Normaler Kindergarten oder Waldorf Kiga?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tine856 03.03.11 - 13:22 Uhr

Hallo zusammen,

ich wollte euch mal um ein paar Meinungen bezüglich der Kindergartenwahl bitten. Ich schwanke zwischen Waldorf und "normalem" Kindergarten. Beide Einrichtungen sagen mir zu, die normale ist sogar ganz neu, die andere gibts schon 25 Jahre.

Mein Mann tendiert in seiner Entscheidung eher zum WaldorfKiga ( hat sich aber nicht richtig mit dem Konzept auseinander gesetzt, er nimmt die Entscheidung aus meinen Erzählunngen) weil er sagt, dass er es toll findet, dass die Kinder dort ganz ohne Leistungsdruck 3 Jahre "lernen" und vor allem spielen können mit ganz einfachen Mitteln.

Mir sagt das Konzept auch sehr zu, da ich denke, dass unsere Kleine von dem Gegensatz auch profitieren könnte- so würde sie beides kennenlernen. Allerdings essen wir zu Hause "normal", wir haben "normales" Spielzeug (bunt, plastik, auch holz alles) und meine kleine guckt auch mal fernsehn- find ich gar nicht schlimm. Die Leiterin des Waldorfkiga sagte, dass sich das nicht im Wege stehen würde (ausser das Fernsehnen), dass es die meisten Haushalte so handhaben- also Zh normal und im Kiga halt das Waldorfkonzept.

Sich mit ein paar Brettern und ein paar Tüchern ein Spiel auszudenken finde ich auch klasse....ich fänd es klasse wenn meine kleine das dann auch könnte :-D

Ich weiss nicht was besser ist, Waldorf ist so ganz anders, einen Platz bekommt man da auch nicht mal eben so (ich könnte einen haben). Ihr seht ich bin überfragt. #schwitz

Hat vielleicht von euch auch jemand sein Kind in einem Waldorf Kiga und lebt zu Hause "normal"? (nicht das Waldorf abnormal wäre *g)

Für einige Meinung bin ich dankbar.

Tine

Beitrag von visilo 03.03.11 - 13:37 Uhr

Waldorf würde für uns NIEMALS in Frage kommen deren Einstellung paßt so garnicht zu unserem Leben ( ich denke da mein Mann Ausländer ist würden die uns eh nicht nehmen:-p).
Ich würde meine Kinder nicht solchem Gedankengut aussetzen wollen wie das Waldorfkonzept es beinhaltet. Es mag ja schön sein das die Kinder lernen auch mit "nichts" zu spielen aber das kann mein Sohn auch und er muß nicht in solch eine Einrichtung gehen.
Ich glaube auch nicht das es auf Dauer gut geht wenn euer Kind im Kiga so und zu Hause ganz anders erzogen wird. Wenn schon Waldorf dann sollte man total hinter dem Systrem stehen und wenn man das nicht kann soll man die Kinder da lieber nicht hinschicken, ich kann mir auch nicht vorstellen das der Kiga es akzeptieren wird wenn euer Kind im Kiga und zu Hause völlig verschiede Wertsysteme vorgelebt und vermittelt bekommt.

LG
visilo

Beitrag von nisivogel2604 03.03.11 - 18:06 Uhr

Wie kommst du darauf, das deine Kinder nicht genommen werden würden? Es gibt viele ausländische Waldorfkindergartenkinder und auch Waldorfschüler.

Waldorf ist nicht mehr das, was es früher war. Auch da hat man sich weiterentwickelt
lg

Beitrag von ma-lu 03.03.11 - 21:46 Uhr

Hallo,

ich hab' ja mal mehrere Tage in einem Waldorfkiga hospitiert (sollte dort die Krippengruppe eröffnen), und in der Tat gab es "ausländische" Kinder dort. Allerdings nur eins pro Gruppe, und auch nur aus sehr wohlhabenden Familien. Böse Zungen würden sagen: Alibi-Ausländer...

LG
Ma-Lu, die seit der Hospitation sehr, sehr schlecht auf Waldorf zu sprechen ist

Beitrag von ratpanat75 03.03.11 - 13:59 Uhr

Hallo,

wenn ihr euch mit dem Gedankengut auseinandergesetzt habt und dahinter steht, dürfte es kein Problem sein.
Ich würde mein Kind nicht dahin schicken.
Mein Sohn geht in einen Waldkindergarten, dort wird auch viel Wert auf das Freispiel gelegt, es gibt keine "Lernprogramme", etc. und die Kinder spielen fast ausschließlich mit dem, was die Natur hergibt, vorgefertigtes Spielzeug gibt es nicht, (nur Mal- und Bastelmaterialien, Bücher, Experimentierkästen, etc.)
Aber es steckt keine Ideologie hinter dem Konzept, die ich nicht vertreten kann.

LG

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 14:10 Uhr

waldorf würde ich NUR machen, wenn die familie hinter dem konzept steht !

lisasimpson

Beitrag von dieelfe 03.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo,
ich habe mich bei meiner Tochter für den normalen Kiga entschieden. Der Grund dafür ist, weil ich schon durch Bekannte erfahren habe, wie gut der Kiga ist und somit kam für mich keine andere Kiga-Form in Frage. Meine Tochter fühlt sich dort auch wohl und lernt viel fürs Leben.

Beitrag von jana-marai 03.03.11 - 15:38 Uhr

Hallo,

mein Großer war im Waldorfkindergarten, und ich würde es jederzeit wieder so entscheiden.
Die Ruhe, das Kind-sein-dürfen, die Achtung vor der Natur, das Einbezogenwerden in die alltäglichen Aufgaben, das gemeinsame Kochen und Verzehren des selbstgekochten Frühstücks... wir fanden es klasse!
Es gibt noch sooo vieles mehr, was mich überzeugt hat, würde jetzt aber zu viel werden.
Es wird davon ausgegangen, das Kind lernt aus der Nachahmung. D.h. nicht mit vielen Worten werden die Kinder geleitet, sondern durch das entsprechende Vorleben. ... Ach, es gibt sooo vieles...
Was für einen Ruf hat Euer Waldorfkindergarten denn?

LG
jana-marai

Beitrag von kati543 03.03.11 - 15:44 Uhr

Ich denke, wenn man einen Kiga nach Waldorf, Montessori,... wählt, sollte man sich immer mit dem Konzept auseinandersetzen. Waldorf ist doch nicht einfach, wie man mit bunten Tüchern und Brettern ein Spiel bastelt. Waldorf ist ein ganzes Konzept. Da meine Kinder sowieso halbe Ausländer sind, würden die ohnehin nicht genommen werden.

Also wenn ich die Wahl hätte (bei äußerlich gleichguten Kigas mit engagierten Erziehern) würde ich als erstes Montessori wählen, dann käme ein normaler Kiga und Waldorf ganz zuletzt.

Beitrag von nisivogel2604 03.03.11 - 18:06 Uhr

Wie kommst du darauf, das deine Kinder nicht genommen werden würden? Es gibt viele ausländische Waldorfkindergartenkinder und auch Waldorfschüler.

Waldorf ist nicht mehr das, was es früher war. Auch da hat man sich weiterentwickelt

Beitrag von ivik 03.03.11 - 15:45 Uhr

Ich würde mich genauer mit den Kozepten beider Kigas auseinandersetzen.
Das, was hier als Pro-Waldorf genannt wird, erfährt meine Tochter auch in ihrem "normalen" Kiga.
Ich war auf einem Info-Nachmittag in einem Waldorfkiga bei uns und hätte wohl auch mit Vitamin-B dort ohne Probleme einen Platz bekommen in der begehrten Krabbelgruppe. Ich habe mich nach diesem Nachmittag aber sofort dagegen entschieden.
Das liegt aber hauptsächlich an diesem speziellen Kiga. Denn dieser war mir 1. viel zu düster, 2. die Leitung gefiel mir gar nicht und 3. ich brauchte dringend den Platz, weil ich wieder arbeiten wollte und nicht weil ich Langeweile habe. Denn dort sah die Elternarbeit vor, dass man alle 6 Wochen für die Reinigung des Kigas zuständig ist und auch regelmäßig eine Woche lang dafür sorgen muss, dass das Mittagessen von der Schulküche zum Kiga kommt. Das fand ich dann doch etwas suspekt. Dafür brauche ich keine Ganztagsbetreuung für mein Kind.


lg ivik

Beitrag von cami_79 03.03.11 - 16:26 Uhr

Ich habe Freunde die mittlerweile 4 Kinder im Walddorfkiga und dann auch auf der Walddorfschule hatten. In mehreren Gesprächen hat sich deutlich raus kristallisiert, dass das nur zu empfehlen ist wenn man da voll und ganz dahinter steht und das auch lebt! Zudem ist die Ankunft in einer staatlichen Schule (wenn gewollt) dann u.U. recht "unsanft".

Ich finde vieles klasse, was mir von den Walddorf-Kigä und Schulen so berichtet wurde, auch von den Kindern selbst und wünsche mir dass einiges davon in den staatlichen Schulen Einzug hält. Dennoch bin ich nicht von allem was Steiner sich so ausgedacht hat überzeugt ...

Wenn ihr euch noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt habt, solltet ihr es lieber lassen.

Beitrag von rotten 03.03.11 - 17:15 Uhr

Hallo!

Ich würde mein Kind nicht in ein System geben, dass von fragwürdigen Ideologien (Anthroposophie) geprägt ist nur damit es lernt " mit Tüchern und Brettern" zu spielen. In erster Linie bist Du mit deiner Erziehung dafür zuständig, dass dein Kind das kreative Spiel erlernt.

Nur mal so zur Illustration dessen was hier ja auch schon einige andeuteten ( Ausländer):

http://www.autonomes-zentrum.org/ai/texte/anthroposophie.html

Musst Du selbst wissen, aber informier dich lieber noch ein bisschen mehr bevor Du eine Entscheidung triffst.

Gru0, Rotten

Beitrag von nisivogel2604 03.03.11 - 18:09 Uhr

Dein link ist unseriös


Ich habe meine Kinder alle nicht an Waldorfkindergärten.

ABER ich bin darüber informiert, das dieser ganze Rassenscheiß dort gar nicht mehr poraktiziert wird. Ich kenne eine Menge Waldis. Darunter auch Ausländer Sogar teilweise aus Brennpunkten

lg

Beitrag von rotten 04.03.11 - 14:00 Uhr

Tja, ICH habe absolut entgegengesetzte Erfahrungen. Keiner der Waldorfkindergärten hier in der Nähe nimmt Ausländerkinder auf und : die Waldorfkindergärten bereiten die Kinder für die Waldorfschulen vor. Ich habe mir mal die Hefte eines Waldorfschülers angesehen und war absolut entsetzt über die esoterisch getarnte Rassenlehre die dort vermittelt wird.
Wenn dir der Link zu unseriös ist , steht es dir frei zu googeln und du wirst jede Menge Seiten mit den gleichen Inhalten zu dem Thema finden, unter anderem niederländische, denn dort befassen sich die Gerichte sogar mit dieser "Lehre". Alternativ kann ich dir das Buch von Peter Bierl: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister empfehlen.
Ich kann nicht verstehen wie man sein Kind Menschen anvertrauen kann, die zumindest zum Teil nach den Lehren eines geisteskranken Rassisten wie Rudolf Steiner leben. Wieviel davon "noch" praktiziert wird...vieles wurde umformuliert, (Wurzelrassen zu Kulturepochen) was jedoch nichts am Kern der Sache ändert... ist mir dabei egal, das was an Ideologie bleibt reicht um dieses System zu disqualifizieren.

Beitrag von babylove05 03.03.11 - 17:42 Uhr

Hallo

Also Waldorf wäre jetz auch nicht so meins , was ich dir ans Herzlegen kann ist Montessori , leider haben wir kein Platz in einen Motessori bekommen , werden aber schauen des wir eine Schule finden die auf Montessori aufgebaut ist .

Lg Martina ( war selber in einen und bin heute noch begeistert)

Beitrag von humor 03.03.11 - 19:05 Uhr

Ganz klar Nein! Hintergrund: Ich war selber im Waldorfkindergarten und in der Schule.
Meine Familie stand hinter dem Konzept, inklusive der Christengemeinschaft, die dazu gehört.
Es war einfach nur langweilig nach einer Zeit. Immer dasselbe Buch,ich wollte Buchtstaben lernen. Um Himmelswillen das durfte ich nicht, da dieses Thema noch nicht in meinen 7 Jahren Entwicklungsschema passte. Zumindest in deren Schema.
Ich habe heimlich Fernsehen geguckt bei anderen. Ich konnte trotzdem früh die Buchstaben. Oh, da wurden meine Eltern ran zitiert. Ne, das möchte ich nicht für meine Kinder. Rituale schön und gut, aber die kann man auch woanders bekommen.

Waldorf hat wenig Vorteile finde ich persönlich.

Schaut euch es nochmal an und hospitiere da mal. Dann kannst du besser eine Entscheidung treffen.

Lg, Anna

Beitrag von tine856 03.03.11 - 21:10 Uhr

Hallo!

Danke für die vielen Antworten und Anregungen.

@ humor: Genau das gleiche habe ich mir auch überlegt, da unsere Kleine auch sehr wissbegierig ist und ich denke wenn man merkt dass ein Kind Spaß daran hat neue Sachen zu lernen muss es auch gefördert werden.

Natürlich würde das gar nicht alles zur Debatte stehen wenn ich mir das Konzept noch nicht zu Gemüte geführt hätte, ich sagte ja mein Mann würde das per Ferndiagnose entscheiden, weil er das dann nur anhand meiner Erzählungen entscheiden will.

Ich hab halt bei Waldorf Angst, dass sie dann als Exot gilt, wenn sie Prinzessin Lilifee gut findet und auch mal fernsehn darf. Die Leiterin sagte mir halt dass es jetzt nicht sooo das Problem wäre aber ich habe halt Angst eine falsche Entscheidung zu treffen. Ich möchte ja nicht, dass Sie sofort wieder wechseln muss, nur weil es nicht funktioniert, weil ich nicht richtig entschieden habe.

Eine Waldorfschule käme für uns auch nicht infrage, da ich denke, dass es nicht für jedes Kind was ist. Und soweit kann man sein Kind in sachen Disziplin (vor allem in der schwierigen Zeit) wahrscheinlich nicht vorrausbeurteilen.

Die weitere Angst ist auch, dass der Wechsel dann auf eine normale Schule schwer ist.

Es gibt wenige Plätze hier für Waldorf und Montessori ist so gut wie gar nicht zu bekommen. Ich denke halt dass ich alles gut abwägen muss bevor ich so ein besonderes Konzept annahme oder auch ablehne. Ich muss mich halt in den nächsten Tagen entscheiden, da die Plätze hier generell sehr rar sind.

Der Alternativkiga, wo wir einen Platz bewkommen haben ist ein normaler, aber er macht auch grade erst auf, meine Kleine wäre also in der ersten Runde mit dabei.

Da frage ich mich halt auch was besser ist: Waldorf mit 25 Jahren Erfahrumng oder nomaler Kiga der sich erst komplett einspielen muss. Ich tendiere zum normalen Kiga, da mir das Konzept (auch ganzheitliche Betrachtung von Körper u Seele, viel Natur und Bewegung...) auch sehr zusagt und die Leiterin sehr nett ist.

Sorry, der Beitrag ist echt lang geworden...aberr ist auch eine schwierige Frage, da möchte man manchmal noch andere Meinungen hören wenn man sich im Kreis dreht :-)

Danke schonmal für die tollen Antworten!!!

Beitrag von ma-lu 03.03.11 - 22:11 Uhr

Hallo,

ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, meine Kinder in einen Waldorfkindergarten zu geben, und bekam bei der Anmeldung das Angebot, im existierenden Waldorfkindergarten eine Krippengruppe zu eröffnen. Damit wir rausfinden konnten, ob wir zueinander "passen", hospitierte ich zwei Wochen lang im Kiga. Das, was ich dort erlebte, fand ich nur schrecklich - obwohl der Kiga als Vorzeige-Waldorf-Einrichtung gilt und bundesweit immer wieder als "DER" Waldorfkiga hingestellt wird.
Klar, die Kinder dürfen viel rausgehen. Sicher, sie spielen mit Naturmaterialen. Und natürlich, sie dürfen die meiste Zeit des Tages frei spielen.

ABER: Es herrschte eine totale emotionale Kälte. Ein Mädchen, welches ganz neu war und weinend immer wieder die Nähe der Erzieherin suchte, wurde ständig weggeschickt: "Sophie, weißt du, ich bügle/koche/putze gerade. Spiel doch mit den anderen Kindern"! Da war kein Auf-den-Schoß-Nehmen, kein kurzes Trösten, nix. Begründung: das Kind soll lernen, sich allein und mit den anderen Kindern zu beschäftigen, nicht von den Erwachsenen bespielt werden.

Einmal am Tag hatten die Kids Eurythmie. Alles war nur dann toll, wenn alle Kinder genau das taten, was von ihnen verlangt wurde. Sobald ein Kind lachte, oder irgendeine Bewegung übertrieb, wurde extrem feindselig reagiert, das Kind wurde angebrüllt, eines am Arm aus dem Kreis gezogen und in die Garderobe gezerrt.

Beim Essen durfte nicht gesprochen werden, und das, was gegessen wurde, war in meinen Augen echt eine Zumutung. Dieser Körner-Gemüse-Brei mit angeschimmelten Karotten und Kohl schmeckte absolut NICHT, kein Kind nahm je einen Nachschlag, die meisten sowieso nur eine mini-mini-Portion. Wunderte mich echt nicht. Übrigens traf ich viele Kinder nachmittags im Schwimmbad mit ihren Eltern, und da wurden dann Pommes und Eis in Massen konsumiert. So viel zum Thema "Dahinterstehen".

Während der gemeinsamen Aktivitäten (Essen, Singkreis) war auch wieder diese komische Kälte der Betreuer zu spüren. Vordergründig supersanft und supernett, aber auch nur so lange, wie die Kinder "spurten". Sobald eines auch nur einen Mucks machte, wurde es mit entsprechenden Blicken bestraft, oder musste rausgehen. Alles, was die Kinder sagten, musste ins Schema passen, passte eine Antwort nicht, wurden das Kind und seine Meinung völlig ignoriert.
Aber ja, im Freispiel, da war alles erlaubt. Da durften sich zwei Jungs die Köpfe einschlagen, und erst als einer blutete, wurde eingegriffen.

Ach, ich könnte noch tausend andere Sachen aufzählen. Ich fand es jedenfallls ganz, ganz schlimm und verlogen, und ich würde nie, nie, nie eines meiner Kinder dorthinschicken. Ehrlich nicht.

LG
Ma-Lu

Beitrag von tine856 04.03.11 - 13:29 Uhr

Danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Das gibt einem schon zu denken, natürlich ist es nicht überall gleich aber einige Sachen, die du erzählt hast (Essen- hab ich selbst probiert) hab ich auch schon beobachtet, bei denen gabs wohl Obst dazu-dann ging es einigermaßen. Aber diese vordergründige sanftheit habe ich auch beobachtet- konnte ich jetzt aber nicht weiter beurteilen, dafür hatte ich zu wenig gesehen. Eurythmie haben die dort einmal die woche und das wird auch sehr ernst genommen. so wirklich etwas damit anfangen, oder wissen was das bedeuztet und wie das abläuft kann man ja vom hörensagen nicht. ich hab sowas persönlich noch nie gesehen, ausser auf fotos :-)

dein bericht hat mir jedenfalls auch sehr geholfen, danke

Liebe Grüße

Tine

Beitrag von humor 04.03.11 - 08:24 Uhr

Guten Morgen,
ich nochmal:-)
So wie du deine Tochter beschreibst, würde ich es mit dem neuen Kindergarten versuchen. Klar läuft nicht bei einer neu eröffneten Kita alles Rund von Anfang an, birgt aber die Chance, das ihr als Eltern noch mitwirken könnt. In einem alt eingessenen Kindergarten kann alles zu sehr eingefahren sein.
Das Konzept klingt gut. Ist das eine Private oder öffentliche Einrichtung?

Lg, Anna

Beitrag von tine856 04.03.11 - 13:35 Uhr


Hallo :-)

Es ist auch eine Elterninitiative der neue Kindergarten.

Ich denke auch unterm Strich, dass der Kindergarten besser zu uns passt (obwohl ich das ja jetzt auch nur als Ferndiagnose sagen kann). Aber es stimmt schon, die Dinge die mir wichtig sind werden in dem normalen KIga auch (laut Konzept) groß geschrieben.

Ich hab mir da gestern jetzt auch noch mal, auch dank der verschiedenen Meinungen und Anregungen hier, gedanken gemacht und denke, dass

der normale Kiga besser zu uns passt und es wahrscheinlich nicht lange gut gehen wird wenn man morgens bei sich das normale Weissbrot mit Nutella serviert und dann im Kiga der Körnerbrei. (Nicht, dass wir jeden Tag Nutellaweissbrot essen... :-))

Muss alles wohl überlegt sein, vor allem wenn die Plätze generell überall so gut wie nicht zu bekommen sind..

Liebe Grüße

Beitrag von humor 05.03.11 - 06:31 Uhr

Guten Morgen:-)
Ich wünsche euch viel Glück mit dem Kitaplatz. Elterninititiative, eine Neueröffnung, mensch, da habt ihr richtig viel Mitspracherecht. Alles Gute#pro

Beitrag von bourdieu 04.03.11 - 09:52 Uhr

ich würde es hinschicken, ihr findet es doch gut. ich war selber auf einer waldorfschule und kenne viel mit waldorfkindergarten etc. natürlich kennen die kinder da auch lillifee etc.! so "fern" von allem kann man die kinder nicht halten, und das wissen die erzieherinnen auch. es ist zwar gewünscht, aber es ist auch klar, dass es nicht wirklich durchziehbar ist. gerade für die ersten jahre finde ich es einen sehr schönen umgang mit kindheit, wir haben leider für unseren kleinen keinen platz bekommen... lg. marion

Beitrag von tine856 04.03.11 - 13:39 Uhr

Danke nochmal für alle Meinungen und Erfahrungsberichte !

Das hat mir schon weitergeholfen mal ein paar andere Meinungen als die der Familie zu hören ("Das müsst Ihr selber wissen")

Ich glaub ich habe meine Entscheidung getroffen.


Übrigens wusste ich das mit der "Ausländerfeindlichkeit" gar nicht... hat mich doch sehr überrascht, auch wenns nun nicht mehr so sein soll...geht überhaupt nicht.

Liebe Grüße
Tine