Verdachtsdiagnose MS - Sohn 7,5 J. alt

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von lieselottesparbier 02.03.11 - 16:33 Uhr

Hallo,

seit Januar diesen Jahres steht der Verdacht im Raum, daß unser Sohn MS haben könnte. #schock

100 %-ige Gewissheit, gibt es lt. der behandelnden Neurologen, erst wenn der nächste Schub da ist, 3 Läsionen sind bereits vorhanden. #zitter

Wem geht oder ging es ähnlich und kann mir von seinen Erfahrungen berichten.

LG
Heike

Beitrag von sacoma 02.03.11 - 17:46 Uhr

Hallo,

ich habe MS seit dem ich 9 Jahre alt bin, das heißt, ich lebe damit schon seit 18 Jahren. Ich habe viele Läsionen im Gehirn und habe immer wieder Schübe. Am Anfang war alles sehr schwer für mich und ich habe mich als Kind sehr ausgegrenzt gefühlt. Die Prognose war niederschmetternd. Meine Eltern wurde nicht viel Hoffnung gemacht. Die Prognose lautete Rollstuhl und schwere Beeinträchtigungen im motorischen und sprachlichen Bereich.

Heute bin ich 27, fast 28 Jahre alt. Ich habe eine abgeschlossenen Berufsausbildung, im Anschluss habe ich studiert, mein Diplom geschrieben, einen wundervollen Mann, zwei noch wunderbarere Kinder und führe ein ganz normales Leben. Niemand sieht, dass ich eigentlich chronisch krank bin, im Schub habe ich leichte Gangunsicherheiten oder leichte motorische Schwierogkeiten aber das merke nur ich.

Ein Leben mit MS ist ein ganz normales Leben. Meine Eltern haben mich immer Leben lassen, mich nie in Watte gepackt, ich durfte normal aufwachsen und das war das Beste, ich fühlte mich normal. Später als Jugendliche habe ich die ganze Welt bereist und mich hat es nie eingeschrängt.

Du brauchst keine Angst zu haben, alles wird gut. Selbst wenn dein Sohn MS hat, wird er damit Leben lernen und ihr auch. Es ist nicht der Weltuntergang. Wenn du möchtest, schreib mir über meine VK.

LG Sacoma

Beitrag von michi0512 02.03.11 - 18:59 Uhr

Hallo Heike,

für Dich sicherlich ein absoluter Schock. Doch Dein Sohn wird damit Leben. Er muss damit leben.

Wurde denn Hirnwasser entnommen?

Wenn du möchtest schau doch auch hier rein:

http://www.urbia.de/club/Multiple+Sklerose

Noch ein gut gemeinert Tip: bitte frage nicht auf Ms-Gateway nach - Du wirst sicherlich nur bösartige Menschen treffen die Dich nicht ernst nehmen.

GlG

Beitrag von jolin80 04.03.11 - 23:15 Uhr

Hallo ,

dein Bericht läßt mir keine Ruhe !
Zum einen weil ich eine Tochter im selben Alter habe (hab insg. 4 Töchter) und zum anderen weil ich selber MS habe .

Mir geht es zum Glück gut , ein paar Sensibilitätsstörungen aber nichts schwerwiegendes .
Wenn ich aber nur daran denke das mein Kind es auch haben könnte wird mir ganz anders .

Ich kann gut nachemfinden wie du dich fühlst , diese Ungewissheit .

Welche Untersuchungen sind denn gemacht worden ?
Wie geht dein Sohn damit um ?

Ich würde gerne wissen wie es weiter geht bei euch , nicht aus Sensationsgeilheit !

lg und bleibt stark !