Wie würdet ihr in folgenden Situationen reagieren (Alltag) ??

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von 24hmama 03.03.11 - 13:58 Uhr

hallo

Ich habe 2 Söhne 4 und 1 Jahr alt.

Mit meinem Großen habe ich zurzeit echte Probleme.
Ich bin konsequent, daran liegt es nicht.
Aber manchmal denke ich, dass ich vielleicht falsch reagiere oder handle.

Deshalb möchte ich euch gerne ein paar Alltags oder Sondersituationen beschreiben und ihr sagt mir bitte wie ihr darauf reagiert/ reagieren würdet.

Ich schreibe bewusst nicht was ich tue um euch nicht zu beinflussen.

Vielleicht kann ich mir eine andere Denkweise, Tipps, etc, holen.

DANKE schonmal.

Also-

1. Großer Sohn findet nicht gleich ein Taschentuch und nimmt sich ein Geschirrtuch in dem er sich die Nase putzt#schock

2. Er läuft wiederholt davon und auch über die Strasse, trotz Warnung und
vorallem nach einem intensiven Gespräch über die Gefahren in dieser Sitation

3. Der Kleine hält das Bobby Car um sich drauf zu setzen (er ist noch nicht so schnell ;-) ) - der Große läuft hin und reißt es ihm aus der Hand, sodass der Kleine auch noch fällt!

4. Der Große "verführt" den Kleinen zu Dummheiten, die ich vorher verboten habe. Z.b "Schau S. das kannst du da runterschmeißen, darfst eh..."
Und dann versteht er nicht warum ich ihn schimpfe- es war ja der Kleine#augen

5. Der Große isst etwas obwohl es in ein paar Minuten Mittag gibt und ich ihm 2 mal gebeten hatte, vorher nichts mehr zu naschen....


lieben DAnk

Beitrag von marion2 03.03.11 - 14:02 Uhr

Hallo,

1. Ich würde ihn bitten, das Geschirrtuch in die Wäsche zu bringen und ihm zeigen, wo die Taschentücher stehen.

2. Keine Ahnung - machen meine nicht.

3. Bobbycar einziehen und dem Kleinen wieder geben.

4. Ich würde den Kleinen schimpfen. Der darf nicht alles machen, was der Große ihm sagt. Und ich würde DANACH dem Großen sagen, was ich davon halte.

5. Essen wegnehmen.

Gruß
Marion

Beitrag von lisasimpson 03.03.11 - 14:05 Uhr

also ich kann dir sagen, was ich machen würde:

1. mich schlapp lachen

2. Ihn in zukunft an der hand laufen lassen

3. ihn mehr in seienr "guter großer bruder rolle störken". Er braucht eien bestätigung, daß er ein tolelr großer bruder ist, in dem konkreten fall würde ich ihn etwas machen lassen als widergutmachung für den kleinen. es soltle etwas sein, was dem großen leicht fällt und spaß macht und ih mdas gefühl gibt, ein ganz toller hecht zu sein.
dann würde ich in zukuft darauf achten, ihn zu stärken und mit ihm besprechen, daß ich sehe, daß er manchmal eifersüchtig auf dne kleinen ist, und das das o.k. ist.
ich würde ihm sagen, daß es vor- und nachteile hat geschwister zu haben. dann würde ich ihn fragen, welche vorteile er denn hat und welche nachteile er erlebt/ was ihm stinkt. und mit ihm zusammen überlegen, wie man das am besten hinbekommt ,die sachen zu stärken, die gut sind und die sachen vielleicht anders anzugehen, die nicht so gut laufen/ die er gerne anders hätt

4. sieh nr 3

5. süßkramn ist entweder zugänglich und damit o.k. oder eben nicht- wen nes zugänglich ist und zur freien verfügung, sollte dsa auch so sein, ist es nicht zur freien verfügung ,sollte das auch nicht suggereirt werden

lisasimpson

Beitrag von ayshe 03.03.11 - 20:33 Uhr

Bei 1. würde ich mich auch schlapplachen und noch die tischdecke anbieten, wenn die Nase sooooo voll ist #rofl

Meine Tochter hatte einmal einen Waschlappen genommen, völlig unpraktisch.

Beitrag von marion2 04.03.11 - 09:30 Uhr

Zu 1.) Es ist also in Ordnung ein 4jähriges Kind einfach so auszulachen, weil es kein Taschentuch gefunden hat?

Beitrag von sunshine80404 04.03.11 - 10:41 Uhr

Das ist für dich Auslachen?
Für mich ist es eher mitlachen...

Beitrag von marion2 04.03.11 - 12:13 Uhr

Ja, ist es.

Das Kind der TE scheint so schon Probleme zu haben. Wenn du dann noch lachst, weil es statt eines Taschentuchs ein Geschirrtuch benutzt...

Beitrag von ayshe 04.03.11 - 11:03 Uhr

Es ist kein Auslachen.

Meine Tochter lebt auch schon lange mit meiner Ironie und redet schon selber so.

Beitrag von kruemlschen 04.03.11 - 11:45 Uhr

super, wenn man die selben Sprüche schon zurück bekommt oder?

Geht mir auch regelmäßig so #zitter

Beitrag von ayshe 04.03.11 - 11:52 Uhr

#rofl Ja, ich finde es aber lustig.

Letztens meinte sie:"So ich schneide mir jetzt alles Haare ab, dann brauche ich lange nicht zum Friseur."
Ich: "Ja, mach mal."

Ihre Freundin zu mir:"Waaaaaaaaaas? #schock Das würde ich aber nicht tun! Und du erlaubst das?"

Meine Tochter: "Man, das war ein Scherz."

Beitrag von kruemlschen 04.03.11 - 12:20 Uhr

#rofl

Ich sagte letztens zu meinem Sohn "Mensch Dominic, kannst Du nicht einmal hören wenn ich Dir was sage, das würd ich mir echt mal wünschen"

sagt er zu mir

"Mama, mach mal die Augen zu..." #cool

#rofl

Beitrag von thyme 04.03.11 - 12:47 Uhr

Ich: Maaaaann! Jetzt ist mir die Milch runtergefallen! So eine Scheisse!

Sohn: Mama, beruuuuuuhige dich erst mal, dann überlege, wie du das putzen kannst. Und scheisse sagen darf man nicht.

Ich (trotzig) Doch. Bei der Sauerei schon....

Beitrag von kruemlschen 04.03.11 - 13:20 Uhr

#rofl

Beitrag von sanne90 09.03.11 - 13:33 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Beitrag von sunflower.1976 03.03.11 - 14:46 Uhr

Hallo!

Ich schreib jetzt einfach mal, was mir dazu spontan einfällt (auch wenn es einige Situationen bei uns noch nicht gegeben hat). Der Altersabstand unserer Kinder ist aber ähnlich.

1. Er muss das Geschirrtuch auswaschen und aufhängen (wird natürlich trotzdem nochmal in die Waschmaschine gesteckt).

2. Er müsste draußen an der Hand gehen bis er verstanden hat, wie er sich verhalten muss - bzw. dieses akzeptiert hat. Zudem würde ich immer bei jeder Straßenüberquerum das richtige Verhalten einüben.

3. Das Bobbycar müsste er dem kleinen Bruder zurückgeben (nach einer strengen Ermahnung) und sich entschuldigen.

4. Ich würde beide streng ermahnen und sie müssten den "Schaden" zusammen beseitigen. Anschließend würde ich nochmal mit meinem großen Sohn drüber sprechen.

5. Wenn er sich an solche Abmachungen nicht halten könnte, hätte er keine Süßigkeiten frei zugänglich.

Insgesamt klingt das für mich danach, als ob Dein großer Sohn nach Aufmerksamkeit sucht. Kann sein, dass ich mit meiner Vermutung daneben liege. Ich weiß ja nicht, wie viel Zeit Du alleine mit Deinem Sohn verbringst bzw. er ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt. Gerade in den ersten 1,5 Jahren als "großer Bruder" war das meinem großen Sohn sehr wichtig. Mittlerweile will er von sich aus, dass sein kleiner Bruder mitkommen darf, wenn ich was Schönes mit ihm alleine geplant habe.
Insgesamt unterstütze ich ihn in der Rolle des großen Bruders, aber immer nur in dem Rahmen, wie er es bewältigen kann und möchte. Beispiel:
Mein kleiner Sohn weint im KiGa morgens wenn ich gehe, beruhigt sich dann aber sofort. Also habe ich mit meinem großen Sohn besprochen, dass er die ersten 5-10 Minuten morgens in die Gruppe seines Bruders geht und sich kurz mit ihm beschäftigt. Er ist dann immer ganz stolz und erzählt, wie wenig sein Bruder geweint hat weil sie ein Buch angeschaut oder zusammen etwas gemalt haben.

LG Silvia

Beitrag von mamavonyannick 03.03.11 - 16:24 Uhr

hallo,

ich hab jetzt mal nicht die Antworten gelesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen:

1.) Ic h würde eine Packung Taschentücher ständig an einen für ihn erreichbaren Platz legen und ihm das auch zeigen

2.) Er muss an der Hand oder angefasst am Buggy laufen

3.) Ihn das bobbycar wieder weg nehmen, zurück an den kleinen bruder geben und ihn darauf hinweisen, dass er alngsamer sein muss, damit sich sein bruder nicht weh tut und auch vorher fragen muss, ob er sich etwas nehmen darf

4.) hier bin ich etwas überfragt...

5.) Die Naschereien weg stellen

vg, m.

Beitrag von anja1968bonn 03.03.11 - 16:33 Uhr

Also, die anderen Antworten habe ich mal nicht gelesen, hier meine Tipps:

1) Geschirrtuch in die Wäsche bringen lassen und Taschentücher hinlegen
2) Der Große darf nur noch an der Hand draußen laufen
3) Bobbycar dem Kleinen zurückgeben, mit dem Großen reden, dass er rücksichtsvoller sein soll
4) Dem Kleinen sagen, dass er nicht jeden Quatsch machen darf, den Großen ermahnen, dass er den Kleinen nicht zu Unfug anstiften soll
5) Naschsachen wegstellen

LG

Anja

Beitrag von jwoj 03.03.11 - 17:10 Uhr

Ich würde versuchen herauszufinden, warum er über negatives Verhalten versucht Aufmerksamkeit zu erringen. Offensichtlich sucht er eine Weise Kontakt zu dir aufzunehmen.

zu 1) Komplett ignorieren. Geschirrtuch, wenn er weg ist, in die Wäsche legen. Warum solltest du auf so etwas reagieren? Er weiß doch sicherlich, dass er Taschentücher benutzen soll. Wenn du konsequent bist und ihn tunlichst ignorierst bei einem solchen Verhalten, wird er keine Lust mehr haben, es zu tun. Vorausgesetzt natürlich, er weiß, dass er Taschentücher benutzen soll und wo er diese her bekommt.
Wahrscheinlich ist deine Reaktion eher genervt oder schockiert mit den entsprechenden Kommentaren. Grundsätzlich beachten wir unsere Kinder in solchen Situationen viel zu viel.

zu 2) Ich würde die Situation provozieren, indem ich z.B. einen Spaziergang zum Spielplatz vorschlage. Vorher würde ich ihn fragen, ob er glaubt, dass er auf dem Gehweg bzw. an meiner Hand bleiben kann. Wenn er zustimmt, wird er das in der Regel auch tun. Hier wieder vorausgesetzt das Gespräch vorher findet in Ruhe und in seiner vollen Aufmerksamkeit statt. Kein "zwischen Tür und Angel"-Gespräch.
Wenn er es nicht schafft, würde ich konsequent, wieder ohne großes Gerede, nach Hause gehen.

zu 3) Warum tut er dies? Er weiß doch sicherlich, dass er seinem Bruder weh tun kann? Von Standpauken a là "Du kannst deinem Bruder weh tun. Mach so etwas nicht mehr!" halte ich nicht viel. Das weiß er auch so.
Das Konkurrenzproblem wirst du nicht grundsätzlich gelöst bekommen, aber du kannst versuchen deinen Großen in die Brudergeschichte positiv einzubinden und ihn als großen Bruder zu fordern (nicht überfordern).

zu 4) siehe 3. Er sieht keine positive Aufgabe darin "großer Bruder" zu sein. Du könntest versuchen in zur Mitarbeit zu bringen. Wahrscheinlich sieht er sich als überflüssig an in seiner Rolle als großer Bruder und schwenkt deswegen wieder auf negative Aufmerksamkeit um.

zu 5) Wenn ich nicht möchte, das mein Kind etwas isst, dann stelle ich es nicht in seine Reichweite. ;-) Überfordere ihn nicht damit überall das Essen stehen zu lassen, wovon er nicht essen soll, weil es gleich Mittag gibt. Manchmal sind die Erwartungen an ein Kind einfach auch ein bisschen zu hoch.

Viele Grüße!#winke

Beitrag von simone_2403 03.03.11 - 17:11 Uhr

Hallo

>>1. Großer Sohn findet nicht gleich ein Taschentuch und nimmt sich ein Geschirrtuch in dem er sich die Nase putzt<<

Ich frag ihn ob er noch ganz frisch ist und zeig ihm wo die Waschmaschine steht.


>>2. Er läuft wiederholt davon und auch über die Strasse, trotz Warnung und
vorallem nach einem intensiven Gespräch über die Gefahren in dieser Sitation <<

Wer sich wie ein Baby aufführt wird auch so behandelt.Entweder er bleibt an der Hand in dem ich um sein HAndgelenk fasse oder aber er kommt angeschnallt in den Buggy.


>>3. Der Kleine hält das Bobby Car um sich drauf zu setzen (er ist noch nicht so schnell ) - der Große läuft hin und reißt es ihm aus der Hand, sodass der Kleine auch noch fällt! <<

Würde ich mitbekommen das er richtung Bobbycar/Bruder losstartet,wär ich schneller und würd den großen davon abhalten.


>>4. Der Große "verführt" den Kleinen zu Dummheiten, die ich vorher verboten habe. Z.b "Schau S. das kannst du da runterschmeißen, darfst eh..."
Und dann versteht er nicht warum ich ihn schimpfe- es war ja der Kleine<<

Situationen in denen ich es mitbekommen würden von mir sofort unterbrochen mit dem eindringlichem Hinweis das er genau weiß das er den kleinen nicht zum Blödsinn anstiften soll.


>>5. Der Große isst etwas obwohl es in ein paar Minuten Mittag gibt und ich ihm 2 mal gebeten hatte, vorher nichts mehr zu naschen....<<

Ich bitte mein Kind nicht,es gibt nichts und dafür sorge ich im Vorfeld.

Gruß


Beitrag von zahnweh 03.03.11 - 18:50 Uhr

Hallo,

1. meine 3,5 Jahre schaut sich kurz um, wenn sie keines findet, nimmt sie den Ärmel oder jammert/heult so lange bis Mama reagiert. Da ich sie weiterhin auffordere, sich selbst eines zu suchen (oder ihr zeige wo eines liegt, es aber nicht hole), nimmt sie den Ärmel.

Ideen hab ich momentan keine. Es bessert sich langsam, wenn sie weiß wo sie sind.

2. oh ja #schock Sie darf jetzt nur noch an der Hand laufen. Auf der Kinderseite und auch dann, wenn sie sich auf den Boden legt. Es ist grade sehr, sehr stressig. Aber da hilft nur noch die Grenze spüren und nicht locker lassen (wird für mich anstrengender als für sie, aber ich habe Hoffnung, dass es was wird).

4. sehr pfiffig und vor allem anstrengend.
Meine nimmt mich bei sowas auch nur noch wörtlich!
Finger weg von ... (sie nimmt den Fuß) ... lass das/ganzer Körper weg ... (sie nimmt die Puppe).
Hochlegen, Türe zumachen, ständige Beobachtung, jedes mal aus der Situation raus tragen und ablenken... klappt vieles nicht mehr.

Normalerweise kündige ich eine direkte Konsequenz an, die ich dann umsetze. Nur interessiert sie das momentan kein bisschen. Weder das Ankündigen, noch das Umsetzen. #schock

Da es aber eindeutig sie war und die Puppe nur Mittel zum Zweck, schnapp ich mir natürlich meine eine.

Hilft bei euch die Erklärung, dass Anstifter auch bestraft werden?

5. das lege ich nach der ersten Ermahnung hoch. Dort versucht sie es sich dann zwar zu holen, aber da ich zum Kochen sowieso in der Küche bin, hindere ich sie am Klettern.
Nach dem Essen sollte ich es aber wieder runter tun, da sie sonst unbeobachtet mal versucht rankommt (Türen sind nicht abgeschlossen und sie darf sie frei in der Wohnung bewegen, ohne Klettern. Aber sie macht es trotzdem.)

6. was mich am meisten anstrengt "ich hab doch nur..." "ich wollte doch nur ..."

Ich kann dich verstehen, dir aber nicht wirklich weiterhelfen...

Beitrag von zahnweh 03.03.11 - 18:54 Uhr

ach so, zu 1.

Taschentuch Päckchen liegen inzwischen in jedem Raum mehrere. Gut erreichbar und gut sichtbar. Manchmal hat sie keine Lust extra hinzulaufen (steht zwei Schritte daneben). Aber da ich sie dann auch wörtlich nehme: "schau DA sind sie" (nur drauf zeigen), geht es etwas besser.
"ich wille nicht welche holen" hat sie nur einmal versucht. Netterweise... sonst wär ich auch erst mal ratlos gewesen.

Beitrag von ayshe 04.03.11 - 11:08 Uhr

##
1. meine 3,5 Jahre schaut sich kurz um, wenn sie keines findet, nimmt sie den Ärmel oder jammert/heult so lange bis Mama reagiert. Da ich sie weiterhin auffordere, sich selbst eines zu suchen (oder ihr zeige wo eines liegt, es aber nicht hole), nimmt sie den Ärmel.
##
#zitter Den Ärmel hat meine Tochter immer als Serviette benutzt, das muß sie wohl von mir geerbt haben, ich habe das als Kind auch so gemacht.

Es hört alles auf, irgendwann finden sie dann auch nicht mehr gut.
Manchmal habe ich abends gesagt:"Na, zeig mal deine Ärmel, ich will mal sehen, was es heute im Kiga zu essen gab."
Naja, was soll´s , es ging ja bei mir auch vorbei.

Beitrag von witch71 03.03.11 - 18:54 Uhr

Da ich ansonsten den Antworten hier größtenteils zustimmen kann, bleibt mir aber noch eine wichtige Verhaltensregel für mich selbst:

Ich würde positives Verhalten des Großen viel bewusster lobend erwähnen. Egal, was es wäre, würde ich öfter laut sagen, wie gut ich gewisse Verhaltensweisen von ihm finde. Ihn auch bewusst häufiger als normal knuddeln und "nebenbei mal streicheln", so im Vorbeigehen eben öfter mal eine Liebesbekundung zukommen lassen. Einfach so, ohne Grund.
Auch Spielzeit/Vorlesezeit gäbe es bewusster einen Tacken mehr als sonst.

Kuz gesagt würde ich ihm absichtlich noch mehr Aufmerksamkeit schenken, als er schon bekommt, ihn sozusagen richtig sättigen.

Beitrag von tauchmaus01 03.03.11 - 21:26 Uhr

Ich sage Dir mal was ich denke....

Dein älterer Sohn ist nicht GROß!
Er ist erst 4 Jahre alt und machte genau dass was 4 Jährige so machen.
Gefahren im Strassenverkehr kann er noch nicht einschätzen. Das er wegläuft ist nervig, da mußt Du eben weiter konsequent sein und ihn einfach an der Hand halten, ob er will oder nicht. Er hat dann nächstes Mal die Wahl, bei Dir bleiben oder wieder an die Hand. Dabei würde ich nicht weiter schimpfen, einfach sagen "Wenn Du wegläufst, dann muss ich dich eben an die Hand nehmen"

Das mit dem Geschirrtuch, ach naja.....ab in die Wäsche und gut ist.

Zu 5. Es liegt doch an Dir ob er an was zu essen rankommt, oder? Bei uns kamen die Kinder allein gar nicht an das Essen ran, daher hatte ich das Problem auch nicht.

Immer gelassen bleiben, weiterhin konsequent und nicht vergessen dass er eben erst 4 ist und nicht schon 4 ist, auch wenn der Unterschied zu dem Kleinen riesengroß ist;-)

Beitrag von bine3002 03.03.11 - 22:32 Uhr

Ich habe auch keine Antworten gelesen, deswegen ist das meine völlig unvoreingenommene Meinung/Vogehensweise zu deinen Beispielen:

1. Innerlich grinsen, dann Kind angucken. Nur gucken. Kind fragt im besten Fall: "Was ist denn? Warum guckst Du so?" (Meine Tochter fragt so, falls nicht, spreche ich ohne gefragt worden zu sein). Dann würde ich sagen: "Ähh würdest Du vielleicht bitte zukünftig ein Taschentuch benutzen und jetzt bitte ein neues Geschirrtuch hinhängen und das andere in die Wäsche legen? Dankeschön!" Dann gibt es unter Umständen etwas Protest, aber ich würde standhaft bleiben und verlangen, dass ein neues Geschirrtuch hingehängt wird. Während den Diskussionsversuchen bleibe ich freundlich und sage notfalls mehrfach: "Ich möchte, dass Du ein neues Handtuch hinhängst. Auf diesem da hängt dein Schnodder und das ist eklig." Falls es dann immer noch nicht klappt, drohe ich damit, zukünftig ihren Lieblingsteller nur noch mit dem Schnodderhandtuch abzutrocknen. Auch das immer noch humorvoll und freundlich, weil es immerhin nur um ein Geschirrtuch geht.

2. Dann müsste meine Tochter an der Hand laufen, was bei ihr aber unproblematisch ist, da sie das in der Regel sowieso gerne tut.

3. Wem gehört das Bobbycar?
Dem Kleinen? Dann sollte er es am Ende der folgenden Diskussion wieder bekommen und zwar bestenfalls freiwillig.
Dem Großen? Dann sollte er sich im besten Fall freiwillig dazu bereit erklären, seinem Bruder das Bobbycar zu überlassen oder zumindest abzuwechseln (wobei er Vorrag haben sollte).
In jedem Fall muss sich der Große entschuldigen und soll dir beim nächsten Mal Bescheid sagen anstatt es ihm einfach aus der Hand zu reissen.

4. Ich würde sagen "Wer hier was wo runter schmeisst, bestimme ich." "Kleiner, das darfst Du da nicht runterschmeissen! Großer, das darfst Du dem Kleinen nicht erlauben, wenn ich es vorher verboten habe. Beide: Schluss mit dem Unsinn." Ich persönlich texte meine Tochter auch mal voll, wenn sie argen Unsinn treibt. Ich versuche immer humorvoll zu bleiben, wenn es nicht gerade ein großes Drama war und irgendwer oder irgendwas zu Schaden gekommen ist.

5. Das Naschzeug zum Nachtisch versprechen und niemals vergessen. Mit der Zeit wird der Große verstehen, dass Du deine Versprechen hälst und er seine Süßigkeiten bekommt.

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