss nicht arbeiten, wir fahren beide ein Auto, haben eine Putzfrau und auch ansonsten fehlt es uns an nichts. Alles in allem ist es aber deutlich zu wenig. :-( Und eigentlich sind die Überstunden das Geld nicht wert, das er dafür bekommt. Er bekommt keine Überstundenzuschläge und mittlerweile auch keine Zuschläge mehr für Montage o.ä. Den Urlaub, der ihm zusteht, bekommt er meist auch nicht genehmigt, weil die Geschäftsleitung mehr Aufträge annimmt, als die Angestellten abarbeiten können und mehr Personal, das dringend nötig wäre, wird auch nicht eingestellt. Derzeit schauen wir uns wieder mal um, aber hier in der Gegend sieht es einfach nicht sonderlich gut aus. Er ist Dipl.-Ing. und man müsste schon eher in den Ballungsgebieten (wie bspw. Frankfurt) suchen. Ein Umzug kommt aufgrund des Hauses für uns nicht in Frage und wenn er sich wirklich dazu entschließen sollte, in größeren Städten zu suchen, dann wäre die nächste Großstadt 100 km bzw. 75 Minuten bei freier Autobahn (einfache Strecke) entfernt. Ob sich das lohnt!? Wir sind derzeit am Durchrechnen.

Beitrag von miau2 02.03.11 - 18:20 Uhr

Hi,
der Kollege meines Mannes hat je nach Verkehr 1-2 Stunden, bisweilen auch mal mehr, Anfahrtsstrecke.

Er nimmt das auf sich, weil da, wo er mit Familie wohnt das Grundstück zum Bauen kostenlos war (Familieneigentum). Kein Vergleich zu den qm-Preisen in der Gegend seines Wohnorts.

Und? Sollen die jetzt ihr Haus verkaufen, die Kinder aus der Schule reißen, um näher dran zu wohnen? Ein beruflicher Wechsel in die Nähe des Wohnorts ist auf Grund des Berufes ausgeschlossen.

ER hat es sich so ausgesucht. War der "preis" für ein sehr großes, schickes Häuschen, das in der Nähe vom Arbeitsplatz unbezahlbar gewesen wäre.

Soll heißen: es ist nicht immer Ausbeute und Schuld des Arbeitgebers, wenn jemand 14 Stunden am Tag unterwegs ist.

Abgesehen davon kann sich nun mal nicht jeder aussuchen, wo er arbeitet - und nicht jeder zieht wegen 1,5 oder 2 Stunden Pendeln müssen pro Strecke immer gleich um.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von tragemama 02.03.11 - 16:10 Uhr

Das kann ich toppen ;-) Mein Mann arbeitet in 13-Stunden-Schichten (gern auch Wochenenden) und hat eine einfache Fahrstrecke von 1,25 Stunden dazu...

Beitrag von giftzwerg01 02.03.11 - 18:47 Uhr

Och, so ungewöhnlich ist das gar nicht, so einen Mann habe ich auch: Normale Schichtzeit sind 12 Stunden, mit Übergabe usw. werden es aber nie unter 13 Stunden, manchmal auch eher 14-15 Stunden, wenn etwas schief läuft. Dann noch 1,5 - 2 Stunden Fahrtzeit zusammengerechnet, somit ist mein Mann regelmäßig mind. 14,5 - 17 Stunden außer Haus, auch am Wochenende. Wenn die Baustelle weiter weg ist, bleibt er gleich da und kommt erst nach 2 Wochen wieder nach Hause.

Ist in der Erdgas-/ Erdölbranche normal. Normal wäre allerdings auch, dass die folgenden 2 Wochen dann Freischicht sind. Leider ist das bei meinem Mann nicht der Fall, personelle Fehlplanung... Die Überstunden werden bezahlt - gut bezahlt - aber das wiegt die entgangene Freizeit nicht im Entferntesten auf!

Aber wir arbeiten z. Zt. dran, dass sich da was ändert!

VG

Beitrag von oekomami 03.03.11 - 11:49 Uhr

Hallo,

mein Mann fährt morgens 1,5 bis 2 Stunden bis zur Arbeit. Abends das gleiche.

Er zwar laut Tarifvertrag eine 35 Stunden Woche, ist aber per Arbeitsvetrag zu 10 Überstunden die Woche verpflichetet.

Da sind dann noch keine Geschäftsessen oder Reisen oder halt die normalen Überstunden dabei.

Anderes gefrag, wer kann Karriere machen und nur 8 Stunden arbeiten?

Ich kenne kaum jemanden der unter 12 Stunden außer Haus ist.

Beitrag von nele27 02.03.11 - 15:17 Uhr

Hi,

wie wäre es mit 30 Stunden und einer Putzfrau? Solange Du mehr verdienst als Du der Putzfrau zahlen musst, hättest Du einen Gewinn gemacht (verglichen mit z.B. 25 Stunden Arbeit und 5 Stunden putzen).

Ich würde immer erst Dienstleistungen vergeben und dann erst Stunden reduzieren.

Ich werde mit 2 Kindern erstmal Vollzeit wieder einsteigen, Putzfrau, Bügelservice etc in Anspruch nehmen und dann schauen wir, ob reduziert werden muss und wer von uns das ggf tun wird.

LG, Nele

Beitrag von jennifer2003 02.03.11 - 15:21 Uhr

Danke, das wäre vielleicht eine Idee zum Durchrechnen. Ich hasse außerdem putzen. ;) Ich werde mich deshalb mal schlau machen, vielen Dank für den Tipp!!
LG Jenni

Beitrag von nele27 02.03.11 - 15:27 Uhr

Geht mir genauso. Ich arbeite viel lieber in meinem Beruf als zu putzen. Und da ich auch mehr verdiene als eine Putzfrau wäre ich ja schön blöd, wenn ich zH putze statt in der Zeit arbeiten zu gehen :-)

Im Moment bin ich in Elternzeit und es macht auch riesen Spaß mit den Kindern - aber das Putzen überhaupt nicht.

LG, Nele

Beitrag von tragemama 02.03.11 - 17:18 Uhr

Ich mach das auch so, weil ich mehr verdiene, als ich der Putzfrau zahle. Für mich ist das eine riesige Entlastung, ich HASSE Hausarbeit....

Andrea

Beitrag von tweety12_de 02.03.11 - 15:17 Uhr

hi,

wenn ihr das geld braucht, dann muß dein mann sich am haushalt mitbeteiligen...

dh. auch er muß dann mal ein bad etc. putzen...

bei uns ist es normal, das wir unser haus und grund gemeinsam in schuß halten...

inkl. putzen etc....

ich arbeite ca 25 h die woche allerdings von zu hause. mein mann arbeitet schicht, und beide kinder gehen ca. 30 h in der woche in den kindergarten...

ohne teamwork würde ich nur noch rennen.

gruß alex

Beitrag von jennifer2003 02.03.11 - 15:23 Uhr

Danke für Deine Antwort! Er beteiligt sich, während der Woche ist er aber 14 Stunden außer Haus, am Wochenende macht er schon mit. Aber ich muß schon während der Woche viel schaffen sonst müssen wir ja das ganze Wochenende lang putzen...
LG Jenni

Beitrag von woodgo 02.03.11 - 15:44 Uhr

Hallo,

also ich arbeite 30 Stunden und kann nicht sagen, daß nichts zu schaffen ist#kratz Hab zwar kein Haus, aber auch mit einem Haus würde ich 30 Stunden locker schaffen.

LG

Beitrag von curlysue1 02.03.11 - 17:18 Uhr

Meinst Du? Immer eine Frage des Anspruches.

LG

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