warum kann ich nicht auch für mein zweites Kind eine gute Mutter sein?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von marienkaefer74 03.03.11 - 21:43 Uhr

Hallo,

ich habe einen Sohn (5) - alles bestens. Klar, er bockt auch mal, aber wir haben eine Ebene, auf der wir uns erreichen.

Bei meiner Tochter (3) ist alles anders. Sie kreischt, sie trotzt, sie verweigert sich, sie macht Dinge mit voller Absicht von denen sie weiß dass sie sie nicht soll usw. usw. usw. Sie ist ein Machtkämpfer-Kind und hat ihren eigenen Kopf.

Wir haben bei uns im Kiga einen Sozialpädagogin, die kostenlos "Erziehungs-Sprechstunde" anbietet. Ich war sogar zusammen mit meinem Mann dort. Klar, die Tipps sind super.
Und trotzdem - ich könnte dieses Kind zum Mond schießen:-(

Ich frag mich einfach, warum ich mit diesem Kind nicht auch so gut zurecht kommen kann wie mit dem ersten. Warum ich da nicht auch einen so guten Draht zu kriege. Ist es die Konstellation 2 x weiblich? Oder überfordere ich sie vielleicht weil von ihr - vielleicht auch unbewusst - schon Dinge erwartet werden, für die sie noch zu klein ist aber die man vom großen Bruder schon gewöhnt ist? Oder verkraftet sie es nicht so gut, wenn mein Mann und ich schon mal nicht einer Meinung sind, wie ihr Bruder?

Ich geb diesem Kind soviel Liebe - und sie ist so ätzend zu mir... :-(

Was meint ihr?

Viele Grüße
Marienkäfer

Beitrag von snoopyeva 03.03.11 - 21:46 Uhr

Hallo!

"aber wir haben eine Ebene, auf der wir uns erreichen."

Diese Ebene solltest Du mit Deiner Tochter suchen. Was macht Euch beiden Spaß? Was könnte Euch zusammenschweißen?


Eva

Beitrag von schullek 03.03.11 - 21:55 Uhr

meinst du mit ebene ein level, auf dem ihr euch ähnlich seid? so ist es bei mir und meinem jungen. er ist mir sehr ähnlich. bzw. mir als kind. viele dinge, die er tut und macht kann ich sehr gut verstehen udn reagiere dementsprechend passend.
ich frage mich auch manchmal, wie das wird, wenn wir mal ein zweites haben, dass mir dann gänzlich unähnlich ist. da werde ich dann eine ebene finden müssen. auch wenn ich keinen bezug zu dieser eben habe, werde ich versuchen müssen das kind da zu verstehen.
versuch dir bewusst zu machen, dass sie ein gänzlich anderer mensch ist als dein junge. sie denkt anders, sie fühlt anders einfach: sie tickt anders. so wie du deinen jungen erzogen hast kannst du sie nicht erziehen. du musst anders an die sache rangehen. erstmal versuchen sie zu verstehen. wenn du das an bst. punkten niocht kannst, dann akzeptieren. akzeptiere, dass das ihre art ist und das die ok ist. ok in dem sinne, dass sie anders ist, aber nicht unnormal. du musst als mutter lernen damit umzugehen. dich aufs kind einstellen. das wird mal mehr mal weniger gut klappen.

ich hatte als kind oft das gefühl meine mutter versteht nicht, wie ich ticke. dabei sind wir uns in vielen dingen ähnlich. aber in grunlegenden auch wieder nicht. so ist sie eher der typ mensch, der dinge schluckt und sie in sich reinfrisst und dann an anderer stelle explodiert. ich dagegen trag mein herz auf der zunge. ich bin emotional und impulsiv. da prallten welten aufeinander. heute versteht sie mich. wir haben viel darüber geredet. und ich habe mir vorgenommen meine kinder besser zu verstehen und das dann zu akzeptieren. auch wenn ich natürlich erziehe und deshalb dinge angehen muss, werde ich sie als mensch respektieren und nicht erwarten, dass sie so denken udn fühlen wie ich.

lg

Beitrag von nineeleven 03.03.11 - 22:09 Uhr

Gegenfrage: warum kann ich nicht auch für mein ERSTES Kind eine gute Mutter sein?

Hallo erstmal, ich habe eine 4 3/4 jährige Tocher und einen 3 Monate alten Sohn. Ich liebe meinen Sohn abgöttisch, sag jeden Tag mind. 1x ICH LIEBE DICH zu ihm, hab ich zu meiner Tochter noch nie sagen können.

Wir (meine Tochter und ich) hatten einen schweren Start. Not-KS und ich war 3 Std nach der OP im Schlummerland. Währenddessen war mein Mann die ganze Zeit für sie da. Mein Sohn wurde natürlich geboren, ich hab die Nabelschnur durchtrennt und ich war sofort für ihn da. Mein Mann kam erst 5 Min nach der Geburt. Unser Mädel könnte er den ganzen Tag knutschen, sie ist sein ein und alles, mit unserem Sohn tut er sich schwer.

Die Große treibt uns (mich) auch regelmäßig auf die Palme, sogar viele kleine Dinge treiben mich hoch. Ich versuche immer und immer wieder an sie ranzukommen, aber dennoch gibt es da zwischen uns da diese Distanz. Ich liebe sie, sie ist mein Kind, aber ich kann es ihr nicht sagen, fühle mich immer wieder "verarscht" wenn sie wieder rumzickt, mich im Kiga vor den Erziehern und Kindern anschreit. Dienstag zB war Fasching, ich sollte da bleiben lt meiner Tochter. Hab ich auch getan. Hab ich letztes Jahr schon, aber da hat sie beim Gruppenfoto sowas von gebockt dass ich mich sehr verletzt fühlte und geheult hab. Sie hat versucht sich bei mir zu entschuldigen, aber sie konnte nicht über ihren Schatten springen. Hab sie diesmal gewarnt dass ich sofort gehe wenn wieder was ist. Dann sollten die Kids ein Spiel machen, was allen Kindern nicht gelang. Ich sagte zu ihr versuch du es doch auch mal und wenn es nicht klappt dann ist das auch nicht schlimm. Natürlich klappte es nicht und sie schmiss sich auf dem Boden schrie mich an mit den Worten "ich kann das eben nicht". Ich setze keine Erwartungen an sie, ich sage ihr immer wieder dass man nicht alles können kann, dass jeder auch ich Fehler macht. Ich bin der Meinung dass ich sie nicht unter Druck setze. Dennoch bin immer ich Schuld wenn sie was nicht kann. Sie kann nicht einfach nur bocken, nein sie schreit immer mich an sinngemäß wie blöd sie ist.

Ja auch meine Tochter könnte ich zum Mond schießen, manchmal denke ich ich wäre glücklicher ohne sie. Egal was ich tue, ob ich ruhig mit ihr rede, ihr Mut mache, ihr sage dass ich auch so stolz auf sie bin oder ob ich sie anbrülle dass sie mich zur Weißglut jagt, am Ende bin immer ich Schuld.

Mein Sohn ist erst 3 Monate und ich kann da noch nicht vergleichen. Aber ich merke dass ich für ihn viel mehr Liebe empfinde. Sein Lächeln verjagt alles böse, meiner Tochter hab ich damals wenn sie mal gelächelt hat (Schreikind und selten gut drauf gewesen) gesagt grins mich nicht so blöde an. Hart, ich weiß. Ich kann nicht immer über meinen SChatten springen obwohl ich es immer wieder versuche und mir sage Mensch sie ist auch mein Kind und hat meine Liebe verdient.

ICH denke bei mir hat es zuerst einmal mit der Geburt zu tun, das kann ja bei dir anders sein. Dann ist es auch so, dass sie mir sehr sehr ähnelt was den Charakter betrifft. Aber mir hat im Gegensatz zu ihr nie jmd gut zugeredet oder gesagt dass er stolz auf mich ist. Ich versuche ihr ja immer das Gefühl zu vermitteln dass sie was wert ist und nicht blöd ist. Und weil wir uns so ähnlich sind kommen wir nicht miteinander klar. wir sind wie zwei Magnete die sich immer wieder abstoßen.

Ich wollte für meine Tochter immer eine Freundin sein, aber ich denke grad in sehr jungen Jahren geht das nicht. Ich glaube wirklich Mutter und Tochter ist ein schwieriges Verhältnis. Papa kommt mit ihr einfach besser klar.

Ich glaube auch nicht dass es mit hohen Erwartungen zu tun hat, oder hältst du ihr immer vor was ihr Bruder schon in dem alter konnte? Ich glaube nicht.

Ich kann dir nichts raten, denn wenn ich einen Rat wüsste hätte ich ihn schon längst selbst probiert. Nimm sie so wie sie ist, viell hilft es mal mit ihr alleine was zu machen, einen langen Spaziergang wo du mit ihr reden kannst. Machen wir öfter danach geht es wieder für ne Weile und wir können auch miteinander.

Ich weiß nicht ob ich dir helfen konnte, aber du siehst es geht auch umgekehrt, nämlich dass jmd wie ich mich heute frage warum konnte ich sie als Baby nicht so lieben wie ihren Bruder heute? Wäre es dann heute anders? Ich weiß es nicht. Und es ist schwer heute noch für mich die Kurve zu kriegen.

LG
nineeleven

Beitrag von schullek 03.03.11 - 22:19 Uhr

hallo,

ich möchte dir gerne antworten.
ich finde es gut, dass du so offen über eure beziehung sprichtst, also dass du dir dessen bewusst bist.
allerdings habe ich bei deinen worten das gefühl, als würdest du resignieren. du nimmst es so, sagst dir, es ist eben so, ich kann es nicht ändern. du findest es zwar furchtbar so zu fühlen, aber siehst keine möglichkeit es zu ändern.
was für mich feststeht ist, dass man verschiedene menschen unterschiedlich liebt. so auch kinder. allerdings sind die level bei euch absolut verschieden und ich denke da solltet ihr dran arbeiten.
denn: dein kind, obwohl noch klein, spürt diese dinge. kinder spüren mehr, als wir erwachsenen glauben oder wahrhaben wollen. du sagst du versuchst zu kompensieren, aber siehst selber, dass es dir kaum gelingt. ich denke du solltest dich fragen, was du dir für deine tochter später wünschst. denn momentan baut ihr die grundlagen dafür. und wenn das bei euch so weitergeht (entschuldige die harte wortwahl), dann wird sie wohl ihr leben lang deiner liebe hinterherlaufen. wie muss es sich anfühlen immer mamas nr. 2 zu sein? zu merken, wie sehr sich mama anstrengend muss um nicht zu zeigen, dass sie den bruder mehr liebt? und ich bin mir absolut sicher, dass deine tochter diese dinge jetzt schon spürt, aber noch nicht in worte fassen kann.
wenn sie dir die schuld für ihr versagen gibt ist das doch irgendwie ein zeichen für eure ganze situation. sie spürt all das und da sie dir da nichts entgegensetzen kann, dann bist du eben an allem anderen schuld.
und bedenke: auch negative aufmerksamkeit ist aufmerksamkeit. udn hat ein kind das gefühl, dass es aufmerksamkeit braucht, dann wird es alles dafür tun diese zu bekommen. dabei ist egal, wie die aufmerksamkeit dann aussieht.

deine gefühle verurteile ich nicht. sind sind da, sie sind real udn du bist dir ihrer bewusst., mehr als viele andere menschen das für sich in anspruch nehmen können.
aber ich denke du solltest dringend etwas unternehmen, bevor dein kidn noch größer wird und sich die probleme zwischen euch zuspitzen.

lg

Beitrag von nineeleven 03.03.11 - 22:44 Uhr

Danke für deine Meinung.

Ja, meistens hab ich das Gefühl der Resignation. Es tut auch weh wenn sie mich vor anderen Leuten anschreit. ZH ist das ne andere Situation, denn da mach ich die Tür hinter mir zu und lasse sie. Ich geh ja auch immer wieder auf sie zu, rede mit ihr, sage ihr dass ich es nicht schön finde wie sie immer reagiert dass ich sie aber trotzdem lieb hab. Wie gesagt, ich liebe dich sagen geht nicht. Ich kanns nicht. Klar, andere Kinder im Kiga bocken auch mit ihren Eltern, aber noch nie hat eines die Mutter so derart angeschrien. Mir ist es dann immer furchtbar unangenehm weil ich denke jetzt denken alle ich bin ne furchtbare Mutter und hab mein kind nicht im Griff. Aber was soll ich tun? Sie verprügeln damit sie auch mal "schmerz" empfindet? Ist natürlcih totaler Quatsch. Ich hab mir auch schon oft gesagt, mensch andere Kinder sind auch nicht immer einfach, andere rennen ihren Eltern auch nicht mit offenen Armen entgegen wenn sie abgeholt werden, und dieses Gewissen tut mir auch oftmals gut. Nur weiß ich nicht wo unsere Ebene liegt. Morgen hat sie im Kiga wieder Sport und sie hat mich gefragt ob ich nicht zugucken kann. Ich zu ihr kann ich machen wenn du das gerne möchtest. Darauf meinte sie sofort dass sie auch ganz lieb sein werde und nicht bocken wird. Ich hab ihr mit keinem Wort vorher was gesagt und es macht mir Angst dass sie trotzdem meine Gedanken dazu lesen kann. Ich weiß wie sie sich fühlt, ich weiß wie sie denkt weil ich ganz genauso war, aber wenn ich das mache was ich mir als Kind so sehr gewünscht habe (reden, Mut machen, sie in den Arm nehmen usw.) geht der Schuss trotzdem nach hinten los.

Glaub mir es ist n Sch*** Gefühl. Ich versuche auch ihr nicht zu zeigen oder das Gefühl zu geben dass ich ihren Bruder mehr liebe. Sie weiß dass ich jetzt mehr Zeit für ihn haben muss. Ich beziehe sie überall mit ein, sie darf ihn waschen, tragen, mit ihm kuscheln usw. Sie liebt ihn auch abgöttisch. Und sie fragt mich auch immer wieder, ob sie auch so klein war, ob sie auch an meiner Brust getrunken hat, ob ich dies und das auch mit ihr gemacht hab. Klar hab ich das. Wir gucken uns dann ihre Fotos an. Die zeigen aber logisch immer nur das was man sah, nie das was man fühlte.

Ich höre immer wieder gerne wenn andere Mütter von ihren Problemen erzählen, weil mir dann bewusst wird dass die Probleme überall die selben sind. Aber zu sagen dass man in gewisser Weise Berührungsängste oder Hemmungen oder sonst was hat, das traut man sich nicht zu sagen.

Ich bin es auch satt zB wegen ner Milchtüte angemotzt zu werden, weil ich mir erlaubt habe diese kurz zu nehmen weil sie mit was anderem beschäftigt war und ich diesen Moment einfach genutzt habe. Oder sie mich anranzt wenn ich sie früh wecke und deswegen den ganzen Morgen bockt. Ich versteh einfach nicht wie man teilweise so nachtragend sein kann.

Ich kann das alles gar nicht so richtig beschreiben, sorry, hoffe aber dass es nicht falsch verstanden wird. Ja, ich wünschte mir manchmal sie nicht zu haben, dann aber will ich sie doch gegen nichts in der Welt eintauschen. Ich verfluche sie weil sie denkt ich habe große Ansprüche an sie und dann tut sie mir wieder leid weil sie für ihr Denken in dem Alter ja noch nichts kann.

Im Grunde verhält sie sich meistens so als würde ich ihr jeden Tag sagen, "du bist schlecht, du kannst nichts, dein Bruder ist viel toller, ich will dich nicht" usw. Aber da ich das ja nicht mache sondern eher sage "es ist doch nicht schlimm wenn du das nicht kannst, ich bin trotzdem stolz auf dich", "du hast ein tolles Bild gemalt" (sie hats geknüllt und fands doof weil sie dachte ich find es auch doof. Weißt du sie denkt immer drüber nach was ich von ihr denken könnte.

Es ist schwierig dass zu erklären.

LG

Beitrag von schullek 03.03.11 - 23:14 Uhr

ich lehn mich jetzt mal weit aus dem fenster: ich denke sie verh#lt sich so, als ob du sowieso doof findest, was sie macht, weil sie so sehr deine anerkennung will. sie will aber nicht die anerkennung, die du meinst ihr genug zu geben. etwas sagen ist das eine, etwas spüren lassen das andere.
sie spürt doch, dass du nicht so selbstverständlich mit ihr bist, wie mit ihrem bruder. und auch wenn sie es nicht in worte fassen kann, dann ist es doch aber genau das, was sie will. verstehst du, wss ich meine?

meine mutter udn ich hatten eine kompliziertere beziehung als ich kleiner war. meine eltern haben sich mehr oder weniger geeinigt, dass es völlog iók ist, wenn das kind zu einem eine innige beziheung hat, wenn sie trotzdem von beiden geliebt wird. ich allerdings fürhlte ganz anders. ich wollte eine innige beziehung zu meiner mutter. dann starb mein vater ganz plötzlich udn wir mussten lernen einander wieder mehr gefühle zu zeigen. es war ein langer prozess der mir als kind nicht gut tat. meine mutter weiß das heute. wir haben usn immer lieb gehabt. aber das und es auch zu spüren udn zu zeigen ist etwas anderes. von daher weiß ich ganz gut, was du meinst, wenn du sagst:ich kann nicht zu ihr ich liebe dich sagen.
der punkt ist es aber, einen anfang zu finden.

ich will dir wirklich nicht zu nahe treten mit meinen worten.

3 deiner absätze fangen mit ich an. in zwei weiteren kommt es kurz danach. du bist offenbar so in eurem teufelskreis drin, dass du nur noch spürst, was dir nicht gut tut, was dich nervt und was sie tut und dich ärgert.
sicherlich willst du sie verstehen und es ändern. deine wortwahl aber zeigt, dass du noch nicht an dem punkt angekommen bist.


mir ist schon klar, dass du hier nicht alles so erklären kannst, dass es umfassend ist. ich so auch kein ganzes bild beurteilen kann. und dass du generell nicht nur neg. über dien kind redest. ausserdem tut es sicherlich auch mal gut ganz anonym alles zu sagen, was einen so nervt. das entlastet und man hat dann mehr nerven für das, was nervt;-) das versteh ich schon. ist ja auch so gedacht.

aber irgenwie tut es mir im herzen weh deine worte so zu lesen. ich seh da das kleine mädchen, dass eigentlich nur dasselbe will, wie der bruder. es weiß aber nicht, wie sie es bekommen kann udn fühlt sich deshalb bescheiden. es kann seine gefühle nicht in worte fassen, weil es gefühle sind, deren namen sie nicht einmal kennt. deshalb kann sie auch keinen ausweg finden und was rauskommt ist dann das, was du zu sehen bekommst. sie ist frustriert udn unsicher.
meine schwester hatte das innige verhältnis zu meiner mutter, dass ich wollte. siehe oben. und ich habe meine schwester geliebt. ich wusste, dass sie nicht der grund ist, dass ich nicht das hatte, was sie hatte. ich hab es ihr nicht angelastet. deshalb ist es auch kein entlastungsgrund für dich zu sagen, sie liebt iohren bruder, sie merkt wohl nichts.
es war bei uns nicht so krass, wie es mir bei euch vorkommt. aber wie gsagt, meine mutter udn ich musste lernen einenader nahe zu sein. udn obwohl ich weiß, dass ich geliebt werde, wie sie auch, fällt es uns manchmal immer noch nicht so leicht wie meiner schwester und ihr dies zu zeigen. aber wir tun es und merken, dass es uns gut tut.
du musst irgendwie die barriere durchbrechen. hast du schonmal an einen psychologen gedacht?

lg

Beitrag von sunflower.1976 03.03.11 - 22:10 Uhr

Hallo!

Lass Dich mal #liebdrueck

Meine beiden Söhne (5,5 und 2,5 Jahre) sind charakterlich völlig unterschiedlich. Mein großer Sohn ist eher zurückhaltend, sehr verständig (eigentlich zu ernst für sein Alter, hängt aber auch mit seiner mittlerweile fast behobenen Sprachentwicklungsverzögerung zusammen), denkt voraus, ist hilfsbereit usw. Klar ist er auch mal bockig, aber es hält sich sehr in Grenzen.
Unser kleiner Sohn weißn genau, was er will und macht alles, um dieses Ziel zu erreichen. Sei es, indem er seinen großen Bruder einspannt, bockt trotzt usw. Insgesamt ist er sehr laut, sobald er nicht sofort das bekommt, was er will. Im KiGa lässt er sich auch von Vierjährigen nichts wegnehmen sondern sorgt dafür, dass er nicht zu kurz kommt.

Jedes Kind hat für sich tolle Eigenschaften und auch individuelle Schwierigkeiten. Für mich ist es eine große Umstellung gewesen, dass mein kleiner Sohn viel bockiger und eigenwilliger ist als mein großer Sohn. Ich musste neue Strategien überlegen, um mit "Krisensituationen" umzugehen.

Aber insgesamt kann ich nicht sagen, dass meine Beziehung zu meinem kleinen Sohn schlechter ist - sie ist anders.

Versuch einen eigenen Weg mit Deiner Tochter zu finden - auch wenn dieser ein anderer ist als mit Deinem Sohn. Überleg vielleicht mal für Dich, welche tollen Eigenschaften sie hat und nehme diese als Basis für Eure Gemeinsamkeiten. Du schreibst, dass Du nicht so einen gute Draht zu ihr kriegst. Auch wenn Du Dich ihr gegenüber nicht offensichtlich anders verhältst, merkt sie das und reagiert entsprechend.

LG Silvia

Beitrag von ma-lu 03.03.11 - 22:33 Uhr

Hallo Marienkäfer,

mir geht es ähnlich, und ich hab' darüber vor kurzem mal mit ein paar Freundinnen gesprochen: eigentlich haben wir alle unser "heimliches" Lieblingskind, mit dem wir besser zurechtkommen als mit dem anderen.
Bei uns zujm Beispiel ist es so: meine Tochter ist dreieinhalb, mein Sohn 22 Monate alt, und zu ihm habe ich ein innigeres Verhältnis als ich es zu meiner Tochter je hatte. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, warum das so ist, und es tut mir auch total weh, aber ich komme auf keine Antwort. Manchmal denke ich, dass wir uns einfach aneinander reiben, weil sie ein Mädchen ist und sich deshalb mehr von mir abgrenzen muss. Dann wiederum denke ich, dass es schon allein der "Geruch" ist, der ein so anderer ist. Meinen Sohn kann ich tatsächlich viel besser "riechen" als sie, schon von Anfang an.

Nicht, dass jetzt hier ein falscher Eindruck entsteht: ich liebe meine Tochter und auch wir kuscheln und toben und knuddeln uns. Aber beim Sohn tu ich das halt noch einen Tick lieber, obwohl ich vor seiner Geburt tierische Angst davor hatte, ihn nicht so liebhaben zu können wie meine Erstgeborene.

Da ich ja um mein "Problem" weiß, versuche ich jetzt halt immer, mich auf ihre Vorzüge zu konzentrieren, sie bewusst in den Vordergrund zu stellen und ihr öfter mal die allererste Aufmerksamkeit zu schenken, sie als erste anzuschauen, wenn ich morgens ins Kinderzimmer komme. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn sie irgendwann sagen würde: "Du hast meinen Bruder lieber als mich!"

LG
Ma-Lu

Beitrag von shakira0619 03.03.11 - 23:05 Uhr

Hey,

ich habe nur ein Kind und kann Dir wohl keine Tipps geben.

Aber mir fällt auf, daß Du 3mal von "diesem Kind" sprichst.

Für mich hört sich das nicht sehr "mütterlich" an. Vielleicht solltest Du "dieses Denken" mal überdenken.

Viel Glück!

Beitrag von gioia0107 04.03.11 - 00:11 Uhr

Hi!

Also, ich muss mich der letzten Schreiberin anschliessen. Wieso sagst Du immern "dieses Kind"???? Das find ich ganz schrecklich.

Ich finde das überhaupt ganz schrecklich! Ich habe, nachdem ich alle Beiträge gelesen habe, mal in mich reingehört und habe glücklicherweise festgestellt, dass ich KEIN Lieblingskind habe. Ich habe Anfangs ein schlechtes Gewissen gehabt, meinem Sohn gegenüber, wenn ich seine Schwester zu sehr liebe, aber das ist totaler Quatsch. Generell habe ich Schwierigkeiten mich an die Kinder "zu gewöhnen". Das ist schwer zu beschreiben. Meine Kinder sind sehr viel krank und ich bin immer im Stress und dann gibts immer Momente, in denen ich denke:"Wahnsinn! Schon soooo gross!" Lucy ist jetzt knapp 19 Monate alt und sie ist irgendwie immernoch "neu" für mich. Aber ich liebe sie Beide, dass es beinahe weh tut. Klar, es gibt Tage, da bin ich lieber mit Lukas zusammen, wenn er einen guten Tag hat und so süss und zuvorkommend ist und nicht ständig motzt und meckert und heult. Und genauso gibt es Tage, da ist Lucy soooo Zucker und ich bin froh, dass ich Zeit mit ihr alleine verbringen kann, wenn Lukas im Kiga ist. Aber das hält sich die Waage.
Ich denke, Du sollstest Dir auf jeden Fall "Hilfe" holen. Deine Tochter spürt doch, dass irgendwas nicht "richtig" ist und das Gefühl wird sie kaum dazu bringen, sich besser zu "benehmen".

Ich wünsch Dir alles Gut!

LG Verena mit Lukas (knapp 5) und Lucy (knapp 19 Monate)

Beitrag von cassidy 04.03.11 - 07:52 Uhr

Hi,

ich kann verstehen warum du dich so fühlst, aber ich glaube du solltest einfach mal einen anderen Ansatz suchen!

Ganz zu Anfang musst du dir klar machen, dass deine Kinder unterschiedlich sind. Das ist doch ganz normal. Jeder Mensch hat einen anderen Charakter. Nimm deine Kinder so wie sie sind.

Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Vielleicht gibst du ihr zu viel oder wenig Aufmerksamkeit!? Vielleicht hast du aber wirklich zu hohe Ansprüche an deine Tochter!?

Was ich dir auf jeden Fall sagen kann, ist das Kinder ganz feine Antennen haben und ganz sensibel reagieren. Deine Tochter merkt also ganz genau, dass du angespannt bist.
Wenn sie glaubt zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen, dann weiß sie zB genau, dass sie dich mit einigen Aktionen auf die Palme bringt. Somit hat sie deine ungeteilte Aufmerksamkeit.


Ich habe auch zwei ganz unterschiedliche Kinder. Unser Großer hat mitunter eine extrem stark ausgeprägte "Die ganze Welt dreht sich nur um mich"-Phase. Da ist es ganz egal was, wer oder wie - es muss so sein wie unser Sohn es gerne hätte. Das das natürlich nicht funktioniert muss er lernen und wenn ihm das bewusst wird, dann ist seine Laune echt übel und ich muss mich echt zusammenreissen ihn nicht auf den Mond zu schiessen. Es geht manchmal schon morgens los. Schon beim Aufstehen. Das ist dann so eine Situation, da freu ich mich, dass er gleich zur Schule geht und wir Abstand haben.

Es ist aber nicht immer so. Er hat genauso gut eine super Phase. Es läuft rund, er ist hilfsbereit, verständnisvoll und einfach nur zum knutschen!

Seine Schwester ist 2 1/4 Jahre jünger und ist genau das Gegenteil. Wenn sie morgens wach wird, dann mit einem Lächeln und sie hat einfach nur gute Laune. Sie ist vom ganzen Typ her einfach ein Sonnenschein.

Obwohl ich auch sagen muss, das Madame manchmal auch eine ganz schöne Ziege sein kann. Zur Zeit hat sie zB so eine Phase.

Was ich damit sagen möchte ist, das es wichtig ist sein Kind mit seinen Stärken und Schwächen an zu nehmen. Wenn man sich klar wird, das das eine Kind ein Morgenmuffel ist, dann geht man mit dem Kind einfach ganz anders um. Man nimmt die muffelige Laune nicht persönlich. Stellt auf Durchzug und macht weiter in der morgendlichen Routine. Ich muss zB akzeptieren, dass mein Sohn lieber alleine spielt und er nachtragend sein kann, wenn er sich mit seinen Schulkameraden in die Wolle bekommen hat.
Auf der anderen Seite muss ich ihn aber auch ganz klar sagen, das ich gewisse Verhaltensweisen nicht dulde!

Bei seiner Schwerster ist das genauso. Ich darf es ihr nicht übel nehmen, wenn sie mal nicht so ein Sonnenschein ist.

Ich wünsche dir alles Gute und vor allem Kraft und gute Nerven!

Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von donaldine1 04.03.11 - 09:14 Uhr

Hallo,
bei mir ist es genau so.
Leider kann ich dir darum auch keinen guten Rat oder eine Lösung anbieten, ich habe leider selber keine.
Bei mir ist es mein mittleres Kind, mein Sohn, zu dem ich einfach keinen Draht finde. Bei den beiden Mädchen ist es ganz anders.
Ich weiß nicht woran es liegt, aber es passiert bei mir einfach nichts im Kopf, wenn ich an meinen Sohn denke, ihn sehe, etc.
Das ist bei den Mädchen ganz anders. Und zwar war das von Anfang an so. Mein Sohn wurde per KS geboren, keine Ahnung, ob es daran liegt. Aber irgendwie glaube ich das nicht, denn dramatisch oder so war die Geburt nicht. Aber als ich ihn damals so sah, über vier Kilo schwer, irgendwie so dick und groß, da war nichts in mir, ich konnte einfach nicht verstehen, daß das nun mein Kind sein sollte. Bei den Mädchen war das nie so, die fand ich beide von Anfang an einfach nur süß, toll, etc. Und dabei sind es auch völlig verschiedene Kinder und die Geburten waren auch ganz unterschiedlich.
Die Liebe zu meinem Sohn ist einfach so anders. Ich könnte selber nicht einmal sagen, ob es wirklich Liebe ist oder einfach nur der mütterliche Schutzinstinkt dem eigenen Kind gegenüber. Ich persönlich finde manchmal, daß ich dem Kleinen gegenüber einfach nur funktioniere.
Ich habe immer ein schlechtes Gewissen deswegen. Und ich bin froh, daß mein Freund den Kleinen wirklich ganz abgöttisch liebt und gar nichts auf ihn kommen läßt. So ist es wenigstens ausgeglichen mit der Liebe, die er bekommt, denn mein Freund tut sich den Mädchen gegenüber etwas schwerer.
Wir versuchen natürlich, es den Kindern nicht zu zeigen. Aber ich denke schon, daß sie es spüren. Mein Sohn ist ein absolutes Papakind und die Mädchen absolut Mama bezogen.
Ich habe mehr als einmal versucht, an der Sache was zu ändern, auch schon mit professionelelr Hilfe. Es hat nicht wirklich funktioniert. Ich habe die Situation nun so akzeptiert. Schön ist es definitiv nicht.
LG
donaldine1

Beitrag von sparrow1967 04.03.11 - 09:29 Uhr

>>Oder überfordere ich sie vielleicht weil von ihr - vielleicht auch unbewusst - schon Dinge erwartet werden, für die sie noch zu klein ist aber die man vom großen Bruder schon gewöhnt ist? <<

Kann durchaus sein. Du hast Erwartungen an das Kind, die sie nicht erfüllen kann- denn SIE ist SIE und nicht ihr Bruder.
Die 2. SInd immer anders als die Ersten...und die 3. gleichen keinem der beiden ;-).

Nimm deine Tochter an wie ist ist - und dann wird es auch mit euch klappen. Höre auf zu vergleichen - SIE ist SIE.....

Stell dir mal vor, dein Mann würde dich immer mit einer früheren Freundin vergleichen....wäre doch mal ätzend, oder?

Deine Tochter hat das Recht, das du dich auf sie einläßt.....


sparrow

Beitrag von schneutzerfrau 04.03.11 - 11:10 Uhr

Huhu

ich habe manchmal dieses Gefühl, dann überkommt es mich wie dich. Und ich denke oh du verflickstes weib :-) wieso tust du das mit mir, ich denke dann sie hasst mich...... aber wenn ich ehrlich bin und uns alle 4 betrachte. dann ist die große mir ähnlicher , dadurch können wir zwar besser zanken aber wir finden innerlich schneller zueinander und können alles besser und schneller lösen. Die kleine ist wie papa und wir explodieren manchmal aneinander :-) und es fehlt mir dann der draht zu ihr. seid ich mir dessen bewusst bin finde ich schneller zu ihr und wir beide haben es viel einfacher.

suche deinen weg zu deiner tochter denn es ist schlecht für euch beide und treibt euch immer weiter auseinander....

Denke eventuell auch mal weiter zurück.... denn vielleicht liegt der punkt noch ganz wo anders........

du kannst deinen weg finden du musst dir nur deinen weg an deine tochter suchen und sie genauso an dich ran lassen wie deinen sohn, denn sie ist nicht böse und nicht laut weil sie dich nicht mag sondern weil sie ein anderes kind ist als dein sohn, aber die selsbe nähe und liebe braucht wie er.

Lg sabrina

Beitrag von juliamonique 04.03.11 - 11:28 Uhr

Hallo,

es ist normal, dass man seine Kinder nicht immer gleich liebt.
Bei uns gibt es Tage, da komme ich mit dem Kleinen besser aus und es gibt Tage, da komme ich mit der Großen besser aus. So ist das nun mal. Ich liebe dennoch jeden auf seine Art und Weise!

Unser Große hatte immer viel Aufmerksamkeit, auch als der Kleine dann auf der Welt war. Er war sehr genügsam und hat sich auch viel alleine beschäftigt. Irgendwann wurde er trotzig, laut, hat geschlagen.
Es war seine Art, auf sich aufmerksam zu machen. Also habe ich die Zeit "gerechter" geteilt. Auch mal Sachen mit ihm gemacht, während seine Schwester eben mal nicht im Mittelpunkt stand und auf einmal wurde er wieder ausgeglichener. Ob es nun daran lag, dass er einen "Entwicklungsschub" gemacht hat, oder an mir und meinem Umgang mit ihm vermag ich nicht zu sagen. Seither kuscheln wir jedenfalls viel viel mehr und wenn er mal wieder einen Tag hat, an dem er sich wie ein "Rumpelstilzchen" aufführt, nehme ich ihn in den Arm und sage...komm kuscheln. Wirkt prima. Er kommt immer ganz bereitwillig...

Klar ist auch heute nicht immer alles in Butter. Auch heute noch gibt es Tage, an denen ich einen von Beiden (manchmal auch Beide) auf den Mond schiessen könnte, aber das geht den beiden kleinen mit mir wahrscheinlich auch so, wenn ich zum dritten mal sage "Nein, heute kein Rock, ihr geht in den Wald" oder "Heute gibt es kein Fernsehen, und wenn ihr euch auf den Kopf stellt";)

Versuch mit Deiner Tochter Zeit alleine zu verbringen, in der sie nicht um Deine Aufmerksamkeit kämpfen muss. Versuche wieder mehr an sie ranzukommen, indem ihr Körperkontakt haben wie Hand halten, kuscheln etc. Vielleicht ist es eine Mischung aus Trotz, Eigensinn und Aufmerksamkeitssuche!

Achja und motzen, das legt im Blut bei uns Frauen, egal ob groß oder klein!

Grüße
j

Beitrag von stefannette 04.03.11 - 12:17 Uhr

Bei uns war es ähnlich. Mein Großer war immer leicht zu führen und lieb. Die Zweite schon seit der Geburt anstrengender und in der Trotzphase extrem.
Ich war auch oft so traurig, dass ich sie nicht so lieben konnte wie den Großen.
Später hab ich dann gemerkt,das ich jedes Kind auf eine andere Weise lieb hab. Eine Freundin hat mir mal den Tipp gegeben,das ich sie einfach zwischendurch mal in die Arme nehme,wenn sie lieb war. Damit sie damit auch positiv verstärkt wird. (Sie wollte nämlich nach den größten Machtkämpfen in den Arm genommen werden und das fiel mir so schwer.)Durch ihre ARt (und das ist bei deiner Tochter sicher auch so) hatte sie einfach viel (negative) Aufmerksamkeit. Lob sie,wenn sie was gut gemacht hat.
Sie ist ja auch jetzt einfach in der Trotzphase und die ist bei jedem Kind anders. Vielleicht kannst Du ein paar MInuten am Tag nur für sie einbauen. Das war bei uns auch gut. Ich hab ihr abends dann alleine vorgelesen und gekuschelt. Da war sie auf einmal so süß!
Jetzt ist sie 7 und echt lieb und ausgeglichen. Immer noch etwas zickig,aber ich denke, so sind Mädels eben.;-)
Du machst das sicher gut!!#liebdrueck

LG Annette (mit 5 ganz unterschiedlichen Kids)

Beitrag von nudelmaus27 04.03.11 - 13:18 Uhr

Hallo!

Erstmal vorab ich finde es ganz schlimm, dass du dein Kind so abwertend bezeichnest von wegen "dieses Kind"....

Mit deinem Sohn klappt alles super und mit ihr garnichts, meinst du nicht, dass sie merkt wie du empfindest? Sie versucht alle Aufmerksamkeit von dir zu bekommen, notfalls eben mit Sachen die sie nun garnicht machen soll. Frei nach dem Motto lieber Gemecker als keine Aufmerksamkeit.

Sicherlich ist sie in einem schwierigen Alter und ja ich hätte meine große Tochter (nun schon 4 1/2) auch manchmal zum Mond schießen können :-) aber ich habe halt immer wieder und wieder versucht den richtigen Draht zu bekommen. Wir sind beide halt stur und sehr willensstark, klar anstrengend aber gerade weil sie mir so ähnlich ist liebe ich sie.

Vielleicht solltest du mal einen Mama & Tochter - Tag einführen und dann nur machen, was euch Mädels gefällt, da steht meine Große total drauf, vor allem weil sie dann Mama nur für sich hat.

Alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von donaldine1 04.03.11 - 17:36 Uhr

Sie hat ein Problem!!
ICH finde es schlimm, wenn immer gleich Vorhaltungen kommen.
Mein Beitrag steht etwas weiter oben. Glaub mir, so einfach, wie Du dir das denkst, ist es leider einfach nicht.
Ein Mutter-Tochter Tag, der bringt es leider nicht. Ich habe das alles durch. Ganz ehrlich, das ist nichts weiter als ein kaum nahezu unwirksamer Tip von Unwissenden. :-(
Sei einfach froh, daß Du so blöde Probleme nicht hast.


Beitrag von nudelmaus27 04.03.11 - 19:38 Uhr

Hallo!

Für mich gibt es zwei Sachen:

1) Entweder man kann gar keine Liebe zu einem Kind aufbauen und dann ist das meiner Meinung nach ein Problem was man nicht alleine lösen kann!

oder (und das denke ich trifft hier eher zu!):

2) Sie hat einen "lieben" Sohn, der das anstrengende Trotzalter bereits hinter sich gelassen hat und eine "böse" Tochter die trotzt und stresst und alles tut um ihren Bock kund zu tun. UND in diesem Fall kann man sich schon mal anhören, dass man zwei gleich liebenswerte Kinder hat und nicht ein liebes Kind und DIESES Kind was einfach nicht so tickt wie es Mama möchte.

Und nein ich bin nicht unwissend, meine Große hat mich so zur Verzweiflung getrieben, dass ich den Kinderarzt befragt habe, bei der Erziehungsberatung war, ne Ergotherapie mit ihr gemacht habe, beim Heilpraktiker nach Rat gefragt habe und am Schluss zur Kindertherapeuthin gegangen bin UND stell dir vor, nach der ersten Sitzung habe ich erkannt, dass das der falsche Weg ist.

Mittlerweile habe ich an mir gearbeitet und lebe mit ihren Macken und es klappt wunderbar.

Gruß, Nudelmaus

Beitrag von kleine_kampfmaus 04.03.11 - 18:50 Uhr

Hallo an alle denen es genauso geht wie Marienkäfer,

wenn ich da mal meine Senf dazugeben darf, so hört sich das für mich alles nach einer nicht erkannten und somit nicht behandelten Wochenbettdepression/Babyblues an!

"Keine mütterlichen Gefühle, nach der Geburt nichts empfunden, dieses Kind, etc." sind für mich alles Aussagen die genau zu solch einer Erkrankung passen.

Mal ganz davon abgesehen, dass es den ungeliebten Kindern natürlich keineswegs verborgen bleibt, dass die Geschwister liebevoller, bevorzugter behandelt werden und mehr geliebt werden und sie darauf wahrscheinlich mit noch mehr Trotz und Wut reagieren (würd ich auch als Kind!) finde ich es sehr bedenklich, was sich in den kleinen Kinderseelen da für die Zukunft verankert. Macht EUch doch bitte mal bewusst, was Ihr euren ungeliebten Kindern da mit auf den Weg gebt? Wie sollen sie denn in der Zukunft darauf vertrauen können liebenswert zu sein? Wie sollen sie einem Menschen vertrauen können? Wie sollen sie Dinge wie Selbstwertgefühl, Selbstachtung und Selbstliebe entwickeln?

Ihr nehmt diese Situation alle als gegeben hin und denkt nicht mal daran, dass es sich hierbei evtll. um eine Erkrankung handelt, um einen Zustand den man mit wenigen einfachen Dingen (z. B. eine zeitlich begrenzten Therapie) beheben könnte. Und das ist das einzige, was man euch vorwerfen kann.

Wenn ich ein Kind abgöttisch liebe und mein anderes Kind für mich nur Anhängsel, ein ungewolltes und nicht liebenswertes Ding, ein Umstand ist mit dem ich mich irgendwie arrangieren muß, dann muß einem doch irgendwann klar werden, dass das nicht gut ist und sicher auch nicht "normal".

Also tut etwas und damit meine ich nicht, versucht mit aller Gewalt Gefühle zu erzwingen sondern sucht euch verdammt nochmal professionelle Hilfe und baut endlich eine Mutter-Kind-Beziehung auf!

Viel Glück auch für Eure Kinder

Kleine Kampfmaus die leider am eigenen Leib erfahren mußte was eine verkorkste Kindheit aus einem Menschen macht. Das hat KEIN Kind verdient!

Beitrag von donaldine1 04.03.11 - 18:54 Uhr

"wenn ich da mal meine Senf dazugeben darf, so hört sich das für mich alles nach einer nicht erkannten und somit nicht behandelten Wochenbettdepression/Babyblues an! "
Bei mir persönlich: Nein!!!! ich habe verschiedene Therapien gemacht. Erfolglos.
Das alleine kann´s nicht immer sein.

Beitrag von donaldine1 04.03.11 - 19:00 Uhr

PS: Wenn ich das schon lese: "Unerkannte Wochenbettdeprssion". Ja klar, das ist mal wieder die Erklärung für alles.
Und auch Du hattest sicher NUR deshalb eine beschissene Kindheit. #contra Oh je, wie eingleisig denken manche Menschen. #augen
Wahrscheinlich hattest Du ja auch in jeder Hinsicht total bekloppte Eltern..... Das ist insgesamt wahrscheinlicher. #kratz

Beitrag von kleine_kampfmaus 04.03.11 - 19:13 Uhr

Ich weiß zwar nicht, mit welchem Recht DU dir ein Urteil über meine Kindheit erlauben darfst, aber bitte wenn Du es unbedingt wissen willst:

Meine Kindheit war von Beginn an geprägt von Gewalt, Schlägen, Alkohol, Arbeit, Hunger und ständiger Angst. Ob ich am nächsten Morgen noch aufwache, ob meine Mutter noch aufwacht, wer wann verprügelt wird, ob ich alle meine Arbeiten erledigt hatte, ob ich zur Schule gehen konnte, ob ich am nächsten Tag zu essen hätte, etc. Ich habe seit meinem 5 Lebensjahr den Haushalt mehr o. weniger allein geschmissen, je nachdem wie ich dazu in der Lage war.

Tiefer möchte ich hierzu nicht gehen, das geht niemanden etwas an. Aber NEIN, meine Kindheit hatte nichts mit Wochenbettdepression zu tun. Allerdings weiß ich durch die gemachten Erfahrungen, was eine verkorkste Kindheit mit einem anstellt.

Auch wenn Ihr die Kinder vielleicht nicht körperlich misshandelt, aber ihr tut es definitiv seelisch. Und das ist noch schlimmer, die blauen Flecken auf der Seele sieht nämlich keiner! Ich kann es nur immer wiederholen, IHR müsst euch bewusst machen, dass IHR das LEBEN EURER KINDER mehr als nur temporär sondern dauerhaft beeinträchtigt! Und wer so einen Zustand als gegeben hinnimmt und sich nicht bemüht daran etwas zu ändern muß sich dieser Tatsache stellen und damit leben.

Übrigens, ich habe den Kontakt zu den Personen die sich meine Eltern nennen vor mehr als 11 Jahren abgebrochen. Überleg Dir, ob Du es soweit kommen lassen willst. DU wirst viel verpassen!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von kleine_kampfmaus 04.03.11 - 19:05 Uhr

Schön zu hören, dass Du etwas versucht hast, aber mal drüber nachgedacht, dass es nicht nur Therapien gibt? Sowas ist ja auch nicht für jeden was, dafür gibts aber noch andere Möglichkeiten.

Außerdem finde ich immer, es ist ein Unterschied ob man ein Kind etwas lieber mag als das andere, aber trotzdem beide liebt und gleich behandelt. Oder aber ob ein Kind wirklich benachteiligt behandelt wird und das hört sich bei den meisten die Marienkäfer zugestimmt haben so an. Und da muß ich einfach sagen, sorry, aber das ist kein normales Verhalten einer Mutter!

Muttergefühle sind sicher nicht sofort bei jedem nach der Geburt da, aber die wachsen mit der Zeit, man baut eine Beziehung zu dem Kind auf, man lernt sich kennen und vor allem lieben. Und auch wenn ein Kind vielleicht schwieriger ist als das andere, deswegen kann ich doch nicht so mit dem Kind umgehen!

Maxi ist auch ein äußerst schwieriges Kind, er wird im April 5 und schläft seit 6 Monaten endlich mal 5-6 Stunden am Stück; schreit heute noch unheimlich viel, trotz und bockt bei jedem Ding, Zähneputzen, Anziehen - ein GRAUS. Auch ich werde durchaus mal laut, schimpfe, erteile Fernseh- o. Süßigkeitenverbot aber bei allem steht die Liebe für mein Kind an ERSTER Stelle und Maxi ist sich dieser Liebe auch sicher. Nichts könnte meine Liebe zu ihm beeinträchtigen und DAS ist eine gesunde, gefestigte Mutter-Kind-Beziehung.

Das hier beschriebene darf man nicht hinnehmen und akzeptieren. Wie gesagt, macht euch bewußt was das für die Kinder bedeutet.

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