Feindiagnostik notwendig?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von braut-die-sich-traut 03.03.11 - 14:49 Uhr


Macht ihr die Feindiagnostik? Mit meiner Schwangerschaft ist bisher alles okay, auf die Nackenfaltenmessung haben wir verzichtet und der Ultraschall zeigt nichts Auffälliges. Mein FA meinte, die Feindiagnostik wäre nicht notwendig da er Abnormalitäten auch bei seinem Schall erkennen könne. Der FA einer Freundin riet ihr dazu und meinte, die Untersuchung wäre wohl bald "Pflicht" für alle Schwangeren...!?
Wir wollen eh in einer Klinik mit Neonatalogie entbinden- d.h. Spezialisten wären bei Problemen nach der Geburt vor Ort...

LG

Beitrag von leeoo 03.03.11 - 14:54 Uhr

Ich habe beides machen lassen. Die NFM weil ich schon ein wenig Befürchtungen hatte und die FD weil sie mit im Plan war. Letztere mussten wir auch nicht selber bezahlen.
Zu dem Termin war neben meinem Freund auch meine Nichte mit und wir waren alle glücklich diese Bilder zu sehen.
BEi meiner Nachfrage, ob dem Kind der Ultraschall was ausmacht schüttelte der Arzt nur den Kopf und meinte, dass das Blödsinn wäre.

Pflicht ist eh so eine Sache, letztendlich bestimmst doch Du, was gemacht wird und was nicht!

Oder sehe ich das falsch?!

LG

Beitrag von braut-die-sich-traut 03.03.11 - 14:55 Uhr

Anscheinend wird die Feindiagnostik laut Gesetz "Pflichtuntersuchung". Hat mir wie gesagt aber eine Freundin von ihrem FA berichtet...!?

Beitrag von leeoo 03.03.11 - 14:59 Uhr

Naja, wenn es Pflicht wird zahlt eh die Krankenkasse .. anders ja bei Zuckertest und Toxoplasmose .. sowie NFM.

Willst Du sie denn so oder so nicht machen lassen?

Mich hat es sehr beruhigt, weil eben alles in Ordnung war und früh erkannte Dinge vllt schon vorbehandelt werden könnten ...

Beitrag von linzerschnitte 03.03.11 - 14:58 Uhr

Hallo!

Wir haben die NFM nicht machen lassen, Abtreibung bei Downsyndrom wäre für uns nieeeeee in Frage gekommen.

Die FD haben wir allerdings gemacht. Der Grund dafür: bei der Tochter einer Bekannten wurde bei der FD ein versteckter Herzfehler entdeckt, der gleich nach der Geburt erfolgreich operiert werden konnte. Diesen Herzfehler hätte man aber bei der "normalen" Untersuchung nach der Geburt nicht feststellen können - die FD hat somit das Leben der Kleinen gerettet...

Da nicht erwiesen ist, ob der US wirklich soooo schlimm für die Ungeborenen ist (warum verschlafen viele Zwerge im Bauch eine US-Untersuchung, wenn es angeblich so laut ist wie ein vorbeifahrender Zug?!), würde ich sagen: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Aber die Entscheidung liegt natürlich bei dir/euch! :-)

Ich wünsch euch alles alles Gute für die restliche SS!

Lg,
Melli mit Noah (35. SSW)#verliebt

Beitrag von florinda82 03.03.11 - 15:04 Uhr

hey,
wenn dein FA keinen Notwendigkeit sieht, würd ich nicht hingehen. Ich wollte auch nicht ihn, aber bei mir gab es Auffälligkeiten im Routineultraschall, weshalb ich überwiesen worden bin.

Die Feindiagnostik ergibt im negativen Fall meist auch nur ein "es sieht so aus", "es kann sein dass" usw. und dann rennst Du mit so einer Vielleicht-Aussage durch die Gegend und machst Dich in den meisten Fällen wohl unnütz verrückt.

Grüße
Flo

Beitrag von julk 03.03.11 - 15:05 Uhr

Also Pflicht ist ja Blödsinn..Wenn Du so ein gutes Gefühl hast, lass es nicht machen. Meiner Ansicht nach, wird es tatsächlich immer überflüssiger, weil die Geräte und Ausbildung auch beim "normalen Frauenarzt" immer besser werden. Das ist heute schon ein krasser Unterschied zu meiner ersten Schwangerschaft und die ist gerade mal knapp drei Jahre her... Die Unterschiede sind nicht mehr so riesig und wenn sich Dein Arzt gut auskennt, ein gutes Gerät hat und du vor allem Dich sicher fühlst dann lass es. Wir haben es machen lassen, aber nur weil ich über 35 ist und die normale Ärztin die Nackenfalte (wir wollten ausdrücklichn keine Messung und Blutuntersuchung, aber auf die Nackenfalte hat sie dann trotzdem geschaut) in der 13. Woche so auffällig fand, wir aber weitere Untersuchungen ausschlossen und dann eben de Vorschlag war, dann doch "wenigstens" eine Feindiagnostik machen zu lassen.
Alles Gute Julk

Beitrag von adewunmi78 03.03.11 - 15:09 Uhr

ich halte das für riesen blödsinn und geldmacherei... was bringt es einem denn wenn der doc sieht eine ader im kleinen finger ist nicht da???!!!

die richtig heftigen sachen sieht der normale gyn und dann entscheidet eh die natur ob´s weiter geht oder nicht, wenn man keinen abbruch macht

also ich finde man sollte einige dinge definitiv noch der natur überlassen...

Beitrag von linzerschnitte 03.03.11 - 15:13 Uhr

Bei der FD geht es nicht um "eine ader im kleinen finger ist nicht da???!!!" sondern um die Kontrolle der vollen Funktionstüchtigkeit der Organe bzw. der optimalen Versorgung des Ungeborenen.

Und die Aussage "man sollte einige dinge definitiv noch der natur überlassen..." finde ich erschreckend wenn man bedenkt, dass man heutzutage vielen Kindern das Leben retten kann wenn man Missbildungen (keine Behinderungen sondern Probleme an den Organen!!!) frühzeitig erkennt.

Bitte informiere dich bevor du solche Aussagen tätigst!

Beitrag von adewunmi78 03.03.11 - 15:19 Uhr

...jetzt schau mal in meine VK...

dann überleg dir mal was du wem schreibst... ich hab das thema durch... schon 2 mal... und gebracht hat´s mir nix...

man kann sein kind besser in einer FG verlieren, als es totkrank auf die welt zu bringen, so dass es sich quält und man wochen vergebens auf besserung hofft.

eventuell solltest du dir mal über sowas gedanken machen...

Beitrag von linzerschnitte 03.03.11 - 15:22 Uhr

Wie oben geschrieben: die Tochter einer Freundin wäre ohne der FD gestorben, da der Herzfehler nach der Geburt unentdeckt geblieben wäre. Ich kann mir nicht vorstellen dass du zu meiner Freundin gesagt hättest: "so etwas muss man der Natur überlassen, das liegt nicht in eurer Macht!"

Heute ist die Kleine bis auf eine Narbe nämlich kerngesund und alle sind froh dass es einen medizinischen Fortschritt gibt und die Feindiagnostik angeboten wird!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Nur weil du schon Kinder hast heißt das nicht, dass du das verstehst...

Beitrag von adewunmi78 03.03.11 - 15:44 Uhr

ja, und grad weil du das glück hast eine "normale" SS zu erleben solltest du dich vielleicht geschlossen halten oder dir nen anderen ton angewöhnen...

und nebenbei... grade weil ich schon kinder habe kann ich das sehr gut verstehen... und mann kann leider nicht alle Fehler beheben... es gibt immer jemanden für den diese oder jene Untersuchung lebensrettend ist aber es wurden auch schon sehr oft falsche Diagnosen gestellt... und es ging um die Frage, ob man generell zur FD gehen soll!? und das finde ich nicht... denn eine gesunde, unauffällige shwangere braucht da nicht hin... wenn der gyn eine auffälligkeit entdeckt macht es sinn...

schwanger sein ist das normalst der welt, wenn alles so super genau durchleuchtet werden müsste, dann wäre die menschheit sicher schon vor jahrtausenden ausgestorben...

und ich wiederhole... ich spreche hier nicht von einzelfällen, denn die meisten babys werden gott sei dank gesund geboren...

...und was mir noch einfällt... am besten rennen die mütter zu FD die rauchen und sich auch sonst eher ungesund verhalten... wo ist denn da der sinn....

Beitrag von linzerschnitte 03.03.11 - 15:50 Uhr

ich habe keine "normale" SS, bin seit der 13. SSW zuhause, habe ein BV bekommen, Details erspare ich dir. Gerade auch deswegen bin ich dankbar dass die Medizin so weit ist, auch eine Risiko-SS zu halten!!!!!

Bei meiner FD wurde auch so einiges festgestellt, was jetzt engmaschiger kontrolliert wird, um eventuelle Schwierigkeiten frühzeitig eindämmen zu können. Auch hier erspare ich dir Details...

Ich wollte nicht dich im Speziellen angreifen, es tut mir leid wenn mein Ton ein bisschen unangebracht war. Aber wenn man selber betroffen ist schmerzt es, wenn andere schreiben dass man alles der Natur überlassen soll. Jedes Kind hat ein Recht geboren zu werden, und wenn man die Natur unterstützen kann ist das doch nicht falsch, oder?

Mein FA konnte z.B. nichts am US feststellen, da er ein veraltetes Gerät hat und die Organe so nicht kontrollieren kann... Das war mit ein Grund, zum Spezialisten zu gehen.

Alles in allem wollte ich wirklich nicht mit dir streiten und entschuldige mich nocheinmal für einen eventuell falsch angeschlagenen Ton! :-)

Ich wünsch dir und deiner Familie noch alles Gute!

Beitrag von kiddi26 03.03.11 - 15:22 Uhr

hallo, die FD gehört doch zu den gestzlichen Untersuchungen die man nicht bezahlen muss...also warum dann nicht????
Schönes babyfernsehen und wissen das hoffentlich alles ok ist!!!
Wir wurden nochmal ins KH überwisen wo man mit dem Doppler eine FD machte.... dies sollte man machen wenn in der familie jemand Organische Probleme aufweist, und bei uns ist einiges....was ich durch Zufall erst so nach und nach mitbekam...
Großmutter : herzfehler
Meine Mutter: Zu großes herz
Mein Mann: nur eine Niere

Aber unsere Maus hat alles wie es sein soll, auch 2 Nieren ;-)

LG kiddi mit muggeline inside 24 ssw#verliebt

Beitrag von sizzy 03.03.11 - 16:22 Uhr

Wir haben die Feindiagnostik machen lassen, da es, wie oben schon geschrieben wurde, die Moeglichkeit bietet, Organfehler fruehzeitig zu sehen und eventuell notwendige Operationen geplant werden koennen.