Warum bleiben so viele Frauen mit "Idioten" zusammen???

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von justagirl22 04.03.11 - 12:41 Uhr

Hi,

ich hab ja jetzt hier schon einige Beiträge von Frauen gelesen, die schreiben, dass sie von ihren Partnern schlecht behandelt werden oder sich die Partner nicht für sie interessieren. Diese Frauen sind total unglücklich und bleiben doch mit diesen "Idioten" zusammen.
Ja manche erwarten sogar geplante Kinder von solchen Männern. Denkt ihr, dass sich diese Männer dann ändern, wenn das Kind erstmal da ist?

Das soll kein Angriff sein, nur ich verstehe es einfach nicht. #kratz
Wenn mein Freund mich so behandeln würde wie die Männer von den Frauen, die hier berichten, dann wäre er die längste Zeit mein Freund gewesen. So viel Stolz sollte man als Frau doch haben!

LG

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 12:42 Uhr

Die Angst, für immer allein zu bleiben, ist gross.

Beitrag von familyportrait 04.03.11 - 12:49 Uhr

Glaube ich nicht.

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 12:56 Uhr

Nicht pauschal. Aber bei so manchen.

Doch, das glaube ich.

Von einigen weiss ich es auch genau.

Und hey, mein Mann sagte zu mir: Was denkst denn du, wer dich mit den Kindern noch nimmt? Willst du da nicht lieber bei mir bleiben, als für immer allein zu sein?

Zur Info: Ich bin nicht dumm, ich bin nicht hässlich, ich bin nicht uralt (nur ein wenig).
Aber ich habe Kinder.
Er war ernsthaft der Meinung, damit sei ich "unvermittelbar".

Ich bin dann bald gegangen. Aber ein Jahr hab ich dennoch gebraucht.

Und mir ist es dann jetzt auch egal, ob ich noch "zu vermitteln" bin.

"Ich stehe meine Frau". Oder wie sagt frau?:-D

Beitrag von familyportrait 04.03.11 - 13:08 Uhr

Bei mir wäre das der letzte Grund, nicht zu gehen. Mehr "Angst" hätte ich davor, alle anstrengenden Phasen meiner Kinder allein durchstehen zu müssen ;-)

Beitrag von cinderella2008 04.03.11 - 13:28 Uhr

Glaub mir, gerade die anstrengenden Phasen der Kinder können um einiges leichter sein, wenn man KEINEN Partner an der Seite hat, der einen auch noch nervt, eben ein "Idiot" ist, wie TE so schön geschrieben hat.;-)

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 13:31 Uhr

Abgesehen davon, dass mein Noch-Mann kein IDIOT ist, hast du vollkommen recht.
:-)
Allein ist es gut. Finde ich. Denn da weiss ich, dass ich die Verantwortung tatsächlich allein trage. Und muss die Teilung dieser jenigen nicht ständig und immer wieder einfordern.

Beitrag von rosenrot1974 04.03.11 - 12:58 Uhr

Da man in der Regel von sich auf andere schliesst...

Gilt dies wohl am ehesten für die, die diese Aussage traf.

Mir käme das nicht in den Sinn so zu argumentieren...

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 13:00 Uhr

Falsch gedacht.

Meines ist die Erfahrung aus meinem Beruf heraus.

Ich bin nicht geblieben. Ich bin gegangen. :-)

Beitrag von justagirl22 04.03.11 - 12:58 Uhr

Die Vorstellung in einer Beziehung zu leben, in der ich unglücklich bin finde ich persönlich schlimmer als alleine zu bleiben.

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 13:00 Uhr

Dito.

Deshalb: Gehen, bevor man es bereut, zu lange geblieben zu sein.

Aber Nachdenken, bevor man geht, ist auch gut. Wichtig. :-)

Beitrag von seelenspiegel 04.03.11 - 13:20 Uhr

Also lieber aus den falschen Gründen mit jemandem zusammen als aus den richtigen alleine??

Nene....nich´ mit mir !!

Ich ging immer davon aus, dass mit zunehmender Anzahl der Kerze auf der Torte, die Ansprüche eher steigen, weil man nicht nur wie in jungen Jahren weiss was man will, sondern weil durch die gewonnene Erfahrung der Apsekt: "ich weiss nun sogar was ich NICHT will" dazugekommen ist.

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 13:25 Uhr

sagt mal, das ist nicht MEINE Meinung.

Das ist meine ERFAHRUNG.

Also. Da besteht ein grosser Unterschied. Wie gesagt, ich bin beizeiten gegangen.
Aber viele Frauen machen das so. Und das ist eine Tatsache.

Beitrag von armyofme 04.03.11 - 13:26 Uhr

vorrangig berufliche Erfahrung, meine ich.
:-)

Beitrag von hmmm... 04.03.11 - 12:49 Uhr

Hallo!

Ich denke, es schreiben hier sehr viele Frauen aus ihrer ersten Wut heraus. Da wird bestimmt auch mal übertrieben...

Falls es nicht so ist, dann habe ich dafür auch kein Verständnis...

Beitrag von miriamama 04.03.11 - 12:49 Uhr

HI!


Ich bin leider eine von diesen Frauen. Wir sind seit 2 Jahren verheiratet und wir haben eine Tochter von 2 1/2 Jahren. Leider KANN ich nicht so einfach ausziehen. Wir haben Hund, Katzen usw und ich alleine kann es mir garnicht leisten. Auch wenn ich gehen würde, ich hätte NIX! Alles hat mein Mann bezahlt, wirklich alles.

Ich will mein Abi ab Ende des Jahres nachholen, dass kann ich mir garnicht alleine leisten. Es wurde alles auf meinem Mann aufgebaut! Ohne ihn, muss ich komplett bei 0 anfangen.

Gut, dass kann man ja auch anders klären, aber auch die Angst alleine zu sein ist riesig. Ich kann mir ein Leben alleine mit meinem Kind garnicht vorstellen. Gut, ich bin jetzt auch schon so gut wie alleinerziehend, da mein Mann viel arbeitet und nebenbei noch zur Meisterschule geht, aber dennoch... er wäre etwas völlig anderes.

Alerdings, wenn mir jemand 30000 € (mal als Beispiel) schenken würde, würde ich hier sofort ausziehen! So könnte ich mein Abi finanzieren und noch andere Dinge erledigen.

Aber so einfach ist das leider nicht...

LG! Miriam

Beitrag von cinderella2008 04.03.11 - 13:30 Uhr

Gerade das ist das Problem, dass sich viele Frauen dermaßen finanziell von ihrem Partner abhängig machen. Ich finde das ganz schlimm.:-(

Beitrag von miriamama 04.03.11 - 13:53 Uhr

HI!!


Ich bin leider so naiv und dämlich gewesen...

Ich würde es auch nicht wieder machen, aber irgendwie glaube ich mittlerweile, dass ich mich wohl immer wieder in solche Situationen bringen werde... Liegt wohl in den Genen. ;-)

Nein, dass war jetzt natürlich Schwachsinn. Ich hoffe sehr, dass ich aus diesem RIESEN Fehler gelernt habe und es nicht wieder passieren wird.

Liebe Grüße!

Beitrag von falkster 04.03.11 - 16:48 Uhr

Das ist nicht per se schlimm. Im Gegenteil.

Wenn der Mann sich darauf konzentrieren kann das nötige Kleingeld ranzuschaffen, weil er weiss, dass zuhause in guten Händen ist, dann ict das eine sehr gute Aufgabenteilung, solange beide das wollen.
Die Kinderbetreuung ist in so einem Fall z.B. auch gesichert ohne staatliche Hilfen in Anspruch nehmen zu müssen. Überhaupt der Haushalt wäre gut organisiert.

Hinter jedem starken Mann steht nun mal eine starke Frau. der Spruch kommt nicht von ungefähr.

Wie gesagt. es muss von beiden gewollt sein und viel wichtiger, der Mann muss seiner Frau auch die nötige Wertschätzung zukommen lassen, für das was sie da leistet, denn meist ist der Job zuhause noch anstrengender als der im Büro...

Also man kann in so einer Kombination durchaus eine harmonische und gleichberechtigte Beziehung führen.

Ist aber zugegebenermassen nicht ohne eine gewisse Grundeinstellung möglich. Und eben die fehlt vielen Leuten...
Schade.

Beitrag von miriamama 04.03.11 - 17:35 Uhr

Ja, dass stimmt vollkommen!

So hatten wir uns das auch gedacht. Ich zu Hause, er geht arbeiten. Ich kümmere mich hier um alles. Haushalt, Finanzen usw (wir leben übrigens ohne jegliche staatliche Hilfen).

Aber leider bekomme ich kaum die Wertschätzung, die ich gerne hätte. Eigentlich würde es hier super klappen, wenn mein Mann nicht so tierisch überfordert wäre. Er ist total depressiv und will sich absolut nicht helfen lassen. Auch eine Paarberatung kommt für ihn überhaupt nicht in Frage.

Auch, dass ich total uninteressant für ihn geworden bin und er so rücksichts- und respektlos geworden ist, macht es hier zu einem Käfig für mich.

Ich würde sonst gerne so leben. Ich mag diesen "Stil" total. Deswegen muss ich ja aber noch lange nicht verdummen. Ich werde wohl zum Ende des Jahres trotzdem mein Abi machen...

Beitrag von rosenrot1974 04.03.11 - 12:55 Uhr

Meinen hätten (und haben?!) phasenweise auch viele Menschen wohl einen "Idioten" genannt... Und ja: Sein Verhalten mir gegenüber war nicht immer das was man als richtig bezeichnen würde...

Warum ich dennoch bei ihm geblieben bin?!

Weil ich ihn wie eine Wahnsinnige liebe, mich zu ihm hingezogen fühlte stärker als Eisen zu einem Magneten... Weil es mich schier euphorisiert hat bei ihm zu sein... Weil ich wahnsinnig gerne mit ihm geschlafen habe (und schlafe)... Weil ich ihn in seiner Erscheinung und seinem Auftreten einfach sexy und wahnsinnig anziehend finde... Weil er in meinen Augen einfach TOLL ist!

Frau muss nur wissen was sie will!

Hin und wieder habe ich stark überlegt, ob die Beziehung zu ihm mir auf Dauer gut tun kann... Von Zeit zu Zeit habe ich diese Frage mit "nein" beantwortet... Allerdings war ich nie länger bereit auf diese Leidenschaft zu verzichten, die er in mir auslöste! Das sind Gefühle, die sind mit Gold nicht zu bezahlen!

Was ist in Deinen Augen Lebensqualität!?

Heute haben wir eine Tochter. Unser Leben ist ruhiger geworden und das ist (wegen unserem kleinen Engel) auch gut so. Er hat sich (seit ihr) SEHR zum positiven geändert... Vieles von dem, was er früher tat, ist Heute kein Thema (kein fremdgehen, kein schlagen)...

Und weisst Du was?! Nenn mich verrückt... Aber ein wenig vermisse ich diese Leidenschaft! #verliebt

Aber ich weiss, dass es gut so ist! Ich habe mit unserem kleinen Engel wohl auch nicht mehr die Zeit tagelang heulend auf dem Sofa zu liegen...#gruebel.

Wer sagt Dir, dass eine gute Partnerschaft immer gut bleibt?

Einmal doof, immer doof?? Einmal nett, immer nett??? Wohl eher nicht!

Menschen ändern sich, wenn es einen Grund dazu gibt!

Und dennoch: NIE-NIE-NIE will ich auf diese Leidenschaftlichkeit der ersten Jahre verzichten! Auch wenn sie teilweise schmerzhaft waren...

Wenn gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten...

Dann gilt ebenso: Wo Schatten ist, ist auch Licht...

Rosenrot

Beitrag von justagirl22 04.03.11 - 13:07 Uhr

Hi,

es gibt bestimmt keine perfekten Beziehungen und auch bei uns ist nicht immer alles Sonnenschein.
Aber wenn manche hier schreiben, dass sie vom eigenen Partner völlig ignoriert werden, dann frag ich mich doch was solche Frauen in so einer Beziehung hält.
Meine Ehe war damals genauso...vor der Hochzeit alles super und er hat sich wahnsinnig um mich bemüht. Als wir dann verheiratet waren, war er sich seiner Sache wohl zu sicher und er behandelte mich als wäre ich gar nicht da. Saß nur noch vor dem PC und hat auch aus sich nichts mehr gemacht.
Ich habe ihm die Chance gegeben sich zu ändern...Er hat sie nicht genutzt und ich bin ausgezogen. Ich war arbeitslos, hatte kein Geld und hab es trotzdem geschafft.

Beitrag von stubi 04.03.11 - 14:49 Uhr

Meine beste Freundin hat mich 5min vor der Trauung noch angefleht, mir es zu überlegen, ob ich diesen Mann wirklich heiraten möchte. Der restliche Freundeskreis hat uns kein Jahr gegeben und wir wären wieder getrennt. Tja, 18 Jahre sind wir nun zusammen.

Ok, mein Mann war und ist nie handgreiflich geworden, aber umgangssprachlich würden ihn viele als groben Holzklotz bezeichnen. Romantik kennt er nur vom Wort her. Und trotzdem ist er ein liebevoller Ehemann und ein wunderbarer Vater. Seine Familie steht an erster Stelle und er würde sie mit seinem eigenen Leben verteitigen, wenns sein müsste. Zwischen uns kann es die wildesten Gewitter geben, aber auch wunderschöne Versöhnungen und sehr lange ruhige Phasen.

Nur wer ihn wirklich kennt bzw. kennenlernen möchte, weiß, wie er wirklich ist. Und das wissen nur wenige Leute wirklich und die würden für ihn durchs Feuer gehen. Seine erste Art, auf Menschen zuzugehen oder mit ihnen umzugehen, ist teils sehr abschreckend.

Beitrag von nele27 04.03.11 - 14:52 Uhr

***Vieles von dem, was er früher tat, ist Heute kein Thema (kein fremdgehen, kein schlagen)... ***

Hab ich das richtig verstanden, er hat Dich betrogen und geschlagen?? #schock

Also ich bin ja schon der Meinung, dass es keine Beziehung gibt ohne auch mal schlechte Phasen, mal Zeiten wo man einstecken muss. ABER DOCH NICHT SO #schock

Habt Ihr das aufgearbeitet oder hast Du das einfach mit Dir machen lassen und er hatte keine Konsequenzen davon?

LG, Nele

Beitrag von lagefrau78 04.03.11 - 17:29 Uhr

"Hab ich das richtig verstanden, er hat Dich betrogen und geschlagen??"

Das habe ich mich auch gefragt. Da ist bei mir persönlich der Ofen aus. Fremdgehen mag man noch verzeihen - Schlagen never ever.

Nennt mich intolerant: So etwas kann und will ich nicht verstehen. Hat für mich auch nix mit Leidenschaft zu tun.