möhrensaft in die flasche?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von .-babylove-. 04.03.11 - 11:11 Uhr

meine tochter ist 10 wochen alt und verweigert seit tagen nach 70 ml die flasche. (sie trinkt eigentlich sonst zwischen 140 und 170 ml). die flasche mischen wir fast immer mit fencheltee an, vom kinderarzt empfohlen wegen verdauung. sie schreit die ganze zeit rum, nimmt die flasche nicht mehr an und wenn ich ihr dann nur den fencheltee pur anbiete, schlingt sie den so runter. danach ist sie ruhig.
habe mit meiner mutter drüber gesprochen und sie meinte, das die kleine vielleicht mal was anderes schmecken will und meine mutter hat insgesamt 4 kinder und möhrensaft bei uns allen ab 6-8 woche (1TL) reingetan.
aber ich lese immer wieder im internet, das es nicht gut sei. aber wieso sollte etwas aufeinmal schlecht sein, was vor jahren viele mütter bei ihren kindern gemacht haben?! wir sind doch alle groß geworden und sind gesund. dann kann es so schlimm doch gar nicht sein oder?! #kratz
die hausmittelchen von früher werden ja heute auch wieder gerne angewendelt. wieso soll dan genau das schlimm sein?!#gruebel

marina mit shirly (10wochen)

Beitrag von marysa1705 04.03.11 - 11:35 Uhr

Hallo,

links oben siehst Du unter Funktionen das Feld "Suche".
Dort gibst Du Möhrensaft und Flasche ein, drückst auf den Button "Los" und schaust, was passiert.
Unter den vorgeschlagenen Antwortmöglichkeiten liest Du Dir am besten diese oder eine ähnliche durch:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=2805314&pid=17753124

LG Sabrina

Beitrag von qrupa 04.03.11 - 11:57 Uhr

Auch für unsere Generation war das alles andere als gesund. Weil du und deine geschwister keinen Sichtbaren Schaden davongetragen haben bedeutet das nciht dass nicht ein haufen anderer davon fiese Spätfolgen (z.B. allergien und Co) davon haben. Und nur weil jeden Tag tausende unangeschnallt im Auto sitzen und trotzdem heil ankommen bedeutet das nicht dass es ungefährlich ist. Zumal Babys nicht mit dem Wissen um Karottensaft geboren werden. Wenn du es unbedingt willst kann dich natürlich keienr davon abhalten Karotte in die Flasche zu tun. Im besten Fall passiert gar nichts. Im schlimmsten Fall hast du in 5,10 oder erst in 20 Jahren ein Kind mit fiesen Allergien. Ein Risiko das ziemlich leicht zu umgehen ist.

Beitrag von berry26 04.03.11 - 13:00 Uhr

Hi,

früher war zum einen die Säuglingsmilch noch nicht so gut entwickelt und da hatte Karottensaft vielleicht sogar noch eine kleine Funktion und zum anderen stimmt es nicht das unsere Generation das alles sooo gut verkraftet hat. Klar sind wir groß geworden, aber einige haben dafür noch heute mit Allergien oder chron. Magen-Darm-Krankheiten zu kämpfen. Diese Leiden sind in den letzten Generationen zu Volkskrankheiten geworden und das nicht umsonst.

Das mit dem anderen Geschmack ist Blödsinn, denn man kann sich nach nichts sehnen das man nicht kennt!

LG

Judith

Beitrag von muehlie 04.03.11 - 21:41 Uhr

Ach, wenn du wüsstest, was Mütter früher so alles mit ihren Kindern gemacht haben, und die meisten haben es trotzdem überlebt. Ich zitiere mal aus Wikipedia zum Thema Babynahrung in der Antike und im Mittelalter:

"Wie in vielen Kulturen galt auch in Europa jahrhundertelang die Muttermilch der ersten Tage (Kolostrum), die ernährungsphysiologisch besonders wertvoll ist, als schlecht und schädlich für den Säugling. Er wurde in den ersten Tagen daher nicht von der Mutter gestillt, sondern erhielt reifere Milch von anderen Frauen, sehr häufig als Ersatz aber auch gesüßten Wein, Honig, Sirup, Butter oder andere Substanzen. Erbrechen des Säuglings in dieser Phase wurde als notwendiger Reinigungsvorgang interpretiert"

Ja, viele Hausmittelchen waren damals gut und sind es heute genauso. Sehr viele Hausmittelchen haben sich aber auch mittlerweile als großer Humbug erwiesen. Und Möhren, so weiß man heute, sind eben nicht das supertolle, leicht verdauliche Allheilmittel für alles.
Ergo: lass es. Wenn die Natur gewollt hätte, dass junge Säuglinge Möhren probieren, hätte sie menschliche Muttermilch mit Möhrengeschmack gemacht.