Extreme Eifersucht - ich weiß einfach nicht mehr weiter...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lima2006 02.03.11 - 21:36 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mal wieder sitze ich unter Tränen in meiner "Mittagspause" und überlege, was ich machen kann. Zwischen IHR (4 J.) und IHM (1 J.) ist bei uns nur noch Terror - wobei es von der Großen ausgeht. Sie ist extrem eifersüchtig und läßt uns alle das spüren. Sprich: der Lütte darf mit nichts spielen, dass hatte sie alles als erstes. Er darf nicht in ihr Zimmer - was natürlich auch okay ist - aber sie ruft ihn immer und knallt ihm dann die Tür vor der Nase zu. Er wird umgeschubst, ihm werden die Hände weggezogen, wenn er sich am Tisch festhält etc. Wir Erwachsenen machen auch grundsätzlich alles falsch, egal was wir machen, so daß jede Diskussion immer in großem Geheul oder Wutanfällen endet, usw. usw. Ich bin echt am Ende, weiß nicht mehr, wie ich unser Familieneben wieder harmonisch gestalten kann. Die Familienberatung war auch keine große Hilfe, meinte nur, dass Kinder in dem Alter nunmal so sind und in der Situation der "Enttrohnung" viel Verständnis brauchen. Klar, sehe ich ein, aber deswegen kann ich ihr doch nicht alles durchgehen lassen. Sie hört auf nichts was wir sagen, egal ob es jetzt "Zieh Dich bitte an" oder "Lass den Kleinen doch einfach mal allein spielen" ist - entweder reagiert sie gar nicht oder sie sagt "Ist mir doch egal, ich mach was ich will". Wie reagiert man denn bei so einem vorpubertären Gehabe richtig? Ich habe alles versucht - ich war verständnisvoll, fuchsteufelswild, ignorant, oberaufmerksam... Es hilft einfach nichts. Bin echt verzweifelt - ich dachte, das würde sich im Laufe der Zeit wieder einrenken, aber das geht jetzt schon mehr oder weniger seit einem Jahr so...

Bin für eure Tipps/Hilfe jetzt schon dankbar!

Liebe Grüße.

lima2006

Beitrag von nico55 02.03.11 - 22:09 Uhr

hallo!

ich wollte eben genau die gleiche frage stellen als ich deinen bericht las. es ist 1:1 wie bei uns! wir sitzen genau im selben boot! ER (im mai) 4j Sie 14 monate
ich bin schon gespannt auf die antworten, von denen ich dann gerne mitnasche- denn die verzweiflung ist echt groß! #heul

das einzige, daß bei uns "manchmal" hilft ist- wenn ich zu ihm sage- "ist schon wieder das wutmonster in dir", dann fällt er mir in den arm und heult- jaaaa mama. dann frag ich ihn was wir dagegen tun können, denn es ist weder für ihn noch für seine schwester angenehm wenn das monster da ist. meist singen wir dann ein lied (verschwinde du wutmonster...) und dann geht's für einige zeit (1-2 std) besser.
aber es ist täglich das selbe spiel und mir geht manchmal echt die "luft" aus!

alles gute und glg
daniela

Beitrag von schwarzesetwas 02.03.11 - 22:16 Uhr

Der Kleine ist mobil geworden, somit eine ernstzunehmende Bedrohung für Dein großes Kind.

Es fängt an, dass sie die Babies akzeptieren - irgendwann.
Irgendwann werden aus Babies nunmal Kleinkinder.
Ist normal, dass sie Angst hat.

Schaffe ihr eine Barierre, Spielzeug von ihr wegpacken - bzw. hochpacken. Und stehe Deiner Kleinen bei.
Es ist nicht einfach, alles zu teilen.
Und dass der Kleine das will: Normal.

Nehme sie ernst, alles was sie sagt.
Laß mal lieber den Kleinen nörgeln.
Geschwisterkinder fügen sich immer einfacher ein.
Andererseits ist sie schon alt genug, dass sie verstehen sollte, dass ein Baby/Kleinkind andere Aufmerksamkeit bedarf.
Da bist Du gefragt: Darf sie ihn komplett an- und ausziehen?
Darf sie ihm Essen geben?
Hat sie Bezug zu Puppen?

Lg
SE

Beitrag von anthea21 02.03.11 - 22:57 Uhr

Hallo,

das mit der Barriere ist so eine Sache. Hatte ich bei einer Bekannten gesehen, fand ich gut, haben wir eingeführt. Die Große (7) hat ihren eigenen Bereich mit Miniflur, ihrem Zimmer und großem Spielzimmer. Abgetrennt durch ein Treppengitter. Min. 10x am Tag läßt die Ziege das Treppengitter mit Absicht offen stehen, um dann melodramatisch "Neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Lenaaaaa, du sollst das nicht. Mach mir das nicht kaputt!" durch die Gegend zu brüllen, sobald ihre kleine Schwester (2,5) das wittert.

Alternativ wird auch gerne Spielzeug das die Kleine nicht darf/soll (altes Polly Pocket z.B.) in die Küche geschleppt um dort in Reichweite der Kleinen bespielt zu werden. Natürlich mit dem gleichen obigen Gejaule.

Liebe Grüße,
Karin

Beitrag von redrose123 03.03.11 - 08:45 Uhr

Das ist nicht vorpubertär sie ist mitten im Trotzen ist Unsicher. Hat sie mal Zeit wo sie dich alleine hat? Führ es ein wenn nicht.....

Die Kinder meines Mannes sind älter und wir haben das Problem nicht, nur das jede gerade das will was die andere gerade hat....

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 09:23 Uhr

"ella und der böse Löwe" ist ein schönes Buch, daß die Eifersuht des älteren geschwisterchens thematisiert und gleichzeitig "externailsiert".
Die wut, das gefühl der eifersucht wird nicht mit dem Kind gleichgesetzt ("du bist...") sondern es kommt ein "böser Löwe", der all ds auslebt.

Außerdem würde ich mit der tochter besprechen, was ihr am besten tun könnt, wenn der "löwe" mal wieder kommt- vielleicht hat sie ja ideen.
Dann mußt du schnell merken, wann die stimmung "kippt" und machst genau das, was ihr besprochen habt (den löwen fangen? ihn "einsperren", - sie muß dir dann helfen, das zu machen?!)

Wichtig ist- daß du das nicht mit deinen zuschreibungen verfestigst, sondern deine interverntion dahin geht, sie davon "zu befreien".

lisasimpson

Beitrag von sparklingrose86 06.03.11 - 03:56 Uhr

#pro

Beitrag von twins 03.03.11 - 09:59 Uhr

#schwitz zum Glück haben wie Zwillinge.
Mein erster Gedanke war folgender:

Belohnungssystem.....stellt ihr drei konkrete Aufgabe.
z.B. 1. nicht schupsen
- nicht vom Tisch ziehen
- nicht hauen.....

sollen wirklich konkret sein...nicht wie "lieb sein zum Bruder"...
Wenn sie es einen Tag schaft, bekommt sie Abend eine Belohnung. Sei es noch ein Film, ein paar Minuten länger aufbleiben, ihr Lieblingsessen. etwas, wofür es lohnt sich anszustrengen. Und jetzt nicht jeden Pups beschimpfen...sondern schauen, ob sie sich auch anstrengt und auch mal die Augen zudrücken. Der Wille zählt ja bekanntlich.

Oder macht ein Sterne-Belohnungsssystem. Hier sollte alles am Anfang auch positiv beurteilt werden, wenn mal 1/2 Std. kein Stress war.
Und nach x Sternchen gibt es einen schönen Ausflug, ein Geschenk, etc.

Nimmt Euch Zeit und Aufmerksamkeit für die Große! Und zwar Positive Aufmerksamkeit. Ich bin auch mal in solch einer Phase gewesen, wo man nur noch das Schlechte sieht, schimpft, etc. da wurden "gute" Kleinigkeiten total übersehen. Und da müßt ihr wieder anfangen zu Loben.

Wenn sie sich nicht ganz alleine anziehen will, dann halt heute nur mal die Unterwäsche alleine und den Rest machst Du. Lob sie für kleine Schritte.Lernt wieder aufeinander zuzugehen.

Unser alter Kiga hattte "mir" meinen Sohn auch total vermiest...er wäre ja so schlecht...bettelt, redet dazwischen, AHDS....ich fing dann an an jeder Kleinigkeit die nicht perfekt rumzumosern, um sein Verhalten für den Kiga zu perfektionieren. Echt vom Ar...sch. Da mußte ich mich selber stoppen. Man gerät in ein Fahrwasser rein und sieht es kaum noch. Ich mußte echt wieder lernen mein Kind zu sagen wie lieb ich ihn habe, wieder zu drücken, und Kleinigkeiten zu loben. Wir haben dann den Kigag gewechselt und es ist alles einfach wieder wunderschön geworden.

Gestaltet Euren Tagesabauf vielleicht anders. Gibt der großen wieder mehr Zeit, zeigt ihr,d as sie auch wichtig ist und nicht nur der Kleine. Natürlcih braucht der Kleine derzeit noch mehr Aufmerksamkeit....aber die Große doch auch.

Grüße
Lisa

Beitrag von laboe 07.03.11 - 22:57 Uhr

Ein "Belohnungssystem" für etwas, das Selbstverständlich ist, halte ich für falsch. Belohnungen sollte es doch für außergewöhnliche Momente geben.
Das Kind wird das Dazugehören in einer harmonischen Gruppe als Belohnung empfinden. Das erreicht die TE nur über konsequentes Verhalten.

Laboe

Beitrag von twins 08.03.11 - 08:14 Uhr

Aber wenn das Kind derzeit total neben sich steht, finde ich es sinnvoll sie wieder einzugliedern, auch das Eltern wieder die Guten Seiten vom Kind sehen. Die werden in diesem Chaos sehr schnell übersehen.

Wir fangen das Belohnungssystem wieder an, da unsere Maus Probleme mit dem Stinker hat. Sie macht Toilettentraining (vom Doc empfholen) und jetzt macht sie ihn zwar aber nur auf meine Ansage. Wir haben jetzt z.B. auch neu eingeführt, das sie pro selber gemachten stinker ein Sternchen bekommt. Das machen wir so 1 Monat und dann läuft es wieder von ganz alleine.

warum willst Du nur super tolle Dinge belohnen?!?!? es lohnt sich schon viel kleinere Dinge toll zu finden. Du willst sicherlich von Deinem Chef oder Mann auch nicht nur 1x im Jahr was tolles hören, oder?!?! Lohnerhöhung ist ja fr Dich auch eine Belohnung für die Arbeit fürs ganze Jahr....der macht sicherlich auch in seinem Köpfchen eine Sternchenbewertung:-p

Grüße
Lisa

Beitrag von laboe 08.03.11 - 17:05 Uhr

Es steiger sich doch aber im Kindesköpfchen irgendwann: Wenn es schon für den (GANZ NORMALEN!!!) Stinker was gibt, dann muss es auch für das Zähneputzen was geben. USW

Darf ich fragen, warum euer Arzt ein Toiletten"training" empfiehlt??

Beitrag von kati543 03.03.11 - 10:30 Uhr

Vorpubertär mit 4 Jahren???
Dein Kind ist in der Trotzphase, nicht in der Pubertät. Die ist schlimmer.

Ja, das Verhalten deines Kindes ist normal. Nein, du darfst es nicht durchgehen lassen. Kannst du nicht Bereiche in der Wohnung schaffen, die nur für SIE bzw. IHN sind? Mit der Großen würde ich reden. Wenn sie noch einmal den Kleinen ruft, um ihm dann die Tür an den Kopf zu knallen, hat das Konsequenzen. Den Bruder rufen, ihm etwas zeigen und ihn dann rausschicken ist ja ok, aber rufen zum wehtun, ist nicht ok.

"ich war verständnisvoll, fuchsteufelswild, ignorant, oberaufmerksam... "
Das musst du alles gar nicht sein. Wichtig ist KONSEQUENT. Stelle Regeln auf und ziehe diese durch. Wenn sie sich vor dem Schlafengehen nicht freiwillig umzieht, wird ihr eben geholfen - wie einem Baby und die Gute-Nacht-Geschichte fällt aus. Bei uns habe ich den "Schwarzen Peter" der Uhr zugeschoben. Es gibt feste Zeiten für alles. Wenn früh getrödelt wird, dann haben wir eben den Bus verpasst und wir müssen in den Kiga laufen. Mein Großer kennt die Uhr diesbezüglich (er kann sie natürlich nicht lesen, aber er versteht, wenn der Zeiger auf der 3 steht, müssen wir die Wohnung verlassen). Seitdem ist Omar früh immer sehr schnell...einmal haben wir den Bus bisher verpasst ;-). Klar hat er geweint, dass er mit dem Bus fahren will. Aber irgendwann hat er verstanden, dass der Bus weg ist. Das selbe gibt es bei dem Heimweg. Trödelt er, können wir nicht einkaufen gehen (ich kaufe jeden Tag frisches Gemüse und in dem Laden bekommt Omar immer ein Gummibärchen), da sonst der Bus wieder weg ist. Und so gibt es in unserem Tagesablauf viele Punkte, wo es eben auf die Zeit ankommt. Unmittelbar davor habe ich immer irgendwelche Aktivitäten, die den Kindern Spaß machen. Falls getrödelt wird oder es Ärger gibt, werden die gestrichen.

Beitrag von laboe 07.03.11 - 22:55 Uhr

Find ich sehr gut!
So machen wir es auch!

Laboe

Beitrag von vollmond73 03.03.11 - 10:44 Uhr

Hallo,

hier wurde das natürlich schon angeschrieben, das da eine Trotzphase ist und sie natürlich austesten.


Ich muss dazu sagen, ich habe nur ein Kind und ich weiss jedoch wie es damals bei uns war, wenn ein Baby im Hause war und ich sehe das bei meiner Schwester, die jetzt 2 Kinder hat.

Wie ist es denn gewesen, als das Geschwisterchen kam? Wurde die grosse Schwester/Bruder mit einbezogen?

Z.B. wenn die Windeln gewechselt wurden, war die grosse Schwester dabei gewesen und hat z.b. den po mit eingecremt (egal wie alt sie war) vom Brüderchen, durfte sie mal die Flasche halten wenn er etwas zu trinken bekam, durfte sie helfen beim Baden helfen. Wenn du ihren Bruder auf den Fussboden gelegt hast, durfte sie sich dazu legen und mit ihm kuscheln.

Oder wo er etwas älter wurde und gefüttert wurde mit brei, durfte sie auch mal füttern, durfte sie den brei dann auch essen oder hast du ihr auch eine Schale gemacht.

das sind so alles Kleinigkeiten wo ich denke das verursacht keine Eifersucht, denn sie ist ja schon ein grosses Mädchen und eine grosse Schwester und möchte ja auch gerne helfen.

meine Schwester hatte es so mit ihrem Sohn gehandhabt und bei ihm ist absolut keine Eiersucht gegenüber seiner Schwester...da ist es eher andersrum...sie ist manchesmal ein kleiner Streithammel und macht Ärger.

Streit gibt es immer wieder zwischen den Kindern. Und wenn der kleine mann schläft, dann einfach die zeit für das Mädel haben, denn sie braucht ja auch noch ihre Aufmerksamkeit und dann einfach sagen, komm, wir trinken zusammen einen Kakao oder sonst was, nicht das bei ihr das Gefühl aufkommt, sie ist *abgeschrieben* weil jetzt der kleine Bruder da ist.

Wünsche dir viel Glück und Kraft, viell. bekommst du das ja wieder in den griff, so das es für euch alle erträglicher wird.

LG vollmond

Beitrag von nico55 03.03.11 - 22:46 Uhr

hallo!

ich sitze ja im selben boot wie die mami die den trade geschrieben hat. nur haben wir einen fast 4 jährigen sohn und eine 14 monate alte tochter.
ich kann dazu nur sagen- wir machen alles so wie du es beschrieben hast, nur meinen sohn interessiert es absolut nicht beim wickeln füttern usw zu helfen, den brei der kleinen mag er nicht mal kosten.
sämtliche freizeit die wir haben wo uns die kleine nicht braucht (wenn sie alleine spielt, schläft usw) beschäftigen wir uns mit ihm. spielen, er darf kochen oder im haushalt helfen, wir singen, hüpfen, tanzen, machen polsterschlacht oder unternehmen auch mal was alleine mit ihm (turnen, schwimmen gehen usw)
auch in der ss haben wir ihn immer mit einbezogen! das schupsen und nicht mitspielen lasen und das neidig sein auf seine spielsachen hat erst begonnen seit sie mobil geworden ist 8mit 12 mon)
natürlich gibts auch momente wo er sie herzt und küsst oder auch mit ihr spielt, aber das ist max 1/5 vom tag, der rest läuft anders rum!
wirklich, wir versuchen alles aber es nutzt nichts! je mehr wir uns mit ihm abgeben umso schlimmer wird es und umso mehr stort ihn seine schwester. wir sind echt verzweifelt!
ja schade- wir hatten uns das auch anders vorgestellt! aber vielleicht wird's ja noch!

lg daniela

Beitrag von lima2006 03.03.11 - 14:26 Uhr

Erstmal ganz vielen lieben Dank an euch! Jetzt, nach Gesprächen mit meinen Freundinnen, einem Glas Rotwein am Abend und eine Nacht drüber schlafen sieht alles schon wieder viel besser aus. Auch ihr habt mir viele gute Anregungen gegeben. Es ist wirklich so, dass wir nur noch das Negative gerügt und das Positive nicht gelobt haben. Ich bin gerade dabei, dass umzustellen. Lina durfte, als Lean noch kleiner war, immer mithelfen, aber es ist wirklich so - seitdem er mobil wurde, begannen die Probleme. Ist mir gar nicht so bewußt gewesen. Lina hat ihren eigenen Bereich, möchte aber natürlich nicht dorthin, wenn Lean wach ist, weil dann hat er ja mehr Zeit mit mir und sie könnte was verpassen. Kann ich auch verstehen. Einen Mama-Tag haben wir vor kurzem eingeführt, da geht Lean zur Oma. Und es gibt jetzt am WE auch immer einen Frauenabend - Lina schläft von Anfang an in meinem Bett und wir quatschen, bis wir einschlafen. Ist auch echt total schön, ich selbst genieße das auch sehr. Ich denke, wir finden unseren Weg und wachsen wieder richtig zusammen!

Nochmals danke und viele Grüße,

Simone

Beitrag von abenteuer 04.03.11 - 21:58 Uhr

Huhu.
Statt "Lass den Kleinen doch einfach mal allein spielen" nenne ihr lieber eine Alternative. "Komm her und spiele weiter mit deinem Lego. Es spielt jetzt jeder für sich"

Überlege mit ihr gemeinsam, womit man dem Kleinen eine Freude machen könnte. Sie hat sicher Ideen, womit er spielen könnte. Lobe sie danach für die gute Idee. Sie wird es so bald mit etwas positiven verbinden, wenn sie dem Kleinen eine Freude macht.

Mache ihr klar, dass du ihre Hilfe brauchst. Vielleicht übernimmt sie gerne die Aufgabe Windeln zu holen, wenn du den Kleinen wickeln mußt. Was würdest du nur ohne sie machen...

"Ist mir doch egal, ich mach was ich will" - meistens wollen Kinder kurz darauf selber etwas. Dann magst du halt auch grade mal kein Buch vorlesen. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird nicht noch mit ner extra Portion Aufmerksamkeit belohnt.
Richtiges Verhalten muss dagegen anerkannt und beachtet werden.

Beitrag von laboe 07.03.11 - 23:12 Uhr

Ich würde mir genau überlegen, was für mich als "Familienoberhaupt" (mit meinem Mann zusammen) tolerierbar ist und was nicht.
Sag der Großen, dass sie nicht mit ihrem Bruder spielen muss, aber sie darf ihn nicht absichtlich ärgern. Wenn er das mit ihr tun würde, würdest du ihm das genauso sagen (immer fair bleiben und das auch betonen!).
Ich würde versuchen (ich weiß, ist schwer), mir das alles nicht so anmerken zu lassen. Es ist eine unharmonische Zeit, aber sie wird irgendwann besser.
Solange keiner dem anderen wehtut, ist alles erlaubt: Dass sie ihr Spielzeug für sich will, dass sie kein Interesse daran hat, wie süß ein Baby ist, es zu wickeln oder zu füttern usw. Trotzdem, WENN das doch der Fall sein sollte, immer mit einbinden.

Bei uns ist es so, dass die Große (5 1/2) auch sehr einfersüchtig auf den Kleinen (6Mo) ist. Ich merke aber doch in gewissen Momenten, dass sie ihn sehr lieb hat. Sie macht sich Sorgen, wenn ich ihn nicht sofort beim Weinen aus dem Bett nehme, wenn er sich verschluckt, wenn andere ihn aus Versehen erschreckt haben. Sie möchte zB auch das Mittag für ihn zubereiten (Gläschen aussuchen, aufmachen, in Schüssel geben usw). Heute klingelte es beim Breifüttern und als ich schnell zur Tür huschte, sah ich dann auf dem Rückweg, wie sie wortlos den Löffel in der Hand hatte und den Kleinen fütterte. Mit ganz liebem Blick und mit den Worten: "Ja, nun schling doch nicht so du Kleiner, ich kann so schnell gar nicht schaufeln!" #freu Einfach süß!#verliebt
Kaum war ich wieder im Raum (für sie sichtbar), meinte sie nur so: Ach Mama, mach du mal weiter, der nervt mich ja so#bla#rofl
Naja, so binde ich sie halt immer wieder mal mit ein, sage ihr aber auch klipp und klar, dass sie absolut KEINE Anziehsachen mehr von ihm nehmen darf (nimmt sie immer für die Puppen), wenn sie ihn absichtlich schimpft oder ihn pausenlos schlecht macht. Das kapiert sie dann.

Sie hat regelmäßige Zeiten, in denen ich (oder Papa) mich ausschließlich um sie kümmere. Das ist sehr sehr wichtig. Und ich lasse ihn auch mal warten, wenn sie zB mal dringend was braucht.

Naja, es sind so viele Kleinigkeiten, die man beachten muss. Aber im Grunde ist es einfach: Konsequent sein für alle Kinder, Aufmerksamkeit schenken und Liebhaben. ;-)

So, drücke dir die Daumen und kann dich voll verstehen, man will Harmonie, aber ich schätze mal, das ist utopisch. ;-)

Laboe