Einfach nur schusselig oder krankhaft?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von melly_k 04.03.11 - 09:21 Uhr

Hi Leute,

schon immer, egal wo es steht, egal wie voll, schon immer, seit meine Tochter klein ist, schafft sie es nicht, das Glas, ihren Becher, ihre Tasse oder was auch immer NICHT umzuwerfen.
Es ist wirklich jedesmal der Fall. Egal wo, egal bei wem. Auch wenn man ihr etwas in die Hand gibt um zum Tisch zu tragen (zB. Marmeladenglas) kann ich damit rechnen, dass es auf dem Boden landet...
Zwischendurch dachten wir schon, sie machts mit Absicht. (Macht sie natürlich nicht)
Da wir sowieso mit ihr grad ne schwierige Phase durchmachen (Verdacht auf psychomotorische Anfälle), frage ich mich jetzt, ob das irgendwie zusammen hängt, oder ob sie nur einfach wahnsinnig schusselig ist....

Was meint ihr?
Fällt bei euch auch alles vom Tisch? (Wirklich 9 von 10 mal der Fall!)

LG Melly



Beitrag von melly_k 04.03.11 - 09:22 Uhr

achso, sie ist jetzt 4,5 Jahre alt.
#winke

Beitrag von munirah 04.03.11 - 09:41 Uhr


In dem Alter ist es normal, wenn mal was runterfällt, aber nicht ständig. Wenn es nun doch passiert, können die Ursachen ganz unterschiedlich sein (Sehschwäche, hohe Ablenkbarkeit, Wahrnehmungsprobleme,...). Wenn du von Verdacht auf psychomotorische Anfälle schreibst, seid ihr also sowieso in ärztlicher Behandlung. Da solltet ihr die "Schusseligkeit" dann auch erwähnen!

Beitrag von marathoni 04.03.11 - 10:35 Uhr

Nein, das ist sicherlich nicht normal. Spreche mit deinem Kinderarzt darüber. Ich denke Ergotherapie könnte da weiterhelfen. Ich denke auch dass das eine Wahrnehmungsstörung ist.

Beitrag von clautsches 04.03.11 - 10:42 Uhr

Hallo!

Ich hab hier das andere Extrem zuhause, meinem Sohn (fast 4) ist bisher vielleicht 5x im Leben ein Glas umgekippt.
Er deckt seit gut 2 Jahren den Tisch und hat noch nie (!) etwas fallenlassen.

Jetzt weiß ich natürlich nicht, welches von unseren beiden Kids das "abnormalere" ist.. hab ja sonst keinen Vergleich.
Wenn das aber wirklich ständig passiert, würd ich schon mal mit dem Kinderarzt sprechen.

LG Claudi

Beitrag von sunflower.1976 04.03.11 - 10:46 Uhr

Hallo!

Hm...dass man was runterfällt, ist normal. Allerdings finde ich so eine Häufung schon irgendwie auffällig.
Wart ihr mal beim Augenarzt (der auch auf Kinder spezialisiert ist)?
Wie verhält sie sich sonst beim spielen? Meidet sie bestimmte Tätigkeiten, fasst sie bestimmte Materialien ungern an o.ä.?
Eine Möglichkeit ist auch eine Form der Wahrnehmungsstörung, also dass sie z.B. nicht richtig spürt, wie fest sie etwas anfassen muss bzw. anfasst, damit sie es hochheben/tragen kann.

Besprich das mit dem KiA und lass Dir ggf. eine Überweisung zur Diagnostik in der Ergotherapie geben um eine Wahrnehmunsstörung ausschließen zu lassen. Und wenn doch etwas sein sollte, könnte Deine Tochter rechtzeitig unterstützt werden.

Ob es Zusammenhänge zu den psychomotorischen Anfällen gibt, weiß ich nicht.

LG Silvia

Beitrag von juliet76 04.03.11 - 10:58 Uhr

Hallo Melly,

also ich würde eher sagen, sie leidet unter den Leistungsdruck und möchte es eigentlich schaffen, aber die Angst davor zu versagen hindert sie daran. Versuch ma, das sie das alleine in einem Raum übt, ohne das sie beobachtet wird, vllt. klappt es dann schneller bzw. besser.

Ich denke mal, z.b meine Tochter fällt öfter hin das es ausgerechnet dann passiert wenn sie merkt hier darf es nicht passieren, sowie z. B. ein Kind welches Sprachfehler hat und stottert, es wird dann anfangen zu stottern wenn es merkt darauf wird geachtet oder wenn das Kind aufpasst keine Fehler zu machen.

Lob sie wenn sie etwas macht sie braucht deine Bestätigung am meisten, glaub mir das ist zu bewältigen. Üb mit ihr mit Bausteinen sie wird dadurch geschickter werden.

Viel Glück!!!!