Beide Kinder in ein Zimmer???

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 08:46 Uhr

Guten Morgen!

Wir sind total verzweifelt! Unsere Große (29 Monate) schläft seit dem ersten Geburtstag nicht mehr durch. Eher im Gegenteil. Sie schläft zwar gut ein, kommt aber an die 15-20 Mal in der Nacht und will was trinken, kuscheln, hat schlecht geträumt usw. Sie ruft hauptsächlich meinem Mann.
Wir hatten schon die Vermutung, dass ihr der Papa zu sehr fehlt, aber er versucht wirklich seine ganze Freizeit mit ihr zu verbringen und kuschelt auch viel am Abend mit ihr.

Das ist furchtbar anstrengend!

Bekannte von uns meinten, wir sollen unsere Kleine (9Monate) zu ihr ins Zimmer legen. Bei ihren Kindern war das auch so, und auf einmal war nachts Ruhe. Die Kinder wollte einfach noch jemanden im Zimmer haben. Aber unsere Kleine schläft super.

Bei wem ist das auch so? Wer hat ähnliche Erfahrung gemacht? Kann mir jemand einen Tipp geben?!


Liebe Grüße,

Claudia

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 08:51 Uhr

Huhu!

Wie wäre es denn, wenn der Papa mal für ein paar Tage/Wochen mit seiner Matratze zu eurer "Großen" ins Zimmer zieht?

Wenn er neben ihr liegt, und sie wach wird, dreht sie sich vielleicht einfach wieder um und schläft. Würde ihr sicher auch mehr Spass machen ;-)

LG
Jumarie

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 08:56 Uhr

Hm, dann muss er ja mit ihr ins Bett gehen.

Und es ist die Frage, wie lange das dann sein wird. Vielleicht will sie dann gar nicht mehr ohne Papa schlafen?

Das Komische ist, wenn sie krank ist, hab ich sie auch schon ab und an mal in unserem Bett schlafen lassen. Aber da will sie raus. Das mag sie nicht. :-(
Also, es ist jetzt nicht so, dass ihr Nähe fehlt.


Aber danke für den Tipp! Wenn gar nichts anderes hilft, dann probieren wir es so. #gruebel

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 08:58 Uhr

Naja, es dauert eben so lange, bis sie es nicht mehr braucht.
Aber es ist doch allemal besser, als dass ihr alle nicht mehr ausgeschlafen seid, weil sie alle paar Minuten kommt, oder?

Und sie ist 29 Monate.
Sie wird in nem halben Jahr drei und glaub mir, sie will ihn nicht ewig bei sich haben ;-)

Gebt ihr doch, was sie grad braucht, dann löst sich das Bedürfnis in Luft auf.

Beitrag von getmohr 03.03.11 - 09:17 Uhr

hey,

also ich würde deinen mann auf keinen Fall ins Kinderzimmer quartieren!
Beide Kinder in einem Zimmer schlafen zu lassen wäre evtl eine Möglichkeit, hast du es schonmal damit versucht deiner Tochter etwas zum Trinken an bett zu stellen und/oder ihr einen lieben Kuschelfreudn für die Nacht mitzugeben? Evtl hilft ihr das ja, wenn du ihr sagst dass sie immer mit dem Schmusetier kuscheln kann wenn Sie wach wird etc.

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 10:32 Uhr

Das Problem ist, dass sie noch in einem Gitterbett schläft und ich Angst habe, dass da was auslaufen könnte. Meinst du, sie bekäme das hin?

Sie hat ein Kuscheltier im Bett. Einen Löwen. Ich sag immer, er gibt auf sie acht in der Nacht.
Meistens liegt der aber in der Früh am anderen Ende vom Bett. Er wird so hingenommen als Bettgeselle. #aerger

Mit dem Trinken im Bett werd ich mal probieren.
#danke

Beitrag von getmohr 04.03.11 - 08:12 Uhr

es gibt ja auch so trinkflaschen die recht auslaufsicher sind, wir haben beispielsweise die von Avent ( muss allerdings sagen dass unsere Kinder die noch nie mit im Bett hatten) Nimmt deine Maus nachts einen schnuller? Vieliht könntest du dann den Schnuller am Löwen befestigen, dann kann sie den Schnuller leichter finden und der Löwe steigt in der beliebtheit und bleibt als Tröster in der Nähe...

Beitrag von ephyriel 03.03.11 - 09:19 Uhr

Bei uns hat das primam geklappt! Meine Jungs sind 21 Monate auseinander und mein Großer ist nachts nicht mal mehr aufgewacht wennd er Kleine zum stillen kam ;-)

Aber alle Kinder sind unterschiedlich...

Versucht es doch einfach mal...

LG
Billa

Beitrag von dschinie82 03.03.11 - 09:29 Uhr

Unser Sohn (27 Monate) schläft noch bie uns im Schlafzimmer. Er hat dort schon immer super gut geschlafen. Gab noch nie Probleme. Wir hatten ihm allerdings ein neues Bett gekauft, welches in seinem Zimmer schläft. Er hat dort genau 1 Woche geschlafen und das sehr unruhig und spätestens um 1 Uhr nachts kam er doch zu uns. Da haben wir auch gemerkt, dass er anscheinend die Nähe in der Nacht braucht... vielleicht ist es bei euch auch so? Er schläft nun in seinem Bettchen, aber in unserem Schlafzimmer und das ist für alle super. Im Juni bekommt er einen kleinen Bruder und ich würde dann erst wieder versuchen den Großen auszuquartieren, wenn der Kleine auch mit geht. Also werden beide mindestens noch 1/2 Jahr nach der Geburt des Kleinen bei uns im Schlafzimmer schlafen.

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 10:36 Uhr

Nein, sie will nicht zu uns ins Bett.
Sie war vor einigen Wochen krank und ich hatte es gut gemeint mit ihr und sie mit in unser Bett genommen. Dort will und kann sie nicht schlafen. Nicht mal, wenn sie krank ist.
Sie sieht unser Ehebett als Kuschelort, aber nicht als Schlafplatz.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ihr das Schmusen fehlt. Wir schmusen ganz viel den ganzen Tag. Und ihr Papa auch, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt.

Beitrag von getmohr 04.03.11 - 08:14 Uhr

das ist bei unserer Maus auch so. Sie hat nie bei uns im Bett geschlafen und wenn ich sie dann mal mitnehmen wollte, beispielsweise zum kuscheln dann guckt sie uns an und weiß gar nichts damit anzufangen in dem großen Bett zu liegen. Letztes mal hat sie gesagt sie will in ihr Bett zurück *gg*

Beitrag von wolke151181 04.03.11 - 18:29 Uhr

:-D Ja, sie sind sich anscheinend recht ähnlich!
Leider kann man den Schnuller nicht am Löwen festbinden, außer vielleicht mit einer Schnur. Aber das wär mir doch etwas zu gefährlich!

Letzte Nacht ging es besser, weil ich sie mir zur Seite genommen habe, und ihr erklärte, dass es so nicht geht, dass sie die ganze Nacht nach uns brüllt, weil wir auch schlafen müssen.
Ich glaube, sie hat es irgendwie verstanden. Ich hoffe es zumindest. Mal sehen, wie die Nacht wird.....


Liebe Grüße

Beitrag von miau2 03.03.11 - 10:28 Uhr

Hi,
ich muss ganz ehrlich sagen: bei 15-20mal würde ich im Normalfall davon ausgehen, dass man das Kind (lieb gemeint, aber trotzdem) verzogen hat. DAS ist dann wirklich nicht mehr nötig. Ja klar, Ausnahmen gibt es immer - daher die Betonung auf "Normalfall".

Unser Großer fing auch irgendwann so an (auch nach Papa gerufen - vermutlich aber vor allem deshalb weil Mama die hauptsächliche Erziehungsarbeit macht und er oft der Meinung ist, beim Papa eher durchzukommen). Klar, der Kleine hat ja auch einiges an Aufmerksamkeit "gestohlen". Am Anfang haben wir ihn auch gewähren lassen. mit dem Ergebnis, dass es immer mehr wurde.

Irgendwann hat es dann gereicht, stündlich zum Zudecken gerufen zu werden. Es gab ein paar mal nachts Krach und Geheule, weil wir ihm sehr deutlich erklärt haben, dass er alt genug ist, sich selbst zuzudecken. Und uns nicht rufen muss, um etwas zu trinken, da er seine Sigg-Flasche am Bett hat. Es hat relativ schnell geklappt - wir wurden nur noch sehr selten gerufen. War wohl weniger eine echte Notwendigkeit als mehr das Bedürfnis (direkt ausgedrückt) die Eltern springen zu lassen.

Wie gesagt, ich verstehe es - aber mitspielen muss man trotzdem nicht. Meine ich zumindest ;-).

Unser Kleiner ist zum Großen ins Zimmer gezogen als der gute 3 und der Kleine gute 1,5 waren. Und es hat tatsächlich noch mitgeholfen bei den letzten Resten des nächtlichen Eltern-springen-lassen: unserem Großen war vollkommen klar, dass das Gebrüll nicht mehr geht, wenn der Kleine bei ihm schläft. Er wollte aber, dass sein (heiß geliebter) Bruder zu ihm zieht.

Anfangs ist er dann dazu übergegangen, uns nicht mehr aus dem Bett zu brüllen, sondern einfach zu uns zu kommen - aber auch das hat sich dann gelegt.

Inzwischen weckt er uns nur noch, wenn er wirklich ein Problem, schlechten Traum o.ä. hat. Was natürlich auch vollkommen ok ist.

Beide Kinder sind abends um 20:00 im Bett und schlafen problemlos bis ca. 6:30 durch - wir haben echte Spitzenschläfer, kein Drama beim Schlafengehen, und sie lieben es so, wie es ist.

Der Mensch ist ein Herdentier, ich finde es auch schön, jemanden bei mir zu haben - warum soll das bei Kindern anders sein? Für uns alle ist es eine prima Lösung...die auch den vorteil hat, dass nachts niemand Treppensteigen muss, um zum anderen zu kommen (zwei Schlafzimmer auf einer Etage). Und weil sich die zwei ein Schlafzimmer teilen haben sie ebenfalls gemeinsam ein schönes Spielzimmer (das nicht mal jeden Abend aufgeräumt werden muss...).

Einfach eine gute Lösung, von beiden Kindern so gewollt.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 10:46 Uhr

Das hört sich ganz super an! Ich glaub auch, dass wir sie verzogen haben.
Wenn sie wirklich mal Durst hätte, dann wär es kein Problem. Ich hab nachts auch mal Durst. Wenn sie schlecht träumt oder krank ist, ist es auch verständlich, dass man sich um sie kümmert. Aber so nicht.

Schlafen gehen ist bei uns auch nicht das Problem.
Und beim Mittagsschlaf gibt es so ein Tamtam auch nicht. Da bin nur ich zu Hause und sie weiß anscheinend, dass ich nicht gleich springe.
Mein Mann kann sie nicht weinen hören, deshalb rennt er immer gleich. #augen Alle Versuche es ihr abzugewöhnen scheitern immer daran.


Ich werde das ab heute durchziehen, und wenn möglich am Wochenende die beiden Kinder in ein Zimmer stecken.
#danke

Beitrag von miau2 03.03.11 - 12:56 Uhr

Hi,
klär es mit deinem Mann. Kinder merken schnell, wenn die Eltern nicht am gleichen Strang ziehen.

Ihr müsst da eine gemeinsame Linie vertreten - mein Mann hat mitgezogen beim Versuch, das wieder abzugewöhnen (vielleicht war das dann sogar ein gewisser Überraschungseffekt bei unserem großen).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von marjatta 03.03.11 - 13:44 Uhr

Also, die Evolution hat vorgesehen, dass Kinder bis zum 4. Lebensjahr in der Nähe der Eltern (sprich im Elternschlafzimmer) mitschlafen. Es hat viel mit dem Bedürfnis nach Nähe zu tun. Abgesehen von den westlichen Industrienationen ist es im Rest der Welt nämlich so, dass meist sowieso nur ein Schlafzimmer vorhanden ist und somit die Familien lange gemeinsam in einem Raum schlafen.

Wir haben dieses Problem nicht. Mein Sohn schlief bis Anfang des Jahres nicht länger als 5 Stunden am Stück bzw. ein bis zweimal Stillen pro Nacht im Halbschlaf. Jetzt wacht er kaum noch auf, aber er schläft immer noch bei uns, auch wenn dann Nr.2 da ist.

Auszug ist erst, wenn er es von sich aus möchte. Und wenn es nicht klappt, darf er weiterhin jede Nacht kommen und bei uns schlafen.

Mein Bruder und seine Frau haben trotz ausreichend Platz eine ganze Zeitlang sogar zu fünft das Schlafzimmer geteilt. Keine Schlafprobleme. Ruhige Nächte.

Vielleicht hilft es, sie zurückzuholen. Das kleinere Kind auszuquartieren finde ich - aus evolutionsbiologischer Sicht - nicht sinnvoll. Denn gerade auch das Kleinste braucht noch die Gewissheit über die Nähe und den Schutz der Eltern. Früher wäre es sonst in der Nacht vielleicht von wilden Tieren getötet worden. Und das bekommt keine Zivilisation aus den Bedürfnismustern der Kinder raus.

Gruß
marjatta

Beitrag von wolke151181 03.03.11 - 14:31 Uhr

Hallo Marjatta!

Sei mir nicht böse, aber es gibt auch Tiere, die ihren Nachwuchs sich selbst überlassen.
Wenn es nach dem ginge, mein Kind darüber entscheiden zu lassen, wie lange es bei uns im Bett schläft, dann geht es so wie meinen Eltern. Mein Bruder war 12 (!!!!) Jahre alt, als er ausquartiert WURDE. Unfreiwillig!

Das mach ich wirklich nicht mit.

Unsere Kleine hat auch ihr eigenes Zimmer und kommt ganz gut zurecht damit.

Ich denke schon, dass sich unser menschliche Körper im Laufe der Jahrtausende an unsere Lebensgewohnheiten angepasst hat.


Ich danke dir trotzdem für deine Meinung! #blume


Liebe Grüße,

Claudia