das glücklichste kleinkind der welt: kleinkindsprache! wer machts?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von annahoj 03.03.11 - 09:28 Uhr

hallo ihr lieben,

hab seit gestern das buch. bin nun mit dem kapitel "kleinkindsprache" durch. alles was dr. karp da so erkärt finde ich sehr einleuchtend:

die linke gehirnhälfte (für vernunft verantworlich) stellt bei einem "trotzanfall" den betrieb ein und nur die rechte gehirnhälfte (die impulsive) übernimmt das komando. deswegen kommt man mit guten worten und ewigen erklärungen bei solch einem anfall nicht weit...

...dr. karps lösungsweg die "fastfood-regel" (die aussage des kindes ständig wiederholen) im zusammenhang mit der kleinkindsprache (kurze sätze, einfach worte) sollen dabei helfen, das kind aus diesen "anfall" rauszuholen um wieder "bodenhaftung" zu bekommen. wenn das kind sich wieder beruhigt hat, soll man in normal sätzen erklären, warum man dies oder das jetzt nicht will...oder das kind dies und das jetzt nicht bekommen kann.

ich finde diese methode klingt sehr gut und ich werde schon heute versuchen, sie anzuwenden - zu hause....aaaaber...auf der straße oder im laden #kratz da ist das doch irgendwie peinlich, oder?

hab mal ein beispiel von gestern:

wie fahren mit der straßenbahn nach hause. ein anderes kind hat gummibärchen, meine maus (knapp 27 monate) sieht es und sagt schon drängelnd:

"emma will auch gummibärchen haben" ich sage im ruhigen ton

"ich habe aber keine gummibärchen dabei"

emma wird wütend, fängt schon an mit kreischen

"doooch mama hat gummibärchen...gib her!"

ich erwiedere darauf, weiter im ruhigen ton:

"ach maus...ich habe leider keine gummibärchen dabei, aber zu hause, da haben wir noch welche und du kannst dann gern ein paar haben"´

...aber damit habe ich keineswegs mein kind beruhigen könne, im gegenteil...sie ist dann richtig laut geworden und alles gut zureden hat nichts genütz #augen das ganze hat sich dann noch ziemlich lange hingezogen, bis wir aussteigen mussten...da war sie wieder abgelenkt. ich bin aber ganz schön ins #schwitz gekommen.

nach den "regeln" von dr. karp hätte ich hier folgendes tun sollen:

mich auf augenhöhe des kindes begeben und sie ausreden lassen. dann hätte ich ihre gefühle widerspiegeln sollen...also die stirn runzeln, laut (etwa halb so laut wie sie) und bestimmt wiederholen, was sie gesagt hat:

"emma will gummibärchen! du willst gummibärchen" jetzt! jetzt! jetzt" wenn sie beim ersten mal noch nicht ihre aufmerksamkeit noch nicht auf mich gelenkt hätte, dann hätte ich das ganze noch bis zu 8 mal wiederholen sollen. irgendwann sollte emma dann ihre aufmerksamkeit auf mich lenken und ruhiger werden, dann sollte ich ihr erklären können, warum es keine gummibärche gibt und sie dann ablenken...

bestimmt klappt das...aber in der öffentlichkeit? wobei so ein trotzanfall ja auch "peinlich" werden kann, wenn es bis zum hinschmeißen kommt...

naja...eigentlich wollte ich jetzt nich so nen ewig langen text schreiben...bestimmt ist alles auch ein bissel durcheinander. es würde mich aber einfach mal interessieren, wer diese "regeln" anwendet??

ich danke euch

annahoj und emma (06.12.08)

Beitrag von haruka80 03.03.11 - 09:35 Uhr

hallo,

mein Sohn wird im April 2 und spricht nocht nicht. Daher kann ich diese Übung bei noch überhaupt nicht anwenden.

Diese Übung ist aber recht simpel, genau das selbe wird in der Hypnosetherapie oder bei Befragungen von Verbrechern angewandt. Es funktioniert also auf jeden Fall und wenn mit Erwachsenen, warum dann nicht auch mit Kleinkindern? Dieses Wiederholen ist einfach etwas, was sich dann im Kopf festsetzt. Für Kinder ist es dann ja das, was sie grad wollen und worüber Mama dann auch unablässig spricht. Klar, da kommt n Kind dann raus aus der Wut.

Probiers doch mal aus und erzähl, wies gelaufen ist, würd mich mal interessieren. Hier dauerts noch, bis es zu solchen Gesprächen kommt, bisher ist : haben und wenn ich sage
"Du kannst das jetzt nicht haben, Gummibärchen gibt es jetzt nicht, wir wollen ...."
und bevor ich irgendwas weiter ausführen kann ist der Kopf schon vor Wut aufm Boden gelandet#augen und ich schalte meinen inneren Buddah ein, bis er kuscheln mag.

L.G.

Haruka

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 09:38 Uhr

hallo

Ich kenne nur das glücklichste baby der welt- und fands klasse.

Finde dei idee hört sich ganz nett an, kann aber nichts zur praktischen erfahrung damit sagen- wenn du es ausprobierst, würd ich mich fürs ergebnis interesseiren.

ABER_ ich würde, wenn mein kind in der straßenbahn anfängt zu brüllen
"emma wird wütend, fängt schon an mit kreischen

"doooch mama hat gummibärchen...gib her!" "
sicher nicht so reagieren

""ach maus...ich habe leider keine gummibärchen dabei, aber zu hause, da haben wir noch welche und du kannst dann gern ein paar haben"´ "

So lange meine Kinder ruhig mit mit verhandeln (mama, aber dann will ich gerne zu hause welche haben) wäre ich sicher bereit zu dem deal- aber sobald das kind anfängt zu kreischen, zu fordern, zu bocken, biete ich ihnen keinesfalls mehr gummibärchen an

lisasimpson

Beitrag von meandco 03.03.11 - 10:13 Uhr

deine ratschläge sind ja eigentlich immer top ... #pro

aber ich hab noch nie ein kind gesehen dass mitten im trotzanfall ruhig verhandeln kann #cool sorry, aber das ist ein wiederspruch in sich. ruhig verhandeln kann man mit ihnen wieder wenn der trotzanfall vorbei ist ... bis dahin gilt es ruhe zu bewahren und durchzukommen ... denn in dem moment ist das kind in einer einbahn - da gibts keine abzweigungen #schwitz

lg

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 10:17 Uhr

ich habe nicht gesagt, daß dsa Kind ruhig verahndel soll- ich habe nur gesagt, daß ich mich au den deal "gummibärchen später" SO LANGE einlasse, wie das Kind bereit sit zu verhandeln.
Sobald kreischen und brüllen dazu kommt, werde ich sicehr keine gummibrächen zu hause versprechen, nur damit das gekreische aufhört.

lisasimpson (die bisher noch kein theater hatte weil ich keine gummibärchen oder anderes dabei habe, weil ich das GRUNDSÄTZLICH nicht dabei habe)

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 10:22 Uhr

Und du gehts auch in keine Apotheken? ;-)
Denn genau DA hat mein Sohn das erste Mal kapiert, dass es Gummibärchen eventuell auch ausser Haus geben könnte.

Ich denke, es ging hier auch nicht darum, ein Gummibärchen zu versprechen, um den Trotzanfall zu beenden, sondern es ging darum wie man dem Kind ein SPÄTER in diesem Fall klar machen kann. Das Gummibärchen war ja eh schon begongt und das Kind hat geweint, weil es nicht verstanden hat, dass es JETZT nicht geht.

Variabel lässt sich Gummibärchen auch durch Fussballspielen, das Lieblingskuscheltier oder eine Weintraube ersetzen.

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 10:27 Uhr

ja- und auch bei fußballspiel, weintraube und kuscheltier gilt:
In dem moment wo das kind nicht mehr zugänglich ist/ quängelt, heult, brüllt oder kreischt werde ich KEINESFALLS nochmal ein angebot machen!

Angebote gibt es so lange das Kind klar ist und wir in verhandlung sind.
Sobald die verhandlung abgerbochen wird (und das ist bei kreischen erreicht), endet das angebot

lisasimpson

P.s. ja- wir gehen einkaufen, in apotheken und sonstwo hin- habe nur ein mal einen trotzanfall gehabt- bei eine mbäcker, der sosnt immer zum einkauf eine Gummi-maus dazu gab. an dem einen tag gab es keine (weiß nicht warum)- ejdenfalls war die erwartungshalteung des damls ca 2,5 jähren alten sohnes enttäuscht und es gab theater. ansonsten kenne ich kein theater wegen nicht erhaltener süßigkeiten.

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 10:36 Uhr

Dann hast du es wohl für euch richtig gemacht.

Ich sehe den Sinn für uns nicht, mit dem Kind zu "verhandeln".
Er ist mein Kind und kein Gegner.
Wenn er etwas möchte und es möglich ist, dann darf er es auch bekommen, und wenn ich ihm sage, dass er es nachher haben kann, dann bekommt er es auch nachher, egal ob er jetzt deshalb Theater veranstaltet, oder nicht.
Ich bin der Meinung, dass diese Autonomiephase nunmal für alle Beteiligten kein Zuckerschlecken ist, aber ich muss es nicht künstlich verschlimmern, indem ich scheinbare Konsequenzen (die nichts anderes als Strafen sind) verhänge für ein Verhalten, was normal und gesund ist für ein Kind.

Und es gibt natürlich auch Kinder mit unterschiedlichem Charakter. Bei dem -sagen wir- Temperament meines Sohnes würde er wohl sehr schnell NICHTS mehr bekommen, wenn ich nicht "verhandeln" würde.

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 10:42 Uhr

ich habe an keiner stelle behauptet, daß ich dem Kind eine zusage verweigere-
Ich habe- und nun erkläre ich es heir zum dritten mal mit anderen worten.
So bald das kind anfängt den Bodn der Verhandlung zu verlassen, endet die Verhandlung (ich verhandle übrigens nicht mit gegner- warum sollte ich. das ganze leben steht aus Verhandlungen- alle absprachen meines lebens treffe ich in verhandlung mit anderne menschen- vielleicht ist das wort für dich negativ gefärbt- aber für mich ist die sequenz: kind fragt: kann ich auch gummibärchen haben- ich antworte: ich habe leider keine dabei- zu hause haben wir welche und die kannst du haben- eine verhandlung)

nur würde ich zu einem kreischenden kind in der straßenbahn im leben nicht sagen: ja, du bekommt doch gleich gummibärechen"- da sehe ich den sinn darin nicht. ich muß mein kind nicht beschwichtigen, bestehen oder überreden.
wenn es meint zu kreischen, dann sit das seien entscheidung- damit hat er sich aber aus unserem gespräch (das gespräch war in meienr interpretation eine verhandlung) ausgeklinkt- damit ist die verhandlung für mich beendet- sie kann durchaus wieder aufgenommen werden- aber sicher nicht mit einem kreischenden kind in der straba

lisasimpson

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 10:48 Uhr

Ich verstehe dich schon richtig.
Auch beim ersten Mal.

Aber sag mir doch mal, wie hilfst du denn dann deinem Kind aus der Situation raus?

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 11:03 Uhr

na, dann kann ich deine frage nicht wirklich zuordnen ,wenn du mich schon beim ersten mal verstanden hast.
du sagst, du verhandelst nicht mit deinem kind ,es sei nicht dein Gegner- im gleichen abschnitt sagst, du daß dein sohn nichts bekäme, wenn du nicht mit ihm verhandeln würdest.

wie ich reagieren würde:
Ich würde ein mal sagen, daß ich verstehen kann, daß er jetzt sauer ist, daß ich aber jetzt nicht möchte, daß alle leute durch das gekreische gestört werden. Ich gehe davon aus, daß damit der fall geklärt ist- sollte er das nicht sein, würde ich an der nächsten Haltestelle die straßenbahn verlassen.
Hat sich das kind beruhigt- würde ich sagen, was ich ich mir dsa nächste mal wünsche, daß es tut in einer solchen situation (es kan ndas kind fragen, ob es Gummibärchen abhaben kann, er kann sauer sein und mir das auch sagen, daß er traurig drüber ist, jetzt keine gummibärchen zu haben,. während eine anders kind welche hat, er kann mich bitte, für den nächsten einkauf Gummibärche nauf den zettel zu schreiben usw..), dann würde ich einen schlachtplan mit ihm entwicklen, wei wir eben nach hause UND evtl. an gummibräen / schuhe aus/ weintrauben/ fußballspielen kommen OHNE dabei in ein riesen theater zu verfallen und würde schauen, daß wir dabei (bei der strategie ohne brüllen9 ne menge spaß haben

Woran es genau liegt kann ich ehrlich gesagt nicht sagen (ich würde es darauf zurückführen, daß ich mich zu nahezu 100% an ds halte was ich sage- was manchem vielleicht etwas zwanghaft und kontrollfreakig erscheinen mag:), aber solche anfälle kenne ich so wengen so´nem kram nicht.
Wenn ich meinem Kind sage, daß es zu hause welche bekommt, ist das gebongt- und von mir aus wird dann noch weiter gequatscht wann wie und in welchen farben sie verspeist werden, aber das thema "jetzt sofort" hatte ich noch nicht- gleiches gilt für fußball, schuhe ausziehen etc..

lisasimpson


Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 11:12 Uhr

Okay, wir reden komplett aneinander vorbei. :-)

Der Grundsatz ist der selbe.
Wir versprechen dem Kind nicht BEM Kreischen, dass es doch gleich was haben kann. Ich hatte dich falsch verstanden.
Ich meines es auch so, dass ich dem Kind sage, dass ich seinen Wunsch verstehe. Und erst wenn er sich wieder beruhig hat und mir zuhört, sage ich ihm, wann wir das Gewünschte machen können.

ABER:
"Ich würde ein mal sagen, daß ich verstehen kann, daß er jetzt sauer ist, daß ich aber jetzt nicht möchte, daß alle leute durch das gekreische gestört werden."

Das funktioniert bei den allermeisten Kinder nicht. Zumindest bei allen, die ich kenne. Vielleicht liegts am Alter?
Mein Sohn ist 21 Monate. Er würde nur noch mehr Weinen, wenn ich ihn so abspeisen würde. Er muss auch in dem Moment, wo er die anderen Leute zu stören scheint und es mir vielleicht unangenehm ist, die selbe Reaktion erhalten, die er auch bekommt, wenn wir allein oder daheim sind.
Er muss erfahren, dass ich sein Bedürfnis verstanden habe und dann gleich ein Lösung mit mir suchen. Aufschub gibt es noch nicht in solchen starken Gefühlslagen.

Vielleicht ist das der Knackpunkt bei unserer Diskussion?

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 11:22 Uhr

ich bin durchaus dafür, dem kind zu verstehen zu geben, daß man es versteht.
Es geht mir nicht um ein Machtspielchen, aber es geht mir durchaus tatsächlich darum, daß ich in der straßenbahn nur im notfall (müßte dringend pünktlich wo hin) mit einem brüllenden kind bleiben würde- das möchte ich keinem zumuten.

Für mich ist gegenseitige Rücksichtnahme und die rücksichtnahme auf dei Bedürfnisse andere ein große anliegen in meienr erziehung.
Ich kann meinen kinder nur sinnvol vermitteln, daß ich ihre Bedürfnisse ersnt nehe, wen nsie erleben, daß in unserem alltag das wahrnehmen udn ernstnehmen von bedürfnissen andere ein wichtiger punkt ist
Meine kidner dürfen wirklich sehr viel- eigentlich dürfen sie fast alles- die Grenze ist dort, wo
1. gefahr besteht und
2. durch das ausleben ihrer bedürfnsise die bedürfnisse andere nicht mehr gewahrt sind.

Ich würde es absurd empfinden ,wenn 40 leute in der straßenbahn mein brüllendes kind ertragen müßten, nur weil ich ihm seien bedürfnisse zugestehe. den ndamit bekommt das Bedürfnis des kindes im gegenzug zum ruhebdürfnis von 40 anderen eine in meinen augen völlig absurden stellenwert.
Ich persönlich ärgere mich tierisch darüber, wenn ich 3 stunden zug fahre, in einem abteil wunderbar mit 20 anderne sitzen kann und dann meint einer so laut musik hären zu müssen ,daß der ganze wagen beschallt wird- vielleicht entspricht dsa gerade seinem bedürfniss- aber meinem ganz sicher nicht!


Jetzt hab ich wohl etwas ausgeholt:)
aber das ist mir tatsächlich wichtig.
Ich bin ein groeßr freund davon zu verstehen, was in kindern vorgeht. In einem alter, wo dsa eigene Ich erwacht und man alles bewegen möchte und plöätzlich merkt, wo man überall an grenzen stößt, das kann hart sein.
Aber ich bin absolut dagegen, dem kind zu vermitteln- um deine bedürfnisse und deren ausdruck dreht sich die ganze welt.

und um ehrlich zu sein. mein kleiner ist genau 30 monate alt- das prinzip hatte er schnell verstanden.

lisasimpson

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 11:29 Uhr

Hmmm, soweit alles klar.
Bin ganz bei dir, aber nochmal ein aber ;-)

Wenn ich so mit ihm spreche, wie die TE es beschrieben hat, mit "Wiederholen des Wunsches und dann Lösung anbieten, wenn das Kind einem zuhört", schreit mein Sohn nicht mehr.
Es gibt also keinen Grund mehr auszusteigen.

Du sprachst immer davon, was man macht, wenn das Kind weiterhin brüllt, ich davon, wie man es davon abbringt ohne ihm den Wunsch sofort erfüllen zu können.

#winke

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 11:33 Uhr

ich habe dir gesagt, was ich mache, damit es aufhört zu brüllen (ich bin nämlich noch nie ausgestiegen:)

Was immer hilft, dabei die Situation zu klären- wunderbar.

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 03.03.11 - 11:30 Uhr

Grundsätzlich stimme ich dir in allem zu: aber man hat nicht immer die Möglichkeit den Bus zu verlassen. Unsere Busse fahren 1 Mal pro Stunde, es geht also nicht.
Allerdings kann ich mich wirklich nicht erinnern, dass wir einen massiven Trotzanfall im Bus hatten, vielleicht habe ich es verdrängt?;-)

Bei deinem Beispiel mit der Musik: ich gehe hin und sage, dass es mich stört und er es leiser machen soll.

Und auch bei den Grenzen für Kinder mache ich es genau so: sie fangen da an, wo es die anderen stört oder es eine Gefahr gibt.

Aber es ist ein guter Ansatz von dir: dass man den Kindern zeigt, andere Menschen haben auch Bedürfnisse. Muss ich stärker darauf eingehen.

Unser Problem ist zur Zeit (eigentlich schon immer), dass mein Sohn es nicht akzeptiert, wenn Erwachsene in seiner Gegenwart länger als 5 Minuten reden müssen (im KiGa mit der Leitung beim Abholen z.B.). Da beginnt er zu schreien und absichtlich zu stören. Ich habe noch nichts gefunden, wie ich es ändern kann.

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 11:43 Uhr

klar weiß ich, wie ich jemanden dazu bringen kann, seien musik leider zu machen:)
war nur ein beispiel um zu verdeutlichen, was ich meine.

Hm- auch beim thema "reden" ist das denke ich ähnlich.
Das ist eine gradwanderung zwischen "meine bedürfnisse werden geachtet" und "ich muß dafür aber warten können".
Ist echt schwierig, weil man um ds "einzuüben" im grunde mal ne zeitlang einen gesprächspertenr (am besten mehrere) braucht, dei eine sehr künstliceh unterhaltung mitmachen.

So wie sich die sitaution bei euch anhöärt ist sie folgendermaßen verfahren:
dein kind merkt: mama quatscht. sofort kommt die erfahrung " das ist ätzend, jetzt komm ich nicht mehr zu wort- die einzige möglichkeit dei ich habe zu wort zu kommen ist, mich schnell ins gespräch zu drängen- je lauter und unangemessener, desto schneller klappts.
da das offfenabr schon eingespielt ist und fest verankert in seinem denken, müßte ein "umlernprozess" dahin gehen, daß e mekrt, je ruhgier und geduldiger erwartet, umso besser für ihn.
Also würde ich mit ihm nen deal machen. Wenn du dich unterhälst, dann soll er xy machen ,wenn er dich unterbrechen möchte (was kann er tun?- fragen, antippen, hand heben?) und dann hast du eine eieruhr immer bei dir! (gibt glaub ich bei jako-o welche in mehrer ausführungen also 2,3,5 und 10 minuten) und sagst ihm- in 2 minuten- er bekommt die eieruhr oder ihr stellt sie hin und we nnsie durchgelaufen ist, ist er dran.

das wäre ne sehr künstliche und sterile art.
hört sich vielleicht auch sau blöde an und braucht gesprächsprtern , dei zu diese mexperiment bereit sind.
kommt auf die eingefahrenheit euer situation darauf an und ob du mit der methode was anfangen kannst
die ide dahitner: es soll sich eher lohnen zu warten als terz zu machen. Zeit können kidner nicht abschätzen und wir erwachsenen vergessen oft, daß wir gerade gesagt haben "gleich bsit du dan"- denn so bald die kinder dann ruhig sind, quatschen wir lieber weiter als uns daran zu erinnern, daß jetzt die frage, das anliegen des kindes dran ist.

diese uhrenmethode würd ich dann ausweite auf 5 minuten- und einfach imemr sehr viel loben ,wenns mal kuirz geklappt hat- wenn er sich an die methode zur unerbrechung gehalten hat (und nicht einfach lospoltert) usw..

weiß nicht ,ob das fü euch stimmig ist- denn darauf kommt es an

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 03.03.11 - 11:56 Uhr

Ja, daran liegt es auch, wenn er ruhig ist, rede ich weiter und dann wird es ihm zu viel. Grundsätzlich fängt er nicht sofort an, sondern wenn es für ihn zu lange wird. Ich schätze, 5 Minuten hält er schon aus.

Es gibt aber Gespräche, die einfach jetzt wichtig sind (die Leitung hat mich im KiGa abgefangen und will was mit mir kurz besprechen) und da weiss ich vorher gar nicht, dass ich so lange reden muss.

Diese Sanduhren von Jako-O habe ich sogar, nur kamen sie bisher irgendwie nicht zum Einsatz. Ich bin immer ohne Tasche unterwegs, da ist es schlecht immer alles mitzunehmen.

Oder wir reden gerade mit den Schwiegis über etwas wichtiges (beim Abholen der Kinder abends), da habe ich die Sanduhr auch nicht mit, bin gerade von der Arbeit heim und weiss vorher nicht, dass wir was besprechen müssen.

Es ist also nicht dauernd, er wartet am Anfang schon, aber man verquatscht sich so leicht.#hicks

Hast du noch eine andere Idee für mich?

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 12:27 Uhr

hi,hi- vielleicht ist es dir mittlerweile selbst aufgefallen?!

was du von deinem sohn erwartest ist
1. ein feines gespür für die bedürfnisse andere
2. disziplin

sagst mir aber in deinem beitrag, daß du
1. dich verquatscht und obwoh ler erst wartet und dann eigentliuch dran wäre nicht nach seinem bedürfnis schaust und
2. nicht mal die disziplin aufbringen könntest, eine kleine sanduhr für 4 wochen bei dir zu führen

damit wirst du ein problem haben

Egal welche andere idee noch käme- jede davon würde beinhalten ,daß DU DEIN verhalten veränderst- um bei ihm eine verhaltensänderung hervorzurufen.

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 03.03.11 - 12:35 Uhr

Hast ja Recht. Das Problem z.B. bei der Leitung ist, dass ich nicht weiss, wie lange ich noch brauchen werde, weil es von ihr kommt.

Aber ich werde daran arbeiten.

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 12:49 Uhr

na,ja, in aller regel wollen die kinder dann ja nicht stundenlang sprechen.
du fragst ihn nach 2 minuten, was es jetzt wichtiges gibt - und sagst ihm, daß ihr ausführlicehr darüebr auf dem heimweg sprehen könnt, weil du j gerade noch im gespräch bist.
Ist er fertig, bist du wieder im gespräch und er kan nwiedfer anmelden- 2 minuten warten...

ich weiß, daß das in der normalen situation schwierig sein kann-
aber daher solltet ihr das einfach zu ahsue so oft wie möglich üben.
die idee ist ja, daß er nicht für imemr und etwig die uhr braucht, sondern lernt (genauso wie du), wie er sein bedürfnis anmelden kann und was es heißt 5 minuten zu warten (am anfang aber her nur 1-2 minuten, so daß er schnell erfolge hat)

es soll euch einfahc beide schulen. dich darauf zu achten, ihn zwischendurch nochmal zu wort kommen zu lassen und nciht zu üebrgehen nur wei ler dann eben ieder ruhig ist.
damit verstärkst du sein störendes verhalten ungemein, denn darauf reagierst du ja dann.
und ihn die erfahrung machen zu lassen: mama hält sich an dei absprache " in5 minuten" und dann darf ich wirklich.
ist er sich esse nsicehr, muß er auch nicht jedes mal dazwischen qautschen, weil er die gewißheit hat, er klönnte wen ner wollte ohne stress an diesen luxus kommen:)

lisasimpson

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 03.03.11 - 13:57 Uhr

Ich glaube, ich habe es falsch erklärt. Das wäre kein Problem, das machen wir auch.

Er will aber weiter gehen, entweder auf der Strasse, wenn ich mit jemandem spreche, oder von den Schwiegereltern heim oder vom KiGa heim. Und ihm passt es nicht, dass wir noch nicht gehen können, weil das Gespräch wichtig ist.

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 14:08 Uhr

o.k.- ja, das habe ich anders verstanden.
dann würde ich in ner ruhigen minuten mit ihm mal besprechen, was ihm denn in so einer situation helfen könnte.
was würde ihm die zeit vertreiben- könnte er in der zeit was malen, was "lesen", ein spiel auf dem handy machen oder irgendwas.
weil einfach blöd daneben stehen und nicht ins gespräch einbezogen zu werden, nicht zu wissen wie lange es dauert und was ich in der zeit machen soll würde mich ehrlich gesagt auch nerven.
Ich habe da zwei sehr kreative kinder, denen fällt immer was ein- aber ICH persönlich mag das auch nicht so "daneben" zu stehen

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 03.03.11 - 15:13 Uhr

Ja, ich kann ihn eigentlich auch sehr gut verstehen. Handyspiele kennt er noch nicht (wie spielen selbst so gut wie nie sowas), aber ich werde ihn fragen, wie wir das lösen könnten.

Ich denke, ich hatte einfach überzogene Erwartungen, wie lange er warten muss, das ist mir beim Schreiben auch deutlich geworden. Plus die Umwelt noch, die missbilligend schaut, weil er nicht warten kann. Dabei schafft er die 5 Minuten auf jeden Fall.

danke dir!

Beitrag von jumarie1982 03.03.11 - 11:12 Uhr

BEIM! nicht BEM #augen