Welche Konfession für mein Kind?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von violatorette 02.03.11 - 18:59 Uhr

Hallo, ihr Lieben!

Inspiriert durch eine Doku bei Einsfestival heute Nachmittag stelle ich euch mal folgende Fragen:

Welcher Konfession/ Religion gehört ihr an? Und habt ihr euch schon entschieden ob ihr eure Kinder religiös erziehen wollt? Und wenn ja: zu welcher Religion?

Ich selbst bin katholisch getauft, aufgewachsen, erzogen worden und bin auch nicht aus der Kirche ausgetreten. Aber ich würde mich trotzdem heutzutage nicht mehr als katholisch bezeichnen. Habe mir seit Jahren aber auch nichts aus Religion gemacht, mich nicht weiter mit dem Thema auseinandergesetzt.

Seitdem ich schwanger bin, mache ich mir allerdings doch wieder gehäuft Gedanken um Religion, bzw. Glaubensfragen und nun im Speziellen natürlich:

Will ich mein Kind überhaupt religiös erziehen? Und wenn ja: zu welcher Religion???

Würde gern mal wissen, ob ihr euch nun auch solche Gedanken macht?!

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!!!

Eure vio

Beitrag von tanjamatze 02.03.11 - 19:03 Uhr

Hallo,

also mein Mann und ich waren beide Evangelisch getauft. Wir haben uns aber beide bewusst zum Austritt entschieden.

Wir haben unsere Tochter nicht taufen lassen. Wenn sie es von selbst irgendwann mal möchte, werden wir uns ihr aber nicht in den Weg stellen.

Wir versuchen sie weltoffen zu erziehen, damit sie sich ihre Meinung selber bilden kann.

LG
Tanja

Beitrag von violatorette 02.03.11 - 19:07 Uhr

Hey!

Da hätte ich aber nun die Frage dazu:

Wie soll sich eure Tochter eine Meinung zur Religion bilden, wenn sie Religiösität nicht wirklich erlebt?

Soll kein Vorwurf sein! Ich bin nur wirklich interessiert an euren Motiven und Thesen!

Ausserdem fühle ich mich zur Zeit wirklich absolut orientierungslos, diesbezüglich...*seufz*

Beitrag von tanjamatze 02.03.11 - 19:11 Uhr

Im Moment finde ich es noch zu früh, mit dem Thema anzufangen, sie wird jetzt erst 3. Da glaubt sie ja alles was wir sagen.

Wenn sie ein bisschen älter ist, kann sie (ihren Wunsch vorausgesetzt) sich mal den Kindergottesdienst oder später auch den Religionsunterricht anschauen.

Ich war auch jahrelang im Kindergottesdienst und im Gemeindeorchester aktiv und habe mich dann bewusst von Kirche abgewandt.

Ich habe also Religion gelebt, obwohl das bei uns zu Hause auch nicht üblich war....

Beitrag von chatta 02.03.11 - 19:09 Uhr

Hi,


mir gehts da wie Dir, würde austreten, aber ich lebe im Ausland und es ist mir ein bisschen egal ;-), Hauptsache, ich muss keine Kirchensteuer zahlen...


Mein Mann ist nicht gläubig und auch nicht getauft und so werden wir es auch mit unseren Kindern halten.

LG
cha

Beitrag von funkeline1976 02.03.11 - 19:10 Uhr

Huhu,

ich bin evangelisch, mein Mann katholisch. Da wir in NDS wohnen, werden wir unser Kind evangelisch taufen lassen und auch so erziehen.

Hinter der katholischen Kirche stehe ich nicht so, das ist mir alles zu krass und zu verbissen.

Ich war auch beim Kindergottesdienst, musikalische Früherziehung und Pfadfinder. Und mir hat es gut getan. Ich habe Werte vermittelt bekommen und hatte Gott mit dem ich beten konnte, wenn ich Rat brauchte. Ich bin nicht streng gläubig, finde aber dass die Kirche mir viel gebracht hat.

Mein Mann sieht das genauso und ist auch für die evangelische Erziehung, da sie doch etwas lockerer ist.

Lg

funkeline 22. Ssw

Beitrag von anyca 02.03.11 - 19:20 Uhr

Unsere Kinder kriegen immer mal wieder was aus der Kinderbibel vorgelesen und gehen in einen christlichen Kindergarten. Getauft sind beide noch nicht, das sollen sie miterleben und mitgestalten können. Für mich persönlich ist es selbstverständlich und wichtig, meinem Kind auch Religion mit auf den Weg zu geben.

Bei gemischtkonfessionellen Elternpaaren würde ich immer dazu raten, das Kind in der Konfession zu erziehen, die intensiver ausgeübt wird.

Beitrag von violatorette 02.03.11 - 19:26 Uhr

DAS ist ja, unter Anderem, eines meiner Probleme:

Ich bin katholisch, mein Mann evangelisch, aber wir üben keine der beiden Religionen wirklich aus. Wenn überhaupt, würden wir uns eher als Anhänger alter Naturreligionen bezeichnen...

Ich beschäftige mich aber intensiv mit dem Gedanken, inwiefern es meinem Kind wichtig/ zuträglich sein könnte, religiös erzogen zu werden.

Beitrag von violatorette 02.03.11 - 19:34 Uhr

Oder ich will es mal so ausdrücken:

Ich bin mir grundsätzlich nicht sicher, OB ich meinem Kind überhaupt eine Religion mit auf den Weg geben soll/ will. Oder ob ich es einfach ganz sein lassen soll, um mein Kind nicht von vornherein in eine Richtung zu "drängen", die es später vielleicht nicht gutheisst?! Sprich: ich würde mich auch gern einfach darauf verlassen, dass mein Kind irgendwann von selbst seinen Weg findet, was den Glauben angeht.
Wir sind kein bisschen voreingenommen, unser Kind könnte jede Religion wählen, die es für sich für richtig hält.

Aber da stehe ich wieder an dem Punkt: welche und inwiefern Religion mit auf den Weg geben, wenn doch bei uns daheim eben gar nicht religiös gelebt wird?!

Oh man! Sehr komplex, das ganze Thema...;-)

Beitrag von anyca 02.03.11 - 19:54 Uhr

Letztlich kannst Du Dein Kind nicht "religiös" erziehen, wenn Du selber keine Religion ausübst.

Du kannst es aber natürlich informieren, es gibt diverse gute Bilderbücher zu den Weltreligionen. Und Du kannst es bei Gelegenheit mal mitnehmen in Kirchen oder an andere religiöse Orte.

Beitrag von violatorette 02.03.11 - 19:58 Uhr

Ich danke dir herzlich für diese Antwort!!!#blume

Letztendlich kommt dies dem aktuellen Stand meiner Überlegungen am Nächsten!!!