Mein Papa

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von boujis 02.03.11 - 19:36 Uhr

Hallo,

im November letzten Jahres wurde bei meinem Vater ein maligner Hirntumor festgestellt, ein Glioblastom.
Er wurde operiert, bekam Bestrahlung und Chemo. Wir wissen das es keine gute Prognose bei dieser Art Tumor gibt, waren aber voller Zuversicht.
Er war dann zur Reha und hat plötzlich abgebaut, also wurde der MRT Termin vorverlegt. Der Tumor war trotz Therapie innerhalb von 2 Monaten wieder gewachsen und der Hirndruck bedenklich gestiegen.
Letzte Woche wurde er operiert und als ich ihn besuchte, war ich schockiert, wie sehr er körperlich abgebaut hat.
Viele Möglichkeiten gibt es nun wohl nicht mehr, wir können ihm nur noch ein schmerzfreies Leben ermöglichen. Er ist erst 62 Jahre alt.
Bin total fertig. Ich bin Krankenschwester und manchmal ist Wissen kein Segen.

Danke fürs zuhören.

Beitrag von ninoschka2601 02.03.11 - 22:50 Uhr

Hallo boujis,

lass dich mal ganz lieb umarmen :-).

Ich weiss wie du dich jetzt fühlst, mein Papa hat auch am 23.11.2010 erfahren das er ein Hirntumor hat. Bei ihm hat man es mit Bestrahlung versucht,was leider schief ging.der Tumor ist um das 3 fache in den letzten 4 monaten gewachsen :( . Nun hat er am 16.02.2011 ein Shunt bekommen. um den hirndruck zusinken. Mein Papa ist grade mal 58 Jahre alt :( .

Liebe boujis, ich wünsche dir ganz viel Kraft und das dein Papa noch ganz viele Schmerzfreie Tage erleben kann.

#liebdrueck

schön Abend noch und Lg

Ninoschka2601

Beitrag von myimmortal1977 03.03.11 - 00:44 Uhr

Hallo,

ich kann die Alterslinie der Betroffenen noch toppen, leider :-(

Mein Onkel, 48 Jahre alt, hat ein Oligodendrogliom WHO Grad II. Eigentlich eher gutartig, als bösartig.

Bekannt seit ca. 5 Jahren. 2 x erfolgreich operiert.

Jetzt ist er seit Sommer l. J. wieder da. Diesmal inoperabel, da nach innen wachsend,vorher Lage unter Schädeldach. Versuch Chemotherapie in Tablettenform. Leider, trotz eigentlich guter Prognose mit der Therapieform, weiter gewachsen.

Aktuell immer massivere neurologische Ausfälle. Er ist selbstständig, hat eine Frau und 2 Kinder, wovon ein Kind noch zur Schule geht. Selbst mitarbeiten kann er nicht mehr.

Jetzt wollen sie noch Bestrahlung versuchen. Wobei dort auch nicht gesagt ist, da 3/4 Jahr Chemo schon nicht funktionierte, ob das überhaupt anschlägt.

Da hilft nur noch beten... Es gibt echt beschissene Krankheiten!

Allen Betroffenen und Angehörigen viel Kraft!

Janette

Beitrag von hannah.25 03.03.11 - 07:07 Uhr

Hallo,

lass dich mal ganz, ganz fest drücken!!! #liebdrueck
Ich wünsch dir einfach alle Kraft der Welt und ganz, ganz viel Halt. Ich kann mir kaum vorstellen, wie es euch geht und bin einfach sehr dankbar, dass es meinen Eltern gut geht!!

Ich denk an euch! #herzlich

Alles Liebe
Hannah

Beitrag von svenja12 03.03.11 - 11:45 Uhr

Tut mir sehr leid mit deinem Papa.Ich hoffe es geschieht noch ein wunder.

Ich wäre froh gewesen wenn mein papa 62 Jahre alt gewesen wäre er starb mit 52 jahren.




alles gute

lg svenja12

Beitrag von aro79 04.03.11 - 14:49 Uhr

Hallo!

Mein Vater hatte auch ein Glioblastom. So ein sch... Tumor!!! Diagnose am 14.2.2009. 3 OPs, 1x Stralehntherapie, 3 Chemos und eine Reha später ist er am 2.11.2010 an einer Lungenembolie gestorben. Bis zu seinem Tod hatte er keinerlei Schmerzen. Richtig bettlägerig als Voll-Pflegefall war er "nur" ca 1-2 Monate. Mit vielen Höhen und ziemlich tiefen Tiefen hatte er noch ein paar wirklich gute Monate. Er hat zwischendurch sogar wieder Golf gespielt.

Ich wünsche deinem Vater, aber auch dir und deiner Familie viel Kraft!!! Genießt die Zeit zusammen!!!

LG!