Wie lange Brust nach Beikost anbieten?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von ilmbabe 05.03.11 - 21:17 Uhr

Hallo!!

Hab ne kurze Frage:
Unsere Maus (5,5Monate) bekommt mittags Gemüsebrei (manchmal schon mit Fleisch). Sie isst sehr gut und es scheint ihr sehr zu schmecken.
Mit der Beikost soll ja eigentlich nach und nach eine Milchmahlzeit ersetzt werden. Einmal haben wir es geschafft, dass sie anscheinend so satt war, dass sie nicht mehr gestillt werden wollte.
ABer meistens will sie trotz großer Menge Brei immernoch die Brust!? Ich biete ihr aber auch Trinken zum Brei an (sprich Durst kann nicht der Grund sein)!?

SO langsam fangen wir abends auch mit Brei an (den verschlingt sie förmlich!). Soll ich mittags einfach aufhören ihr die Brust anzubieten?

Naja, das war jetzt mehr als eine kurze Frage ;-)

Danke für EUre Antworten!

Gruß, Bianca

Beitrag von sarahjane 05.03.11 - 21:39 Uhr

Du hast Recht: Idealerweise entfällt mit jeder eingeführten Beikostmahlzeit eine Milchmahlzeit.

Brust oder Fläschchen braucht man nicht mehr anzubieten, wenn ein Kind mindestens die Hälfte einer Beikostmahlzeit "schafft".

Beitrag von ilmbabe 05.03.11 - 21:43 Uhr

Na dann versuche ich einfach mal, ihr nach dem Brei die Brust nicht anzubieten. Sie schafft nämlich meistens bis auf ein paar Löffel ein ganzes Gläschen (190 g).

#danke

Beitrag von hoffnung2010 06.03.11 - 22:02 Uhr

seltsam.

frage mich, warum es dann

BEI kost heißt

und NICHT

ERSATZ kost.

darüber sollte man mal nachdenken ;-)

Beitrag von co.co21 05.03.11 - 22:24 Uhr

Hallo,

stillkinder gehen ja nicht nur an die Brust, wenn sie Hunger haben, sondern auch gegen den Durst.

Lara hat auch die ersten 3 Monate mit Beikost kaum was nebenbei getrunken, sondern halt gestillt. Meistens halt nicht direkt nach dem Essen, aber so 30-60 Minuten später wollte sie dann immer was trinken, war auch immer nur kurz, von daher gehe ich davon aus, dass sie Durst hatte.

Nach und nach hat sie dann zum essen Wasser getrunken und wollte nicht mehr stillen.

LG Simone

Beitrag von ilmbabe 05.03.11 - 22:42 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Also kann es gut sein, dass es etwas länger dauert, bis wir die Mittagsmilchmahlzeit ganz ersetzt haben. :-)

Beitrag von hailie 05.03.11 - 22:56 Uhr

Biete sie einfach immer mal an.
Die Kinder stillen ja auch, um ihren Durst zu löschen.
Wenn deine Tochter wirklich satt ist, dann wird sie auch nicht mehr stillen wollen.

LG

Beitrag von ilmbabe 05.03.11 - 23:17 Uhr

Ich glaube, ich werde die Mahlzeit nie ersetzen, sondern nur erweitern können :-D ;-)
Kleiner Brustjunkie...

Beitrag von hailie 05.03.11 - 23:22 Uhr

Ach was, das kommt schon!
Immer wenn man keine Fortschritte mehr erkennen kann, kommt plötzlich ein riesiger Sprung. ;-)

Ich habe 9 Monate lang alle 2 Stunden am Tag gestillt. Danach wurde es plötzlich immer weniger und mit einem Jahr kam sie locker einen Tag ohne Stillen aus.

Beitrag von ilmbabe 06.03.11 - 08:42 Uhr

Uih, alle 2 Stunden 9 Monate lang ist echt hart!
Darf ich fragen, wie lange Du insgesamt gestillt hast?

Beitrag von hailie 06.03.11 - 15:38 Uhr

Ich stille immer noch und werde es sicher noch ein Jahr tun, sofern meine Tochter möchte. :-)

Beitrag von marysa1705 06.03.11 - 13:55 Uhr

>>Mit der Beikost soll ja eigentlich nach und nach eine Milchmahlzeit ersetzt werden.<<

Nein, das stimmt leider nicht.
Idealerweise werden im ersten Lebensjahr überhaupt keine Milchmahlzeiten ersetzt, sondern lediglich durch BEIkost ergänzt.
Wenn ein Kind nach dem Essen keine Milch mehr möchte, wird deshalb auch empfohlen, VOR dem Essen etwas zu stillen.
Milch sollte im gesamten 1. Lebensjahr die Hauptnahrung darstellen.

LG Sabrina

Beitrag von marysa1705 06.03.11 - 14:00 Uhr

Hier übrigens noch die WHO-Empfehlung diesbezüglich:

"Mit dem Beginn des 7. Lebensmonats sind die meisten Kinder für die Einführung von Beikost bereit. Der Beginn des Zufütterns bedeutet jedoch nicht das Ende der Stillzeit, sondern es sollte parallel weiter gestillt werden. Manche Kinder interessieren sich erst nach 9 bis 12 Monaten für größere Mengen anderer Nahrung als Muttermilch. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung, denn Muttermilch soll im ganzen ersten Lebensjahr Hauptnahrungsmittel sein. Ein guter Zeitpunkt für den Beginn der Zufütterung ist, wenn das Kind
• Interesse am Essen zeigt, indem es u. a. ganz aufmerksam den Weg jedes einzelnen Bissen in den Mund verfolgt,
• gestützt aufrecht sitzen und die Hand zum Mund führen kann. Meist ist der Zungenstoßreflex dann auch zurückgebildet, so dass es nicht alles mit der Zunge aus dem Mund schiebt.
Stillen Sie immer zuerst. Denn es ist leichter, Essen zu üben und neue
Nahrungsmittel und Geschmacksrichtungen auszuprobieren, wenn Ihr Kind nicht zu hungrig ist. Auch kann es die neue Nahrung mit Hilfe der Muttermilch besser verdauen."

http://www.babyfreundlich.org/uploads/media/BeikostempfehlungEltern2010-05-19_01.pdf

LG Sabrina