3 Jähriger will nicht in den Spielkreis

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von liamitis 04.03.11 - 12:51 Uhr

Moin Moin

Vielleicht bekomme ich ja hier ein paar Tips oder Denkanstöße.

Mein jüngster Sohn (3) geht seit letzten August in den Spielkreis in unserer Gemeinde. Kindergarten fängt leider erst im August an.

Der Spielkreis findet 3 mal die Woche für je 2,5 Stunden statt. Bis kurz vor Weihnachten klappte alles super. Er fragt jeden Morgen ob er spielen gehen kann.
Seit dem von einem Tag auf den anderen is es damit aber vorbei. Angeblich ist nichts vorgefallen aber er wehrt sich jeden Tag.

Das ganze gipfelte dann heute Morgen. Fing mit Geschrei schon um 7 an. Ich hab ihn dann im wahrsten Sinn des Wortes hingeschleppt aber bekam ihn nichmal ausgezogen so hat er geweint:-(

Ich hab ihn dann wieder mit nach Hause genommen.

Ich bin grade frisch von seinem Vater getrennt und ein Umzug steht an. Ich bin echt am überlegen ihn abzumelden und bis August zu warten und einen neuen Anfang im Kiga zu starten. Fast 3 Monate Kampf sind für meine Begriffe erstmal genug.

Mensch was mach ich denn jetzt?

Liebe Grüße
Liamitis

Beitrag von nudelmaus27 04.03.11 - 12:57 Uhr

Hallo!

Meine erste Frage dazu wäre; ist er dort im Spielkreis ohne dich? Wenn ja wundert mich seine Reaktion überhaupt nicht!

Ihm wurde gerade erst die Familie "weggenommen", so ein Kind hat viel feinere Sensoren wenn sich Eltern trennen, er hat sicherlich Verlustängste und will nicht auch noch dich verlieren.

Vielleicht guckst du, dass du zusammen mit ihm wohin gehst oder gehst dahin mit und versuchst Schritt für Schritt ihn wieder allein da zu lassen.

Für Kinder ist so eine Trennung furchtbar und muss erstmal verarbeitet werden.

Alles Gute,
Nudelmaus

Beitrag von vollmond73 04.03.11 - 12:58 Uhr

Hallo,

du hast selbst geschrieben...am anfang kein problem gewesen, deinen sohn in die spielgruppe zu geben...da warst du sicherlich noch mit dem kv zusammen.

jetzt habt ihr euch frisch getrennt...und nun will dein sohn nicht mehr in die spielgruppe....das ist verlustangst die dein sohn hat...jetzt hat er seinen papa *verloren*...der nicht mehr tgl da ist...jetzt soll er auch noch von seiner mama weg...und wenn sie nicht wieder kommt?

lass ihm die zeit, die er braucht...er muss die trennung ja auch verarbeiten. hab gedult mit ihm und nimm es so hin und sage ihm immer wieder das du für ihn da bist, das er dich niemals verlieren wird, das du ihn lieb hast...ich denke dein sohn braucht derzeit viel zuwendung.

bis zum kindergarten hin hat er sich sicherlich an die situation gewöhnt das du mit ihm alleine bist.


viel glück und lg vollmond

Beitrag von gluecksschnecke 04.03.11 - 13:02 Uhr

Hallo Liamitis,

wenn ein Umzug sowieso ansteht und es dir bis dahin zeitlich paßt, zuhause auf ihn aufpassen, würde ich ihn Zuhause lassen. Wenn er sich so stark wehrt, braucht er dich vielleicht momentan exclusiv (was ja bei einer Trennung verständlich ist).
Wenn ihr umgezogen seid, könnt ihr ja noch mal einen Neuversuch mit dem Kiga starten.
LG Elvira

Beitrag von liamitis 04.03.11 - 13:24 Uhr

Ich tipp auch auf starke Verlustängste.

Hab heute mal versucht mit den Erzieherinnen der Gruppe zu reden. Aber die meinen er muß eben und ist dann abgelenkt.
Stimmt ja sicher zum Teil auch. Aber er will eben absolut nicht hin. Er sagt die schimpfen immer mit ihm. Wenn man es anspricht dann ist das natürlich nicht so.

Die Eltern sind im Spielkreis nicht mit dabei.

Wir sind zum Glück ja nicht ganz alleine. Er hat hier noch 2 große Brüder#verliebt

Ich werd nochmal mit den Erzieherinnen reden und ansonsten kündige ich den Platz. Der eine ist früher soweit und der andere eben später. Da steht ja zum Glück noch kein Druck hinter.

Mir blutet immer das Herz wenn er so weint.