Erfahrungen Zahnimplantat - Knochenverpflanzung

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Beitrag von zauberfee69 03.03.11 - 16:07 Uhr

Hallo,

ich möchte bzw. muss mir ein Implantat setzen lassen. Vorher muss allerdings Knochen verpflanzt werden.
Der Knochen wird mir an der Stelle entnommen, wo normalerweise die Weisheitszähne sind bzw. waren.
Dieser Knochen wird anschließend an die Stelle verschraubt, an der Monate später dann das Implantat gesetzt werden soll.

Was habt ihr damit für Erfahrungen? Wächst der Knochen ohne Probleme an? Hält das Implantat danach gut? Muss ich mit länger anhaltenden Schmerzen rechnen?

Mein Zahnarzt lobt die Knochenverpflanzung in den höchsten Tönen. Ist ja klar, der will Kasse machen. Grundsätzlich vertraue ich meinem Zahnarzt und bin sehr zufrieden mit ihm. Aber diese Verpflanzung macht mir jetzt doch Sorgen.

Viele Grüße
Lisa

Beitrag von letizia06 03.03.11 - 16:52 Uhr

Hallo,

ich habe seit September mein Implantat. Bei mir war aber kein zusätzlicher Knochen Knochenaufbau) notwendig.
Aber mein ZA hat mir erzählt, wenn es notwenig gewesen wäre, hätte ich Schweineknochen? (oder etwas vom Schwein, weis es nicht mehr so genau) bekommen. Es war nie die Rede von eigenem Knochen. Ich vertraue auch meinem Zahnarzt, der ist spezialisiert auf solche Dinge und auch erst mitte 30 und denke er ist auf dem neusten medizinischem stand.

Wenn du unsicher bist, besprich es doch nochmal mit ihm. Ich habe auch jedes Bisschen hinterfragt, da ich eine Angstpatientin bin.

LG Britta

Beitrag von fallingstar19 03.03.11 - 19:14 Uhr

Huhu,

hab letztes Jahr auch ein Implantat bekommen.

Ich hatte einen Sinuslift mit Knochenersatzsubstanz.
Ist eine sehr gängige Methode.
Der Oralchirurg hat das super gemacht, Implantat sitz super, bin sehr froh damit.
Allles in einer OP und einen Monat später kam dann die Krone :-).

Von Knochenverpflanzung war bei mir nie die Rede.

Spreche mal deine Bedenken an bei dem Zahnarzt.

Viel Glück

Beitrag von julia2809 04.03.11 - 09:04 Uhr

Ich kenne natürlich deinen speziellen Fall nicht, aber ICH würde würde keinen Knochen aus der Tuberregion(Ende des Oberkiefers)verpflanzen, weil dieser Knochen funktionell nicht so toll ist.Das hat biomechanische Gründe.Je stärker eine funktionelle Belastung auf einen Knochen einwirkt, desto belastbarer ist er an dieser Stelle(und umgekehrt).Diese Region ist nur recht schwachen Belastungen ausgesetzt.Warum kein (langsam)resorbierbares Knochenersatzmaterial?

Beitrag von sonja31 04.03.11 - 21:34 Uhr

Hallo,

wie Du schon gelesen hast, gehen da die Meinungen etwas auseinander.

Tendenziell habe ich persönlich aber schon gehört, dass dies eine gängige Methode ist, wo Knochen zuviel ist, kann man ihn unbedenklich entnehmen. Zudem wird immer erst Angeraten eigenen Knochen zu verwenden, da dieser vom Körper gut angenommen wird und nicht eventuell wie fremder Knochen auch als fremd erkannt und abgestoßen wird.

Am sinnvollsten wäre aber wirklich noch mal ein Gespräch mit Deinem Zahnarzt, weil fremde Menschen im I-Net habe natürlich auch die unterschiedlichsten Meinungen dazu, der eine lobt es, der andere verpöhnt es.

Und wenn Du Dir ganz unsicher bist, oder zögerlich, kannst Du Dir auch bei solchen Sachen jederzeit eine Zweitmeinung von einem anderen Zahnarzt einholen und hören was dieser zu sagen hat.

Manchmal benutzt man auch künstlich hergestellte Materialen für Knochenaufbau, von Fall zu Fall aber auch wieder unterschiedlich. Eigenes ist halt immer am besten.

LG
Sonja

Beitrag von julia2809 05.03.11 - 16:07 Uhr

Man kann auch aus dem Kinn oder aus dem Becken Knochen entnehmen- kein Problem, denn glücklicherweise ist das Narbengewebe des Knochens wieder Knochen.(jede Extraktion eines Zahnes wäre sonst ein Problem und die Fraktur eines Armes wäre eine Katastrophe).
Ich halte Aussagen, wie" Eigenes Material ist immer besser" für wenig hilfreich, und differentiert, denn sie lassen außen vor, daß ja nicht einfach ein Stück Schweineknochen eingepflanzt wird, das dann dort verbleibt.Resorbierbares Knochenersatzmaterial wie z. B. cerasorb ist synthetisch und belastet den Patienten nicht mit einer Knochenentnahme an anderer Stelle und wird- wie der Name schon sagt- vom Körper abgebaut und durch EIGENEN Knochen ersetzt.
Und jeder, der ein wenig operative Erfahrung hat, weiß, wie "bröselig" der Knochen am Ende des Oberkiefers meistens ist.
"Eigenes Material"ist bei der Abwägung zwischen eigenem und Holzbein sicher alternativlos, aber bei dieser Fragestellung keinesfalls so absolut zu beantworten.