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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von ophelia79 05.03.11 - 18:19 Uhr

Die Geburt meines ersten Sohnes ist inzwischen zwar schon 10 Monate her, aber ich möchte nun doch einmal die Gelegenheit nutzen sie hier aufzuschreiben.

Meine Schwangerschaft stand irgendwie von Beginn an unter keinem guten Stern. Ich war überglücklich, als der Test positiv war und habe mich sehr auf unser erstes Kind gefreut. Allerdings hatte ich dann in der Frühschwangerschaft mehrmals Blutungen, die meine Sorge, das Baby wieder zu verlieren, wachsen liessen.
In der 19. SSW wurde dann eine akute Toxoplasmose bei mir festgestellt, die meinen Mann und mich natürlich erst einmal völlig aus der Bahn geworfen haben. Bei einer folgenden Fruchtwasserpunktion konnte dann glücklicherweise eine Infektion des Kleinen weitestgehend a.usgeschlossen werden. Ich musste dann massig Tabletten schlucken, damit da nichts mehr passieren kann.
Ausserdem war ich mehrmals wegen vorzeitiger Wehentätigkeit und auch wegen einer Blutung in der 30. SSW stationär im Krankenhaus.
Durch diese ganzen Ereignisse war ich inzwischen schon ziemlich ängstlich, was die Gesundheit meines Sohnes betraf, dachte aber, dass bei so viel Blödsinn während der Schwangerschaft dann wenigstens die Geburt toll werden müsste.#schwitz
An meinem Geburtstag 10 Tage vorm ET war ich dann bei meiner FÄ zur Kontrolle. CTG war zwar schön, aber mein Blutdruck nicht mehr so toll. Von dem ganzen Wasser in sämtlichen Extremitäten mal ganz zu schweigen. Ich kam nur noch in dei Schuhe meines Mannes rein, die eine Nummer größer waren, solche Klumpfüße hatte ich. Naja als Geschenk habe ich dann eine Einweisung ins Krankenhaus, wo ich entbinden wollte bekommen.#paket
Ich war also seit Donnerstag da und habe bis zum darauffolgenden Dienstag auf der Wöchnerinnenstation zugebracht, ohne dass irgendetwas passiert ist (bis auf das ständige Kommen und Gehen der frischgebackenen Mamas natürlich)#kratz.

Am Dienstag haben die Ärzte und ich dann beschlossen, dass wir jetzt mit der Einleitung beginnen, da es für mich inzwischen nur noch eine Qual war, dort zwischen den frisch erschlankten Mamas rumzukugeln, da weder mein Blutdruck noch die Wassereinlagerungen so gnädig waren, sich wieder in den Bereich des Normalen zu verflüchtigen.
Die Prozedur sollte ja weitestgehend bekannt sein. Zuerst wurde mehrmals täglich ein Gel vor den Muttermind gelegt. Nichts passierte...:-(
Das Ganze wurde dann am nächsten Tag wiederholt. Bis auf ein paar kleine Wehen wieder nichts...:-[
Ich sollte vielleicht noch dazu schreiben, dass ich durch den ganzen Durchgangsverkehr mitbekommen habe, dass bei den anderen eingeleiteten Frauen, das Baby oft schon nach dem ersten Versuch innerhalb kürzester Zeit da war, unabhängig, wie weit sie am Termin waren.
Am dritten Tag haben mir die Ärzte auf eine nette Art zu verstehen gegeben, dass heute nichts passiert, um meinem Körper ein wenig Entspannung zu verschaffen. Das Ende vom Lied war dann, dass ich den gesamten Tag durchgeheult habe, weil ich darauf nicht wirklich vorbereitet gewesen war. Währenddessen kam natürlich eine neue Zimmergenossin mit Einleitung zu mir aufs Zimmer, die dann wieder gleich nach dem ersten Gellegen innerhalb von 2 h ihre Tochter bekam.:-(

Ich war dann wirklich kurz davor, wieder nach Hause zu gehen und darauf zu warten, dass sich mein Sohn von selbst zum Ausziehen entschliesst. Die Oberärztin hat mich dann in einem einfühlsamen Gespräch doch zum Bleiben überreden können.

Ab sofort wurde dann mit Tabletten eingeleitet. Wie viele ich dann bekommen habe, weiss ich nicht mehr. Am Samstag Morgen ist mir dann auf dem Weg zur Toilette endlich die Fruchtblase geplatzt. Mein Mann war auch schon da, weil er die Nacht davor mit mir zusammen im Kreissaal schlafen durfte. Ich hatte ja laufend CTG und meine Zimmernachbarin gerade ihr Kind bekommen.
Nach dem Platzen der Fruchtblase kamen dann auch ziemlich schnell Wehen, die bald schmerzhaft wurden. Obwohl ich schon ordentlich mit Veratmen zu kämpfen hatte, sollte ich laut einer auftauchenden Schwester nobis hech eine viertel Tablette nehmen. Ich weiss bis heute nicht, ob das dann ausschlaggebend war oder warum diese letzte Tablette überhaupt noch gegeben wurde. Jedenfalls hatte ich danach kaum noch Pausen zwischen den Wehen und richtig zu kämpfen.
Ich habe dann nach meiner Beleghebamme verlangt, um wieder ein bisschen mehr Sicherheit zu bekommen.
Als die dann da war, durfte sie mir auch gleich mal eine Spuckschale bringen, da sich das Frühstück wieder verabschieden wollte.
#schwitz
Die Wehen waren zwar sehr schmerzhaft aber noch nicht regelmäßig und stark genug, um den Muttermund zu öffnen. Meine Hebamme hat dann dummerweise meinen Blutdruck gemessen und ist mal schnell verschwunden. Plötzlich kam der Oberarzt rein, hat auf die Blutdruckwerte geschaut und meinte nur so lapidar: " Ehe jetzt hier die Kacke am Dampfen ist, machen wir Kaiserschnitt!" Er hat mir dann schnell einen Zugang gelegt und schon ginge es ab in den OP. Ich war dann ganz schnell weg, bilde mir aber ein noch den Schnitt gespürt zu haben, allerdings ohne Schmerzen.

Als ich dann wieder wach wurde, war unser Sohn Finn Lucien dann schon da. Wir sind dann alle zurück auf die Wöchnerinnenstation zurückgebracht wurden und ich konnte endlich mein kleines Wunder geniessen.
Am dritten Tag hatte ich dann zwar noch einmal eine Blutdruckkrise mit 210 zu 120, aber zum Glück war ich noch in der Lage eine Schwester zu rufen.

Finn ist am 01.05 2010 um 14:08 Uhr mit 51 cm und 3700 g zur Welt gekommen.

Beitrag von jane81 05.03.11 - 20:11 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!! Toller Name! ;-)

Mein Fabian wurde auch am 01.05.10 geboren, allerdings schon um 10:38 Uhr.


LG
Jane

Beitrag von sarah2810 07.03.11 - 08:27 Uhr

Erstmal herzlichen Glückwunsch!!
Errinnert mich fast an meinen Bericht.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=2727212&pid=17276599