Wie würdet ihr reagieren(Kind hat Angst zu Freunden zu gehen wg. Hund)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nsbrbg 03.03.11 - 20:10 Uhr

Eine Freundin von mir hat 2 Hunde. Vor denen hat meine Kleine Angst, was ich auch sehr gut verstehe. Sie sind groß und bellen natürlich wenn wir kommen.

Meine Freundin wohnt nicht weit weg, ca 200 m von uns (wenn überhaupt). Jedes Mal wenn wir sie besuchen gibt es Theater. Meine Kleine will aus Angst vor den Hunden nicht hin. Ich musste sie bisher immer hintragen!!! Mir fallen echt fast die Arme ab.

Habe ihr erklärt, dass wir bis zum Haus laufen und ich sie ab dem Haus der Freundin trage und wir dann ganz schnell an den Hunden vorbeilaufen.
Aber ich ernte nur Geschrei und sie will überhaupt nicht hinlaufen sonder getragen werden. Heute habe ich sie dann versuchsweise unterwegs wieder abgesetzt, da sie mir echt zu schwer wird. Habe ihr immer wieder erklärt, dass ich sie ja trage wenn wir am Haus der Freundin sind, aber bis dahin kann sie ja laufen. Aber ich ernte nur Gebrüll und sie rennt dann brüllend hinter mir her.

Das tut mir dann natürlich auch leid und sie hat ja wohl echt Angst, also habe ich sie wieder getragen!!

Auf dem Heimweg ist sie dann aber gelaufen und ich habe sie daheim nochmal zur Rede gestellt und ihr alles nochmal erklärt. Sie hat mir versprochen, das nächste Mal zu laufen, aber ich wette, sie schreit dann wieder und ich muß sie wieder tragen.

Wie soll ich nur reagieren. Sie schreiend hinter mir herlaufen lassen oder tragen?

Weiß echt nicht wie ich richtig reagieren soll.

Danke schon mal für die Antworten

Beitrag von rhodochiton 03.03.11 - 20:19 Uhr

Die Freundin bitten, die Hunde wegzusperren, wo sie nicht gesehen werden.

Ich habe auch einen Hund und sperre ihn in einen Gartenabschnitt und gebe ihm einen Knochen oder bei kälte in den Keller (unser Keller hat Tageslicht und ist geheizt).

Ich will nicht, dass Kinder wegen dem Hund nicht kommen. Allerdings haben wir so einen Süssen Hund, dass manche auch wegen ihm kommen, aber das ist ein anderes Thema.

Beitrag von juki 06.03.11 - 09:46 Uhr

Das kenn ich....seit wir wieder einen Hund haben kommen die Kids lieber hierher....

Beitrag von mamavonyannick 03.03.11 - 20:28 Uhr

Hallo,

kann denn deine Freundin die Hunde nicht einen Moment wegsperren, damit sie deine Tochter, wenn ihr kommt, nicht anbellen?! Ich finde bellende Hunde auch nicht toll und wenn ich mir überlege, dass Kinder schon aufgrund ihrer Größe deutlich benachteiligt sind...

vg, m.

Beitrag von charly03 03.03.11 - 20:53 Uhr

Ich würde mehr auf deine Tochter eingehen. Du kannst sie doch da nicht hinschleppen wenn sie so eine Angst vor den Hunden hat. Hast du mal überlegt wie sie sich fühlt? Das würde ich meinem Kind nicht antun.
Entweder müssen die Hunde weggesperrt werden oder ich gehe da nicht hin.

Außerdem würd ich mal die Gründe erforschen warum sie so eine Angst hat und sie vielleicht erst mal an kleinere Hunde ranführen falls du Bekannte hast mit kleineren Hunden.

Beitrag von babsie81 04.03.11 - 11:39 Uhr

Sehe ich genauso...das Kind hat richtig Angst...wie würdest du dich fühlen,wenn du immer wieder in eine für dich sehr beängstigte Situation "geschleppt" wirst?#zitter

Beitrag von sunflower.1976 03.03.11 - 21:50 Uhr

Hallo!

Sprich mit Deiner Freundin darüber, damit ihr eine gemeinsame Lösung finden könnt. Aus meiner Sciht sollte sie die Hunde wegsperren, wenn ihr kommt.

Eine frühere Freundin von meiner Mutter hatte zu meiner Kinderzeit einen Dobermann, der immer heftig gebellt und in die Luft geschnappt hat, wenn wir gekommen sind. Er war weggesperrt (Gartenstück), aber wir mussten an ihm vorbei zur Haustür gehen. Bis heute habe ich Angst vor Dobermännern obwohl ich sonst keine Ansgt vor Hunden habe und auch selber einen hatte.

Daher...solche Erlebnisse prägen. Geh auf Deine Tochter ein und nimm ihre Änsgte ernst.
Aus Sicht eines Kindes sind große Hunde gigantisch groß, so wie für uns vielleicht ein kleines Pferd. Daher würde ich weniger mit Deiner Tochter als mit Deiner Freundin zusammen das Problem lösen.

LG Silvia

Beitrag von knubbel2007 03.03.11 - 22:47 Uhr

Hallihallo!

Wir hatten ein ähnliches Problem.

Freunde von uns haben einen Golden Retriever und unsere Maus hatte auch echt Respekt vor ihm - von Anfang an. Ohne ersichtlichen Grund hat sie daraus eine richtige Angst entwickelt. Allerdings hatten wir den Vorteil, dass unsere Kleine unbedingt dort hin wollte um mit deren Tochter zu spielen. Zu Beginn der Angstphase wurde der Hund zur Nachbarin ausquartiert, ein paar Wochen später durfte er in den Garten - so hat sie ihn die ganz Zeit durch die Scheibe gesehen und auch beobachtet, wieder ein paar Wochen später haben wir den Hunde dann nach einer Weile (zumindest für kurze Zeit) ins Haus gelassen. Und was soll ich sagen - mittlerweile haben wir so gut wie keine Probleme mehr damit. Wenn wir ankommen nehme ich sie meist auf den Arm und wir begrüßen gemeinsam den Hund. Dann spielen die Mädels gemeinsam und der Hund liegt daneben.

Dafür haben wir bei kleinen Hunden jetzt das gegenteilige Problem - sie würde am liebsten zu jedem hinlaufen und ihn streicheln. Das will ich aber nicht und wir haben uns darauf geeinigt, dass sie es bei fremden Hunde auch bleiben lässt - meistens denkt sie auch daran, aber leider nicht immer.

Wünsche dir viel Erfolg beim "aneinander gewöhnen"

LG
Knubbel

Beitrag von nico55 03.03.11 - 23:09 Uhr

hallo!

also ich würde meine tochter auch nicht "nötigen" um zu der freundin zu gehen, denn aus ihrer sicht- im wahrsten sinne des wortes, ist es ja wirklich traumatisch was sie da jedesmal erlebt (augenhöhe, gebell...) auch wenn du sie dort hoch nimmst, ihr schlüsselerlebniss hatte sie schon! ich würde erst mal die freundin einige zeit zu mir bitten und wenn viel zeit vergangen ist (mind 1/2 jahr) sie bitten die hunde außer sichtweite weg zu sperren!
eine wahre freundin versteht deine anliegen bestimmt!

deine tochter ist auf jeden fall schon traumatisier, daher höre auf ihre bitte und verschone sie von den hunden!

lg
nico

Beitrag von zahnweh 04.03.11 - 00:26 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat auch Angst vor Hunden und Katzen. Eines Tages bekam sie Angst, davor nicht. Hasen mochte sie von Anfang an nicht, Esel findet sie toll, auch aus direkter Nähe.

Sogar Welpen machen ihr total Angst und sie schreckt weg.

Daher mache ich es so, wenn wir einem Tier begegnen. Ich bleibe direkt bei ihr. Sie DARF sich dem Tier nähern, wenn wir es kennen, aber sie muss nicht. Meistens hält sie respektvollen Abstand und das respektiere ich.

Wenn ich nun weiß, dass jemand Tiere hat, sage ich schon vor dem Besuch, dass mein Kind Angst hat. Die meisten Tierbesitzer reagieren super. Sie bringen ihr Tier erst mal außer Reichweite und bieten meinem Kind unter Aufsicht an, sich dem Tier zu nähern, soweit sie es möchte. Wenn nicht ist das in Ordnung.

Wenn sie so große Angst hat, würde ich sie erst mal gar nicht zwingen mitzukommen. Lieber die Freundin einige Male ohne Hunde einladen. So lernt sie die Freundin besser kennen. wenn sie zu ihr Vertrauen gefasst hat (meine kennt Tierbesitzer vor dem ersten Besuch schon sehr gut), dann langsam an die Tiere gewöhnen lassen.
Eventuell erst mal an EINEN Hund und dann an beide. Zwei können noch mehr erschrecken.
Weiters wäre ein Rückzugsort (Mamas Schoß) oder ein Hundefreier Raum super. Also anfangs, damit sie sich zurückziehen kann, wenn es ihr zu viel wird. Am Besten mit Mama zusammen.
Vor einer Katze hat meine keine Angst mehr :-) Sie hatte Vertrauen zur Katzenbesitzerin. Sie konnte sich der Katze nähern, wenn sie es wollte. Sie durfte aber auch jederzeit stehen bleiben oder rückwärts gehen. Die Katze hatte einen Raum für sich, da durfte mein Kind nicht hinein und umgekehrt durfte die Katze nicht zum Kind, wenn meine Angst zeigte.
wenn sie dazu bereit war, gingen wir in den gemeinsamen Bereich. Hin und wieder kam die Katze her. Mal sprang mein Kind zu mir, mal näherte sie sich der Katze. ... irgendwann streichelte sie sie sogar :-) Es brauchte Zeit und Verständnis.
Bei Hunden wird es noch eine ganze Weile dauern. Aber das ist in Ordnung. Immerhin grüßt sie JEDEN Hund mit gebührendem Abstand und ruft "Hallo Hund!"#rofl, während sie die Menschen am anderen Ende der Leine nicht wirklich beachtet. #kratz Sie darf entscheiden wie groß der Abstand sein darf (ich zur Not wie klein, aber die meisten Hunde kenne ich, die uns begegnen).

Wichtig ist erst mal ihre Angst zu akzeptieren und dann langsam!!! dran gewöhnen.

Stell dir deine innerste Angst vor und dann jemanden, der dir versprechen abringt, dass du sie überwindest. Dass du nicht weinst, aber trotzdem das tust, wovor du Angst hast. Stell es dir vor. Wie fühlst du dich dabei? Welche Reaktion würdest du dir von anderen wünschen?

Ich hab auch Angst. Als Kind vor Spritzen. Was hab ich meiner Mutter nicht alles versprochen, nur damit sie glücklich war. Aber dann, wenn ich die Nadel gesehen habe #schock#schock#schock Diese Angst hab ich später überwunden. Mit Arzthelferinnen, die mich ernst genommen haben. Die mich durch meine Angst begleitet haben. Die mir Raum gegeben haben zurückzuzucken und SELBST zu entscheiden, wann ich bereit bin. Es hat gedauert und die Blutentnahmen waren notwendig #zitter Aber sie haben mich sehr gut BEGLEITET und nicht dazugezwungen.
Die vielen Male, in denen ich dazu gezwungen wurde oder bestochen oder nicht ernst genommen (ist doch nicht so schlimm/ist doch gleich vorbei) wurde es nur schlimmer.

Beitrag von nsbrbg 04.03.11 - 06:12 Uhr

Ich nochmal.
Also meine Freundin hat ein Mädchen in dem Alter meiner Tochter. Die beiden spielen gerne miteinander.
Die Hunde sind auch immer eingesperrt wenn wir kommen. Aber halt nicht weg.
Sobald wir dann im Wohnzimmer sind, hören und sehen wir die Hunde nicht und da ist dann auch alles wieder gut. Meine Kleine will dann meist gar nicht mehr mit heim.

Es ist nicht so dass ich sie nötige dort hinzugehen, sie will ja selber auch zu ihrere Freundin. Aber sie wird wohl nie vergessen, dass es dort Hunde gibt, egal ob sie mal weg wären oder eingesperrt sind.

Ich gehe eh schon nicht so oft zu ihr, aber sie lädt uns halt auch alle paar Wochen mal ein und da will ich nicht nein sagen.

Danke auf jeden Fall für eure Antworten. Werde mehr auf meine Maus hören und versuchen mehr darauf einzugehen. Vielleicht finden wir doch noch eine bessere Lösung wie bisher.

LG Nsbrbg

Beitrag von parzifal 04.03.11 - 07:43 Uhr

Sie hat schon auf der Straße Angst vor den Hundenß.

Hat sie denn nur Angst vor diesen Hunden? Auf der Straße muss sie ja ständig Hunden begegnen. Hat sie vor denen keine Angst?

Beitrag von marion2 04.03.11 - 09:45 Uhr

Hallo,

ich würde meinem Kind das nicht antun.

Freunde besuchen ist nichts zwingend notwendiges. Also würde ich ein halbes Jahr abwarten und es dann noch einmal versuchen.

Gruß Marion

Beitrag von taenscher 04.03.11 - 10:57 Uhr

Also mein Bruder hat auch einen großen Hund - und dieser hört auf das Kommando "AUS" und "AB".

Sprich, er bellt niemanden an und verschwindet dann an einen bestimmten Platz, wenn er ein entspr. Kommando bekommt - und verhält sich dort ruhig!

Besucher brauchen sich nicht fürchten.

Ist doch klar, das Kinder vor bellenden Hunden Angst haben.





Beitrag von vollmond73 04.03.11 - 12:13 Uhr

Hallo,

wie wäre es denn, wenn du deine Freundin mit ihrer Tochter zu dir einladen würdest?

Denn die Hunde kann man ja durchaus 3 oder 4 std. alleine lassen und so ist deine Tochter entspannter und braucht keine Angst haben.

Es muss ja nicht immer so sein, das ihr rüber geht sondern auch anders rum.


lg vollmond

Beitrag von lisasimpson 04.03.11 - 13:45 Uhr

"Sie sind groß und bellen natürlich wenn wir kommen. "


nein.- ein gut erzogener Hund bellt nicht, wenn jemand kommt

zu schlecht erzogenen Hunden würde ich meine kinder (ob mit oder ohne angst) gar nicht mitnehmen

lisasimpson

Beitrag von hailie 05.03.11 - 00:19 Uhr

Meine Tochter hat auch Angst vor Hunden.

Ich würde ihr das auf keinen Fall zumuten!

So wird die Angst sicher nicht verschwinden...
Geh mehr auf deine Tochter ein und nimm Rücksicht!

LG

Beitrag von 98honolulu 05.03.11 - 17:37 Uhr

Geh bitte mehr auf die Angst deiner Tochter ein!!!
Unser Sohn hatte sehr, sehr lange Angst vor allen möglichen Tieren, wir sind da sehr rücksichtsvoll und sensibel mit umgegangen. Irgendwann hat er die Angst verloren und mittlerweile muss ich ihn manchmal sogar zurückhalten, wenn er auf wildfremde Hunde zustürzt, um sie zu streicheln #schwitz

Beitrag von bree01 06.03.11 - 07:50 Uhr

Hallo:-)

es kommt natürlich auch darauf an, wie alt das Kind ist.
Ich habe selber Hunde.Und die Kinder meiner Freundin hatten auch sehr große Angst vor meinen Hunden.(wobei es wirklich kleine Fußhupen sind).Ich habe sie dann am Anfang immer weggesperrt und/oder im Garten gelassen.Wir haben sie dann langsam an den Hunden gewöhnt.Sobald sie Angst bekam, habe ich meine Hunde weggetan.Meine Hunde lieben Kinder über alles;-)
Und mein Rüde hat es geschafft...mit seiner ruhigen Art, hat er die Tochter meiner Freundin überzeugt:-) Nun streichelt sie ihn und fragt, auch jedesmal nach ihm.Aber...ich sperre sie am Anfang immer kurz weg, hinter einem Türgitter..die Hunde sehen sie und sie sieht die Hunde.Erst nach ca. 10 Minuten lasse ich die Hunde dann frei laufen.
Die ganze Sache ging auch nicht von heute auf morgen..es hat bestimmt wohl ein halbes Jahr gedauert.

Ich würde an dem Problem arbeiten.
Ich wurde als Kleinkind von einem Schäferhund angefallen.War für mich als Kleinkind sehr schlimm.Aber meine Eltern haben auch mit mir daran gearbeitet.Und ich liebe heute Hunde sehr...auch Schäferhunde;-)

LG Bree