Trennung wie 6 jährigen kind erklären

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von wolke429 05.03.11 - 15:02 Uhr

Hallo Mein Mann und ich haben beschlossen das wir uns trennen.

Grund: Wir streiten uns schon jeden tag......ich bin total unglücklich und er auch.....

Wir waren 5 jahre verheiratet und 11 jahre schon so zusammen.
Klar tut es mir in der seele weh....hinzu kommt noch das ich mich auch noch verliebt habe in einen anderen Mann....

Und wir haben auch noch2 kinder....Unser sohn 6 jahre alt und vor 4 monate kam noch unsere kleine tochter zur welt.....

Bin die ganze zeit nur mit ihm zusammen geblieben weil ich denke das kinder eine Mama und einen Papa brauchen.......


So jetzt meine frage an euch: Wie erkläre ich/ wir das unserem sohn 6

der sehr sensibel ist....und möchte das Mama und Papa zusammen bleiben......

Sollten wir extra für ihn zusammen bleiben weil er es möchte...dann hätte er eine traurige Mama und einen Traurigen Papa die sich ständig streiten....


Und wie muss ich jetzt weiter machen meinte ämter und so weil wir uns eine getrennte wohnung suchen wollen.......

was steht mir dann als allein erziehende mutter mit 2 kindern zu???:-(


LG Wolke

Beitrag von bienmaya 06.03.11 - 01:05 Uhr

Hallo,

Also nur zusammen bleiben weil der Sohn es somöchte ist ja nicht sinn der Sache und auch nicht im sinne der Eltern.Wenn ihr euch ständig streitet und euer Sohn das mitbekommt ist das auch nicht gut für ihn.
ich würde es ihm so erklären das Mama und Papa jetzt sich nicht mehr so oft sehen weil Papa in eine extra wohnung zieht aber er ganz oft vorbei kommt.
LG

Beitrag von chili-pepper 06.03.11 - 11:52 Uhr

Hallo Wolke,

vor dieser Erklärung stand ich auch schon.
Ich habe es meinen Kindern in einem Vergleich erklärt.
Habe also gesagt, dass Mama und Papa nicht mehr zusammen wohnen können, dass wir halt streiten usw...
Kinder untereinander streiten ja auch obwohl sie sich mögen und manchmal ist, wenn zuviel gestritten wird, der beste Freund halt nicht mehr der beste Freund.
So habe ich es erklärt.
Der Papa ist durauchaus noch mein Freund, aber leider nicht mehr der beste Freund, weil wir sooooo viel gestritten haben.
Und wenn man so viel streitet, kann man nicht mehr zusammen wohnen, weil dann jeder immer traurig ist, usw....
Versuche viele Gegenüberstellungen aus dem Leben des Kindes bei der Erklärung aufzuführen.
So kann das Kind die Sachlage auf bekannte Situationen umlegen.
Hat bei uns gut geklappt.

Wir waren auch 11 Jahre zusammen, gemeinsame Kinder mit allem drum und dran.
Ich konnte mich auch schwer dazu durchringen mich zu trennen.
Aber; es war eine befreiung.
Die Kinder sehen ihren Papa wann immer sie wollen und nach meinen Beobachtungen, hat bislang keines der Kinder ernsthaften Schaden genommen.
Wichtig ist, reden, reden, reden....und den Kindern einen Schutzraum geben.

Alles Gute.

Beitrag von krypa 06.03.11 - 18:12 Uhr

Hallo wolke429,

wenn sich Trennng schon nicht vermeiden lässt, so sollten Mutter und Vater
das gemeinsam dem Kind nahebringen, nicht eine(r) alleine!

Wenn möglich sollte fürs Kind so wenig wie möglich geändert werden, d.h. der 'Umgang' sollte so oft wie es geht 'stattfinden'. Noch besser ist natürlich wenn es im eigentlichen Sinne kein Betreuungs- und kein Umgangselternteil
nach der Trennung gibt.

MfG krypa