Auto mit laufender Finanzierung privat verkaufen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von analir 03.03.11 - 16:14 Uhr

Hi,

wir finanzieren unser Auto noch, wollen aber im Juli vom Rückgaberecht gebrauch machen. Alternativ überlegen wir, ob wir finanziell nicht besser fahren, wenn wir das Auto privat verkaufen. Händlereinkaufspreis und das was lt. Inet zu bekommen ist als Selbstverkäufer liegen schon auseinander.

Aber, wie geht so ein Verkauf sauber über die Bühne?

Lt. meinem Finanzierer darf ich das Auto ansich verkaufen. Aber die Bank hat doch den Brief? Wer kauf ein Auto, muss erst bezahlen, kriegt dann den Brief? Oder wie regelt man das?

Danke für hilfreiche Tips und Erfahrungen.

Beitrag von tigaluna 03.03.11 - 17:09 Uhr

Du kannst es im Endeffekt nur so regeln, das du die Restsumme aus deinen Mitteln bezahlst, dann das Auto verkaufst und dann Bares gegen Brief tauscht. Du musst zwar erst überbrücken, aber niemand kauft ein Auto ohne Brief, denn erst der Brief macht dich richtig zum Eigentümer.

Beitrag von ayshe 03.03.11 - 22:21 Uhr

Genau.
ich habe mir letztes Jahr von einem Privaten einen wagen gekauft, der noch nicht abbezahlt war.

Er bzw. seine Familie hat zusammen erstmal bei der Bank die fehlende Summe gezahlt und dann den Brief bekommen und somit konnte ich ihn dann ganz normal kaufen.

Beitrag von cunababy 04.03.11 - 08:50 Uhr

Das stimmt so nicht ganz!

Ich habe mein Motorrad damals auch verkauft und im Vertrag die Briefübergabe vereinbart, weil ich an mein Fest angelegtes Geld so schnell nicht ran kam.

Das war überhaupt kein Problem. Ich habe dem neuen Besitzer den Brief einfach per Einschreiben nach geschickt.

VG Cunababy

Beitrag von tigaluna 04.03.11 - 09:54 Uhr

Na dann hast du einfach Glück gehabt. Ich würde niemals ohne Brief vom Hof gehen! Nachher wird das Auto nochmals an jemanden verkauft und dann steht man da und muss erstmal klagen, um an sein Geld zu kommen.

Beitrag von ayshe 04.03.11 - 10:06 Uhr

Würde ich auch nicht machen.
und was nützt es denn, wenn man den wagen nichtmal anmelden/ummelen kann?
Und wenn man ihn mit alter Anmeldung fährt?

Nee danke.

Beitrag von my.jessi 03.03.11 - 18:30 Uhr

Wenn du das Auto von einem Autohaus gekauft hast, kannst du versuchen, ob man dir da hilft. An Autohäuser werden die Briefe nämlich raus geschickt. Dann kannst du mit dem Käufer dahin gehen, ihr zahlt das Geld ein und bekommt im Gegenzug den Brief.

Die Alternative ist halt das Geld selbst zu zahlen und dann zu verkaufen aber ich denke mal, dass ihr dieses Geld nicht habt sonst hättest du die Frage ja nicht gestellt...

Beitrag von analir 03.03.11 - 18:32 Uhr

korrekt...haben wir nicht. Uns wurde nur empfohlen das Auto privat zu verkaufen, weil wir dann mehr dafür bekommen, als beim Händler.

Danke euch, dachte mir das schon so...

Beitrag von ayshe 03.03.11 - 22:22 Uhr

Vllt könnt ihr es eúch in der Familie zusammenleihen (hatte mein VK gemacht), ist ja nur für kurz oder nach Möglichkeit den Dispo erhöhen und kurz überziehen.

Beitrag von moeriee 03.03.11 - 18:53 Uhr

Hi! #winke

Ich hatte bis letztes Jahr einen Leasingwagen (0% Leasing bei Citroën). Diesen wollte ich definitiv nicht behalten, obwohl der Verkäufer mir zu Beginn der Laufzeit schriftlich das Vorkaufsrecht eingeräumt hatte. Das Auto hatte einen garantierten Rückkaufwert (natürlich nur für den Autohändler) von knapp 7.700€. Das Auto wurde sehr pfleglich behandelt (keine Kratzer o.ä.), ich hatte viel weniger Kilometer gefahren, als bei Vertragsabschluss vereinbart, sogar Winterreifen auf Alus, die ich mit zurückgeben wollte und 2 weitere Jahre Anschlussgarantie. Trotz allem hätte der Restwert angeblich nur bei max. 5.700€ gelegen. #kratz Und nur, wenn ich auf alle Felgen neue Reifen hätte ziehen lassen. Sh*t! Den Differenzbetrag wollte ich eigentlich nicht zahlen, zumal mit genau so ein Auto nicht für diesen Preis gefunden hat. Bei Autoscout24 etc. habe ich dasselbe Modell (gleiche Ausstattung und Motorisierung) mit weitaus mehr km für mind. 9.000€ gefunden. Also habe ich schon zwei Monate vor Ende der Laufzeit im Internet inseriert und nur 5 Tage später war der Flitzer verkauft (ungesehen über's Telefon), obwohl es eher ein Exot war (C2 VTS). Ich habe noch 8.700€ dafür bekommen. #huepf Ich habe mit dem Käufer vereinbart, dass er das Auto abholen kann, nachdem die letzte Rate von unserem Konto abgebucht ist. Dem Autohändler hab' ich die Schlussrate am Tag der letzten Monatsrate überwiesen und er hatte den Brief schon bei der Bank angefordert. Demnach hatte ich am nächsten Tag den Brief und der Käufer kam ein paar Tage später und hat das Fahrzeug abgeholt. Ich habe also das Geld vorgestreckt und dann vom Käufer zurückbekommen. Wenn du das Geld nicht hast, dann könntest du evtl. bei deiner Bank nach einer kurzzeitigen Erhöhung des Dispos bitten. Ich meine mal gehört zu haben, dass Banken den Dispo in etwa bis auf das Dreifache deines Einkommens erhöhen. Kommt natürlich auch darauf an, wie hoch die Schlussrate ist. Ggf. kannst du mit dem Autokäufer auch noch eine Anzahlung vereinbaren. Du musst halt bei allen Parteien mit offenen Karten spielen, damit alles reibungslos abläuft.

Liebe Grüße und viel Erfolg! #klee

Marie

Beitrag von urbani 03.03.11 - 23:18 Uhr

Hallo,

wir haben sowas mal gemacht. Wir haben ein Auto von jemandem gekauft, dessen Auto noch finanziert war. Ich hatte zuerst auch Bedenken, einfach Geld an seine Bank zu überweisen, bevor ich den Fahrzeugbrief habe. Dann haben wir einen Vertrag aufgesetzt und festgehalten, dass ich das Geld an seine Bank überweise und dass, falls das Auto irgendwie noch einen Wertverlust erleidet oder irgendetwas schief geht, ich das Geld zurück erhalte.

Im Nachhinein denke ich, dass wir ziemlich leichtsinnig waren. Hätte wirklich schiefgehen können. Aber wir wollten unbedingt dieses Auto und haben dem Verkäuft vertraut. Und es ist auch gut gegangen!

urbani