40,8 Grad Fieber - wie handeln???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pollerkermit 03.03.11 - 19:42 Uhr

Hallo zusammen,

Vorab: JA - wir waren natürlich beim Arzt!!!!!!!!

Seit gestern fiebert unsere Maus plötzlich, in der Nach ging die Tempi auf 40,8 Grad hoch, unter Fiebersaft ging es zumindest auf unter 40 Grad - ich habe bei Ihr geschlafen und wir sind heute morgen zum Arzt...der konnte nichts feststellen, ist wohl mal wieder ein Virus....also nur Fiebersaft -wenn nötig- als Therapie.

Heute nachmittag ging das Fieber wieder so hoch...ich habe dann nochmals mit dem Arzt telefoniert, der ganz entspannt war:
Die Höhe der Temperatur wäre eigentlich völlig egal. Wichtig sei zu prüfen, ob das hohe Fieber sich durch Fiebersaft oder Wadenwickel senken lässt und es dem Kind -den Umständen entsprechend- gut geht. Im Laufe des Tages war das so, sie war zwar kränklich, aber klar bei Verstand und auch nicht apathisch...aber Mausi schläft jetzt - wie soll ich das denn jetzt prüfen????????
Lege mich gleich wieder zu ihr, bei so hohen Temperaturen wird mir aber trotzdem Angst und bange...

Könnt Ihr mich beruhigen???

DANKE!
Doro

Beitrag von familyportrait 03.03.11 - 19:45 Uhr

Hallo,
wenn sie so hohes Fieber hat, würde ich nicht zögern, das ein paarmal in der Nacht zu messen. Manche Kinder fiebern sehr schnell sehr hoch. Meine Jüngste ist wohl auch so ein Fall und das hat mich anfangs auch sehr verunsichert. Solange sie nicht völlig k.o. ist und das Fieber ihr alle Kräfte raubt, würde ich sie fiebern lassen. Und schlafen. Wenn sie wirklich völlig kraftlos in Deinem Arm liegt, ist Fiebersaft sicher das Richtige. Der Körper braucht das Fieber, um einen Virus zu bekämpfen. Vertrau dem Doc ;-)

Gute Besserung der Kleinen!

LG Kathrin

Beitrag von schullek 03.03.11 - 20:09 Uhr

hallo,

ich weiß nicht, ob ich dich beruhigen kann, aber vielleicht etwas die verunsicherung nehmen.
hier mal was zum fieber selber:

Das Fieber hat eine wichtige Funktion in der Immunabwehr des Organismus. Wird es als einzelnes Symptom unterdrückt, so ist dies eine schwere Belastung für den um Heilung bemühten Körper.
Viren und Bakterien haben ein Temperaturoptimum. Verändert der Körper seine Temperatur, so werden die Keime geschädigt und es findet eine Stimulation des Immunsystems statt.
Gibt man nun sofort Fieberzäpfchen, senken diese zwar das Fieber, dieses schießt nach Abklingen des Wirkstoffes aber meist sofort wieder hoch. Das ist ein kreislaufbelastender Vorgang und ständiges Fiebersenken ist unnatürlich und belastend für den Körper, der seine Kraft eigentlich für das Gesundwerden bräuchte.
Meist ist das Fieber für die betreuenden Personen viel belastender als für den Patienten selbst.
Aber eins sollten wir nicht vergessen: Der Körper weiß was er tut!

Es gibt natürlich Kinder und auch Erwachsene, bei denen die Gabe fiebersenkender Mittel wichtig ist. Kinder die bereits einen Fieberkrampf hatten sollten vorsorglich etwas bekommen.
Aber deshalb generell alle Kinder aus Angst vor einem Fieberkrampf zu behandeln ist unsinnig.
Fieberkrämpfe betreffen vor allem kleinere Kinder zwischen einem halben und fünf Jahren. Etwa drei bis fünf Prozent aller Kinder sind davon betroffen. Bei einem Drittel aller Kinder mit einem Fieberkrampf bleibt es bei einem einmaligen Ereignis, bei den anderen Kindern gibt es Wiederholungen.
Der Fieberkrampf tritt meist in der Phase des ersten Fieberanstieges auf. Das bedeutet aber, dass der Fieberkrampf häufig bei niedrigeren Temperaturen auftritt und mitunter sogar das erste Symptom einer fieberhaften Erkrankung sein kann.

Mit fiebernden Babys sollte man natürlich zum Arzt gehen, aber bei Kleinkindern, bei wlechen die Eltern schon gut abschätzen können und wo das Fieber einen normalen Verlauf nimmt, ist ein Arztbesuch ncith zwingend notwendig. Klingt das Fieber jedoch nach 3 Tagen nicht ab, wird ein Besuch notwendig. Ebenso, wenn die Eltern sich nicht sicher sind, was die Ursache des Fiebers ist und das Kind noch weitere beunruhigende Symptome zeigt.

Fazit: Akzeptieren, dass Fieber wichtig und meist gut ist und kein Grund sofort zu Medikamenten zu greifen. Der Körper weiss was er tut und sollte darin unterstützt werden.

Selbstredend ist es klar, dass fiebernde Kinder nicht allein gelassen werden. Auch nicht nachts.

Ich gebe so gut wie nie fiebersenkende Mittel und habe die Erfahrung gemacht, dass das Fieber nach seinen drei Phasen: Anstieg, Hochphase und Abfalls nach Sschwitzen meist schnell verschwunden ist. Meist geht es meinem Sohn bereits am nächsten Morgen wieder viel besser und er ist fieberfrei.

Allerdings bin ich die ganze Zeit bei ihm und gebe ihn auch nicht in andere Hände, denn nur ich kenne ihn bestens und kann seine Reaktionen abschätzen. Auch und vor allem Nachts!

und noch ein Tipp zu Wadenwickeln: auch diese, wie auch hom. sog. Fiebermittel sind nicht unbedingt angesagt.
Wer bei hohen Temperaturen Wadenwickel machen möchte sollte unbedingt darauf achten, dass die Wadenwickel nur einen Grad kälter sind als die momentane Körpertemperatur! Sonst ist das ganze zu anstrengend für den Kreislauf.

und hier noch eine gute www adresse zum Thema:
http://babyernaehrung.de/fieber.htm


habe ich mal in einem anderen beitrag geschrieben.

auch ich bin bei so hohem fieber nicht die ruhe in person. aber deutlich entspannter, als ich es bei dir wahrnehme.
sorg dafür, dass dein kind viel trinkt. im idealfall das doppelte von dem, was sie sonst trinkt. essen ist zweitrangig.

lg

Beitrag von celi98 03.03.11 - 20:14 Uhr

hallo,

gib ihr ein kuss auf sie stirn, wenn das fieber recht hohch ist. die lippen haben das beste temperaturempfinden am körper. in der nacht kannst du dann so ganz leich überprüfen, ob es nochweiter gestiegen ist oder nicht. du musst nicht fieber messen.

lg sonja

Beitrag von vollmond73 03.03.11 - 20:36 Uhr

Ich kann dich verstehen, denn das habe ich mit meiner Tochter vor ein paar Wochen auch durchgemacht.

Sie fing an zu fiebern...jedoch nicht soo hoch wie deine aber dennoch knapp dran.
das ganze ging 5 tage...hatte keine medikamnte bekommen...wobei ich sagen muss...gebe ich selten wenns nicht nötig ist.

dann war sie ein paar tage fit und ich fing das fiebern an bis 40 grad und nach 3 tagen hörte bei mir der spuk auf und meine tochter fing wieder an.

ich dann zum kinderarzt, sie machte ein paar untersuchung die meine maus absolut nicht mit sich machen liess und ssagte immer nur aua... die ärztin wollte checken ob sie nicht an irgendwelchen entzündungen leidet. selbst die ärztin war ratlos und meinte zu mir...gehen sie nach hause, geben sie ihr ein zäpfchen und ich musste am nachmittag nochmal hin und da sagte sie selber...ein ganz anderes kind als am morgen.

sie war am nachmittag fieberfrei und dennoch bekam sie antibiotika weil sie irgendein virus in sich hatte und nach 3 tagen war der spuk endlich vorbei.

ich habe wadenwickel gemacht und ich habe meiner dennoch ein zäpfchen gegeben, denn ich sollte sie beobachten, nicht das meine einen fieberkrampf gekäme...daher sollte ich ihr fieberzäpfchen geben.

so einfach ohne lassen würde ich nicht machen....ab 39,5 gebe ich grundsätzlich zäpfchen alles was drunter ist schafft der körper alleine.

lg vollmond