nochmal eine frage zur ELSS und medikation statt OP

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Beitrag von sternenkind-keks 06.03.11 - 18:26 Uhr

so morgen muß ich ja wieder ins KH, da ja immer noch nicht feststeht, ob ich eine ELSS habe
der HCG war am donnerstag bei 293 und am freitag bei 324.
im US sieht man natürlich nichts. vor 2-3 wochen hatte ich einen normale blutung. die ärzte wissen nun auch nicht so recht was los ist.

jetzt fiel mir gerade ein, dass ich mal gelesen hab, dass es ein medikament gibt, was bei einer ELSS eingesetzt wird.

kann mir einer sagen wie es heißt und unter welchen voraussetzungen es genommen werden kann?

dann würd ich die docs da morgen mal drauf ansprechen....

Beitrag von sarilari 06.03.11 - 18:51 Uhr

Hi,

du Arme, es tut mir sehr leid, dass du diesen Stress aushlaten muss... es ist ätzend nicht zu wissen woran man ist...

Ich hatte letzten September auch eine ELSS... diese wurde operativ entfernt aber man hatte einen Zwilling übersehen...

Das hieß im Klartext... HCG sank nach der OP erstmal, stieg dann aber wieder an...

Mein FA hat mir dann angeraten, nicht nochmal eine OPeinzugehen, da sonst die Möglichkeit besteht, dass der linke Eileiter komplett entfernt wird... also haben wir uns auf das Medikament Methotrexat geeinigt...

Methotrexat oder auch MTX ist ein Chemotherapeutikum, die das Wachstum der Zellen verhindert... Der Vorteil, ist, dass du nicht operiert werden muss...

Ich kann hier auch nur von meinen Erfahrungen mit dem Medikament sprechen... ich hatte schon einige Nebenwirkungen, wie starke Übelkeit und extreme Unterleibsschmerzen...

Mein HCG sank dann auch wieder, allerdings sehr langsam... aber er sank und das war die Hauptsache... Ich habe relativ lange geblutet, ca. 4 Wochen lang...

Frag auf jeden Fall morgen mal die Ärzte, was sie davon halten... ich denke, es ist eine ganz gute Alternative, da man da auch nicht über Nacht ins KH muss...

Ich wünsche dir alles Liebe #herzlich

Beitrag von sternenkind-keks 06.03.11 - 19:31 Uhr

ja, genau das war es. danke!

wobei sich chemotherapeutikum schon "gruselig" anhört.
aber ich meine, wenn man nicht weiß, wo die SS sitzt.....? vielleicht nicht das verkehrteste....

Beitrag von islandelfe80 07.03.11 - 08:45 Uhr

Hallo sternkind-keks,

ich hatte im November 2009 eine ELSS, die mit MTX behandelt worden ist. Mein HCG pendelte sich um die 700 ein, ging nicht rauf und nicht runter. Der Chefarzt der Gyn hat damals gesagt, dass man bei einem HCG unter 1000 mit MTX behandelt, da es sonst auch schwer ist unter OP ist zu sehen, wo es sich eingenistet hat. Ich habe 2 Gaben MTX bekommen und musste dann wöchentlich zum Bluttest. Nebenwirkungen hielten sich in Grenze, hatte nen aufgeblähten Bauch, ansonsten ging es mir körperlich gut.

Ich drück Dir ganz feste die Daumen, dass Du um eine OP herum kommst.

Und denke nicht so viel über das "Chemotherapeutikum" nach, es wird auch bei Rheuma oder chronischen Darmerkrankungen eingesetzt.

LG islandelfe