Wie am besten heizen?

Archiv des urbia-Forums

Forum: Energie sparen

Willkommen im Forum Energie sparen. Hier diskutieren wir, wie wir gesünder leben und viel Energie und Geld sparen können. Mit kleinen Schritten können wir unseren CO2-Bilanz um 10% innerhalb eines Jahres reduzieren. Und darum geht es hier: Welche kleinen Schritte machen Sie? Welche Fragen und Ideen haben Sie? Jeden Donnerstag schauen Energiesparberater hier ins Forum, um Ihre Fragen zu beantworten. Jede(r) BeraterIn ist in einer Umweltorganisation engagiert. Wir arbeiten ehrenamtlich und freuen uns auf Anregungen und Fragen. Mehr Infos lesen Sie auf 10:10 Deutschland.

Viele tolle Tipps zum Energiesparen finden Sie in unserem Artikel Umweltschutz im Familienalltag und auf unserer 10:10 Checkliste der urbia-Familie zum Ausdrucken. Hier können Sie lesen, was das urbia-Team zur CO2-Reduktion unternimmt.

Beitrag von ciocia 02.03.11 - 16:10 Uhr

Hallo

ich habe gehört, dass man am besten die Heizung konstant laufen lässt z.B auf Stufe 3, auch nachts. Dass es besser ist als ganz runter zu drehen und dann wieder voll aufheizen?

Wie sind eure Erfahrungen?

p.s ich wohne in einer Mietwohnung


Gruß

Beitrag von tweety12_de 02.03.11 - 20:34 Uhr

hallo,

wir haben digitale thermostade.

in den kinderzimmern stehen die im winter immer auf 16 grad.

im bad stehen sie auf 18 grad.

in allen anderen räumen sind die heizkörper auf 10 grad eingestellt.

wir haben ab 10 bis 5 eine nachtabsenkung programmiert (gastherme).

desweiteren heizen wir noch mit einem holzofen, so das wir mit den eingestellten heizkörper gut und kpstengünstig rumkommen...

gruß alex

Beitrag von bea20 08.05.11 - 19:28 Uhr

Hallo,

also bei dir ist es ganz schön frisch...;-)
Bad 18 Grad #schock
10 Grad #schock

Da siond doch Frostbeulen vorprogrammiert, oder??#snowy

Beitrag von melmystical 02.03.11 - 21:05 Uhr

Da wir leider schon ein Schimmel-Problem aufgrund falscher Heiz- und Lüft-Techniken hatten, habe ich mal informiert und am besten ist es wohl so:

Morgens nach dem Aufstehen alle Fenster komplett aufreißen, für 5-10 Minuten.
Dann Fenster schließen. Nach ca. 1 Stunde drehe ich in ALLEN Räumen die Heizung auf Stufe 2-3, sodass alle Räume gleichmäßig warm werden.
So gegen 18 Uhr mache ich die Heizung wieder aus.
Kurz vorm schlafen gehen mache ich nochmal alle Fenster auf (außer das Kinderzimmer, da mein Sohn dann schon schläft).

So haben wir immer eine gute Luft hier drin und tagsüber ist es angenehm warm. Abends nutzt man dann die Restwärme.

Beitrag von wemauchimmer 02.03.11 - 22:31 Uhr

Moderne Heizungsanlagen haben meist eine Nachtabsenkung.Da brauchst Du nix runterzudrehen.
Prinzipiell lohnt sich es aber, nachts die Temperatur zu senken. Der Grund liegt darin, daß umso mehr Energie verloren geht, je wärmer es drinnen im Vergleich zu draußen ist. Deshalb sollte man es eben nur so warm haben, wie man es braucht, und nachts braucht man's halt nicht so warm wenn man in seinem Bettchen unter der Decke liegt.
Nun ist es aber so, daß moderne, gut isolierte Häuser nur sehr, sehr langsam auskühlen und in einem solchen Fall lohnt es sich dann auch nicht, groß runterzuregeln.
Du siehst, ganz pauschal kann man es nicht sagen, aber die Theorie, daß man beim Wiederaufheizen mehr Energie verbraucht als man zuvor eingespart hat ist allerdings Blödsinn.
LG

Beitrag von lassiter 02.03.11 - 23:36 Uhr

Ich habe das früher auch so gehandhabt, etwas das ich nicht verstanden habe, pauschal als Blödsinn ab zu qualifizieren.

Irgendwann kommt man dann an einen Punkt, wo man sagt, ist das wirklich so?

Ist das wirklich Blödsinn oder lehne ich es ab, weil ich es nicht anders kenne und so gelernt habe?
Wenn man so weit ist, sollte man sich auf die suche machen.

Um mal ein besonders groteskes Beispiel zu bringen, will ich die vom Menschen verursachte Erderwärmung nennen.
Ohne CO2 gibt es keinerlei Leben auf der Erde, denn die Pflanzen brauchen es zur Photosynthese.
Bei jedem Verbrennungsprozess entsteht CO2, sogar beim Mensch selbst.
Nein, da kann etwas nicht stimmen!


Josef

Beitrag von wemauchimmer 03.03.11 - 08:39 Uhr

Lieber Josef,

ich verstehe viele Dinge nicht, so kompliziert ist die Welt nunmal, und nichts liegt mir ferner als sie als Blödsinn abzutun, nur weil ich sie nicht verstehe.
Es gibt aber Dinge, die ich als Blödsinn abtue, weil ich sehr wohl verstehe, daß sie den einfachsten Grundprinzipien der Physik (die ich gerade noch so verstehe) widersprechen.

Und den Teil mit dem CO2 habe ich jetzt ehrlich nicht so recht verstanden. Das war doch etwas verworren. Vielleicht kannst Du Deine Gedanken noch ein bisschen besser ordnen?

Jedenfalls scheinst Du so in etwa sagen zu wollen:
Ein allgemein für richtig gehaltener Sachverhalt ist deshalb falsch, weil es andere, allgemein für richtig gehaltene Sachverhalte gibt, die auch falsch sein sollen.
Das wäre jedoch ein völliger Trugschluß, die Erderwärmung und die Nachtabsenkung sind zwei Paar Stiefel. Das musst Du ein bisschen auseinanderhalten.

LG

Beitrag von tritratrullalala 03.03.11 - 10:29 Uhr

Sinnvoll ist es, nachts runterzuregeln. Also zwischen "aus" und "voll auf". Bei uns ist nachts so um die 18 Grad, tagsüber je nach Raum mehr.

Lg,
Trulli

Beitrag von dani001234 05.03.11 - 12:24 Uhr

wir haben die heizung immer auf stufe 2-3 im wohnzimmer und pc-zimmer (halten uns da am meisten auf). wenn ich lüfte drehe ich kurz runter und abends vorm zubettgehen drehe ich grundsätzlich auf stufe 1.
in der küche ist die heizung meist aus, da hier oft das fenster auf ist wg. rauch von zigaretten oder vom kochen halt.
im bad (sehr klein) mache ich die heizung nur nach bedarf an (ist auch schnell warm im bad), ansonsten hält man sich da ja nicht groß auf und nach dem fertigmachen drehe ich wieder ab.
im schlafzimmer mache ich heizung nur etwas an, wenn es sehr kalt draussen ist. mag es ansonsten nicht wenn es zu warm ist beim schlafen.

gruß

Beitrag von matthiaskruemmel1010 15.03.11 - 21:05 Uhr

die eingestellte stufe am thermostat sagt leider selten etwas über die tatsächlich erreichte raumtemperatur aus. sonneneinstrahlung und nachbarn, lage im haus und lage des hauses selbst (freistehend oder eingebaut) entscheiden mit darüber.
über die thermostate kannst du aber die gewünschte temperatur langfristig und ohne ständig einzugreifen halten - am besten und energiesparendsten mit programmierbaren thermostatventilen: nachts werden für schlafräume kühle 14° empfohlen, tagsüber bis zu 20°C in aufenthaltsräumen.
Lüften bedeutet: auf Null stellen - die programmierbaren Ventile machen das automatisch und erkennen ein geöffnetes Fenster. Nachts absenken ist energiesparend, tagsüber die Türen zu weniger geheizten Zimmern schließen. Langfistig die Temperatur senken bedeutet: jedes Grad weniger spart 6% Heizenergie im betreffenden Raum.
Wenn möglich querlüften nach dem Motto; kurz und knackig, damit die Strahlungswärme in den Oberflächen, Wänden, Decke, Boden etc... nicht verloren geht.
Zurück zu deiner Frage: ja es braucht unverhältnismäßig viel Energie, einen ausgekühlten Raum wieder ganz aufzuheizen - wie warm du den Raum hältst kannst du nur über Temperaturmessung (Raummmitte, Tischhöhe) und Beobachtung herausfinden: nächster Schritt wäre also evtl ein programmierbares Thermostatventil, das die eingestellte Tag/Nachttemperatur automatisch einstellt. Ganz ausdrehen ist eben nicht ganz sinnvoll - hängt allerdings von den erreichbaren Raumtemperaturen deiner Heizungssituation ab.
LG
Matthias1010

Beitrag von kathrincat 07.05.11 - 14:51 Uhr

ja, stimmt, kostet weniger, weil die kalten wände morgens nciht erst aufgeheizt werden müssen