ich würde ihm so gerne etwas raten....

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von aquene 05.03.11 - 09:36 Uhr

Hallo ihr Lieben,

es geht um einen Bekannten von mir.....ich habe mich mit ihm schon ein paarmal über dieses Thema unterhalten, weil es sozusagen sein Leben bestimmt.
ich kenne ihn nicht live....kenne daher auch nicht die Gegenseite...kann eben nur auf das vertrauen was er mir erzählt.

Folgende Geschichte:

Er war mit einer Frau zusammen, die schon zwei Kinder mit in die Beziehung brachte....sie haben eine gemeinsame Tochter bekommen....waren glücklich...bis es schliesslich zur Trennung kam....da war die Tochter ca.7 Jahre alt.
Seitdem herschte kein gutes Verhältnis mehr zwischen Vater und Mutter....die Mutter verweigert ihm den Umgang.
Die Tocher ist inzwischen 13 Jahre alt....und seit seinem Auszug kämpft er darum sie zu sehen.
Es gab durchaus schon Umgang...wurde aber wohl, wo es nur ging, von der Mutter vereitelt. Sie hat ihm immer wieder abgesagt....einfach mal die Türe nicht aufgemacht, oder war zu ausgemachtem Zeitpunkt nicht zu Hause.
weiterhin gibt es wohl ziemliche Probleme im Hause der Mutter....das Kind war laut ihm schon so verzweifelt...dass es beim Kinderschutzbund anrief. Das Jugendamt kam dann wohl auch mal zu einem vereinbarten Zeitpunkt und sah alles als i.O. an.
Sie hat wohl schon weinend ihren Vater angerufen und gesagt die mutter hätte sie in ihr Zimmer eingesperrt und den Strom abgestellt damit sie kein Licht anmachen kann.....oder sie hat angerufen und gesagt "Papa hol mich ab, die Mama ist wieder betrunken"

Er ist über alle rechtlich möglichen Wege gegangen....hat auch gerichtlich Umgang zugesprochen bekommen...wie gesagt es zog sich schon über viele Jahre hin...es gab immer wieder Gerichtstermine.
Und die Kleine wird wohl auch sehr stark beeinflusst, kriegt von der Mutter erzählt, dein Papa hat dich eh nicht lieb und will dich nicht sehen.

Er meint....bei der Mutter stehen ihre Eltern im Hintergrund , die wohl sehr vermögend sind.

jetzt wird sie dieses Jahr 14 und er sagt....seine Kraft geht ihm aus....er muss erstmal wieder schauen, dass er sich um sich kümmert und er hofft einfach darauf, dass seine Tochter bald mehr "Rechte" hat und dann selbst zu ihm kommen kann.
Trotzdem hört man seine Verzweiflung wirklich raus.

Wie hört sich das für euch an?
Was könnte man ihm denn raten? Falls es überhaupt was gibt.
Er arbeitet selbst mit Jugendlichen zusammen....steht eigentlich mit beiden Füssen im Leben....es hört sich einfach so aussichtslos an.

Beitrag von winnie_windelchen 05.03.11 - 09:53 Uhr

Wenn ihm Umgang gerichtlich zugesprochen wurde, wieso funktioniert das dann nicht? Im Grunde kann dann die Mutter nämlich garnichts mehr dagegen machen.

Wenn sie es weiterhin nicht zu lässt würde ich das dem Gericht mitteilen und weiter machen.

Ich kann nur von dem ausgehen was du schreibst, wir und du auch, kennen ja die andere Seite nicht. Ich könnte es nicht nachvollziehen das dass eine Mutter nur aus reinem Trotz oder reiner Wut oder Sturheit einem Vater und dem Kind antut, wobei es ja solche Mütter auch geben soll, vieleicht steckt ja aber doch mehr dahinter als wie er es aussagt.

Hast du denn den richterlichen Bescheid gesehen? Irgendetwas schriftliches? Das wäre ein guter Anfang um ihm wirklich glauben zu können.

Lg

Beitrag von nadineriemer 05.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo,
selbst wenn er vom Gericht ein Umgang zu gesprochen bekommen hat,heißt es nicht das die Mutter es zu lässt.
Wenn sie weiter hin den Umgang verweigert,wird eigentlich nicht viel passieren.Sorgerechtsentzug der Mutter oder so passiert eigentlich nie,es gibt wohl 2 bis 3 Einzelfälle.Wenn das alles so stimmt,dann sollte er das Aufenthaltsbestimmungsrecht einklagen,so kann er dann seine Tochter zu sich holen.

Nadine

Beitrag von ppg 05.03.11 - 16:46 Uhr

Sorgerechtsentzug der Mutter oder so passiert eigentlich nie,es gibt wohl 2 bis 3 Einzelfälle.Wenn das alles so stimmt,dann sollte er das Aufenthaltsbestimmungsrecht einklagen,so kann er dann seine Tochter zu sich holen.

Nööööööööööööö, da passiert schon ne ganze Menge: Einmal Umgang verweigert, Zwangsgeld im Wiederholungsfalle 3 Stellig., weiterhin Umgang verweiger, Ratz - Fatz Sorgerechtsentzug per einstweiliger Verfügung

Gerichte sind da sehr schnell und ausgesprochen Vaterfreundlich

Der Vater muß das halt nur wirklich durchfechten.

Meine Erfahrung hat gezeigt, das Männer zwar gerne jammern, aber dann keine Eier in der Hose sich wirklich durchzusetzten.

Ute

Beitrag von nadineriemer 05.03.11 - 17:50 Uhr

Hallo,
das stimmt so nicht und wird nur in extrem Fällen mal gemacht.In der Regel passiert das nicht und ich bekomme das hier täglich mit und weiß wovon ich rede.Wir hatten gerad erst so einen Fall.


Nadine

Beitrag von ppg 05.03.11 - 18:17 Uhr

Meine Freundin, KV ein gewaltätiger Schläger ( vorbestraft, massive Gewaltandrohung gegen die Kindesmutter ) hat sich erdreistet bei einem (!) Umgangstermin nicht anwesend zu sein: Ordnungsgeld 500 € , sie bezog zu der ALG II.

Gerchtsbezirk Würzburg

Also erzähl mir nicht von Ausnahmefällen.

Wo willst Du das täglich mitbekommen. Hinterzieht Dein gesammtes Umfeld die Kinder? Oder nur Du , weil Dein Ex in Anwesenheit des Kindes geraucht hat?? Villeicht ist es einfach nur Dein Glück, das er keinen fähigen Anwalt hat. Denn nach allem was Du mir berichtet hast, bewegst Du Dich mit Deinem Verhalten auf verdammt dünnen Eis.

Ute


Beitrag von nadineriemer 05.03.11 - 18:27 Uhr

Das hat mit dem rauchen nichts zu tuen und ich bewege mich nicht auf sehr dünnem Eis.Das ist schon mal das erste,der Vater meiner kleinen hat seine Ex Frau und seine Kinder geschlagen.Ich habe eine Verfügung gegen ihn,also er bewegt sich auf sehr dünnem Eis nicht ich.
Außerdem kenne ich mich in diesen Dingen schon etwas aus.

Was hier auf fällt in diesem Forum, ist das gerade die so genau bescheid wissen,wo der Vater selbst keine Kontakte zum Kind hat,aber da gibts ja Gründe für.Nur andere dürfen diese Gründe nicht haben.

Ich würde hier überwiegend auf wenig Vorschläge etwas geben,weil vieles einfach extrem übertrieben wird,Frauen werden immer wieder hier angegriffen,wenn sie Ängste oder Bedenken äußern und dann auch noch von denen,die selbst keinen Umgang mit dem Vater pflegen müssen.

Meine Jungs haben übrigens sehr guten Kontakt zum Vater und Familie.

Fakt ist leider,das viele Mütter den Umgang verweigern und damit durch kommen.

Beitrag von ppg 05.03.11 - 18:41 Uhr

#gaehn

Deine Geschichten werden von Woche zu Woche phantsievoller....und die Erde ist eine Scheibe

Ute

Beitrag von nadineriemer 05.03.11 - 18:50 Uhr

Ach weißt du die Situation bei mir ist seit Wochen schon die gleiche,aber na ja,wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Weil ich hier einigen nicht nach dem Mund rede,scheint es dir wohl nicht in den Kram zu passen.Bist es wohl gewöhnt,das Leute dir in den ....kriechen,aber so eine bin ich halt nicht.
Aber wie gesagt,die die sich hier so aus dem Fenster lehnen sind immer die selben und ja ihr wisst es halt besser.Ich habe meine Erfahrungen dazu geschrieben,mehr nicht und dazu stehe ich.

Beitrag von schnuffelschnute 06.03.11 - 20:17 Uhr

Hallo!

Na, ich weiß nicht:

Mein Mann hat ein Zwangsgeld festsetzen lassen per Gericht,wenn die Kindsmutter das Kind nicht rausgibt bzw. nicht oder zu spät zu den vereinbarten Terminen daheim ist

Gruß

Beitrag von winnie_windelchen 05.03.11 - 18:25 Uhr

"Nööööööööööööö, da passiert schon ne ganze Menge: Einmal Umgang verweigert, Zwangsgeld im Wiederholungsfalle 3 Stellig., weiterhin Umgang verweiger, Ratz - Fatz Sorgerechtsentzug per einstweiliger Verfügung "

Genau so wurde es mir vom Jugendamt auch erzählt, egal ob es dabei um Umgang geht oder den Unterhalt, egal ob ein Vater solche Wege gehen muss oder eine Mutter.

Und im grunde finde ich das richtig so. Wenn es keinen Kindeswohlgefährdenden Grund gibt, das der KV sein Kind nicht sehen darf, bzw. die Mutter es verweigert, würde ich an des KV´s stelle weiter kämpfen, schließlich soll dieser ja laut Gericht bereits Umgang zugesprochen bekommen haben.

Lg

Beitrag von parzifal 06.03.11 - 12:33 Uhr

Gerichte sind nicht "väterfreundlich". Väter wurden vor Gericht noch nie "freundlicher" behandelt als Mütter.


Beitrag von nadineriemer 05.03.11 - 18:08 Uhr

Also,wir hatten hier den Fall das der Vater sein Kind nicht sehen durfte von der Mutter aus.Er klagte schon mehrfach,dann durfte er seinen Sohn unter Aufsicht sehen,wo die Mutter auch die Termine immer eingehalten hatte.Sobald es aber darum ging sein Kind alleine zu sehen,verhinderte sie es.Meine Freunden(Familienhelferin)schrieb dem Gericht das der Junge von der Mutter sehr offensichtlich beeinflusst wird.
Sie behielt das Sorgerecht und der Junge blieb auch bei der Mutter.Warum,weil Klagen immer sehr lange gehen und alles genau geprüft wird,da vergeht sehr viel Zeit.Der Junge hatte zu seiner Mutter eine enge und gute Bindung,zum Vater nicht,da es ja die Mutter verhindert hatte.Der Richter wollte ihn nicht noch weiter schädigen,indem er das Kind von der Mutter weg holt und zum Vater gibt.Der Vater war ihm ja fast fremd.Bevohr ein Kind aus einer Familie genommen wird,wird immer genau geprüft und es vergeht viel Zeit.Wenn eine Mutter den Kontakt unterbinden will,dann kann sie das auch.So wie bei dir beschrieben,passiert es nicht sofort.
Was jetzt nicht heißt,das ich solche Mütter gut finde,gerade auch bei dem Jungen,fand ich das schon ganz schön hart und ihr scheint überhaupt nicht klar zu sein,was sie auch ihrem Jungen angetan hat
Ich erlebe hier immer wieder das Mütter erfolgreich den Kontakt unterbinden.

Nadine