Was nun?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von sonne1680 03.03.11 - 20:05 Uhr

Hallo,

ich habe seit längerem immer wieder Unterbauchschmerzen und Ziehen/Stiche in der Leistengegend. Glaube zyklusabhängig, obwohl man das kaum noch feststellen kann, da nur noch selten beschwerdefrei. Dachte bisher, dass das von meinen 2 FG und dem starken Kinderwunsch kommt. Bin mir aber nicht mehr sicher, da psychisch eigentlich gar nicht labil bin.

Ich habe jetzt eine Darmspiegelung, eine Blasenspiegelung, einen US beim Gyn und einen Nierenultraschall hinter mir. Ergebnis: alles okay.

Jetzt soll ich für mich selbst entscheiden, ob ich zur Bauchspiegelung gehe wegen Endometriosediagnose oder ähnliches. Ich ringe total mit mir und weiß nicht so recht, ob ich das machen soll. Außerdem frage ich mich, ob es auch eine Hormonstörung sein könnte. Grund: bei der vaginalen Gynuntersuchung sah es aus, als wäre ich schwanger. Bin ich definitiv nicht. Und meine Neurodermitis ist auf ein Minimum zurückgegangen. Das hatte ich nur in der Schwangerschaft mit meiner Tochter. Und meine Brust schmerzt ständig.

Was würdet ihr tun? Oder habt ihr sogar Erfahrungen?
#danke und #winke

Beitrag von chrissy-86 03.03.11 - 22:12 Uhr

Hallo,

all das was du so schreibst von den Symptomen her hät ich als erstes gesagt das du Schwanger bist.

Woher weißt du das du es wirklich nicht bist, wenn es doch bei FA auch so aussah?

Ganz liebe Grüße

Beitrag von sonne1680 04.03.11 - 07:32 Uhr

Ich habe regelmäßig meine Tage. Im Ultraschall direkt nach meinen Tagen war alles so, wie es zu diesem Zykluszeitpunkt sein sollte (Gebärmutter ganz flach, keine Fruchthülle) und kein GV an den fruchtbaren Tagen.

Beitrag von myimmortal1977 03.03.11 - 22:38 Uhr

Was sah man denn bei der gynäkologischen Untersuchung, dass drauf schließen ließ, dass Du schwanger sein könntest?

Beitrag von sonne1680 04.03.11 - 07:36 Uhr

So genau kann ich das nicht sagen. Glaube bei der Tastuntersuchung der Gebärmutterhals oder so. Aber es konnte ja ausgeschlossen werden.

Beitrag von myimmortal1977 04.03.11 - 10:07 Uhr

Hat Deine FA mal einen bakteriellen Abstrich und einen Abstrich auf Pilz gemacht? Ich habe da nämlich so eine andere Idee.....

Ich hatte mal eine Infektion mit Gardnarella vaginalis. Hatte ähnliche Beschwerden wie Du, auch ziehen in den Leisten, über mehrere Wochen.

Das steigerte sich im Anschluss zu einer Zwischenblutung und erhöhter Tempi. Das ganze musste mit Antibiotika behandelt werden.

Ich war auch beim Arzt, es hieß immer zuerst, da sei nichts, alles in Ordnung. Als ich das erste Mal mit den Zwischenblutungen kam, hieß es, kann mal vorkommen durch Stress, hormoneller Umstellung.

Als ich dann Tempi bekam, nahm man endlich einen Abstrich und es kam eine Infektion heraus, die ich wahrscheinlich schon Wochen mit mir herum geschleppt habe.

Das ganze geht übrigens auch mit HPV Viren. Bei einer Infektion mit HPV muss der PAP Abstrich nicht schlecht sein. Es sollte, neben einer Bakterienkultur auch dringend mal ein HPV Abstrich genommen werden.

Dieses kann nämlich belegen, dass Du eine Entzündung der unteren Genitalien haben kannst. Dieses kann mehr oder weniger Beschwerden machen. Es muss nicht immer eindeutig sein.

Das was mich nämlich bei Dir stutzig macht, ist dann die Sache mit dem Gebärmutterhals. Die Schleimhäute reagieren dann nämlich und entsprechend die gereizte Muskulatur. Das kann einen verhärteten Gebärmutterhals zur Folge haben, der sich zusammen zieht. Und dann ähnlich, wie bei einer Schwangerschaft, reagiert.

Infektionen mit Pilzen, Bakterien und auch HPV Viren können bis in den Gebärmutterkörper und an die Eierstöcke vordringen. Je länger man mit der Diagnostik wartet, umso eher hat es eine Chance chronisch zu werden.

Das ganze geht übrigens auch ohne Bakterien, Pilze und Viren. Dann wird die Sache der Diagnostik allerdings schwieriger, da man dann ein Gewebestück vom Gebärmutterhals oder der inneren Schleimhaut der Gebärmutter entnehmen müsste und dort gucken müsste. Denn Entzündungen können auch durch Strressfaktoren hervorgerufen werden. Dafür gibt es auch einen bestimmten Namen. Musst mal googeln. Mir fällt es im Moment nicht ein.

Bevor ich mich einer Bauchspiegelung unterziehen würde, würde ich erstmal die anderen Wege gehen. Stellt sich Dein FA bockig, nimm einen anderen FA.

Ich mach ne Wette, dass da was zu finden ist und nicht im Bauchbereich. Wenn es in den Leisten zieht, sind meistens die Eierstöcke "dran schuld".

Viel Glück!

Janette

Beitrag von sonne1680 04.03.11 - 10:26 Uhr

Ich bin schon mit Antibiotika blindtherapiert worden. Danach einen Abstrich auf Pilz. Nix. Und Krebsvorsorge mit Abstrichen auch.

Blutwerte sind auch okay.

Im letzten November hatte ich etwas freie Flüssigkeit im Bauchraum, aber kaum Beschwerden. Seit Anfang Januar dann alles mögliche.

Ich habe eben mit meiner Frauenarztpraxis telefoniert wegen Gesprächstermin. Nicht vor Mai! #schock

Jetzt machen die einen Termin im Krankenhaus wegen Bauchspiegelung. Da wird es ja wohl erstmal ein Vorgespräch geben. Vielleicht erledigt sich der Rest ja damit.

Ich habe die Schnauze voll und weiß nicht weiter. Mache mir total den Kopf, auch wegen meiner Tochter. Die mag nicht so gerne ohne Mama sein. Da ist mir eine ambulante BS noch lieber als irgendwann da zu hängen.

Beitrag von myimmortal1977 04.03.11 - 13:54 Uhr

Ich kann Deine Not schon verstehen. Nur bevor Du Dich an die OP wagst, probier mal schnell einen Termin bei einem anderen FA zu bekommen und lass einen HPV Abstrich machen.

HPV ist nicht über das Blut festzustellen. Nur am Ort des Geschehens selber festzustellen.

Das kann man auch nicht zusammen mit einem bakeriellen Abstrich machen. Muss extra eingeschickt werden. Man kann auch als Privatleistung drauf drängen, wenn der FA es für nicht notwendig hält. Muss man dann selbst bezahlen, kostet aber nicht die Welt. Unter 100 €.

Denn, sollte dieser positiv ausfallen, was er nur tut, wenn die Viren aktiv sind und somit eine Entzündung verursachen, dann wäre die Bauchspiegelung umsonst.

HPV ist so verbreitet, rund 80 % aller sexuell aktiven Menschen kommen damit einmal im Leben in Berührung. Bei einigen kommt es zu chronischen Entzündungen im Intimbereich. Bei wiederum wenigen von den einigen kann im späteren Verlauf dadruch Krebs entstehen.

Ein schlechter PAP gibt nur einen Hinweis auf solche Entzündungen, wenn die Entzündung schon so lange im Körper abläuft, dass sich Zellen schon verändert haben. Ein normaler PAP Abstrich sagt nicht aus, dass sich da unten keine HPV Viren befinden können.

Manchmal haben andere Ärzte auch noch andere Ideen, Du verstehst.... Manchmal ist es gut sich eine 2. Meinung einzuholen.

LG Janette

Beitrag von sonne1680 04.03.11 - 14:07 Uhr

Danke für die nette Antwort.

Ich habe am 21.03. einen Termin im Krankenhaus eigentlich wegen Vorgespräch BS. Ich sehe das aber als gute Chance für eine 2. Meinung. Ein Vorgespräch ist ja noch keine OP und vielleicht lassen sich ja noch Fragen klären oder die haben da noch andere Ideen. Werde dann auch mal auf HPV hinweisen. Untersuchen müssen die mich ja sowieso auch noch.

Vielleicht bringt es ja so was. Es wird mich ja keiner k.o schlagen damit ich mich auf jeden Fall spiegeln lasse. Abspringen kann man sicher immer.

Bin echt für jeden Tipp dankbar. Die OP an sich macht mir weniger Angst als die Vollnarkose. Ich hatte bisher erst eine und irgendwie bleibt da immer die Angst des Nicht-wieder-aufwachens. Albern, aber ist so.

Ich finde es auch total komisch. Hätten wir schon wieder mit dem Üben begonnen, hätte ich auch auf schwanger getippt, aber ist ja nicht. Dazu kommt ja auch, dass meine Haut so toll ist und das ist bei normalem Hormonhaushalt schon seit Jahren nicht drin gewesen.