nur noch traurige gedanken!

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von karin-anna 04.03.11 - 07:40 Uhr

guten morgen.

alleine das ich hier schreiben "muss" macht mir schon irgendwie zu schaffen. vielleicht hat jemand trotzdem eine idee wie man sich selber wieder als glücklichen menschen aufbauen kann.

ich habe angst um meinen papa den es schon seit zwei monaten schlecht geht. die ärzte haben ihn kaum behandelt und jetzt habe ich ihn sonntag ins krankenhaus gebracht. dort liegt er mit hohem fieber und keiner weiss was ihm fehlt. er wird auf dem kopf gestellt aber sie finden noch nichts. mein starker papa, der dort abgemagert liegt. ich werde dieses bild nicht los. ich kann nur hoffen das er es schafft obwohl er nur negativ redet.
ich habe letztes jahr vor weihnachten einen cousin und eine gute freundin plötzlich verloren. das jahr davor sind drei tanten und zwei onkels gestorben. soviele menschen die ich liebe, musste ich gehen lassen. ich weiss nicht mehr wie ich das alles verpacken soll. ich bin so traurig ich kann kaum noch lachen. dabei brauchen mich doch meine zwei kinder. hilfe bekommt man nicht. plätze beim psychologen sind erst in einem jahr frei. wie kommt man aus diesem loch raus.
hat jemand vielleicht einen tip, damit einem wieder ein paar positive gedanken durch den kopf gehen.

danke erstmal........
karin

Beitrag von jensecau 04.03.11 - 08:07 Uhr

Hallo Karin,

erstmal möchte ich Dir sagen, dass es mir sehr Leid tut, was Du gerade durchmachen musst.

Ich habe auch schwere Zeiten hinter mir. Einen Platz beim Psychologen zu bekommen war auch für mich unmöglich. Ich habe dann Gespräche beim Diakonischen Werk bekommen können. Das hat mir schon sehr sehr geholfen wieder nach vorne zu schauen. Gibt es so was auch bei Euch?

Mir hat sehr geholfen zu sehen, dass es meinen Kindern gut geht und wie sie mit der Trauer umgehen - total offen, für sie gehört leben und sterben zusammen. Außerdem hilft mir der Gedanke, dass mein Bruder nicht gewollt hätte, dass ich den Rest meines Lebens traurig bin. Er war ein fröhlicher Mensch und daran zu denken - das tut mir gut.

Alles Gute
Claudine

Beitrag von juliasmama 09.03.11 - 19:07 Uhr

Liebe Karin ich weiß genau wie du dich fühlst.

mein Papa lag auch Tage lang im KH weil er fieber hatte und er jetzt nur noch ein strich in der landschaft ist.

Haben ihn im Kh auf dem kopfgestellt kam aber nie etwas bei raus.

Dann ist er mal zu, Urologen gegangen jaaa und nun

Prostatakrebs,diese diagnose hat mich total umgehaun .ich bin den ganzen Tag nur am weinen und denke an mein Papa.
Ich wünsche mir von ganzen herzen das er trozdem noch lange bei uns bleibt.

lg sabrina