mein hund knurrt meine tochter an

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von tanjaleiss 03.03.11 - 11:31 Uhr

unsere hündin (golden-labi-mix) hat nun schon ein paar mal unsere tochter angeknurrt,...und das in ganz normalen situationen, sie lag schlief aber nicht und meine tochter wollte sie kraulen das macht sie oft und lotte legt sich sonst immer sofort auf den rücken und lässt das gerne machen,..doch nun hat sie lilly angeknurrt, oder lilly wollte ihr halstuch abmachen und lotte knurrt,..hm versteh sie nicht wieso sie das macht sie ist mit meinen töchtern aufgewachsen also meine zwillinge werden nun5 und lotte wird 2 jahre alt,die mädels ärgern sie nicht und sind sehr lieb zu ihr.....wie soll ich reagieren??? oder was meint ihr warum sie knurrt??? sie knurrt auch die leute draussen von fenster aus an....die draussen nur vorbei gehen...versteh sie einfach nicht:-(((( hat wer ne idee???

Beitrag von risala 03.03.11 - 11:44 Uhr

Hi,

ich finde es nicht problematisch, wenn der Hund knurrt - wie soll sie denn sonst deutlich machen, dass sie eben nicht gekrault werden will oder an sich rumfummeln lassen will?

Hat sie einen Platz, wo Deine Kinder nicht hindürfen? Das ist mega-wichtig! Liegt sie dort, haben die Kinder sie in Ruhe zu lassen - egal ob sie schläft oder nicht.

Ansonsten: Knurren mit einem "Nein" kommentieren und ggfs. auf den Platz schicken - UND deinen Kinder klar machen, dass sie sie jetzt in Ruhe zu lassen haben.

Ok, dass mit dem Leute anknurren, die draußen vorbeigehen ist nervig, gebe ich zu. das können unsere auch - nur bellen die dann... Das wird ebenfalls mit einem scharfen "Nein" oder "aus" (beim Bellen) reglementiert und die Hunde ggfs. auf den Platz geschickt.

ABER: bitte, lass untersuchen, ob gesundheitlich alles ok ist beim Hund! Unsere Hündin fing auch irgendwann so an. Erst dachten wir, ok müssen wieder konsequenter sein, dann haben wir einen Hundepsychologen kommen lassen (unsere TÄ ist entsprechend ausgebildet), es gab keine offensichtlichen gesundheitlichen Probleme. Dann wurde das Verhalten so schlimm (so aggressiv, dass nur noch ich an sie ran konnte, wenn sie im Körbchen lag), dass wir nur noch 2 Möglichkeiten hatten:
1. Krank
2. einschläfern lassen (es wäre nicht zu verantworten gewesen, sie abzugeben)

Sandy war krank! Sie wurde auf Verdacht als letzte Möglichkeit kastriert (Blutwerte waren ok), da Hormonprobleme zu aggressivem Verhalten führen können. Dabei kam heraus, dass sie Veränderungen an der Gebärmutter UND den Eierstöcken hat. Seit der Kastration ist sie wieder unsere Schmusemaus und Wächterin unsere Sohnes!

LG
kim

Beitrag von risala 03.03.11 - 11:47 Uhr

Vergessen:

Das ganze ist jetzt ca. 8 Jahre her und hat uns gut 600€ alles in allem gekostet. Vor 2 Wochen ist unsere Sandy (Wolfspitz) 14 geworden und wir sind froh, dass es damals so ausgegangen ist.

Beitrag von windsbraut69 03.03.11 - 13:03 Uhr

Wir hatten bei unserer Staffordshire-Hündin das gleiche Problem.
Ohne für uns erkennbaren Anlaß reagierte sie von einem Tag auf den anderen sehr aggressiv auf unsere zweite Hündin, mit der sie schon länger friedlich zusammen im Rudel lebte.

Wir haben auch auf Verdacht und weil wir es ohnehin vorhatten, kastrieren lassen und dabei kamen schwerste Verändungen und Spuren alter Enzündungen zu Tage...
Anschließend war alles wieder friedlich wie vorher und nebenbei hat die OP ihr vermutlich das Leben gerettet.

Im Fall der TE finde ich aber auch das Alter der Hündin noch typisch. Sie ist jetzt wohl erwachsen und duldet nicht mehr jeden Übergriff...

LG,

W

Beitrag von miriamama 03.03.11 - 11:44 Uhr

HI!!


Also um ehrlich zu sein, würde ich mir GAAANZ schnell ne Trainerin ins Haus kommen lassen!

Ich denke mal, dass sie sich einfach bedrängt fühlen wird.

LG! Miriam

Beitrag von windsbraut69 03.03.11 - 13:04 Uhr

Ich denke auch, dass sie sich bedrängt fühlt aber wozu braucht man in dem Fall einen Trainer?
Es reicht doch erstmal, auf die Kinder einzuwirken, dass der Hund an seinem Platz seine Ruhe hat.

LG

Beitrag von miriamama 03.03.11 - 13:27 Uhr

Wir haben seit über 3 Monaten eine Trainerin die uns begleitet und jetzt erst sehe ich selber, was für Fehler ich mache! Ein Trainer geht solche Dinge doch deutlich nüchtern an und sieht entscheidene Fehler. Wer weiß, wieso sich der Hund auf einmal bedrängt fühlt?!

Beitrag von windsbraut69 03.03.11 - 14:13 Uhr

Ja, wenn es um die Situation geht, einen auf seinem Ruheplatz liegenden Hund anzufassen, der dann knurrt, da gibt es m. E. nicht soviel Ermessensspielraum.

Beitrag von meto 03.03.11 - 12:00 Uhr

Hallo,


unsere Neufundländerin ist zu den Menschen auch immer lieb und hatte sich durche eine Eierstockvereiterung plötzlich sehr stark verändert. Wir standen plötzlich vor der Wahl, ob einschläfern oder kostenintensive OP, obwohl sie 9 Jahre alt ist und haben sie daraufhin operieren lassen. Wir bereuen es nicht.

Ich würde zum Tierarzt und gesundheitlich mal abchecken lassen und wenn da nichts ist, auch mal wegen Hundetrainer umschauen.


LG Mella

Beitrag von meto 03.03.11 - 15:51 Uhr

Gebärmuttervereiterung war es

Beitrag von katja.lev 03.03.11 - 14:54 Uhr

Wie oft kuscheln denn deine Kinder so am Tag mit dem Hund? Vielleicht ist es ihm einfach zu viel.

Das knurren zeigt eigentlich ein gutes Sozialverhalten. Dein Hund signalisiert erstmal dass er etwas nicht möchte. Andere Hunde würden vielleicht schon schnappen.

Er muss sich nicht nicht zwanghaft jedes Knuddeln gefallen lassen.

Beitrag von tanjaleiss 03.03.11 - 15:44 Uhr

ja vielleicht ist es das ,das sie lotte zuoft knuddeln und kraulen wollen,..ich glaube mal nicht das sie schnappen würde, könnte ich mir nicht vorstellen,...vielleicht lag es jetzt eben auch dran das sie läufig war??? na werde das alles gut im auge behalten....lieben dank für die antworten...

Beitrag von attherassel 05.03.11 - 12:40 Uhr

Hallo,

mach dir auf jeden Fall eines bewußt - nach knurren kommt beißen!
Das ist ganz wichtig im Hinterkopf zu haben!!! Natürlich heißt das nicht, daß du plötzlich einen agressiven Hund hast, ich denke er möchte einfach an der Rangordnung etwas verändern, es ist ein Hund, das ist völlig normal!
Aber greife rechtzeitig ein - das bedeutet, knurren ist nicht erlaubt! Niemals!
Ein Rückzugsort für den Hund ist ein hübscher Gedanke und grundsätzlich auch wichtig, aber Kinder sind auch unberechenbar! In der Küche kocht die Milch über und just in dem Moment bedrängt dein Kind den Hund im Körbchen, hat der dann ein Recht zu beißen? Nein!!! Ein Hund kann und muß lernen wegzugehen wenn er sich bedrängt fühlt, nicht zu bedrohen!
Das geht einfach überhaupt nicht!
Meine Hündin soll im Korb auch in Ruhe gelassen werden, aber sie muß es einfach erdulden wenn mein Kind zu ihr geht und ich gerade mal nicht gucke - wenn mein Hund genervt ist verläßt er seinen Platz und kommt zu mir! So und niemals anders sollte es funktionieren! Ich kann dann eingreifen und meinem Kind Bescheid sagen, aber bestimmt nicht der Hund! Sehr intereresssant sind Hundebeobachtungen im Rudel, daran sollte man sich orientieren ;-)

Viele Grüße!

Beitrag von blondesgift81 05.03.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

super Antwort.
Wir hatten ein ähnliches Problem mit unserer Hündin.
Wir haben 2 Jackies. Eine ist fast 10 (total ruhig, immer schon gewesen) und Lotte...Sie ist 4 Monate.
Anfangs hab ich es als naja, so leicht witzig empfunden, dass sie immer so leise geknurrt hat, wenn ich sie geweckt habe beim Abends-nochmal-gassi-gehen.
Und dann hab ich meine Freundin gefragt. Sie bildet beim THW Hunde aus.
Ich muss dazu sagen, dass wir vor Lotte eine Beaglehündin hatten, die leider nur 10 Monate alt wurde und mit der war ich von Anfang an in der Hundeschule.

Naja, wie geschrieben hab ich dann meine Freundin gefragt und sie hat mir genau das gesagt wie du es sagst. KNURREN GEHT NIIIIEMALS.
Und seitdem hab ich auch direkt immer laut NEIN gesagt und auch angefangen mit Leckerlikaustangen zu üben. Immer mal wieder wegnehmen und loben wenn sie nicht knurrt usw usw...

Was soll ich sagen? Sie ist total anders geworden. Jetzt klappts viel viel besser.

LG
Mary