Dürfen Firmenchefs "Wahlempfehlungen" an das Personal geben?

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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von adalgisa 06.03.11 - 12:51 Uhr

Zitat: Der Geschäftsführer der Solarfirma Kaco in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat seine Mitarbeiter in einem Brief aufgefordert, bei der Landtagswahl ihr Kreuz bei den Grünen zu machen. In dem Schreiben heißt es wörtlich: „Gehen Sie am 27. März zur Wahl und geben Sie ihre Stimme den Grünen! Nur dadurch ist gewährleistet, dass Ihre Arbeitsplätze zukünftig langfristig gesichert sind.“

http://tli.tl/5SvPwf

Sind Wahlen nicht frei und geheim in Deutschland? Für mich hat das ein "Geschmäckle", wenn ausgerechnet der Chef einer Solarfirma so eine "Empfehlung" (vorsichtig ausgedrückt) gibt...

Andererseits: Solange die Chefs keine eidesstattliche Versicherung von den Angestellten darüber verlangen, dass sie nicht XYZ wählen, kann man das noch unter erweiterter Wahlhilfe laufen lassen. Oder wie seht Ihr das?

Beitrag von ayshe 06.03.11 - 12:58 Uhr

Ob es erlaubt ist, weiß ich nicht.
Letztlich ist es doch aber egal, was er sagt, jeder wählt doch, was er will, ist ja geheim.

Allerdings kann auch jeder einen Zusammenhang zwischen Grün und alternativer Energiegewinnung sehen oder?

Beitrag von harveypet 06.03.11 - 13:26 Uhr

Wahlempfehlungen dürfen von Firmen abgegeben werden siehe auch Opel2009, und so viele andere gib mal Wahlempfehlung bei google ein.

Beitrag von fred_kotelett 06.03.11 - 13:26 Uhr

So wirklich Ok finde ich das auch nicht.
Wobei ijeder Angestellter in einem Solarunternehmen, wohl schon aus Eigeninteresse Grün wählt.

Unser örtlicher katholischer Pfarrer fordert am Wahlsonntag immer auf christl. zu wählen....

Beitrag von ayshe 06.03.11 - 14:14 Uhr

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Unser örtlicher katholischer Pfarrer fordert am Wahlsonntag immer auf christl. zu wählen....
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Auch nicht schlecht #rofl

Beitrag von asimbonanga 06.03.11 - 16:37 Uhr

Habe ich selbst jahrelang in meiner Jugend erlebt.Meine Oma wohnte in einem Ort ,da wurde das regelmäßig in die Predigt eingebaut.

Beitrag von harveypet 06.03.11 - 16:48 Uhr

in den 20er Jahren waren solche Empfehlungen auf den Lohntüten aufgedruckt!!!!

Beitrag von manavgat 06.03.11 - 15:38 Uhr

Och, da sind mir schon ganz andere Sachen passiert. Offene Beschimpfungen, ich sei eine "linke Socke" nur weil ich eine andere Meinung hatte.

Eine Empfehlung, ist was es ist, kein Druckmittel. Unsere Wahlen sind ja geheim.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lisasimpson 06.03.11 - 17:07 Uhr

"Sind Wahlen nicht frei und geheim in Deutschland?"

doch unserer Wahlen sind allgemein, frei und geheim- all das bleibt gewahrt auch wenn chef xy, freund z oder fernsehspot w empfehlungen aussprechen

lisasimpson

Beitrag von blaaaah 07.03.11 - 19:13 Uhr

Der kann da empfehlen was er möchte. Was seine Mitarbeiter letztendlich wählen, kann er ja nicht überprüfen. Von daher finde ich das ganz ok so.

Gruß
blaaaah

Beitrag von parzifal 10.03.11 - 11:59 Uhr

Warum sollte das verboten sein?

Art. 5 GG.

Beitrag von renate63 10.03.11 - 12:28 Uhr

95 % der Deutschen Bevölkerung kann sich Grüne Politik nicht leisten.

Beitrag von adalgisa 10.03.11 - 12:51 Uhr

"95 % der Deutschen Bevölkerung kann sich Grüne Politik nicht leisten. "

Und 95% der Bevölkerung hat nichts (Positives) von Gelber Politik ;-)

Beitrag von renate63 10.03.11 - 15:49 Uhr

doch weil die das Geld verdienen, was der Staat ausgibt. Die Konzerne zahlen schon lang keine Steuern mehr, sondern der Mittelstand, Familien geführte Unternehmer und Handwerker.

Beitrag von adalgisa 10.03.11 - 17:18 Uhr

Wie viel Prozent des Mittelstands betreibt eigentlich ein Hotel?

Beitrag von scotland 10.03.11 - 19:14 Uhr

Hallo,

mein ehemaliger Chef gehörte einer großen Volkspartei an - Parteifreunde hatten immer einen Bonus bei ihm in der Firma .... Das war bekannt, aber ein Nachweis wäre schwierig gewesen.

Peinliche Aktion, sowas.
LG
Scotland

Beitrag von legolas39 10.03.11 - 23:29 Uhr

Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn es sich nicht um eine Solarfirma und die "Grünen" gehandelt hätte.
Sondern um eine bayrische Firma, die z.B. Autos herstellt und schriftlich zu CSU Wahlen aufruft, um ebenfalls Abrbeitsplätze zu sichern.
Oder eine niedersächsische Firma, die empfiehlt, NPD zu wählen.

Der Widerstand hier wäre deutlicher ausgefallen, da bin ich mir sicher.

Wahlempfehlungen gehören mE nicht an den Arbeitsplatz.

Beitrag von zeitblom 11.03.11 - 10:04 Uhr

"Wahlempfehlungen gehören mE nicht an den Arbeitsplatz. "

Aus Sicht eines politischen Menschen moechte ich Politik und politische Auseinandersetzungen an keinem Platz ausschliessen. Ob der Arbeitgeber allerdings besonders klug handelt, durch Wahlempfehlungen die betriebliche "Ruhe" zu riskieren, steht auf einem anderen Blatt....

Beitrag von harveypet 11.03.11 - 15:18 Uhr

Oder eine niedersächsische Firma, die empfiehlt, NPD zu wählen.

der Zusammenhang erschließt sich mir nicht!!!