Selbststaendige, wann arbeitet ihr?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von biene81 03.03.11 - 22:45 Uhr

Hallo,

frage richtet sich jetzt eher an Selbststaendige, die von zuhause arbeiten und keine typischen Öffnungszeiten haben ;-)

ich muss sagen, dass ich meisst erst abends fit bin nachdem ich die Kleine ins Bett gebracht habe, normalerweise um 19.30 Uhr. Dann arbeite ich oftmals bis Mitternacht.
Meine Tochter geht von 9-15 Uhr in die Kita und ich zwinge mich dazu waehrend dieser Zeit mindestens 3 Stunden zu arbeiten, meisst sind es mehr, aber irgendwie fuehle ich mich um die Zeit gar nicht faehig und merke auch, dass alles laenger dauert und ich unkonzentriert bin. #kratz

Achso, falls es einen Unterschied macht, arbeite "zweigleisig", ein kreativer Beruf, ein organisatorisch aufwendiger Beruf und beides zu 90% am Computer.

Mich wuerde mal interessieren, ob nur ich so bin und ihr anderen da strikt eure Arbeitszeiten zur normalen Tageszeit einhaltet, oder ob ihr auch gern nachts/abends arbeitet.

LG

Biene

Beitrag von a79 03.03.11 - 22:59 Uhr

Hallo,

also ich bin zwar nicht selbständig, wage es aber trotzdem mal, Dir zu antworten.
Ich bin Studentin im zweiten Semester, bin drei Tage die Woche an der FH und habe zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren, die an diesen drei Tagen von 8.00-17.00 in Betreuung sind. An den anderen Tagen ist der Kleine bei mir und der Große bis 14.00 im Kindergarten.
Ich habe mir angewöhnt -gerade in Prüfungsphasen- früh morgens zu arbeiten...so von 6.00-8.00 oder sogar noch etwas früher, weil ich dann wirklich Ruhe habe und ausgeschlafen bin. Ansonsten nutze ich die Mittagspause -wenn beide da sind 1 Stunde, wenn nur der Kleine da ist 2 Stunden- und den Abend ab 20.00 - max. 24.00 Uhr zum Arbeiten.
Habe aber festgestellt, dass ich früh morgens noch am meisten schaffe und so außerdem für meine Kinder noch gut Zeit bleibt.
Am schwierigsten finde ich die Mittagszeit als Arbeitszeit -da habe ich selbst immer ein totales Tief! Und ab 23.00 Uhr kommt auch eher selten noch was Gutes dabei raus...

Grundsätzlich glaube ich aber, dass jeder auch ein wenig nach seinem Biorhythmus gehen muss, gerade als Selbständige mit Kind, um die Kräfte optimal einzuteilen und trotzdem effizient zu bleiben. Schwierig ist es natürlich mit Jobs, die Telefongespräche oder ähnliche Kommunikation erfordern, da sie schon an gängige "Geschäftszeiten" gebunden sind...vor 8 und nach 22 Uhr würde ich niemanden mehr anrufen...


LG

Andrea

Beitrag von biene81 04.03.11 - 08:28 Uhr

Hallo Andrea,

Danke fuer die Antwort, in Grunde bist Du ja in einer aehnlichen Situation wie ein Selbststaendiger. Um 6 Uhr Morgens koennte ich aber definitiv nicht arbeiten #zitter

LG

Biene

Beitrag von dodo0405 04.03.11 - 07:55 Uhr

Diese wenigen Stunden wären mir definitiv zu wenig.

Meine Tochter muss sich, wenn sie vom Kiga zuhause ist, meist alleine beschäftigen. Genau aus diesem Grund bin ich allerdings dazu über gegangen, sie auch nach dem Kiga in Betreuung zu geben und von auswärts aus zu arbeiten. Natürlich arbeite ich auch abends/nachts. Ich komm allerdings meist auf etwa 10 Stunden.

lg

Beitrag von biene81 04.03.11 - 08:31 Uhr

Hallo Dodo,

nein, soviele Stunden will ich auch gar nicht arbeiten. 10 Stunden waere mir zuviel, nach dem KiGa will ich auch fuer die Kleine da sein.

Lieben Dank fuer Deine Antwort.

LG

Biene

Beitrag von zubbeline 04.03.11 - 08:37 Uhr

wenige Std? die TE schreibt, dass sie morgens min. 3 meist mehr Std. arbeitet und von 19:30 bis 24:00...nochmal 4,5 Std. Macht also minimum 7,5 Std. meist mehr. Klingt jetzt nicht so viel weniger als deine 10 Std.

Wann siehst du deine Tochter denn überhaupt noch? oder geht der Kiga nur bis mittags?

Ich bin zwar nicht selbständig, war es aber mal und hab auch eine Zeit lang bei freier Zeiteinteilung von zu Hause gearbeitet. Ich hatte auch immer den Eindruck nachts deutlich besser voran zu kommen.

Beitrag von dodo0405 04.03.11 - 11:10 Uhr

Ich hab früher auch lieber nachts gearbeitet, muss aber feststellen, dass mir dafür seit Geburt meiner Tochter einfach die Kraft fehlt und ich den Schlaf brauche.

Beitrag von a79 04.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo dodo0405,

darf ich dich mal was fragen?
Bist Du bei Euch Alleinverdienerin?
Ansonsten würde ich mich, wenn ich an Deiner Stelle wäre, glaube ich fragen, ob es das wert ist...oder ist es so ein unglaublich toller job?
Was arbeitest Du denn?

Entschuldige die neugier aber ich möchte hier niemanden verurteilen, ohne die Hintergründe zu kennen...

LG

Andrea

Beitrag von cinderella2008 04.03.11 - 13:48 Uhr

Warum meinst Du überhaupt jemanden "verurteilen" zu müssen, weil er viel arbeitet?

Beitrag von a79 04.03.11 - 14:00 Uhr

Sorry, vielleicht hatte ich mich ein wenig unglücklich ausgedrückt. Nur ist es -und ich denke nicht nur bei mir- so, dass man sich oft eine Meinung bildet, ohne die eigentlichen Hintergründe zu kennen und weil ich das nicht möchte, habe ich nachgefragt. Wollte das Ganze nicht negativ hinstellen - schließlich gehen Väter auch ganztags arbeiten.

LG

Andrea

Beitrag von dodo0405 04.03.11 - 16:25 Uhr

Ich bin alleinerziehend, ja.

Und: Es ist ein toller Job.
Und: Ich hab ein tolles Kind.
Und: Es geht beides.

Beitrag von a79 04.03.11 - 19:39 Uhr

Danke Dir für die Antwort und Hochachtung, dass ihr beide das alleine so gut hinbekommt!

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs

Beitrag von a79 04.03.11 - 19:46 Uhr

Ich finde, es sollte immer dazugesagt werden, mit welchem Hintergrund man auf diese Weise bzw. in der Stundenmenge arbeitet - ich glaube nicht, dass Du freiwillig jeden Tag 10 Stunden arbeiten würdest, wenn Du es nicht müsstest...mal reine Unterstellung.
Ein Kind zu haben ist ja auch schon eine Aufgabe für sich.

Ich finde es toll, dass das bei Euch klappt, finde aber auch, dass Deine Antwort der Posterin schon fast ein schlechtes Gewissen macht, weniger zu arbeiten als Du.

Lg

Andrea - die max. noch 6-7 Stunden zusätzlich zu Kindern, Haushalt usw. am Tag schafft und auch zum glück nicht jeden Tag leisten muss...

Beitrag von biene81 04.03.11 - 21:55 Uhr

Hi,


keine Sorge, dadurch habe ich kein schlechtes Gewissen, ich koennte 20 Stunden arbeiten wenn ich wollte, muss ich Gott sei Dank nicht und vor allem: Will ich auch nicht. ;-)
Ich verstehe aber worauf Du hinaus willst, aber ich fuehl mich dadurch nicht schlecht, sondern bin froh das ich viel Zeit mit meiner Schnecke habe.

LG

Biene

Beitrag von cat_t 04.03.11 - 08:25 Uhr

Hallo Biene #blume

am Wochenende, manchmal bis 3 Uhr nachts, manchmal 6 Uhr bis 20 Uhr. Je nach Veranstaltung.

Bürokram irgendwann zwischendurch, aber meist auch am Wochenende, vormittags, da ich unter der Woche keine Zeit und abends/nachts keine Lust mehr habe.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von biene81 04.03.11 - 08:33 Uhr

Hallo Sanne,

man nach euren Antworten komme ich mir richtig faul vor #zitter#rofl So lange Arbeitzeiten wuerde ich glaube ich gar nicht (mehr) durchhalten.

Danke & LG

Biene

Beitrag von cat_t 04.03.11 - 08:37 Uhr

Hallo Biene #blume

kommt drauf an, was man macht. 14 Stunden vor dem PC könnte ich auch nicht sitzen;-). Zum Glück habe ich den Spaß nicht jedes WE.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von manavgat 04.03.11 - 10:46 Uhr

Ich bin seit 8 Jahren selbstständig, Fahrt zum Büro ist 1/2 Stunde, im Winter auch länger.

Ich bin Mo und Do in aller Regel im Büro von 10.00 - 18.00 Uhr, manchmal auch länger. Dienstag, Mittwoch und Freitag unterrichte ich 1-2 Kurse nachmittags, vormittags arbeite ich oft von zuhause aus - meine Schule ist absolut digital organisiert. Manchmal fahre ich auch Samstags ins Büro, Buchhaltung und so ein Mist, da ist es besser, wenn keiner vorbei kommt, weil jede Ablenkung dann willkommen ist und nix rumkommt.

Selbstständig heißt für mich: ich kann auch mal einen Tag blau machen, muss aber sehen, wie ich die Arbeit geregelt kriege.

Gruß

Manavgat

Beitrag von biene81 04.03.11 - 12:50 Uhr

>>Selbstständig heißt für mich: ich kann auch mal einen Tag blau machen, muss aber sehen, wie ich die Arbeit geregelt kriege.<<

So sehe ich das auch. Das ist auch der Grund warum ich nie wieder Angestellter sein moechte. Das hat zwar sicherlich auch seine Vorteile, aber die sind fuer mich uninteressant.

LG

Biene

Beitrag von manavgat 04.03.11 - 13:11 Uhr

Yep.

LG

Manavgat

Beitrag von marleni 04.03.11 - 13:03 Uhr

Hi Biene,

ich arbeite auch am liebsten abends/nachts, weil ich einfach ein Nachtmensch bin und schon immer war. Auch, als ich noch fest angestellt war, habe ich ab dem späten Nachmittag am meisten geschafft und bin dafür oft bis in die Puppen im Büro geblieben.

Meine Tochter geht von 8:30 bis 14 Uhr in die Kita, und ich versuche schon, in der Zeit was zu arbeiten. Allerdings klappt das nicht immer, oft verzettle ich mich auch mit Hausarbeit ("wenn die Küche nicht aufgeräumt ist, kann ja kein Mensch arbeiten" etc.), oder bei Facebook oder hier ... ;-), so dass meine Hauptarbeitszeit auch meistens am Abend ist.

Nein, eher WAR.

Seit ich wieder schwanger bin (jetzt 39. Woche), kann ich abends, wenn die Kleine im Bett ist (20 Uhr) fast nichts mehr machen. Ich muss dann auch meine Füße hochlegen und bin einfach körperlich total fertig.

Seltsamerweise kann ich seitdem vormittags richtig gut was wegschaffen ;-).

Mal sehen, wie lang noch. 12 Tage sind es noch bis ET, hoffentlich 12 Arbeitstage ...

LG
M.

Beitrag von bruchetta 04.03.11 - 13:03 Uhr

Ich bin freiberuflich für ein Nachhilfeinstitut in der Kundenbetreuung tätig, d.h. im Außendienst.
Ich mache Termine nach Rücksprache mit den Eltern und mit Anwesenheitspflicht des Nachhlfeschülers.
Von daher arbeite ich stundenweise nachmittags, z.T. abends, je nachdem.

Beitrag von nele27 04.03.11 - 13:30 Uhr

Hi Schnidde,

ich war zwar angestellt, habe aber 1-2 Tage Home Office gemacht, in der Zeit meist kreativ gearbeitet und zwar auch zu 90% am PC. Ist also vergleichbar.

Ich habe mir vorher ungefähr überlegt, was ich heute schaffen MUSS und was ich darüber hinaus noch schaffen WILL. Dann ne To-Do-Liste gemacht. Je nachdem, wie viel zu tun war, habe ich entweder
1. von kurz nach 8 bis 14 Uhr gearbeitet und dann was mit meinem Sohn gemacht oder
2. einen ganzen Tag bis ca. 17 Uhr gearbeitet. Oder
3. ich habe Anton um 14 Uhr von der Kita abgeholt und abends nach 20 Uhr weitergearbeitet.

Da ich kein Nachtmensch bin, war Option 3 für mich nur ein Notnagel, meinem Sohn zuliebe, damit ich möglichst viel Zeit für ihn habe. Telefonisch war ich aber an Home-Office-Tagen über Diensthandy ganztags erreichbar, das war auch wichtig. Wenn ich z.B. nachmittags freigeschaufelt hatte und bei einer Freundin war, hat die Anton kurz übernommen, wenn das Telefon klingelte.

Inhaltlich habe ich diese terminfreien Tage vor allem für kreative Arbeit genutzt. Da konnte ich mal neue Projekte ausdenken, anschieben und konzeptionell arbeiten ohne ständig von Terminen oder Besuchern gestört zu werden. Daher war Home Office auch dienstlich sinnvoll.

Ich habe also im Prinzip schon feste Arbeitszeiten eingehalten, die ich mir jeweils vorher überlegt habe. Allerdings ist es auch kein Problem gewesen, zwischendurch mal ne Runde Joggen zu gehen oder ne Wäsche aufzuhängen, wenn ich viel geschafft habe und gut in der Zeit lag. Also wenn die MUSS-To-Do-Liste erfüllt war. Solche Pausen habe ich ihm Büro aber auch gemacht zwischendurch, zB den Einkauf oder einen Gang zur Post.

Ich brauche es aber, feste Abläufe zu haben, damit die Arbeit eben auch gemacht wird. Gerade zu Hause ist das glaube ich wichtig, damit man eben nicht nur rumdödelt, sondern was schafft.
Wäre ich ein Abend/-Nachtmensch, spräche aber auch nichts dagegen, immer Option 3 zu machen. Die Zeit selbst halte ich für nicht so relevant.
Für mich wäre eben nur wichtig, nachmittags trotzdem telefonisch erreichbar zu sein, falls etwas ist (ich bekleide meine Position allein, habe also keine Vertretung und keinen, der über mein Wissen verfügt).

Falls Du noch Fragen hast, gern :-)

LG, Nele