Hat unser Kind denn gar keine Rechte?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von einfachich77 04.03.11 - 20:36 Uhr

Hallo,

hätte ganz gerne mal Eure Meinung zu folgendem Problem:

Mein Ex und ich haben für unser gemeinsames Kind eine 3-wöchige Umgangsregelung. Nun ist es so, dass der Geburtstag einer Schulfreundin auf ein Papa-WE fällt und unser 6-jähriges Kind aus diesem Grund das WE gerne verschoben hätte. Der Vater hat dies abgelehnt, da er auf die bestehende Regelung besteht und der Meinung ist, unser Kind ist 6 Jahre alt und damit nicht entscheidungsbefugt.

Ich muss dazu sagen, wir haben die Umgangsregelung sonst eher locker gehandhabt und wenn mal was außerplanmäßiges eingetroffen ist, wurden die WE eben auch mal geschoben oder wenn der Kindsvater mal am Freitag länger arbeiten musste, haben wir uns trotz bereits bestehender Pläne eingerichtet und es ihm ermöglicht, den Kleinen auch erst am Sonnabend zu holen.

Ich halte seine jetzige Reaktion für mehr als kleinlich - zumal er mir in einem daraufhin ziemlich unschönem Telefonat vorwarf, ich würde ihm sein Kind entziehen, wenn ich es ihm nicht geben würde und das hätte für mich rechtliche Konsequenzen.

Unser Sohn ist entsprechend traurig über die Reaktion seines Vaters und kann ihn nicht verstehen. Zumal er ja erst seit August in der neuen Klasse mit neuen Mitschülern ist und gerade solche Geburtstage doch dafür sorgen, dass er sich auch außerschulisch gut in das neue Klassenkollektiv eingliedert. Über die Schule hinaus ist es ihm nämlich noch nicht gelungen, Spielkameraden zu finden.

Aber hat er denn als 6-jähriger wirklich noch so gar keine Rechte in Bezug auf die WE? Steht das Wohl und der Wille der Eltern über allem? Er fährt sonst wirklich gerne zu seinem Vater und es herrscht eigentlich auch ein gutes Verhältnis. Gerade deshalb ist diese Situation so unbegreiflich für mich.

einfachich77

Beitrag von a11ure 04.03.11 - 20:47 Uhr

Laß 24 Stunden vergehen und versuch dann noch mal mit dem KV zu reden - so wie Du es schilderst ist es nicht nachvollziehbar #kratz

Wenn es sonst unproblematisch war und er Dir jetzt gleich mit rechtlichen Konsequenzen droht, dann würde ich vermuten, dass der eigentliche Knackpunkt woanders liegt? #gruebel

Beitrag von schnuffelschnute 04.03.11 - 21:05 Uhr

Hallo!

Warum kann ihn denn der KV nicht zum Geburtstag bringen?

LG

Beitrag von einfachich77 04.03.11 - 21:11 Uhr

Hallo,

der Vater wohnt ca. 120 km entfernt. Von daher wird sich das leider nicht machen lassen. Hätte ich wohl dazuschreiben sollen...

Beitrag von nadineriemer 04.03.11 - 21:47 Uhr

Hallo,
ich würde in 2 bis 3 Tagen noch einmal mit ihm sprechen und darum bitten das Kind ein Wochenende später zu holen,da es sich der kleine wünscht.
Warum er so reagiert ist nicht nach zu voll ziehen.Er kann dir Drohen,aber es wird nichts passieren,weil das nur kindisch ist.

Nadine

Beitrag von picco_brujita 05.03.11 - 08:20 Uhr

bei uns ist es so, das wenn ein kindergeburtstag auf "sein" WE fällt und meine maus dort hin will, dann fährt er eben mit ihr dort hin bzw. bringt sie dort hin. da hab ich aber auch gar keinen hehl draus gemacht, dass das auch mein wunsch ist, wenn sie das will das er das möglich macht. schließlich muss ich es an "meinen" WE auch ermöglichen!
diskussionen standen hier außer debatte, da er hier komplett auf mich gehört hat und auch zum glück meine meinung teilte. es ist schließlich der wunsch des kindes hauptsächlich wichtig!

red nochmal mit ihm, ob er sie zum kindergeburtstag bringen will. dann hat er ihn dennoch am WE und zwar mit allen RECHTEN und PFLICHTEN!

lg
brujita

Beitrag von parzifal 05.03.11 - 08:46 Uhr

Das hängt dann aber davon ab wie oft solche Anlässe auf das Wochenende fallen und wie weit der Vater weg wohnt.

Eine Verlegung sollte der nichtbetreuende Elternteil immer möglich machen.

Eine Durchführung bzw Ermöglichung der Feier durch den nichtbetreuenden Elternteil an "seinem" Wochenende hängt aber von den Umständen ab.

Beitrag von parzifal 05.03.11 - 08:39 Uhr

Ist denn irgendetwas vorgefallen was diesen Meinungsumschwung des Vaters erklärt? Das hört sich nach Machtspielchen an. Warum fängt er damit plötzlich an?

Dass der Vater nicht auf sein Wochenende ersatzlos verzichten will kann ich nachvollziehen.

Das dieses aber nicht einfach verlegt wird aber überhaupt nicht.

Weshalb setzt man sich über den nachvollziehbaren Wunsch seines Kindes hinweg einen Geburtstag zu besuchen können, wenn man keine Nachteile hat?

Wenn ihr immer Machtspielchen getrieben hättet und Du immer stur und unnachgiebig auf Rechte bestanden hättetst, könnte ich die Reaktion noch nachvollziehen. Falsch wäre sie trotzdem.

Du solltest daher nochmal nachhaken, ob er irgendeinen Anlaß hat so unnachgiebig zu sein. Aufgrund der Verlegung hat er ja nicht weniger Kontakt (er kann Euer Kid ja z.B. dann zweimal hintereinander am Wochenende haben).

parzifal

Beitrag von kluge 05.03.11 - 12:34 Uhr

"Immer zum Wohl des Kindes " das ist eine Grundregel die dene ich überall anzuwenden ist was Umgang angeht !!!

lg

Beitrag von redrose123 07.03.11 - 11:43 Uhr

Bei uns ist es so wenn die Kleinen da sind und ein Geburtstag ist fahren wir die Kinder hin und holen sie dann eben wieder zu uns ab, wieso macht Ihr es denn nicht so?

Beitrag von einfachich77 07.03.11 - 11:54 Uhr

Der Vater wohnt 120 km weit weg und da sind die beiden dann auch übers WE. Das mit dem zum Geburtstag bringen, funktioniert also nicht.