Beckenausmessung

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von julitta80 03.03.11 - 11:12 Uhr

An alle Muttis!
wurdet ihr vor der Geburt ausgemessen, ob das Kind auch durch euer Becken passt?Und wenn ja von wem? Vom FA oder erst im KH?
Von 10 Freundinnen mussten 7 via Notkaiserschnitt entbinden weil das Becken zu eng war und ich habe auch noch nicht gehört, dass man vorher ausgemessen wird.
#herzlich

Beitrag von ellewoods 03.03.11 - 11:43 Uhr

Normalerweise gehört eine Beckenvermessung nicht zum Standard.
Weder beim FA noch im KH.

Im übrigen glaube ich kaum, dass tatsächlich bei 7 von 10 Frauen das Becken ursächlich für den sekundären Kaiserschnitt war.
Wenn die Quote tatsächlich so hoch wäre, dann gäbe es viel höhere Sectioraten und früher wären fast alle Frauen bei der Geburt draufgegangen.

I.d.R. spielen mehrere Gründe eine Rolle für einen sekundären KS (z.B. wenn sich der Kopf nicht richtig ins Becken einstellt, die Wehen nachlassen etc.) Ob dann aber tatsächlich ein KS absolut unumgänglich ist hängt auch sehr vom KH, der diensthabenden Hebamme oder Arzt, dem Zustand der Mutter ab.

Mir haben z.B. 4 verschiedene FÄ gesagt, daß eine natürliche Geburt für mich wohl nie in Frage kommen wird (schmales Becken obwohl ich sehr gross bin). Mein behandelnder Arzt in der 1 SS war da ganz anderer Meinung : wenn der Kopf ins kleine Becken eintritt (und das tut er ja schon vor der Geburt), dann passt er da auch durch. Größe und KU hat er mir in den letzten Wochen nicht mehr verraten (viel zu ungenau...) und auch das KH hat sich zurückgehalten.

Wie die Geburt lief? Spontan geboren, innerhalb von 5 Stunden, KU 38cm!

Sowohl das weibliche Becken als auch das kindliche Köpfchen sind flexibler als man denkt...

Sollten die Ärzte tatsächlich schon im Verlauf der SS ein gravierendes Mißverhältnis zwischen Kopf und Becken erkennen werden sie auch drauf hinweisen.

VG, ellewoods

Beitrag von kaetzchen79 03.03.11 - 13:04 Uhr

nein das wird nicht vermessen. hat auch nen einfachen grund, du kannst ja nur von aussen messen. meine hebi sagte aber, man könne nicht darauf schliessen , dass es dann passt innen oder eben nicht!

die rate, die du hier anbringst kann ich mir vielleicht mit viel zufall vorstellen, aber bestimmt war nicht bei allen 7 der grund nur ein zu enges becken.

im normalfall passt das kind immer durchs mütterliche becken. es gibt ausnahmen, aber nicht solche quote.

lg kätzchen

Beitrag von kleinemiggi 03.03.11 - 14:40 Uhr

10 Tage vor Geburt meiner Tochter wurde ich von meiner FA ins KH überwieden. Die Kleine Maus war schwerer als Anfangs gedacht und da ich eine zierliche Person bin, sollte das KH entscheiden, was zu tun ist.
Ich bin also hingefahren und nach einigen Untersuchungen wurde auch eine Beckenausmessung gemacht.

Was ich nicht verstehe, warum deine Freundinnen einen NOTKS bekommen haben. Wenn nach der Ausmessung heraus kommt, dass das Becken zu eng ist und dass es BESSER wäre einen KS zu machen, dann ist ein normaler KS. Es wird dann ein Tag gewählt, wann das Baby geholt wird. Bei mir war das 9 Tage vor ET. Der Arzt meinte, es könnte sein, dass ich es schaffe, es könnte aber auch unter der Geburt zu Komplikationen kommen und dann müsste ein NOTKS gemacht werden. Und das wollte ich nicht. Bin also einen Tag später wieder hin und dann wurde unsere Maus geholt.

Ich war schon traurig, aber als ich dann die Maßen meiner Maus hörte, war ich doch sehr erleichtert.

Beitrag von julitta80 03.03.11 - 14:56 Uhr

Die wurden vorher nicht ausgemessen.

Beitrag von inajk 03.03.11 - 14:49 Uhr

Das wird aus dem einfachen Grund nicht gemacht, dass man es nicht messen KANN. Denn unter der Geburt weitet sich das Becken um mehrere cm. Dh. diese Messungen sagen mehr oder weniger gar nichts, und dienen letztlich nur den Krankenhaeusern als Ausrede einen KS anzuraten, der fuer sie praktischer ist (planbar) und mehr Geld einbringt als eine normale Geburt.

LG
Ina

Beitrag von minnie85 03.03.11 - 15:23 Uhr

Das Becken weitet sich nicht, wo hast du das denn her? Das einzige, was in der SS schon geschieht, ist eine Erweiterung der Symphyse und des ISG um ca. 1 cm durch die Wirkung des Progesteron.

Die äußere Beckendiagnostik lässt ahnen, ob eine grobe Anomalie vorliegt, außerdem kann die Hebamme die Michaelisraute inspizieren, die bei groben Anomalien ebenfalls verformt ist.
Per MRT kann man sehr genau Kopf und Becken abgleichen, das wird aber nur bei geplanter BEL-Geburt bei Primiparae gemacht.

Beitrag von tina981 04.03.11 - 11:36 Uhr

Doch,das Becken weitet sich unter der Geburt,genauso,wie sich die Schädelplatten vom Baby verschieben.

Beitrag von nisivogel2604 04.03.11 - 13:23 Uhr

Natürlich weitet sich das Becken.

Udn es komtm auch auf die Position an. Im liegen (und in der Position wird ja auch vermessen) ist das Becken am engsten.

Im Vierfüßler dagegen viel weiter

lg

Beitrag von uvd 03.03.11 - 15:02 Uhr

nein, wozu?

7 von 10?
NOT-kaiserschnitt?

im ernst, das glaube ich nicht.

sekundäre sectio vielleicht und dann vermutlich aufgrund unnötiger interventionen.

wenn 70% aller frauen zu enge becken hätten, wären wir schon längst ausgestorben :-)

erzähl doch mal was näheres über die geburtsverläufe der 7 "not"-kaiserschnitte.
einleitung? wehentropf? PDA? rückenlage?

Beitrag von minnie85 03.03.11 - 15:19 Uhr

Hi!
Not-KS weil das Becken zu eng ist klingt ja schonmal, als wären das alles eher sekundäre KS wegen GBS gewesen...denn ein Not-KS hat Indikationen wie vorz. Lösung, Bradykardie und andere absolut akute Situationen!

Normal passt das Kind durchs Becken, wenn es sich richtig einstellt...auch große Kinder passen meist problemlos, weil die Kinder nach Formübereinstimmung streben.
Meine Mutter hat zB eine Beckenanomalie und ich wurde spontan, aber als Sternengucker, geboren, da ich so scheinbar am Besten durchgepasst habe.

Bei Verdacht auf Missverhältnis (zB wenn frau nur 1,50m ist, der Mann aber 2 m) wird ein MRT zum Kopf-Becken-Abgleich gemacht.
Deine Hebamme kann aber ganz einfach äußere Beckenmaße nehmen, daraus kann man auch schon sehr sicher schließen, ob das Becken normal ist. Eine normale Michaelisraute gibt auch Hinweise.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 03.03.11 - 15:32 Uhr

Hi,

eine Beckenausmessung wird selten gemacht und hat auch relativ wenig Sinn. Wenn dann nur in der Klinik mittels MRT.

Ich hatte eine schwere erste Geburt und definitiv ein zu enges Becken (allerdings nur Beckenausgang) für meine zwei "Dickschädel". Aber selbst bei mir wäre das selbst beim MRT vermutlich nicht rausgekommen. Denn um zu wissen ob das Becken tatsächlich zu eng ist muss man schon genau wissen wie groß der kindliche Kopf ist und auch wie er denn geformt ist. Und ein so kooperatives Kind gibt es wohl nur selten ;-). Meine Große hatte bereits verwachsene Fontanellen - darum war der Kopf nicht wirklich formbar und sie ist deshalb festgesteckt. Hätte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht vorher entdeckt. Also muss eine Ausmessung gar nichts bedeuten.

Wirklich zu enge Becken gibt es selten - aber es gibt viele Grenzwertige. Durch die würde ein Kind zwar früher oder später durchkommen. Aber eben nur mit viel Tricks und vor Allem viiiieeeeeel Zeit. Das ist eben dann die Frage ob man sich und dem Kind das antun möchte/muss oder ob dann eben eine Sektio gemacht wird.

Von einem Not-KS spricht man nur, wenn in absoluter Gefahr für das Leben von Mutter und/oder Kind gehandelt werden muss. Das geschieht in der Regel dann in Vollnarkose und innerhalb von Minuten z.B. bei abfallenden Herztönen beim Kind.

In den allermeisten Fällen wird sonst eine sekundäre Sektio gemacht. Das bedeutet PDA/Spinale gelegt oder aufgespritzt und das Kind in Ruhe geholt.

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von nicky78 03.03.11 - 16:32 Uhr

Hi!

Ich bin sehr schmal gebaut, speziell um's Becken, und von daher hatt' ich auch Angst, dass das nicht gut geh'n kann und meinen FA gefragt. Der meinte, man könne es ausmessen lassen, doch in der Regel würd' man das nicht machen. Im US hat er immer ein sehr kleines #baby geseh'n und gemeint, dass er denke, die Natur würd' das schon richten und dass ich deswegen ein eher kleineres bekommen würd'. So war's dann auch. Aline kam nur kurz vor dem ET zur Welt und war nur 45cm gross und 2315g leicht. Aber ich hab' normal gebären können in nur 4 1/2 Stunden und ohne Dammschnitt/riss und sonstigen Hilfsmitteln. #pro
Ich glaub' wirklich, dass die Natur das im Normalfall regelt.

LG
Nicky

Beitrag von escada87 03.03.11 - 18:17 Uhr

mein alter Frauenarzt hatte das Becken ausgemessen aber nichts weiter dazugesagt, in dieser Schwangerschaft wurde es von meinem jetzigen (weltallerbesten :-) Frauenarzt) nicht kontrolliert und ich würd auch in Zukunft nicht mehr so viel Wert drauf legen

Beitrag von sandy5681 03.03.11 - 22:25 Uhr

hallo,

Also ich habe ein zu enges Becken, das wurde aber nur dadurch festgestellt, das vor und wärend der Geburt der Kopf einfach nicht ins innere Becken wollte. Bzw wollte schon aber nicht weit kam. Nachdem ich dann bis zu den Presswehen gekämpft hatte und auch da nichts voran ging und die herztöne vom kleinen schlechter wurden, wurde ein Kaiserschnitt gemacht.

Dort hat mein Gyn dann mein Becken ausgemessen (er meinte da er ja jetzt eh schon mal den bauch aufgemacht hat) und es stellte sich ein Missverhältniss raus (11cm).
Er sagte mir auch gleich das ich nicht normal Entbinden kann und auf jeden fall wieder einen KS bekommen werde beim nächsten.
Der kleine hatte dann an der Stelle wo er zuerste mit dem Kopf durch wollte ein Hämatom.

Mir wurde auch gesagt das man es vorher kann nicht ausmessen kann.

lg Sandy

Beitrag von natm 05.03.11 - 21:31 Uhr

Hallo!
mein becken wurde nach der Geburt meines Grossen ausgemessen per CT... ich hatte einen sekundären KS.... es gibt verschiedenen Gründe... 1. es war eine Einleitung...2. eine ungeduldige Hebamme..die mir dann die Fruchtblase gesprengt hat , weil die Wehen nicht "schmerzhaft "genug waren..für sie !!!....4. dann durch wehen im Minutentakt bekam ich eine PDA..... und alle möglichen kontrollen...schlussendlich da ich ja liegen musste hat mein sohn sich verkeilt ( war mit dem Gesicht im Geburtskanal)...

beim Ausmessen des Beckens konnte keine Anomalie festgestellt werden... vom schambein zum steissbein waren es über 12.5cm....es gibt so richtlinien...
aber man muss eben auch mitrechnen dass das Becken sich unter der Geburt weiter ebenso wie der Kopf sich anpasst....

Vor 9.5 Monaten habe ich meine Kleine spontan zu Welt gebracht.... sie war zwar leichter als der Grosse und schmaler KU33cm aber sie hatte die Faust vorm Gesicht.... mein Fa meinte nur , dass wenn ich die so rausbekommen habe ( und so schnell) dann hätte mein grosser auch durchgepasst ( KU35.5)....leider waren es bei ihm die Unglücklichen verstickungen.... und in erster Linie dieser blöder Wehentropf und die dämliche Hebamme die Mittagspause haben wollte !!!!!

lass dich nicht verunsichern....es wird schons passen

lg
natm