Aufs Dorf ziehen oder nicht?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jeliby 04.03.11 - 21:53 Uhr

Hallöchen!

War lange nicht mehr hier.

Wir wollen uns ein Haus kaufen, haben allerdings nur ein begrenztes Beuget(schreibt man das so?).
Jetzt haben wir ein Haus gefunden das 12km von unserer jetzigen Wohnung entfernt ist. Da gibt es keine Schule, Kindergarten,Arzt, Einkaufsmöglichkeiten, u.s.w.
Meine Tochter geht jetzt seit Februar in den Spielkreis(Kiga) und hat jetzt endlich richtig Spaß dabei.
Würdet ihr aufs Land ziehen und jeden Tag den Weg zum Spielkreis fahren(Benzinkosten ca 70,- monatl.) oder eher in der Stadt bleiben.

Dazu ist noch zu sagen, das die Gegend in der wir wohnen nicht die beste ist.

Ich weiß das müssen wir letztendlich selbst wissen, ich frage euch nur nach eurer Meinung.

LG
Linda mit den 2 Mäusen Denise(fast 3) und Juline (8Mon)

Beitrag von tapsitapsi 04.03.11 - 22:01 Uhr

Hallo,

ich selber komme aus der Stadt und bin in der Innenstadt groß geworden. Meine Großeltern wohnen am Stadtrand. Wir waren fast jeden Tag da und es war viel schöner als in der Stadt.

Eigentlich wollte ich nie aufs Land ziehen.

ABER 2004 zogen wir in die Eifel. Seitdem wohnen wir hier in unserem Dorf und haben vor 2 Jahren sogar gebaut.

Es ist viel ruhiger und entspannter als in der Stadt und man muss nicht ständig auf die Autos achten.

Besonders schön bei uns ist noch, wir sind derzeit noch die einzigen in unserem Baugebiet. Das heißt, Tür auf und raus auf die Straße, weil kein Auto kommt. Auf der Straße spielen usw geht alles wunderbar.

Und morgens finde ich es grad herrlich: Es ist hell und draußen singen die Vögel. :-) Und das schon zwischen halb und um 7.

Für die Kinder gibt es nichts besseres. Und man gewöhnt sich schnell dran, dass man überall mit dem Auto hin muss.

LG Michaela

Beitrag von knutschkugel4 04.03.11 - 22:02 Uhr

ich als dorfmama;-)



hat eigentlich mehr vor-als nachteile;-)
klar schule/kiga - da muss es aber eine busverbindung geben die von der stadt bezahlt werden
einkaufen -ich kaufe einmal in der woche magagroß ein und die frischsachen bringt mein mann mit
sportverein
da fahr ich zweimal in der woche los
das sind die nachteile!!!!
nicht megaschlimm;-)


vorteile:
die kinder wachsen naturverbunden auf
man kann sie rauslassen -ohne das man angst haben muss das das nächste auto sie überrollt
meine großen waren schon bei einer kälbchengburt dabei
in unseren garten it schon mal ein ferkel gewesen
sohnemann findest du regelmäßig auf irgendeinen feld /trecker wieder



ich wollte nicht mehr tauschen;-)


lg dany

Beitrag von shakira0619 04.03.11 - 22:06 Uhr

Hallo!

Es heißt Budget.

Ich bin auf dem Dorf großgeworden und bin dort wieder hingezogen, als ich schwanger wurde. Ich wollte, daß mein Sohn auf dem Dorf groß wird.

Aber in MEINEM Dorf, wo ich die Leute kenne. Das war mir wichtig!

Also ein großer Überlegungspunkt für mich, wenn ich in ein fremdes Dorf ziehen würde, wäre, was da für Leute wohnen. Junge Leute? Eher Ältere? Nur Cliquen?

Und wenn es da keinen Kindergarten/Schule gibt, bekommt man vielleicht auch nicht so schnell Kontakt.

Also bei uns gibt es einen Kindergarten, eine Schule, einen Bäcker, einen Friseur, einen Sportplatz, eine Turnhalle und einen Kyffhäuserstand.

Friseur und Kyffhäuser finde ich jetzt nicht so wichtig. Aber den Rest eigentlich schon.

Wir wohnen 11 km von der Stadt entfernt. Das ist echt nicht weit! Allerdings haben wir 2 km weiter einen Real.

Liebe Grüße, Shakira0619

Beitrag von jessi_hh 04.03.11 - 22:06 Uhr

Hallo Linda,

ich komme aus Berlin, habe dann 4 Jahre in HH gelebt und nun seit fast 5 Jahren in einem 1000-Seelen-Dorf.

Ich habe den Umzug aufs Dorf nie bereut, indie Stadt zieht mich nichts mehr. Das Gemeinschftsgefühl auf dem Dorf ist viel stärker, man kennt sich und hilft sich bei Bedarf.
Allerdings gibt es in unseren Dorf Schule, Kita, Verein usw. (nur leider keine Einkaufsmöglichkeiten). Das finde ich schon sehr wichtig, um eben eine funktionierende Dorfgemeinschaft zu haben.

An Deiner Stelle würde ich wohl eher nicht in dieses Dorf ziehen, da Du dann zum einen immer den Fahrtweg hast und es zum anderen evtl. problematisch werden kann, wenn Deine Tochter sich mit Freundinnen treffen möchte. Viele Eltern sind nämlich nicht bereit, soweit zu einer Kita-Freundin zu fahren. Zur Schule müßte sie dann sicherlich wieder woanders hin, wo sie dann keinen kennt, oder?

Gibt es kein Dorf im Umkreis, dass diese Infrastrukrur hat oder in der Nähe einer besseren Gegend liegt?

LG,
Jessi

Beitrag von jeliby 04.03.11 - 22:13 Uhr

Hallo,
vielen Dank erstmal für deine Antwort.

Es gibt schon noch ein Dorf wo es das alles gibt, leider sind die Häuser da auch teurer.
Und dieses Haus passt Perfekt in unser Budget und es muss nichts mehr Saniert werden, wir könnten sofort einziehen.

LG
Linda

Beitrag von maikruemel 08.03.11 - 06:54 Uhr

Hallo Linda,

als wir vor 2 Jahren ein Haus gesucht haben, hat mein Papa immer gesagt: Entscheidend für den Kauf ist die Lage, die Lage und nochmals die Lage. Mittlerweile haben wir "unser" Haus gekauft und ich muss sagen, er hatte vollkommen recht.
Die Lage kann man nicht verändern, alles andere schon (vielleicht auch erst später mit den entspr. finan. Mitteln, aber es geht.).
Also überlegt euch gut, ob es der Ort ist, wo ihr die nächsten Jahre, Jahrzehnte leben wollt.

LG Maikruemel

Beitrag von lisasimpson 04.03.11 - 22:28 Uhr

vom spielkreis würde ich das nicht abhängig machen

ich fahre jeden seit 3 jahren (aber nur noch für ein halbes jahr:) täglich ca 40 km für bringen und holen zur krippe.
Überlegen würde ich an euer stelle, ob ihr die näcshten 20 jahren euch vorstellen könnt dort zu leben.
wie s später wird mit freunde beuschen für die kinder, ob ein öffentlicehr nahverkehr besteht, den nsie zur schule nutzen können und am nachmiottag, den ihr nutzen könnt um zur arbeit zu komme nusw..

das wären für mich wichtige entscheidungen.

wir sind aus dem innenstadtbereich herausgezogen in ein neubaugebiet eines rand-stadtteils (quasi dorf)- ich findes klasse und würds wieder tun

lisasimpson

Beitrag von kleine1102 04.03.11 - 22:45 Uhr

Hallo Linda!

Ich bin selbst in einem kleineren Ort aufgewachsen mit relativ schlechter Infrastruktur. Zwar gab/gibt es dort die meisten Dinge des täglichen Bedarfs, sowie Grund- und Hauptschule, Kiga, Schwimmbad, ... aber die nächste größere Stadt ist 15km entfernt, war mit dem Bus schlecht zu erreichen- und ist auch nicht gerade "überwältigend". Obwohl meine Kindheit diesbezüglich (und auch davon abgesehen) nicht schlecht war, würden mich keine "zehn Pferde" dahin zurück bekommen.

Bin dann für's Studium in eine Großstadt gezogen, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe/noch immer sehr wohl fühle. Mein Mann und ich haben zehn Jahre dort gelebt, bis die (erfolgreiche) Suche nach einem Eigenheim uns- ganz bewusst- wieder auf's Land "verschlagen" hat. ALLERDINGS ist das Dorf nur 6 Kilometer von "unserer" Großstadt entfernt, man ist in wenigen Minuten dort. Hier im Ort gibt es sowohl einen Kindergarten als auch eine Grundschule, beides konzeptionell und personell absolut klasse. Mit dem Kiga sind wir seit 1,5 Jahren absolut zufrieden (und wir sind diesbezüglich sehr anspruchsvoll #schein), von der Schule hört man auch nur Gutes- sie "zieht" aufgrund ihres Konzeptes sogar Kinder aus der Stadt "an" #pro. Einkaufsmöglichkeiten gibt es zwar nur wenige (Bäcker mit einigen Lebensmitteln), Hofladen, Pizzeria, Blumenladen- der Schlecker und der Tante-Emma-Laden haben mangels Umsatz geschlossen), aber man kann sich hier durchaus ein, zwei Tage "über Wasser halten" ;-). Die Busanbindung an die Stadt ist leider auch nicht soooo toll, sonntags fahren z.B. gar keine #schock #augen, aber da wir aus beruflichen Gründen erstens sowieso zwei Autos brauchen und zweitens viel unterwegs sind, fällt das überhaupt nicht auf.

Wir fühlen uns hier absolut wohl, mitten im Grünen mit ganz vielen Tieren "um uns herum" und haben die Entscheidung bisher nicht bereut. ABER: würde es hier weder einen Kindergarten noch einen Bäcker o.ä. geben, wäre uns die Entscheidung wohl nicht so leicht gefallen. Es wäre ja für Euch nicht nur der Weg zum Spielkreis- sondern auch die vielen anderen Wege, die sich nie vermeiden oder einschränken lassen werden. Den Zeitaufwand und auch die (Benzin-)Kosten solltet Ihr langfristig nicht unterschätzen. Und den Aufwand, wegen jedem Liter Milch erst kilometerweit fahren zu müssen, auch nicht. Wocheneinkauf hin oder her- irgendwas fehlt bekanntlich fast immer. Und 12 Kilometer bis in die nächste Stadt wären mir eindeutig zu weit.


Wie wäre es denn alternativ mit einer schönen Eigentums-Wohnung in (grüner) Stadtrandlage?

Lieben Gruß #stern,

Kathrin & zwei Mädels

Beitrag von bine3002 04.03.11 - 22:48 Uhr

Rein objektiv betrachtet, können Kinder sowohl in der Stadt als auch auf dem Land glücklich aufwachsen, das ist erwiesen. Nicht die Umgebung zählt sondern das Umfeld (Familie, Freunde usw.).

Ich persönlich bin eher ein Stadtmensch. Leider bin ich nie wirklich aus unserer Kleinstadt rausgekommen (außer im Urlaub). Aber ich wohne zumindest in der Innenstadt und das ist schön, weil man bei jedem "Event" mittendrin ist. Das Einzige, was mich nervt, ist die Parkplatzgeschichte und dass Gäste grundsätzlich erstmal einkaufen gehen müssen oder anrufen und "Kannst Du mir vielleicht vom Schlecker Klopapier mitbringen?". Meine Tochter fühlt sich aber wohl hier, denke ich. Sie sagt auch immer: "Ich bin Java aus der Stadt." ;-) Ein Garten wäre vielleicht nicht schlecht, wir haben nur eine Dachterrasse, die aber immerhin recht groß ist. Als Ausgleich geht sie in den Waldkindergarten und Oma und Opa wohnen auch ländlich.

Ich selbst war immer froh in der Stadt zu wohnen. Ich mochte Busfahren nie besonders und fand es ganz gut, dass ich als Kind fast überall mit dem Fahrrad hin konnte. Gerade auch als Teenie, wo sich mein Leben hauptsächlich in der Innenstadt abspielte, war das ganz praktisch. Meine Freunde, die z. T. auf winzigen Dörfern am Ende der Welt wohnten, habe ich eher bedauert. Irgendwie haben die auch sehr viel früher sehr viel mehr Alkohol getrunken und ihr Höhepunkt war die Zeltdisko einmal im Jahr.

Mir ist das Dorfleben auch zu engstirnig, zumindest wenn die Leute nie aus dem Dorf rausgekommen sind. Ich möchte damit aber nicht sagen, dass ich, weil ich ja in der "Stadt" lebe, mehr Weitblick habe. Ich finde aber, dass man als Eltern dafür sorgen muss, dass das Kind auch außerhalb des Dorfes Erfahrungen sammelt. Es gibt halt mehr als Dorfgemeinschaftshaus und Schützenverein.

Nur so ein paar Gedankengänge zum Thema Dorf vs. Stadt.



Beitrag von schullek 04.03.11 - 23:04 Uhr

hallo,

erstmal kommts drauf an, was bei dir stadt heisst. großstadt, kleiner stadt...
wir wohnen momentan in einer großstadt, ok viertel. die annehmlichkeiten der großstadt sind nicht wegzureden. alles nah beieinander, zig möglichkeiten für alles. und trotzdem haben wir es sehr grün etc...
wir kommen aber vom land und denken öfters darüber nach irgendwann zurückzugehen. denn auch das hat vorteile. wobei ich 12 km ja lächerlich als distanz sehe. das ist der arbeitsweg meines mannes auf der anderen seite der stadt;-)
ich würde es also wahrscheinlich machen nachdem, was du jetzt beschrieben hast.unsere familien wohnen 50km entfernt, das ist dann schon ein wenig mehr und wäre mehr überlegung wert.

lg

Beitrag von onetta 04.03.11 - 23:06 Uhr

Hallo Linda,

ich bin in einem Dorf groß geworden, sogar auf einem Bauernhof.

Die ersten Jahre sind ja ganz nett, aber sobald es auf die weiterführende Schule geht, ist die Stadt doch attraktiver.

Für die "Landjugend" habe ich mich nie interessiert. Gleich nach nach dem Abi bin ich in die Stadt gezogen! Und ich bin hier in Hamburg sehr glücklich.
Kinder können auch sehr glückliche in der Stadt aufwachsen Es ist ein Vorurteil, dass es hier total anonym ist und alle Kinder vor dem Fernseher hängen, weil man nicht raus kann.

Möchtest du in einem Dorf wohnen? Das ist die wichtigste Frage! Wenn du das möchtest, wird das für dein Kind auch gut sein.

Viele Grüße
Miriam

Beitrag von waldwuffel 04.03.11 - 23:08 Uhr

Hallo,

wir stehen in einem halben Jahr vor der gleichen Entscheidung und haben uns natürlich unsere Gedanken bereits gemacht.

Dorf grds ok, aber nur, wenn es an den öff. NV der nächsten Stadt angeschlossen ist. Unsere Kinder werden größer und wollen auch mal allein ins Kino, shoppen, etc. Mein Mann und ich gehen auch gern mal abends weg.

Das ist sicher teurer, aber komplett weg würden WIR nie ziehen. Wir haben in einer Stadt mit 100 T Einwohnern gewohnt und das war hart an der Grenze. Das sollte zumindest in der Nähe sein.

LG waldwuffel

Beitrag von sohnemann_max 05.03.11 - 07:12 Uhr

Hi,

was heisst LAND?!

Wenn es so Richtig dorfmäßig ist mit 3 Häusern, einem Bauernhof und sonst nichts würde ich sagen NEIN, niemals. Die Kinder wollen später auch weg - da biste ewiger Fahrer. Die ländliche Umgebung ist leider nicht wirklich mit den Öffentlich gut zu erreichen.

Wenn es einfach nur Außerhalb einer Stadt ist, wo auch Neubaugebiete sind, Kinder leben dann ja.

Wir haben es uns auch lange überlegt ob wir nicht etwas nach draußen ziehen - wir haben uns dennoch dagegen entschieden. Die Arbeitswege wären erst ein Mal mächtig weiter gewesen und was wir gespart hätten, wäre sicherlich im Benzin wieder verschwunden. Auf dem "Land" ist es einfach so, dass man z. B. auch zum Einkaufen ein Auto braucht.

Wenn Ihr allerdings eh in einer nicht so guten Gegend wohnt ist das eine Überlegung allemal wert.

Es heisst übrigens BUDGET oder auch ETAT bzw. Geld auf der Seite #schein

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 22 Monate

Beitrag von golm1512 05.03.11 - 08:04 Uhr

Es kommt ein bisschen darauf an, aus welcher Stadt in welches Dorf ihr "flüchten" wollt.

Ich bin in einer Kleinstadt groß geworden und mein Mann in einem Dorf. Unsere Kinder werden mitten in Berlin groß. Ich vermisse manchmal die Weite und die Stille. Wenn wir meine Schwägerin besuchen, finde ich schön, dass die Kinder so viel Auslauf haben.
Trotzdem will ich (im Moment) nicht aus Berlin weg. Ich finde schön, dass wir alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können. Ich kann das Auto nutzen oder die BVG. Wir sind immer mobil. Ich finde spannend, was die Stadt für Kinder bietet.
Und ich bin erstaunt, wie kleinstädtisch es dann doch zugeht. Meine Kinder verabreden sich beinahe jeden Tag, hier im Mehrfamilienhaus geht es zu wir in Bullerbü. Wenn wir unterwegs sind im Kiez treffen wir permanent Leute, mit denen wir kurz "tratschen" und/oder uns erneut verabreden. Der Vorteil ist allerdings, dass man sich nicht zu sehr auf die Pelle rücken kann. Unsere z.T. sehr alten Nachbarn betrachten und wohlwollend, manchmal kopfschüttelnd, aber sie sind "großstädtisch" genug, um uns in Ruhe zu lassen. Keller- oder Kehrwoche gibt es nicht.

Würde ich in einem weniger attraktiven Stadtteil wohnen, hätte ich aber sicher Fluchttendenzen aufs Land. Bin ich allerdings in meiner Heimatstadt oder bei meiner Schwägerin, habe ich nach einer kurzen Zeit schnell ein Engegefühl.
Wir haben auch mal kurz in einem Vorort von Berlin gewohnt. Da war es nett, aber ich bin dort nicht so schnell angekommen wir hier in der Stadt. Hier ist einfach mehr Auswahl. Hier kann ich mir suchen, wer oder was zu uns passt und muss mich nicht verbiegen, um irgendwo reinzupassen.

Ich glaube, wirklich, dass ihr das ganz allein entscheiden müsst. Was passt zu euch?

Viele Grüße
Susanne

Beitrag von grinsekatze85 05.03.11 - 08:54 Uhr

Hallo!

Wir leben im Ruhrgebiet in einer ruhigeren Siedlung, aber ich habe alles hier in der Nähe, so das ich in 10 min. zum Einkaufen kann, Spielplatz und kleiner Park direkt neben dem Haus.

KiGa ist 7 min zu Fuß entfernt#pro

Wir haben aber mal 1 Jahr im Münsterland in einer kleinen Stadt gewohnt, neben an nur kleine Dörfer. Und ich als Stadtkind bin dort eingegangen. Die LEute waren zwar nett. Aber man kam nie in diese Gemeinschaft rein.

Schützenvereine, Landfrauen und sowas bin ich absolut nicht für und war Hochschwanger und mit einem Säugling dann wollte ich auch nicht auf solche Feste. So wurden wir zwar geduldet, aber nie richtig akzeptiert #schmoll
So bekam ich richtig Heimweh, mit körperlichen Einschränkungen sogar und dann wollte ich nur weg. Jetzt wieder in der alten guten Heimat.
Aber meinen Mann zieht es immernoch ins Ländliche und so werden wir wohl unser Häuschen doch in einer ländlicheren Gegend suchen in 2-3 Jahren, aber eher dort, wo wir jetzt auch schon freunde haben und uns wirklich sehr wohl fühlen. Das muss gut überlegt sein!!!!

Ihr müsst gucken, da ihr ja keine Einkaufsmöglichkeiten etc. habt. Wie das klappt. Habt ihr 2 Autos, Fahrrad. Was ist nach dem KiGA, Schule, Ausbildungsmöglichkeiten. Das muss man alles schon bedenken, damit ihr nicht in 5-7 Jahren wieder weg zieht.

LG
grinse#katze

Beitrag von fussverbieger 05.03.11 - 11:17 Uhr

Hallo,

Eure Gegend ist "nicht die Beste".....

Überlegt man sich, dass ein Kind sehr schnell vom Umgang geprägt wird, dann sollte man wirklich nicht lange zögern.

Ich habe früher (in Dortmund) in einer "besseren Gegend" gewohnt, aber die Schule in der Nähe war eine "Multi- Kulti Schule". Da sollten meine Kinder auf keinen Fall unterrichtet werden und somit mussten die beiden Töchter jeden Morgen 15 km weit fahren, um in eine "Deutsche Schule" zu kommen, was auch so gut war.

Als ich später feststellen musste, dass meine Wohngegend zusehenst von Türken bezogen wurde, bin ich weit weg gezogen.
Heute lebe ich in einem kleinen 450 Einwohnerdorf und habe den Umzug nie bereuht.
Als ich 2009 nach vier Jahren mal wieder in meiner alten Heimat Dortmund war, habe ich nur "oh Gott" gedacht,- bin dann ganz schnell wieder zurück nach Deutschland gefahren. Der Dreck ist mir früher garnicht so aufgefallen...

Aus meinem früherem Bekanntenkreis wohnt kaum noch jemand in der Gegend,- alle sind geflüchtet.

Ich würde das Umfeld des neuen Hauses genau anschauen und notfalls noch weiter weg ziehen. Wichtig ist, dass die Kinder "vernünftigen" Umgang hat. Neben dem Umgang ist aber auch die Luft und der Lärm in der Großstadt nicht so gut wie auf dem Lande.
2009 habe ich den Straßenlärm erstmals bewusst wahr nehmen können, als ich mit dem Hund um Wald (!) gewesen bin.

LG
Andreas

Beitrag von twins 05.03.11 - 11:30 Uhr

Hi,
es gibt Vor- und Nachteile.

Ihr braucht einen Zweitwagen, außer dein Mann kommt mit öffent. in die Arbeit.
Das schöne ist, die Kinder haben einen Garten, man kann sie spielen lassen. Sportvereine sind auch meistens in der Nähe. Auch die Schulen auf dem Dorf sind noch nicht sooo mit Ausländer überbelastet - nein ich habe nichts gegen Ausländer - und es geht noch viel harmonischer zu.
Ärzte gibt es halt nicht wie in der Stadt an jeder Ecke, da muss man schon Fahrzeiten einkalkulieren aber dafür kennen die einen nach einer Zeit und die Gespräche sind einfach persönlicher als in der Großstadt.

Nachteil wiederrum ist in der Regel das Getratsche auf dem Dorf. Wir haben zB. viel Ärger im Neubaugebiet. Wer hat größer, Schöner und besser gebaut. Herr Rechtsanwalt ist super wichtig und die GAttin macht nur Ärger....das hat man in der Stadt zum Glück nicht so....

Ihr habt einen Parkplatz vor dem Haus#huepf, im Sommer im Garten sitzen , plantschen und Grillen....

Im Endeffekt hat es super viele Vorteile.!!

Grüße
Lisa

Beitrag von golm1512 05.03.11 - 12:28 Uhr

Dass es in der Großstadt automatisch und immer unpersönlich zugeht, ist ein Vorurteil!
Ich lebe seit sechs Jahren in Berlin und kann das nicht bestätigen. In Kiga, Schule und bei den Ärzten geht es sehr individuell und persönlich zu. Klar, die Konkurrenz ist ja auch groß! Wenn mir jemand nicht gefällt, gehe ich zum anderen. Die Möglichkeit habe ich auf dem Land nicht.
Ich kenne unsere Nachbarn und bekomme mit, wenn was nicht stimmt. Die kieigen das von uns auch mit.
Meine "Mitmütter" sind hilfsbereit und wir schieben uns auch mal die Kinder in Notfällen zu oder treffen uns einfach so. Man begegnet sich beim Einkauf oder auf den täglichen Wegen genauso wie in einer Kleinstadt. Wenn ich das aber mal nicht will, gehe ich in einen anderen Stadtteil und habe Ruhe. Oder auch nicht. Auch hier trifft man sich an allen möglichen und unmöglichen Stellen.

Großstadt ist nicht selbstverständlich anonym und Kleinstadt/Dorf ist nicht automatisch heimelig.

Beitrag von mamasweet 05.03.11 - 14:01 Uhr

Wir ahben unsauch vor knapp 3 Jahren ein Haus auf dem Landgekauft - und ich war AUCHSEHR SKEPTISCH !!!
Weil ich eben ein Stadtkind bin !!!!!!!!!!!!!
Aber ich muss sagen - ich bin so froh das wir es gemacht haben !!!!
Meine Nachbarin hat Hühner wo die Maus immer mit geht füttern ......
So vieleBekannschaften wie hier auf dem Land in 3 Jahren habe ich in 5 Jahren wo wir frisch umgezogen waren nicht gemacht !
Und es war auch eine Heisssegegend !
Und ich muss auch weiterv weg fahren um zum doc zu kommen ecttt.
Aber es hat sich GELOHNT zu 1oo %.

Liebe Grüsse Mamasweet
Jacinta 2oo6
Nelia 2oo9

Beitrag von marathoni 05.03.11 - 20:26 Uhr

Wir wohnen ( leider ) auch in einem kleinen Dorf. Immerhin 3000 Einwohner, aber für mich ein Kaff.
Als die Kinder noch kleine waren, fand ich es perfekt. Viele Sozialkontakte, keine weiter Weg in den Kindergarten und in die Grundschule, ein paar Vereine ( Fußball, Tennis, Tischtennis ) gibt es auch. Man kennt sich, alles recht familiär.
Aber !!!
Mittlerweile bereue ich es zutiefst. Meine drei großen Kinder muss ich überall hinfahren. Die Busverbindung ist derart schlecht, dass es fast unmöglich für sie ist mit dem Bus zu fahren. Klar, morgens der Schulbus ins Gymnasium im nächsten großen Ort ist gewährleistet. Aber mittags.: Ich bin an manchen Tagen von 15-20. h unterwegs. Und mittlerweile auch noch nachts!!! wenn sie am Wochenende von den Partys heimkommen. Es ist nur schrecklich.
Ich wäre froh gewesen, hätte mir das jemand gesagt, als wir hier vor 16 Jahrn gebaut haben. Ich hätte mich auf jeden Fall für eine kleine bzw. große Kreisstadt entschieden !!! Die Kinder und die Ansprüche und deren Aktivitäten werden größer. Wenn du also Lust hast in 10 jahren nur noch herumzufahren dann mache es. Ich bin es langsam leid und ersehen den 18. Geburtstag meines 1. Sohnes herbei. Er bekommt ein Auto, so dass er mich mit den Fahrdiensten unterstützen kann.