Lesbenpaar verklagt Samenspender auf Unterhalt! Diskussion

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Beitrag von lilayakima 04.03.11 - 16:15 Uhr

Hallo Leute, habe das gerade gelesen und wollte es zur Diskussion stellen.

Ich bin sehr Hin und Her gerissen, da ich einerseits das Recht des Kindes auf Unterhalt unterstütze, aber in diesem Fall es irgendwie nicht berechtigt erscheint.

Außerdem bekomme ich einen Hass auf diese beiden, die nämlich anderen unverheirateten Paaren die Chance auf ein Kind verbauen werden (wenn hier nicht endlich mal eine neue Regelung gefunden wird).

LG Katja

Ach ja, der Link:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,748204,00.html

Beitrag von justagirl22 04.03.11 - 16:42 Uhr

Hi,

ich finde es eine Frechheit von den Beiden, dass sie jetzt Unterhalt fordern.
Es war ja vorher eindeutig abgesprochen, dass sie keine finanziellen Ansprüche an ihn stellen werden.
Auf der anderen Seite hätte man dieses besser mal schriftlich festgehalten. Wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob dieses Schriftstück vor Gericht anerkannt worden wäre. #kratz
Also echt ne dumme Situation für den Spender, der ja eigentlich nur helfen wollte....

Beitrag von lilayakima 04.03.11 - 16:43 Uhr

Das ist es ja, selbst ein Schriftstück würde die Lage für den Betroffenen kaum ändern!

Hier bedarf es echt einer Überarbeitung!

Beitrag von gh1954 04.03.11 - 16:55 Uhr

Ich bin nicht dafür, dass es eine Änderung dahingehend geben sollte, dass Unterhaltsansprüche für das Kind von der Mutter durch ein Schriftstück abgelehnt werden dürfen.
Das eröffnet mener Meinung nach Repressalien werdenden Müttern gegenüber Tür und Tor.

Beitrag von windsbraut69 05.03.11 - 08:34 Uhr

Na hoffentlich gibt es diese Überarbeitung nicht.
Damit macht man diese Kinder ja zu Nachkommen zweiter oder dritter Klasse UND öffnet verantwortungslosen Erzeugern Tür und Tor.

Wo sind denn dann die Grenzen, bis zu denen Erzeuger finanziell ungeschoren davon kommen und warum sollen Eltern in diesen speziellen Fall die Ansprüche ihrer Kinder im voraus ausschließen dürfen?

LG,

W

Beitrag von parzifal 04.03.11 - 16:51 Uhr

In solchen Fällen sollte der Vater letztlich nur zahlen müssen, wenn die Mutter nicht leistungsfähig ist.

Dem Kind sollte ein Anspruch zustehen, der aber aufgrund der Vereinbarung mit der Mutter von dieser getragen werden sollte (soweit dies finanziell möglich ist).

Das Kind würde dann ja vollen Unterhalt bekommen. Das Recht des Kindes auf Unterhalt wäre dann ja voll gewahrt.

Derzeit könnte die Mutter Millionärin sein und der Vater müsste trotzdem zahlen.

Ähnliches sollte auch gelten, wenn man durch arglistige Täuschung zum Vater wird (Beweisprobleme mal außen vor)?


Beitrag von windsbraut69 05.03.11 - 08:26 Uhr

Dem Kind steht doch aber auch bei Millionärseltern Unterhalt von beiden Seiten zu.
Warum sollte dieses Recht für die Kinder von Kindern beschnitten werden, weil diese Samenspenden entstammen.

Gruß,

W

Beitrag von parzifal 05.03.11 - 09:48 Uhr

Das Kind bekommt doch bei meinen Überlegungen vollen Unterhalt.

Welches Recht des Kindes würde denn "beschnitten"?

Das es nicht wie bisher von beiden Elternteilen zu je 50% sondern nur von einem Elternteil zu 100 % Unterhalt bekommt?

Was wäre dann an der von mir vorgeschlagenen Regelung ungerecht?

Das Kind würde doch überhaupt nicht benachteiligt.





Beitrag von parzifal 08.03.11 - 07:32 Uhr

Gibt es noch eine Antwort auf meine Ausführungen?

Ich halte sie doch gerade für sehr gerecht und ausgewogen, da das Kind keinesfalls der Leidtragende ist. Es bekommt immer seinen vollen Unterhalt.

Und die Finanzen der Mutter müssen bei arglistiger Täuschung und Mißachtung klarer Abreden ja wohl nicht geschützt werden oder?

Gruß
parzifal

Beitrag von ayshe 04.03.11 - 17:30 Uhr

Da haben sich aber beide Parteien vorher nicht rechtlich abgesichert bzw. nicht in Erfahrunge gebracht, was das alles für Konsequenzen haben kann.

Beitrag von seelenspiegel 04.03.11 - 17:55 Uhr

Dumm gelaufen, aber selbst Schuld. Sry !

Es war schon vor zig Jahren gross in den Medien, dass es keine anonyme Samenspenden mehr gibt, und jedes auf diese Weise gezeugte Kind das Recht hat, den Vater kennen zu lernen, und wo keine Anonymität gegeben ist, und sogar die ärztliche Schweigepflicht dem Recht auf Wissen um die Person des Erzeugers untergeordnet ist, sollte es klar sein, dass die gleichen Regeln gelten, wie für ein auf "normalem" Weg gezeugten Kind.

Dass rein rechtlich da mittlerweile längst Nachhol- bzw. Änderungsbedarf besteht, ist ebenfalls nicht neu.

<<<Außerdem bekomme ich einen Hass auf diese beiden, die nämlich anderen unverheirateten Paaren die Chance auf ein Kind verbauen werden>>>

Inwiefern? Was soll sich dadurch denn ändern? Es gab schon damals bei der Gesetzesänderung einen massiven Rückgang von Spendern.

Denkst Du, dass es noch weniger werden könnten oder wie ist das jetzt gemeint?

Beitrag von schullek 04.03.11 - 18:08 Uhr

hallo,

wäre ich er, würde ich nun selber auf gemeinsames sorgerevht drängen. sicherlich überdenken die damen dann nochmal schnell ihre meinung. pflichten gegen rechte. so wie die lage momentan ist hätte er gar keine schlechten karten.

die gesetze mal außen vor gelassen ist es rein moralisch unter aller sau. das gesetz ist auf der seite des kindes, was generell ja gut ist. aber in diesem fall nat. die dinge enorm verkompliziert.

lg

Beitrag von witch71 04.03.11 - 19:35 Uhr

Da dem Kind so oder so Unterhalt zusteht, hätte der Vater nicht fälschlicherweise ohne fundierte rechtliche Beratung Samen spenden dürfen. So war er nicht ausreichend über die rechtlichen Konsequenzen aufgeklärt, was wiederum seine Schuld ist.

Mag moralisch nicht okay sein, dem Vater nach Jahren jetzt an den Geldbeutel gehen zu wollen, rechtlich war es aber auch nicht korrekt, den Unterhalt nicht von Anfang an einzufordern.

Würde mich mal interessieren, was meine Freundin dazu sagt, sie lebt auch mit einer Frau zusammen.

Beitrag von derhimmelmusswarten 04.03.11 - 19:39 Uhr

Der Typ ist doch selbst schuld. Wie kann man nur so doof sein?!

Beitrag von scotland 04.03.11 - 20:01 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung, dass ein Kind erst einmal primär zwei Eltern hat: der biologische Vater und die biologische Mutter. Natürlich kann das Kind im Laufe des Lebens eine elternähnliche Beziehung zu jemand anders aufbauen.

Dennoch finde ich es sehr gut, dass es keine anonymen Samenspenden mehr gibt - um dem Kind das Recht seiner Herkunft nicht zu nehmen. Mit mir ging jemand in die Klasse, die aus Sri Lanka, einem Slum, kam. Vor dem Studium hat sie fast ein Jahr darauf verwendet, ihre Mutter, die sie mit wenigen Wochen in einem Waisenhaus abgegeben hat, zu suchen.

Im vorliegenden Fall finde ich aber, dass der Mann, der ja helfen wollte, wirklich arglistig getäuscht wurde.
GLG
Scotland

Beitrag von silkes. 04.03.11 - 20:22 Uhr

Hallihallöle...

meine Frau hat auch durch eine private Samenspende unseren Sohn bekommen.
Wir haben uns mit dem Spender getroffen und dann alles mündlich besprochen. Noch in der Schwangerschaft waren wir zu dritt beim Notar und der Spender hat die Vaterschaft anerkannt. Im gleichen Atemzug hat er der Stiefkindadoption meinerseits zugestimmt und auf sämtliche Rechte was das Kind betrifft verzichtet. Diese Beglaubigung ist nicht reversibel, es sei denn meine Frau und ich trennen uns und oder die Adoption ist nicht innerhalb von drei Jahren vollzogen. So konnten wir uns zumindest etwas absichern.

Es basiert alles auf Vertrauen. Bzw. man hat ja ein kleines "Druckmittel". Möchten die Frauen Unterhalt, kann der Spender das Sorgerecht mit allem drum und dran einfordern. Im Umkehrschluss können die Frauen Unterhalt einfordern, wenn der Spender plötzlich eine aktive Vaterrolle haben möchte.

Bei uns läuft die Adoption und ich freue mich jetzt schon, wenn der Spender nicht mehr auf der Geburtsurkunde als "Vater" eingetragen ist.

Grüssle Silke, die sich über einen Bericht über eine gelungene Stiefkindadoption im Spiegel gefreut hätte und nicht wieder über einen "Vorsicht, Zeigefinger hoch, Schubladendenken auf" Bericht

Beitrag von bieneandreas 05.03.11 - 05:44 Uhr


Also Ich halte nichts von.
Wundert mich auch das die Mutter nicht noch Unterhalt für sich beansprucht hat.
Tja die Natur wird sich dabei was gedacht haben das gleichgeschlechtliche keine Kinder bekommen.

Komisch nur das das es bei den Lesbenpärchen so ist bei Schwulenpärchen würde wohl der Vater kein Unterhaltsanspruch von der Mutter fordern.aber das kann auch anders sein .

Meine Meinung ist wenn man schon Homo ist und trotzallen Kinder haben will und es durch ein Spender ermöglicht wird, sollten auch sämtliche ansprüche nicht geltend gemacht werden.

stell mir gerade vor weil ein Samenspender darf nur zu 7 Paaren(nicht nur Homo auch die anderen) vermittelt werden.(nicht die Person selber sondern der Samen)
wenn je daraus Zwillinge werden müsste der Spender für alle 14 kinder Unterhalt zahlen.
tja dann sollte man das Sythem echt überdenken. bei Kinderlosen Paaren wo der Mann nicht kann und auf solche Spenden dann angewiesen sind und dann noch Unterhalt einfordern vom Spender, dann sollten sie es gleich lassen.
Nur weil das Kind anspruch hätte.

Hoffe es wird jetzt nicht falsch verstanden was ich hier geschrieben habe.

lg

Beitrag von serdes 05.03.11 - 06:53 Uhr

"Hoffe es wird jetzt nicht falsch verstanden was ich hier geschrieben habe."


Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren.:-)

Dein Posting hat schon viel Potential zum "falsch verstehen".

"Tja die Natur wird sich dabei was gedacht haben das gleichgeschlechtliche keine Kinder bekommen. "

Hat sich die Natur auch was dabei gedacht, dass soviele heterosexuelle Paare keine Kinder bekommen können? Oder ist das jetzt einfach nur eine Art "Versehen"? Und wer entscheidet eigentlich, dass bei diesem Fall sich die Natur "was gedacht" hat und bei jenem Fall "nichts dabei gedacht"hat?

Nach deiner Logik könnte man auch pauschal sagen: "Oh, das ist ne Frau! Tja, Frauen sind halt von Natur aus gierige Miststücke, die sich nicht an Abmachungen halten. Da hat sich die Natur schon was dabei gedacht, dass Frauen sich nicht alleine reproduzieren können"
#rofl





Sarkasmus am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
#winke


Beitrag von windsbraut69 05.03.11 - 08:32 Uhr

Ja, sollte sich nicht jeder Mensch seiner Verantwortung für ein in die Welt gesetztes Leben bewußt sein, bevor er Samen oder Eizellen spendet oder anderweitig "in Umlauf" bringt???

Genau aus dem Grund würde ich auch niemals spenden, ob jetzt als Frau oder Mann, ausgenommen vielleicht das allerengste Umfeld, wo man mit hoher Wahrscheinlichkeit wüßte, was aus dem Kind wird und wie es aufwachsen wird.

Gruß,

W

Beitrag von fusselchen. 05.03.11 - 10:46 Uhr

Tja die Natur wird sich dabei was gedacht haben das gleichgeschlechtliche keine Kinder bekommen.


na na na, auch gleichgeschlechtliche haben das recht auf kinder und nur weil so 2 hüner nicht wissen wie man mit sowas umgeht braucht man es noch lange nicht gelich allen lesben und schwulen verbieten, das recht hat keiner...

Beitrag von bieneandreas 05.03.11 - 15:57 Uhr

Hi
Ich habe nicht behauptet das gleichgeschlechtliche keine kinder haben sollten. nur dann sollten sie auch auf die ansprüche verzichten, weil ohne spender ob männlein oder weiblein (weiblein ist glaube ich deutschland verboten??? genau weiß ich es jetzt nicht)funktionukkelt das nicht.
Ich glaube man hat mich wohl doch sehr falsch verstanden.
Ich habe nichts gegen Homos.
Ich habe eine Freundin die Lesbisch ist und ein Kumpel von ihr ist schwul.
die sagen das es ne frechheit ist was die beiden gemacht haben , das verbaut genau denen die chance ein kind zu bekommen wenn es so nicht geht.ok bei schwulen ist es ein wenig schwieriger da es schon von natur her nicht geht.
daswar wohl doch ein wenig zu früh es richtig zu formulieren. sorry an die die es in den falschen hals bekommen haben
lg

Beitrag von fusselchen. 05.03.11 - 10:49 Uhr

homo feindlich biste aber mal in großem zug...

wenn man !!!schon!!! Homo ist und !!!trotzallen!!!!! Kinder haben will

gehts noch!? ich bin lesbisch und habe ein kind und mir platz gleich der kragen...

wenn man schon homo ist, jaja und nicht hetero so wie es sich gehört, gell...

und trotzallem, hallo, das homo sein nicht schlimm genug, nein auch noch ein kind wollen, gehts noch!?

lern mal über deinen tellerrand rauszuschauen, es gibt noch so viel andres ls hetero zu sein...

Beitrag von ayshe 05.03.11 - 11:16 Uhr

Es ist doch scheißegal, ob es nun zwei Männer oder zwei Frauen oder ein Mann und eine Frau sind.


Ein Spender sollte meiner Meinung nach keine Verpflichtungen haben, generell.

Beitrag von fusselchen. 05.03.11 - 11:36 Uhr

genau, wenn es jetzt ein hetero paar gewesen wäre, wo der mann einfach kein kind zeugen kann und sie sich einen privaten spender suchen, dann würde sowas nie geschrieben werden...

denn heteros steht es ja zu ein kind zu bekommen auch durch ne spende, schlimm schlimm...

Beitrag von ayshe 05.03.11 - 11:55 Uhr

Ich weiß gar nicht, wie es rechtlich aussieht, wenn ein Paar sich von einer Samenbank etwas holt.

Aber ein Paar, egal welchen Geschlechts sollte eben wie andere biologische Eltern, die ein Kind zeugen, auch rechtlich dazu stehen, was Unterhalt angeht.


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denn heteros steht es ja zu ein kind zu bekommen auch durch ne spende, schlimm schlimm...
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Und Lesben fahren nach Dänemark ;-)

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