Wohnungskauf ohne Eigenkapital, was ist realistisch?

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Beitrag von 123mitdabei 04.03.11 - 11:21 Uhr

Hallo!

Wir haben durch Zufall unsere Traumwohnung gefunden, die passende Lage, alles super.
Kostet 137000 Euro.
Wir haben kein Eigenkapital und ein Einkommen von 2400 Euro Netto monatlich + 13. Gehalt + eine Prämie im Jahr von ca. 5000 EUro. Wir haben noch einen Autokredit laufen von 420 Euro monatlich.
Wir haben eine Tochter und erwarten im Juni unser 2. Kind.
Welche monatliche Rate wäre realistisch? Natürlich so niedrig wie möglich. Ist es überhaupt möglich ohne Eigenkapital?

Danke Euch, werden uns natürlich noch richtig informieren, mich würde nur mal Eure Meinung / Erfahrung interessieren.

Liebe Grüße

Beitrag von thea21 04.03.11 - 11:24 Uhr

2400 Euro NETTO, für 4 Personen, 420 Euro Autorate, PLUS ein Hauskauf ohne EK!?

Ist die Frage dein Ernst?

Ich würde mir eher ein Bein abhacken als DAS zu tun!

Beitrag von 123mitdabei 04.03.11 - 11:27 Uhr

Wohnungskauf, nicht Hauskauf.
Wäre meine Frage nicht ernst gemeint, würde ich sie wohl kaum stellen.
Kenne halt Leute, die ein Haus im Wert von 230000 Euro gekauft haben und stämmen das mit weniger Gehalt?!

Beitrag von thea21 04.03.11 - 11:29 Uhr

Das sollte auch nicht heißen stell die Frage nicht, nur wäre das für mich keineswegs eine Vorstellung.

Und sorry, Wohnungskauf, aber Kauf ist Kauf!

Was soll die Wohnung kosten?

Unabhängig von der Tatsache aber, wäre das Geld für mich definitiv der Hinderungsgrund....Das wäre mir zu heiß.

Beitrag von snailshell 04.03.11 - 17:26 Uhr

Wenn ich deine Beiträge lese, muss ich leider oft denken, dass du die Ausgangsthreads nicht richtig liest.

Wieviel die Wohnung kostet, stand dort.

Beitrag von thea21 05.03.11 - 12:28 Uhr

Wow, du machst dir die Mühe dich an meine Beiträge zu erinnern!?

Ich lese also einige/viele Beiträge nicht richtig, weil ich hier mal eine Zahl überlas!?

Der Kern meines Beitrages bleibt allerdings wie er ist.

Von einem FIXeinkommen von gerade Mal 2400 Euro (Kindergeld rechnet man dazu nicht mit ein), ist es einfach hochgradig blauäugig, ohne jegliches Eigenkapital einen Wohnung/oder aber Hauskauf zu tätigen.

Die Kaufnebenkosten, sowie regelmäßig anfallenden Kosten bei Eigentümerversammlungen und daraus resultierenden Beschlüssen (Tausch der Heizanlage ect.) habe ich da noch garnicht mit einberechnet.

Was also, bis auf einen überlesenen Kaufbetrag stimmt nicht an meiner Aussage und ist eine Aussage wie deine Wert?



Beitrag von trine2110 04.03.11 - 11:39 Uhr

Wir haben uns auch eine Eigentumswohnung ohne EK gekauft. Allerdings hatten wir über 3000 € netto und damals keine Kinder. Und dazu kommt, dass mein Mann Beamter ist. Die Wohnung kostete damals 133.000 €.

Die Wohnung haben wir nach nur 5 Jahren wieder verkauft und uns ein Haus gekauft. Auch dieses haben wir ohne EK gekauft. Mittlerweile 3 Kinder. Es geht schon.

Man muss nur die richtige Bank finden. Dazu kommt aber nach wie vor, dass mein Mann Beamter ist. Sein Job ist sicher!

Wir würden uns allerdings nie wieder eine Eigentumswohnung kaufen.
Beispiel: Die Eigentümergemeinschaft beschließt, dass jeder eine Sonderumlage von 1000 € für Heizkosten zahlt, weil die Rücklagen nicht mehr hoch genug waren. 5 Parteien stimmen dafür. Wir als einzige (weil zu dem Zeitpunkt die Wohnung schon so gut wie verkauft war) dagegen. Tja, Arschkarte! Wir mussten 1000 € zahlen.

Alles Gute. Lasst euch das von mehreren Banken durchrechnen.

Trine2110

Beitrag von marion0689 04.03.11 - 11:59 Uhr

Hallo

1. Ihr verdient ja nicht so wenig, wieso habt ihr nichts, aber auch gar nichts angespart, wenn ihr wusstet, dass ihr mal kaufen wollt???

2. Was ist wenn etwas anfällt??

3. Gebe ich Thea vollkommen recht. Ehe ich mit solchen Voraussetzungen etwas kaufen würde, würde ich mir das Bein abhacken.

4. Weist du, die Banken haben genug Geld, den meisten ist es wurst, ob ihr euch ruiniert....

Und JA, natürlich gibt es Familien, die sowas mit weniger durchziehen.
Aber weist du was da meist rauskommt?? Streit, Stress und Existenzängste.

Ich würde es lassen und erstmal etwas ansparen. Denn wer nicht für seine Ziele sparen kann, kann auch keine Wohnung kaufen.

LG

Beitrag von sonne_1975 04.03.11 - 12:22 Uhr

Ist das Kindergeld schon eingerechnet? Wie lange läuft noch das Autokredit? Arbeitest du jetzt und wie wird es sich nach dem 2.Kind ändern?

Wie hoch sind die Kindergartenkosten?

Und wie hoch ist die jetzige Miete?

Warum sind die Raten für das Auto eigentlich so hoch? Kann man nicht ein günstigeres Auto nehmen?

Ich weiss aus dem Kopf keine Pauschalen, die die Banken pro Person rechnen. Denen ist es egal, ob ihr sparsam lebt oder nicht, sie haben ihre Sätze und wenn nach Abzug dieser Pauschalen zu wenig übrig bleibt, geben sie keinen Kredit.

Wie hoch ist das Hausgeld bei dieser Wohnung?

Mit der Prämie könntet ihr entweder Sondertilgungen leisten oder die Umlagen, die die Eigentümerversammlung beschliesst (siehe Beispiel oben). Da wäre wenigstens noch etwas Luft.

Ihr müsst bei den Banken oder Internetrechnern (Interhyp z.B.) nachschauen, wieviel Kredit ihr überhaupt bekommt.

LG Alla

Beitrag von 123mitdabei 04.03.11 - 12:46 Uhr

Danke für die vielen hilfreichen Antworten.
Kindergeld und Elterngeld ist nicht miteingerechnet in den 2400 Euro. Das ist der reine Lohn meines Mannes. Seine Stelle ist sicher!
Kindergartenkosten fallen frühstens in 2 Jahren wieder an, da unsere Große jetzt in die Schule kommt (KEINE Betreuungskosten, da keine Betreuung in Anspruch genommen wird.)
Wir wohnen derzeit im Eigentum meiner Eltern und zahlen 740 Euro inklusive Nebenkosten, Wasser, Heizung für eine 130m2 Wohnung. Ich werde dieses Eigentum (bestehend aus 2 Häusern) gemeinsam mit meinem Bruder erben. Jedoch möchten wir nicht mehr hier wohnen (diverse Grüne; Umfeld, Hauptstrasse etc. pp.).
Ich werde irgendwann wieder auf 400 Euro arbeiten, mehr geht leider nicht (gesundheiltiche Gründe meines 1. Kindes).

Ich kann einfach nicht verstehen, wie so viele mit deutlich weniges Nettoeinkommen sich Wohnungen / Häuser leisten können....

Achso, der Autokredit läuft noch 3 Jahre.

Beitrag von enni12 04.03.11 - 12:50 Uhr

"Ich kann einfach nicht verstehen, wie so viele mit deutlich weniges Nettoeinkommen sich Wohnungen / Häuser leisten können...."

Ich auch nicht. Können sie aber auch nicht wirklich! Schau dir mal an, wie viele Wohnungen und Häuser ständig zur Zwangsversteigerung stehen! Die sind dann von genau diesen Leuten. Und das ist denke ich das schlimmste, was einem passieren kann!

LG

Dani

Beitrag von 123mitdabei 04.03.11 - 12:52 Uhr

Hausgeld beträgt 260 Euro. Was beeinhaltet das eigentlich normalerweise?

Beitrag von sonne_1975 04.03.11 - 13:01 Uhr

Ich denke, es sind Rücklagen und Verwaltung. Zusätzlich kommen noch normale Nebenkosten.

Ich würde zur Bank gehen und nachfragen. Soooo schlecht sieht es bei euch nicht aus.

Mein Mann hat Netto etwas weniger als deiner und wir sparen mein Gehalt komplett (Sondertilgung usw).
Dann haben wir noch ziemlich viel Altersvorsorge, zahlen 800 EUR reine Kreditsumme plus noch Nebenkosten. Und es bleibt noch genug zum Leben, natürlich sehr sparsam, aber es geht gut.

Bei euch wäre es dann sehr ähnlich, nur diese 420 EUR Rate. Aber du wirst bald 300 EUR Elterngeld bekommen und wenn es zu Ende ist, vielleicht ein 400-EUR Job. Und bald ist Kredit aus...

Ich würde also mich bei der Bank erkundigen.

LG Alla

Beitrag von wasteline 04.03.11 - 16:41 Uhr

"Ich denke, es sind Rücklagen und Verwaltung. Zusätzlich kommen noch normale Nebenkosten."

Stimmt nicht. Im Haugeld sind die Nebenkosten, bis auf Strom und event. Wasser, enthalten.

An die TE: an Eurer Stelle würde ich erstmal Eigenkapital ansparen (warum ist das bisher nicht passiert?) und dann über einen Kauf nachdenken.

Beitrag von wasteline 04.03.11 - 19:25 Uhr

ich kaufe ein s bei Hausgeld.;-)

Beitrag von enni12 04.03.11 - 12:25 Uhr

Hallo,

also mit dem Einkommen und Kindern wäre mir das ohne Rücklagen zu riskant.
Ihr seid bald 4 Personen, davon 1 Baby was viele Kosten bedeutet (unter anderem, dass jemand den ganzen Tag zu Hause ist!). Ich versuche mal grob, die Kosten aufzuschlüsseln, die anfallen:

Bei einem angenommenen Zinssatz von 4 % müsste eure monatliche Rate mindestens ca. 570 € betragen dann wäre die Laufzeit allerdings 40 Jahre #schock
Geht man von einer Laufzeit von 25 Jahren aus, wäre die Rate ca. 720 €.

Rate: 720 €
Kredit: 420 €
Nebenkosten (Heizung, Wasser, Strom): mind. 300 €

Das würde bedeuten, dass ihr nur für diese Posten monatlich schon ca. 1500 € ausgebt!!!! Da sind keine Versicherungen dabei, kein Benzin, kein Essen, keine Kleidung, gar nichts!

Rechnet es vorher wirklich gut durch, ob es geht. Ich kann es mir mit den genannten Daten nicht vorstellen.

Macht den Fehler nicht, 13. Gehalt oder Prämien einzurechnen! Zum einen können solche Dinge wegfallen, zum anderen stehen immer mal extra Anschaffungen (kaputte Waschmaschine...) an, für die man diese Polster braucht!

Alles Gute für euch

Dani

Beitrag von wemauchimmer 04.03.11 - 12:55 Uhr

Wenn Ihr eine gute Bonität habt, ist es wohl möglich, mit den etwa 3000€ die Ihr im Monat (mit 13. Gehalt, Prämie + Kindergeld) habt, so etwas zu machen.
Ohne EK sind die Zinsen halt höher. Ihr müsstet versuchen, eine Tilgung von 2-3% hinzubekommen. Dann wären die Risiken und auch die Kreditgesamtkosten einigermaßen ok.

Brauchen tut Ihr ca. 150.000€ (wg. Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar, Makler). Wenn Ihr dafür eine Bank findet und das mit den 2-3% hinkriegt, wärt Ihr bei einer Rate von circa 900€ im Monat. Müßt halt überlegen, ob das machbar ist.

Ganz entscheidend ist aber, ob die Wohnung auch mit Kind Nr. 2 auf lange Sicht ausreichend ist. Denn bei einem Verkauf legst Du fast sicher drauf, schon allein wegen der Erwerbsnebenkosten).

Persönlich würde ich es nicht machen, zum einen nicht ohne Eigenkapital wegen den höheren Zinsen und Risiken, zum anderen weil ich langfristig nicht mit Familie in einer Wohnung sein wollte. Es läuft voraussichtlich doch so: Nach ein paar Jahren habt Ihr die Schulden im Griff und es entsteht der Wunsch nach mehr Platz. Dann doch lieber gleich ein Objekt "auf Zuwachs" kaufen, kommt unterm Strich günstiger.
Ich halte es aber im Ggs zu anderen hier nicht für kompletten Wahnsinn und würde es auch nicht vorziehen, mir stattdessen ein Bein abzuhacken.

Beitrag von mary31 04.03.11 - 12:57 Uhr

Hi,

auch das Kaufen einer Wohnung kostet Geld (Notar, Makler, Grunderwerbssteuer etc., Renovierungen, Raparaturen), habt ihr das auch einkalkuliert? Da sind auch schnell mal mehrere tausend Euro zusammen...und man weiß nie was einen erwartet, wenn man erstmal eingezogen ist.

Bekannte von uns haben ein uraltes Reihenhaus gekauft, auch ohne Eigenkapital, auf "Mietniveau", wie sie sagen.

Miete muß man ja schließlich auch zahlen (können!), vielleicht erstmal durchkalkulieren.

Und habt ihre beide einen sicheren Job? Wenn ihr das 2. Kind bekommt, fällt vielleicht auch bald ein Verdienst weg (und Elterngeld ist auch schnell vorbei...).

Viel Glück!

LG Mary

Beitrag von lisasimpson 04.03.11 - 14:01 Uhr

ihr habt es in den ketzten- sagen wir mal 5 jahren- nicht geschafft genug kapital für ein auto anzuschaffen, ihr habt ein zur verfügung stehendes gehalt von UNTER 2000€ (wenn man die autorate abzieht)-
wie alt ist die wohnung? welceh kosten kommen auf euch zu ?
wann beschließt die eigentümergemeinschaft die heizungsanlage zu reapreiren ,das dach neu machen zu lassen, die fassade zu streichen, das treppengeländer zu erneuern usw?
Alle anfallenden reparaturen IN der wohnung und am haus müßt ihr tragen (am haus anteilig), d.h. neben der rate müßt ihr auf jeden fall kapital ansparen um diese kosten zu denkcen, wen nsie anfallen (und das weiß man manchmal nicht so genau wann)
selsbt wenn also eine bank mitmacht und euch über 100% finanziert (oder habt ihr das kapital für notargebürhen, umzug usw.?) dann wäre eien niedirge ragte etwa 750€- über 30!!!! Jahre lang.
in 30 jahren fallen aber schon sooo viele reaparaturen und neuanschaffungen an- daß ihr also mindestens!! nochmal 250€ im Monat zurücklegen müßt.
Nebenkosten sind auch zu berechnen, außerdem alle andern fixkosten (lebensversicherung z.B. um das darlehen abzusichern, alle andern versicherungen, autounterhalt, usw..) also bleiben euch am ende vielleicht 500-600€ zum leben und das 30 jahre lang??

nee, im leben nicht-
wenn ich mich zwischen theas "bein abhacken" und eurer mkauf entscheiden müßte, wüßt ich so auf anhieb nicht, was mir lieber wäre

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 04.03.11 - 15:18 Uhr

Für die Rücklagen ist zum großen Teil das Hausgeld von 260 EUR da. Und da es nur ein Gehalt ist, steht es ihr frei noch zu arbeiten. Wären es beide Gehälter zusammen, würde es viel enger aussehen. Zudem ist der Autokredit in 3 Jahren weg. Und ich hoffe, dass das Auto noch ein paar Jahre danach hält.:-)

Wie gesagt, wir leben von ähnlich viel/wenig Geld, allerdings machen wir Sondertilgungen jedes Jahr, d.h. theoretisch, wenn es ganz ganz eng wäre, müssten wir es nicht (fast 9000 EUR).

Beitrag von lisasimpson 04.03.11 - 16:28 Uhr

da war ich mit meinen 250€ doch ganz gut in der rechnung.
dann nochmal 300€ nebenkosten und du bist bei 1300€ nur für wohnen.
das wäre mir bei 2400€ einkommen definitiv zu viel-
dann die autorate, versicehrungen, kindergartenbeiträge, auto-unterhalt, lebenshaltung und das für 30 jahre-
kein private vorsoge, keine ansparungen, kein urlaub nichts ist da drin.

das wäre mir echt nichts- aber ich bin da auch sehr auf sicehrheit aus:)

lisasimpson

Beitrag von sonne_1975 04.03.11 - 17:01 Uhr

Vergiss nicht, dass sie jetzt nicht arbeitet. Ich glaube nicht, dass sie die nächsten 30 Jahre zu Hause bleibt. Und auch 400 EUR können die Situation schon um einiges entspannen.

Beitrag von smartysandra 04.03.11 - 15:33 Uhr

ich glaube, der schuss geht nach hinten los. ohne eigenkapital - NO GO!
lg sandra

Beitrag von celi98 04.03.11 - 19:41 Uhr

hallo,

ich glaube kaum, dass ihr eine bank findet, die euch ein seriöses angebot ohne eigenkapital macht, auch wenn dei montalichen raten passen sollten. wir haben gerade eine finazierung gemacht und bekommen 85%, aber auch nur weil ich beamtin bin, 80% sind die regel.

lg sonja

Beitrag von sonne_1975 04.03.11 - 20:40 Uhr

Es gibt genug Banken, die 100% finanzieren, die Bonität muss halt stimmen.

LG Alla