Größe Kindergartengruppe und Anzahl Erzieherinnen? *Umfrage*

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 20:42 Uhr

Guten Abend!

Das wollte ich schon lange mal fragen, wie es in euren Kindergärten mit der Gruppengröße und der Anzahl der Erzieherinnen pro Gruppe aussieht.

Hier sind die Gruppen 23-28 Kinder stark, dafür steht pro Gruppe eine Erzieherin zur "Verfügung". In der Gruppe meines Sohnes sind es 23 Kinder plus 1 behindertes Kind. Für dieses Kind gibt es noch eine eigene Erzieherin.

Wie ist das bei euch? :-)

Liebe Grüße aus Italien
Simone

Beitrag von sign 03.03.11 - 20:46 Uhr

Nabend,

im Kindergarten meines Sohnes gibt es 4 Gruppen mit jeweils ca. 25-30 Kindern. In jeder Gruppe gibt es 3 Erzieherinnen (und z.Zt. eine Auszubildende bzw. eine Praktikantin).

LG,
--Sign

Beitrag von honea 03.03.11 - 20:47 Uhr

Hallo,

bei uns sind 50 Kinder in zwei Gruppen, also 25 Kinder pro Gruppe. Es wird aber viel Gruppenübergreifend gemacht, so das die Kinder eigentlich nur zum Morgenkreis oder zu Geburtstagsfeiern in ihrer eigenen Gruppe sind, und sonst auch das Angebot aus der anderen Gruppe mitmachen können. Es sind insgesammt 4 Erzieherinnen da, zwei pro Gruppe, plus 2 Praktikanten die an 4 verschiedenen Tagen kommen und eine 1 Euro Kraft die einmal in der Woche mit dabei ist.

LG Honea

Beitrag von knuffel84 03.03.11 - 20:47 Uhr

Hallo,

wir haben 2 Gruppen mit je 20 Kindern und 2 Erzieherinnen plus 1 Jahrespraktikantin 3x pro Woche.

LG

Beitrag von kleine1102 03.03.11 - 20:50 Uhr

Hallo Simone!

Bei uns sind in drei Gruppen 16 bis maximal 20 Kinder mit jeweils zwei Erzieherinnen. Dazu kommen meist noch (Jahres-)Praktikantinnen und, da es in zwei der Gruppen I-Kinder gibt, dafür noch zwei Integrations-Fachkräfte.

Dieser Betreuungs-Schlüssel grenzt schon an Luxus, vor allem, da ja meist auch noch nichtmal alle Kinder da sind. In der Gruppe unserer jüngeren Tochter sind's aktuell vielleicht 12-14, wirklich angenehm :-)!

Liebe Grüße #stern,

Kathrin & zwei Mädels

Beitrag von munirah 03.03.11 - 20:59 Uhr

WAS? ist das ein Scherz?

Bei uns sind zwei Erzieherinnen und eine Praktikantin/Auszubildende oder was auch sonst für ein Jahr kommt für etwa 20 Kinder zuständig

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:02 Uhr

Was soll ein Scherz sein? #kratz
Der Betreuungsschlüssel?
Nein, das ist hier Standard 1:max28

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:06 Uhr

das erinnert aber echt eher an eine Verwahrstelle#schwitz

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:10 Uhr

Nein, es ist einfach nur für deutsche Begriffe nicht vorstellbar ;-)
Die Kinder hier kennen es nicht anders und mein Sohn geht sehr, sehr gerne in den Kindergarten.
Die Erzieherin ist echt top, auf die lasse ich nix kommen.
Man muss halt Abschied nehmen von der Vorstellung des kuscheligen deutschen Kindergartens mit der Puppenecke, der Bauklotzecke, der Kuschelecke, der Leseecke etc..

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:20 Uhr

Ok, mein erster Gedanke war, wo bleibt die Bewegung? Gegen wenig bis gar kein Spielzeug habe ich nichts einzuwenden sofern andere Dinge vorhanden sind die die Fantasie anregen.
Der Mensch ist doch gar nicht fürs sitzen gemacht, Kinder schon mal gar nicht. Ich stelle nicht die Kompetenz eurer Erzieher in Frage aber das "System" geht ja mal gar nicht.

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:22 Uhr

Meine Mutter war Kindergärtnerin in den frühen 70ern in Deutschland.
Und sie erzählt, dass es, als sie anfing und ihre Ausbildung machte, in Deutschland ähnlich war.

;-)

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:27 Uhr

Das meinte ich mit "Verwahrstellen" denn ich war damals in der DDR in solch einer. Allerdings war die Bewegung und das freie Spiel gegeben.

Es tut mir leid aber ich finde es nicht gut. Da haben selbst unsere Grundschüler mehr Zeit für Bewegung und freies Spiel.

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:36 Uhr

Und das gibt dir nicht zu bedenken, dass das italienische System der Stand ist des deutschen vor 40 Jahren?

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:56 Uhr

Klar gibt mir das zu denken.
Und was soll ich dagegen machen? ;-)

Bei Gelegenheit poste ich mal die Bilder aus dem KH, in dem ich im letzten September entbunden habe. Da sieht es so aus, wie in Deutschland vor 50 Jahren.

So ist das nun mal, "wir" sind hier nicht auf dem Stand wie "ihr"..
Klar hätte ich gerne eine Turnecke für meinen Sohn.
Gibt's aber halt nicht, da kann ich mich auf den Kopf stellen, bis mir schlecht wird. Er geht von 8.00 Uhr bis 12.50 Uhr, da hat er noch den ganzen Nachmittag für Toben, Spielen, freie Entfaltung.

Ich sage nicht, dass ich das System hier gutheiße, toll finde.
Ich sage lediglich, so ist es nun mal, ich kann es nicht ändern.
Und ich sage, dass es in Deutschland vor 40 Jahren auch so war und nicht immer so schön, wie ihr es jetzt habt.

Beitrag von schullek 03.03.11 - 21:36 Uhr

naja, aber nur weil es in dl mal so war udn jetzt bei euch noch so ist heisst ja nicht, dass man es gut finden muss. ich persönlich find es albern kindernm schon so einen strengen plan aufzuzwingen. interessanterweise in einem land, wo man annimmt, dass die menschen eher locker drauf sind. wie in spanien. udn bei den deutschen, die als so penibel gelten, geht es so entspannt im kiga zu. interessant.

ich jedenfalls bin begeistert vom kiga meines sohnes. die zwei erzieherinnen machen mit den 15 kindern tolle sachen., jede woche, auch im winter einen ganzen waldtag, einmal die woche sport in der halle, dann momentan einen tag vorschule, nächstes jahr bissl mehr, viele projekte usw. und sie sind sehr viel draussen. freies spiel wird sehr unterstützt, aber auch angeleitetes gemacht.
im winter sitzen sie jeden tag, wenn ich ihn nach dem vesper abhole, zusammen udn spielen irgendein spiel. mittlerweile schon uno udn ne vorstufe von rommee. besser gehts kaum.

lg

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:59 Uhr

Ich habe nie (!!) gesagt, dass ich das hier toll finde. #aha
Aber es ist hier einfach so. Punkt. Was also soll ich machen?
Ich kann doch nur versuchen, das Beste aus der Situation zu ziehen und meinem Sohn nicht zuhause einreden, dass der Kindergarten bei Oma in Deutschland aber viel schöner wäre.

Beitrag von schullek 03.03.11 - 22:08 Uhr

ich hab auch nicht impliziert, dass du das gesagt hättest. aber du hast in einigen antworten geschrieben: es ist nun einmal so, kann ich nicht ändern. und damit hast du nat. recht. aber ich sage: deshalb muss man es ja noch lange nicht gut finden. ich hatte einfach das gefühl, du findest es anders besser, fühlst dich aber bemüßigt es zu verteidigen.
ich habe meine antwort jedenfalls nicht negativ dir ggü. gemeint.

lg

Beitrag von schullek 03.03.11 - 21:03 Uhr

15 kinder, 2 erzieherinnen, integrativer kiga. derzeit von den 15 kinder 3 integrativkinder, allerdings nicht mit erhöhtem aufwand für erzieher.

lg

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:05 Uhr

Hallo

28 Kindergartenkinder und 1 Erzieherin???#schock

Wir haben 5 Gruppen a 15 Kinder. Jede Gruppe hat 2-3 Erzieherin + Praktikanten/Azubis. Es ist zwar ein Integrativer Kiga aber wie kann ein Erzieher auf fast 30 Kinder achten?

LG

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:08 Uhr

Italienischer Kindergarten ist nicht gleich deutscher Kindergarten.
Das heißt hier nicht umsonst scuola, das ist ein Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen, sehr wenig Spielzeug. Die Kinder sitzen mehr an den Tischen und "arbeiten" (basteln, malen etc.), freies Spiel ist in der Vorhalle 1 Stunde pro Tag, da kann die Erzieherin auch den Überblick behalten.

Beitrag von perserkater 03.03.11 - 21:11 Uhr

öh ja ok....bleiben 3 Jährige mehrere Stunden am Tisch sitzen? Und ist es das was man für sein Kind möchte? Gut, du lebst im Ausland und wirst nicht viele Möglichkeiten haben aber ich könnte das für mich (für meine Kinder) nicht vorstellen. Ich bin aber da natürlich "deutsch" geprägt. Wers nicht anders kennt wird es auch nicht anzweifeln.

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 21:18 Uhr

Klar könnte ich rebellieren und sagen, dass ich das so nicht will.
Die Konsequenz wäre, meinen Sohn bei mir daheim zu behalten.

Nein, die Kinder sitzen nicht stundenlang an ihren Tischen.
Es wird gesungen, es werden Geschichten vorgelesen (zu denen die Kinder dann Bilder malen oder kleben), es wird Lego gespielt.
1 Stunde ist freies Spiel, da fahren die Kinder mit Bobbycar und Dreirad etc.
1 Stunde ist "Sport", da werden Motorik und Gleichgewicht geschult.

Und ja, du könntest dir das für deine Kinder sicher auch vorstellen, wenn es schlicht keine Alternative gibt. ;-)
Denn man nimmt nun mal das Betreuungsangebot, das zur Verfügung steht.
Und selbst die privaten Kindergärten mit über 400,- Gebühr pro Monat sind nicht anders. Die haben dann vielleicht noch im Angebot, dass die Kinder einmal pro Woche zum Schwimmen gehen.

Wie gesagt, mein Sohn geht wirklich sehr, sehr gerne in den Kindergarten, jeden Tag wird was Neues entdeckt, gebastelt und erfahren.

Liebe Grüße

Beitrag von ratpanat75 03.03.11 - 21:23 Uhr

Genauso ist es auch in Spanien.
Eine halbe Stunde durften sie da einfach nur spielen, wo das Freispiel doch so wichtig in dem Alter ist.
Die Freundin meines Sohnes musste mit 4 Jahren täglich eine Stunde Hausaufgaben machen.
Einfach grausam.

LG

Beitrag von wir3inrom 03.03.11 - 22:02 Uhr

Ne, das ist hier schon anders.
Noah ist 5 Stunden im Kindergarten.
Davon ist 1 ganze Stunde freies Spiel, 1 Stunde Turnen und 1/2 Stunde Frühstück.

Hausaufgaben gibt es erst in der Grundschule.

Beitrag von ratpanat75 04.03.11 - 13:52 Uhr

Ich finde 1 Stunde Freispiel trotzdem viel zu wenig in dem Alter und zu viel angeleitetes "Lernen".
Ich bin richtig froh über unseren Kiga.