Kindergarten nur halbtags viel zu wenig

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von yes92 05.03.11 - 21:36 Uhr

Unsere Tochter (im Jan. 3 geworden) kommt im August in den Kindergarten, halbtags das bedeutet von 8uhr-12.30uhr, die möglichkeit nachmittags noch mal für drei std in den Kiga zu gehen haben wir mal einfach "gazu gebucht", falls sie mal nachmittags Lust hat zu gehen oder wenn Veranstalltungen oder Ausflüge gemacht werden. Wir hatten einfach überlegt das wir keinen ganztags Platz brauchen da im Mai unsere kleine Tochter auf die Welt kommt und ich dann 2 Jahre zuhause bin. Soweit so gut.
Jetzt meint heute eine Tante meines Mannes (sie ist 50 und ich 25 und sie glaubt ich hab keine Ahnung) das wäre falsch. Man sollte das Kind ganztags in den Kiga geben, wegen Sozial kompetenz lernen und ich könnte ihr zu hause nicht das bieten was der Kindergarten bietet. Ich könnte ihr nicht geben was sie braucht in sachen Förderung ect#schock (ach ja hab heilehrzieherin gelernt) und ich sollte mal drübernachdenken (von wegen ob eine gute Mutter das nicht lieber die experten erziehen lassen sollte) Es reicht völlig wenn das Kind abends zu hause ist. Ausserdem wenn das baby da ist kann man sich um das 1. Kind gar nicht mehr ausreichend kümmern (sie hat nur ein kind).#schock

Sorry fürs lange #bla#bla
Ich bin gespannt wie ihr das seht...
Danke schon mal#winke lg yes mit Mausi und #ei 30ssw

Beitrag von nana141080 05.03.11 - 21:46 Uhr

Hmm, riecht irgendwie nach Fake hier....#schein


Sorry, aber so dumme DInge kann eine 50 Jährige nicht wirklich sagen/meinen.

nix für ungut,aber ich glaub nicht das es dich gibt:-p
Nana

Beitrag von london11 05.03.11 - 21:49 Uhr

Ich kenne sie und es gibt sie und die Tante hat das echt so gesagt. Also das is ja echt unverschämt.

Beitrag von yes92 05.03.11 - 21:56 Uhr

Die Sache ist ihr Kind ist seit es 8 Monate ist immer ganztags weg gewesen. Weil Sie wieder arbeiten wollte und auch "Karriere" machen wollte. Aber das sie so krass darüber denkt hat mich heute auch geschockt.

Beitrag von zahnweh 05.03.11 - 22:06 Uhr

du wirst nicht glauben, was mir schon 50jährige an den Kopf geworfen haben. ... und in jedem anderen Alter auch.

Lustigerweise widersprechen sich viele - auf dem Papier erwachsene - oft selbst. Und merken es noch nicht mal.

Beitrag von schwarzesetwas 05.03.11 - 21:48 Uhr

In jedem Fall kannst Du Deinem Kind nicht das bieten, was der KiGa macht.
Der KiGa ist eine wesentliche Vorbereitung auf die Schule.

Und das kann man nichts als Mama - auch mit irgendwelchen Ausbildungen nicht.
Selbst ein Erzieher nicht, weil es liegt ja an den anderen Kindern, die mitwirken.

Du musst ja nicht den ganzen Tag nehmen, ein 3/4 würde doch ausreichen.

Lg
SE

Beitrag von yes92 05.03.11 - 21:57 Uhr

Meinst du auch das von 8-12.30 zu wenig ist. ich mein sie wird bestimmt auch öffters mal nachmittags gehen.

Beitrag von zahnweh 05.03.11 - 22:10 Uhr

also ich finde es genug. Meine geht so lange und es tut ihr gut. Nachmittags habt ihr ja noch Optionen.

Ich selbst ging auch so lange - manchmal auch nachmittags. Und man musste mich fast schon hin"prügeln"/bestechen oder sonst was. ich habe den Kindergarten gehasst. Und Vorbereitung auf die Schule war es nicht.

Das Konzept war wohl super (meine Mutter hat sich vorher schon informiert), aber die Umsetzung war nix.

Ich habe mich riesig auf die Schule gefreut und meine Mutter hat mich darauf sehr viel mehr vorbereitet, als es der Kindergarten je geschafft hätte.

Und auch die Mama/Oma Zeit zu Hause hat sooo gut getan. Die Wurzeln zu Hause und die Unternehmungen am Nachmittag haben mich nicht nur auf die Schule sondern auf das Leben vorbereitet. :-)

Beitrag von cassidy 05.03.11 - 23:49 Uhr

Hi,

das ist doch totaler Schwachsinn was du da sagst!

Meine Großer ging nur zwei Jahre vormittags in den Kiga und ist letzen Sommer vorzeitig eingeschult worden. Meine Tochter geht jetzt ein Jahr vormittags in den Kiga und ich kann durchaus behaupten, dass es meinen Kindern sehr gut geht. Sie haben soziale Kompetenzen und können auch mit Messer und Gabel umgehen.

Der Kindergarten soll familienergänzend wirken, aber nicht die komplette Erziehung übernehmen. Du degradierst mit deiner Aussage alle Eltern und sprichst ihnen ihre Kompetenz ab!

Nur ein Beispiel: Meine Schwester ist nicht in den Kindergarten gegangen, aber dennoch haben meine Eltern, darauf geachtet, dass sie Kontakt zu anderen Kindern hat. ("Tee-Stube", damals eine selbstorganisierte Elterngruppe die ein Cafe aufgemacht haben, das generationsübergreifend seine Türen geöffnet und reichlich Platz für Kinder hatte) Meine Schwester hat Abi, ist Buchhändlerin, war Filialleiterin bei einem der großen Buchhäusern und ist jetzt im Management.

Ich hoffe wirklich, das das alles hier ein Fake ist, denn so dumm kann keiner in Wirklichkeit sein!

Gruß,

cassidy

Beitrag von zahnweh 05.03.11 - 22:04 Uhr

Hallo,

meine geht halbtags. Ganztags ist hier nicht bezahlbar.

Es tut ihr soooo gut. Sie braucht andere Kinder, sie braucht aber auch Mama. Nach 3-4 Stunden ist sie platt! Sie schläft zwar nicht mehr Mittag, aber ganztags würde meine nicht durchhalten. Ok, wenn ich müsste, müsste sie, aber gut tun würde ihr es sicher nicht.

Wir genießen es beide, dass wir den Nachmittag zusammen haben. Mit Freunden treffen (vom Kindergarten oder andere), Sportverein (ihre Wahl), rausgehen, Schwimmen gehen, Spielplätze (auch mit Mama toll)

Ihr tut es gut, dass sie auch andere Kinder kennenlernt. Auf dem Spielplatz und im Schwimmbad sind immer wieder andere. Wir können spontan entscheiden, ob sie nachmittags lieber nur wenig Trubel möchte oder ganz viel um sich herum braucht.

Ich selbst war als Kind morgens und manchmal auch mittags. Allerdings habe ich den Kindergarten gehasst. Hätte man mich dort ganztags hingesteckt, wäre ich an die Decke gegangen. Also noch mehr, als sowieso schon.
Alle anderen aus meinem Kiga sind auch nur halbtags gegangen und sie sind sozial super entwickelt. Heute Ärzte, Erziehrinnen, arbeiten im Büro oder haben andere Berufe.

Wenn deine Tante es sich selbst nicht zutraut, ist es ihre Sache.
Wenn du dein Kind gerne um dich herum hast und es machbar ist, tu das was für euch, als Familie gut ist. Andere werden immer was zu meckern haben.

Selbst dann, wenn du dein Kind jetzt ganztages in den Kindergarten bringen würdest, könnte deine Tante in 10 Jahren ankommen und dir genau deswegen Vorwürfe machen ;-)

Schau was für euch gut ist und nicht für andere. :-)

Beitrag von london11 05.03.11 - 22:09 Uhr

#freuBin genau deiner Meinung #winke

Beitrag von yes92 05.03.11 - 22:15 Uhr

Mensch Danke das tat gut.
Zoe ist so gerne nachmittags mit mir unterwegs. Sie geht Turnen,schwimmen und die anderen nachmittage gestallten wir ähnlich wie du es beschrieben hast.
Und ich mach das super gerne und werde das auch mit 2 Kindern weiter so gestallten.

lg

Beitrag von tauchmaus01 05.03.11 - 22:19 Uhr

Sag ihr doch dass Du für Dein Baby schon einen Ganzjahresplatz hast und sie eine Woche nach Geburt abgibst und dann in 18 Jahren schulisch voll ausgebildet wieder abholen kannst.

Mona

Beitrag von yes92 05.03.11 - 22:22 Uhr

Das ist ja super#rofl Ich lach mich kaputt.
So sauer wie ich heute darüber war, tut das richtig gut so darüber zu lachen jetzt. Danke#pro

Beitrag von limetta 05.03.11 - 23:44 Uhr

Guter Plan! #freu

Beitrag von knuddel-baerchen 05.03.11 - 22:32 Uhr

Guten Abend,

lass die Leute doch reden....

Mein Sohn bringe ich zwischen 8 und 9 in den Kiga. Und hole Ihn um 12.00 uhr wieder ab.
Und das reicht vollkommen.

Lg knuddel-baerchen

Beitrag von limetta 05.03.11 - 23:43 Uhr

Meine Güte, zu was für einem dämlichen Modebegriff die "soziale Kompetenz" mittlerweile verkommt. Meinen die vehementen Verfechter eigentlich ernsthaft, dass soziale Kompetenz am besten von denen vermittelt wird, die sie gerade erlernen sollen (i.e. den gleichaltrigen Kindern) ???

Klar, Kindergarten ist eigentlich ein Muss für die Entwicklung, sofern keine Geschwister, engen Freundes- oder Familienbeziehungen o.ä. vorhanden sind - aber was (wtf?!?) soll die Behauptung, dass man sein Kind "Experten" überlassen soll? Sind Kinder komplizierte technische Geräte, deren Wartung man lieber Fachleuten anvertraut?


Beitrag von sophiasw 06.03.11 - 06:49 Uhr

Ich glaube, das kommt auf das Kind an.

Ich wäre froh, wenn ich meinen kleinen Schatz jeden Tag mittags abholen könnte. Ich glaube für ihn wäre es auch gut.

Ich finde wichtig, daß Kinder in den Kindergarten kommen, aber einige Stunden reichen meist.

Laß Dir nichts dreinreden.

Liebe Grüße
Sophia

Beitrag von tragemama 06.03.11 - 08:10 Uhr

Meine Tochter geht vormittags zwischen 4 und 5 Stunden in den KiGa und für uns ist das perfekt. Wir kochen dann zusammen und essen gemeinsam und am Nachmittag können wir rumkuscheln, was unternehmen oder einfach jeder in Ruhe sein Ding machen.

Wäre Kathrin den ganzen Tag weg, würde ich das auch für die Geschwisterbeziehung schade finden, wann sollen die sich denn kennenlernen?

Andrea

Beitrag von golm1512 06.03.11 - 10:27 Uhr

Und ich glaube, dass es keine pauschale Lösung gibt, die für alle richtig ist. Außerdem ist die Einstellung zur Kinderbetreuung von Bundesland zu Bundesland und von Generation zu Generation unterschiedlich. Es gibt gut und schlechte Kindergärten. Es gibt Eltern, die arbeiten gehen müssen/wollen und die gar keine andere Wahl haben als ihr Kind den ganzen Tag fremdbetreuen lassen. Es gibt Kinder, die finden es klasse, den ganzen Tag außer Haus sein und es gibt Kinder, die brauchen das nicht.

Für euch und euer Kind muss das stimmen. Was hier irgendeine Tante denkt, wäre mir ziemlich wurscht.

Meine Kinder gehen übrigens bis 15 Uhr in den Kiga bzw. bis 16 Uhr in den Hort. Beide finden das toll, freuen sich aber auch, wenn ich sie abhole. Meistens jedenfalls. Kiga und Hort sehe ich als Ergänzungsangebot. Für die grundsätzliche Erziehung meiner Kinder sind wir allein verantwortlich und wollen das auch bleiben.
Die Kinder zum Mittagessen abzuholen und nachmittags wieder hinzubringen, finde ich blöd. Das hätte ich nie gemacht und hätte dann auf jeden Fall den Halbtagsplatz vorgezogen.

Beitrag von gingerbun 06.03.11 - 12:12 Uhr

Hallo,
ich denke das muss jede Familie für sich entscheiden. Auch wenn ich jetzt mit unserem Baby 1 Jahr zuhause bin geht unsere Tochter nachwievor von 9 bis maximal 16.30 Uhr in den Kindergarten. Wobei ich sie im Schnitt schon eher abhole, sagen wir gegen halb 4 / 4. Ihr gefällt es einfach super gut im Kindergarten und das Jahr was ich so intensiv mit ihr hatte habe ich jetzt mit unserem Sohn. Letzte Woche war sie komplett zuhause da das Baby nun da ist und da haben wir "Familienurlaub" gemacht. Es war auch schön aber ich merke schon dass es Zeit wird dass sie wieder zu "ihren" Kindern kommt. Wir haben ja auch ab 16 Uhr noch komplett den Nachmittag zusammen von daher finde ich für uns jetzt nicht dass sie zulange weg ist.
Wenn Dein Plan für Euch so gut funktioniert dann ist es doch bestens :-)
Gruß!
Britta

Beitrag von gotschie 07.03.11 - 09:12 Uhr


Hallo,

ich glaube, dass dies generell Meinung der Politik ist, die im Moment verbreitet wird.

Das Kind soll bitte in eine Kindertagesstätte, damit die Mama arbeiten gehen kann. Dort sind Erzieherinnen, die das Kind eh besser erziehen können. Am Besten schon mit einem Jahr.

Mittlerweile finde ich es widerlich. Ein Kind bis ins Grundschulalter soll auch Zeit zuhause in der Familie verbringen. Ein Kindergartenplatz bis Mittags reicht da vollkommen aus.

Laß Dir da nichts einreden !

Falls Du definitiv mal eine Entlastung brauchst, weil Du einen harten Tag mit dem Baby hattest, dann kannst Du immer noch überlegen, ob Du Dein großes Kind mal mittags hingibst. Aber zur Regel machen würde ich es nicht.

Gruß
Gotschie