2,5 jähriger und 2. Baby

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von alicedisco 04.03.11 - 12:37 Uhr

Hallo

Ich muss mir heute mal meine Sorgen von der Seele schreiben und hoffe natürlich auch, den einen oder anderen Tipp zu bekommen...

Die Ausgangssituation steht ja schon im Betreff. Mein erster Sohn ist gute 2,5 Jahre alt, mein zweiter nun 6 Wochen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, wie stressig es mit zwei Kindern mit diesem Altersabstand sein kann. Es gibt Tage, da geht es, aber es gibt eben auch Tage, wie gestern, die hauen mich ganz einfach um und ich frage mich: Wie soll man das schaffen? Und macht das noch Spass? Wie zum Beispiel gestern... Wir waren, nachdem wir uns schon auf dem Rückweg von der Tagespflege "gestritten" haben ("Ich will ein Brötchen" "Nein! Ich will kein Brötchen" Ich will dies, ich will das, doch nicht, ich konnte nichts richtig machen...) waren wir endlich zuhause angekommen und ich versuche, dem einen etwas vorzulesen, während ich den anderen stille. Da beisst der Große dem Kleinen in den Kopf, tut so, als würde er ihn küssen, und der Kleine schreit wie noch nie. Eine halbe Stunde lang wie am Spiess! Mann konnte die Bissstelle noch am Abend sehen... Ich musste dann natürlich den Kleinen beruhigen, aber der Große war auch aufgebracht, aber ich konnte mich nicht um ihn kümmern. Er hat dann natürlich wieder geärgert und so weiter und so fort...
In solchen Situationen tue ich mir nicht nur selber leid, ich habe vor allem Angst, keine gute Mutter zu sein, mache mir Vorwürfe, weil ich nicht immer den Bedürfnissen beider Kinder gerecht werden kann. Das das normal ist, weiß ich. Trotzdem tut es mir in der Seele weh. Was mir allerdings am meisten zu schaffen macht, ist, dass ich in Situationen, in denen mein "Großer" (er ist doch noch so klein) mal wieder seine Grenzen austestet oder bockig ist, manchmal die Nerven verliere und rummecker, manchmal sogar richtig laut. Am Ende solcher Szenen mecker ich dann wegen jeder Kleinigkeit, weil ich so genervt bin. Ich kann mich dann selber nicht ausstehen, und mache mir hinterher solche Vorwürfe! Wie zum Beispiel heute morgen... Unser Kinderwagen wurde geklaut (sowas dann auch noch!), das Auto sprang, als endlich beide Kinder verstaut waren, nicht an (war ja klar) und wir dann irgendwann zu Fuß los. Mein Sohn war total bockig und ich hab ihn schon wieder angemeckert. Der Weg hat, obwohl er gar nicht so lang ist, über eine Stunde gedauert. Zwischendurch wollte er nicht mehr laufen und wollte auf den Arm. Aber da war ja schon das Baby... Das natürlich auch irgendwann geweint hat. ...
Jetzt sitze ich hier und heule und denke SCHEISSE! Ich werde doch gar keinem gerecht! Komme mir doof vor, denn bisher habe ich alles in meinem Leben gewuppt, war nie überfordert und jetzt das! Und mein Großer tut mir so leid... Ich weiß ja, dass er eifersüchtig ist, und würde ihm gerne viel mehr Nähe und Wärme geben und ihm immer eine gute Mutter sein. Aber ich schaffs irgendwie zwischendurch nicht. Zum Glück kompensiert mein Mann, wenn er denn da ist (arbeitet viel) sehr viel. Mittlerweile bin ich schon manchmal eifersüchtig. Das tut auch weh....

Oh man, der Text ist länger geworden, als geplant, ich hab einfach alles runtergeschrieben. Ich werde es mir jetzt auch nicht nochmal durchlesen, denn so ist es echt, und hoffe auf ein paar Antworten.

Danke und liebe Grüße*

Beitrag von jujo79 04.03.11 - 12:49 Uhr

Hallo!
Erstmal Kopf hoch und fest gedrückt #liebdrueck!
Diese blöde Zeit geht auch wieder vorbei. Und du sagst ja selbst auch, dass es zwischendurch auch schön ist.
Für deinen "Großen" ist es eben eine große Umgewöhnung, dass er nun deine Aufmerksamkeit mit seinem Geschwisterchen teilen muss. Und dann kommt eben noch dazu, dass er anscheinend ohnehin gerade gerne seine Grenzen austestet und vielleicht auch merkt, dass du oftmals nicht so recht weißt, wie du mit ihm umgehen sollst.
Meine Kinder sind auch ungefähr so wie deine auseinander und ich fand die Umstellung am Anfang auch echt hart. Mein Sohn war zwar nie gemein zu seiner kleinen Schwester, aber dafür zu mir. Eine Zeit lang hat er mich richtig abgelehnt, weil er anscheinend dachte, dass ich nur noch für die Kleine da bin. Mittlerweile sind diese Anfangsprobleme vorbei und es ist meistens richtig super mit den beiden. Sie sind jetzt schon 2 1/2 Jahre und 4 1/2 Jahre alt. Sie sind so froh, sich zu haben. Und so wird es bei deinen 2en auch bald sein.
Vielleicht schaffst du es zwischendurch mal, mit dem "Großen" etwas allein zu unternehmen. Er wird das sicher sehr genießen und euer Verhältnis entspannt sich dadurch sicher auch wieder.
Guck dir mal deine beiden Süßen an - die sind doch toll und einfach nur liebenswert, trotz des Stresses, den du gerade hast!
Liebe Grüße JUJO

Beitrag von emilylucy05 04.03.11 - 12:53 Uhr

#liebdrueck

Willkommen in Club. Meine beiden sind 26 Monate auseinander und weniger hätt es auch nicht sein dürfen. Der große wußte die zeit auszunutzen wenn ich seine Schwester wickeln oder füttern mußte - natürlich mit Blödsinn. Er hat sie auch ein paarmal gebissen und gehauen. Warte mal ab. Dein Baby ist erst 6 wochen alt und ich fand die zeit auch unheimlich schwierig. Seit unsere Tochter anfing zu krabbeln hat sich das ganz stark geändert. die beiden toben seitdem wild mit einander.
Du bist bestimmt eine gute Mutter aber jeder hat grenzen. Ich fand es auch ungerecht als ich meinem Sohn immer sagen mußte ich kann nicht wegen seiner SChwester. Ich versuche ihn soviel wie möglich mit einzubeziehen das er mir dabei "hilft". Ich hatte auch meine Meckerphasen. Hab dann einfach immer wieder versucht das er mir hilft egal bei was damit ich zeit mit ihm habe und wenn wir nur zusammen gekocht haben. Seit mein Sohn in den KiGa geht versuch ich den nchmittag für ihn zu haben. Auch darf er abends etwas länger aufbleiben damit er auch noch zeit alleine mit uns hat und nicht nur in verbindung mit der Schwester.

LG emilylucy

Beitrag von sabine7676 04.03.11 - 13:04 Uhr

hallo,

also ich hab nur ein kind und bin an manchen tagen sehr genervt. vor allem momentan. erst die kleine krank, dann mein mann, dann ich und jetzt wieder die kleine. noch dazu hat sie eine extrem nervende phase seit einiger zeit. ich kann ihr auch nichts recht machen und sie provoziert mich die ganze zeit. schlägt mit dem fuß nach der katze, geht an die schränke die nicht erlaubt sind, alles nur um aufmerksamkeit zu bekommen. ihre spielsachen schaut sie gar nicht mehr an, nur alles "verbotene". wo ist mein kleiner engel?
ist es wirklich so, daß das alter zwischen 2 und 3 jahren am anstrengendsten ist?
also kopf hoch, du bist bestimmt eine tolle mama, sonst würdest du dir keine gedanken darüber machen. ich bewundere alle, die zwei so kleine kinder "managen".
es wird wieder besser!!!

vlg

Beitrag von alicedisco 04.03.11 - 13:09 Uhr

Danke für die Antworten... Ich frage mich vor allen Dingen; Wieviel meckern ist erlaubt? Wieviel meckern ist normal? Neulich, als mein Sohn es sich zum Spass gemacht hat, den Kleinen immmer aufzuwecken, wenn er grad, endlich geschlafen hat, bin ich sogar handgreiflich geworden und hab ihn am Arm aus dem Zimmer gezogen. Es hat bestimmt nicht doll weh getan, aber ein bißchen, ich sollte pusten, vor allem im Herzen tat es sicher weh... Darf man sowas??

Beitrag von amadeus08 04.03.11 - 13:31 Uhr

ja!!! Wenn die Erziehung an sich liebevoll ist, dann darf Dein Großer auch mitbekommen, wie es Dir geht, also Du darfst auch mal "sauer" sein, ein bisschen mehr meckern oder ihn aus dem Zimmer ziehen. Wichtig ist doch, dass er merkt, dass Du ihn lieb hast und ich denke das zeigst Du ihm auch, so wie Du es beschrieben hast. Es ist sicher eine anstrengende Zeit und Du kannst nicht immer perfekt funktionieren. Versuch, dass es im Rahmen bleibt und sei so wie Du bist, dann machst Du alles gut!

An sich wundere ich mich nur immer (das ist jetzt keine persönliche Kritik, bitte nicht so auffassen, ist nicht böse gemeint!), wieviele in dem Altersabstand oder sogar wenn das erste Kind noch unter zwei Jahre ist, schon wieder Nachwuchs bekommen, wo doch eigentlich soviele beschreiben, wie die Kinder zwischen zwei und drei sind, mit vielen Trotzphasen etc. und wie schwierig das dann mit zwei Kindern ist.
Aber klar, irgendwann kommt der Wunsch nach dem Zweiten.

Beitrag von alicedisco 04.03.11 - 13:33 Uhr

Es war nicht geplant und wie ein Wunder... Soviel dazu ;) Liebe Grüße udn Danke Dir!

Beitrag von deenchen 04.03.11 - 14:15 Uhr

Ach ja, ich verstehe dich nur zu gut! Meine große Tochter ist jetzt 25 Monate alt und die kleine 3 Monate. An manchen Tagen könnte ich auch nur verzweifeln und mecker mit der Großen nur rum. Vorallem bekomme ich Angst wenn ich lese was mir mit ihr noch alles blüht, sie steckt ja erst am Anfang ihrer "Trotzkarriere".

Ich versuche mir immer oft zu sagen, dass das alles nur jetzt so schlimm ist und mit der Zeit besser wird. Die Kinder werden älter und irgendwann werd ich mir noch wünschen meine Mädels mal öfter zu Gesicht zu bekommen! Irgendwie hilft das bei mir tatsächlich manchmal. :-)

Beitrag von vreni1978 04.03.11 - 14:26 Uhr

'Wenn ich das lese, dann bin ich froh das ich das hinter mir habe.
#liebdrueckAber ja, es war bei uns sogar noch was schwieriger, denn meine beiden sind nur 21 Monate auseinander, also war der "Große" gerade mal 1 Jahr und 9 monate alt als sein Brüderchen kam.
Das war zwar irgendwo geplant, aber so schnell nun auch wieder nicht,#schock hätte auch gerne 2,5 Jahre unterschied gehabt aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Das erste Jahr mit zwei Kindern war unheimlich anstrengend, ja ich bin oft abends wenn die Kinder im Bett waren nur noch in mein eigenes gefallen und habe geschlafen.#gaehn Ja, ich war fix und fertig mit den Nerven und habe mich oft gefragt warum ich denn zwei Kinder wollte, wie konnte ich mir das nur antun??? Oft mußte einer von beiden zurückstecken, ja auch manchmal das Baby, weil gerade der andere ja auch noch gewickelt oder sonst was mußte.

Heute, Cedrik ist nun 3 jahre und 4 Monate und Marco ist 19 Monate alt, da haben die beiden sich so lieb, spielen jeden Tag immer schöner miteinander und der Kleine guckt bei seinem Bruder so viel ab, das ist toll.
Klar gibt es noch anstrengende Tage, aber jetzt sehe ich das es sich gelohnt hat. Und vielleicht tun wir uns das ganze noch einmal an, wir überlegen noch, aber man weiß ja nie....

LG Vreni

Beitrag von ekieh1977 04.03.11 - 16:37 Uhr

Huhu!
Glaube mir, diese Phase geht definitiv vorbei. Euer Alltag wird sich einspielen und mit der Routine kommt auch wieder mehr Zufriedenheit in euer Leben.

Dein Großer ist eifersüchtig und testet seine Grenzen, das ist vollkommen normal.
Ich würde anstelle von Vorlesen während des Stillens lieber auf eine CD oder Kassette zurückgreifen. Mach deinem Großen auch ein leckeres Getränk oder eine Schale mit Knabbereien und dann zieht ihr 3 euch aufs Sof zurück. Du kann deinen Kleinen entspannter Stillen wenn du kein Buch in einer Hand hast und kann deinen Großen vielleicht einfch umarmen oder er kuschelt sich an deine Seite.

Laß ihn dir bei der Vorsorgung des Babys helfen (Pampers beim Wickeln anreichen oder die Creme, den frischen Pulli oder so).

Und richte feste Zeiten ein, wann du nur Zeit für deinen Großen hast und das Baby bewusst "abgibst" an deinen Mann oder Oma und Opa oder wer auch sonst vielleicht Hilfe für euch anbietet!.

LG
Heike