private oder gesetzliche Krankenversicherung??

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von lilienlisa 06.03.11 - 18:29 Uhr

Hallo!

Ich bin Beamtin und privat versichert. Mein Freund ist in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wir stehen somit vor der Frage, über wen wir das Kind versichern lassen wollen.
Ich bin mir gerade noch sehr unsicher, da jeder etwas anderes rät. Wie habt ihr das denn gelöst? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und was könnt ihr empfehlen?

Danke schon mal für eure Antworten!

Lisa

Beitrag von shiningstar 06.03.11 - 19:05 Uhr

Ich werde den Kleinen bei mir (gesetzlich) versichern. Ist dann in der Familienversicherung und kostet erst mal nichts.
Können dann später immer noch eine Versicherung über meinen Mann (ebenfalls Beamter) abschließen.

Beitrag von ginger75 06.03.11 - 19:11 Uhr

Hallo

mach dich erstmal schlau bei der Krankenkasse ob eine Familienversicherung überhaupt möglich ist über deinen Freund - es gibt da bestimmte Kriterien für solche Konstellationen...

Wenn gesetzliche möglich ist würde ich diese abschliessen und ggf. eine Private Zusatzversicherung dazu.

LG

Beitrag von vicki81 06.03.11 - 19:40 Uhr

Hi,
frag mal bei der Versicherung an. Wenn du ggf. besser verdienst als dein Freund, musst du das Kleine meines Wissens bei dir versichern lassen - ich meine, da gäbe es so eine Regelung. Zumindest bin ich gefragt worden, ob einer von uns privat versichert ist, sonst wäre das nicht so ohne Weiteres gegangen.

Beitrag von susannea 06.03.11 - 20:27 Uhr

Ob ihr überhaupt die Wahl habt hängt von deinem Einkommen ab, evtl. geht nur privat!

Beitrag von vifrana58116 06.03.11 - 21:35 Uhr

Hallo,

bei uns ist die Konstellation gleich. Wir haben die Kleine bei mir privat versichert. Das kostet 42 € im Monat (inkl. alternativer Behandlungsmethoden wie Ostheopathie, Zahnzusatz, Brille usw.) bei 80% Beihilfeanspruch. Du hast halt den Vorteil - sollte mal etwas sein - dass dein Kind eben privat versichert ist... Das kann man jetzt doof finden oder auch nicht, aber in unserem Gesundheitssystem hat es eben Vorteile...

Gruß vifrana

Beitrag von binipuh 06.03.11 - 21:35 Uhr

Hallo Lisa!

Ich würde das Baby privat versichern.
Es ist dann zu 80 % beihilfeberechtigt, sofern ein Anspruch auf Kindergeld besteht.
20 % werden von der KV übernommen.
Die Versicherung verzichtet bei Versicherung ab Geburt auf eine Gesundheitsprüfung, so dass keine Risikozuschläge anfallen.

In eurer Konstellation spielt das Ek keine Rolle.
Haben die gleiche Konstellation, nur dass mein Mann eine private Vollversicherung hat.
Durch meinen Beihilfeanspruch konnte ich den Kleinen über mich versichern.

Würde, selbst wenn mein Mann in der GKV wäre, das Kind immer privat versichern. Es ist zwar nervig, weil ich jetzt immer für 2 Personen alle Anträge ausfüllen muss, aber man hat schon Vorteile.

Viele Grüße

Bini

Beitrag von -0408- 06.03.11 - 21:52 Uhr

Hi,

wenn es finanziell drin ist, dann lass Dein Kind privat versichern!

Das hat heutzutage mit sicherheit Vorteile.

Bin selber gesetzlich versichert und Arzthelferin in einer Privatpraxis...

Da sieht man mehr als deutlich die Unterschiede - auch bei den Behandlungen stationär...

Beitrag von zauberli 07.03.11 - 00:57 Uhr

Hi!

Ich würde das Kind gesetzlich versichern.

Ich arbeite auch als Arzthelferin in einer Arztpraxis und wir erleben immer wieder Geschichten, die man keinem erzählen darf.

Die Privatpatienten werden geradezu gemolken, bevor mal eine anständige Diagnostik gefahren wird.

Es gab auf dem Sender Sat1 "Akte" mal einen Fall, wo ein Privatpatient gestorben ist, weil ein Arzt eine Therapie nach der anderen gefahren hat, damit es ihm "besser" geht, anstatt ihn direkt ins KH zu überweisen.

Ein Kassenpatient wäre direkt dort gelandet und man hätte das Nötigste getan, um herauszufinden was ihm fehlt und was man dagegen tun kann.

Das ist meine Meinung. Es reicht aus, gesetzlich zu versichern, mit vielleicht privatem Zusatz, für Einbettzimmer im KH. Vor allem, bezahlen die privaten Versicherungen ja auch net mehr alles so anstandslos. Wieoft ziehen Patienten bei uns Beträge von den Rechnungen ab, weil die Kasse es net bezahlt... und es wird nicht besser werden.

Lg

Beitrag von pingumom 07.03.11 - 08:59 Uhr

Hallo,

mein Freund und ich sind in der gleichen Situation: Er gesetzlich, ich privat mit 50% Beihilfeanspruch.

Wir werden das Kind aber über ihn gesetzlich versichern lassen, einfach, weil es günstiger ist (bin jetzt 37.ssw)

Klar kostet die PKV am Anfang nicht so viel, aber ich finde dieses ständige Vorstrecken von Geld für die Arztrechnungen und den Papierkram mit Versicherung und Beihilfe ziemlich nervig, und dann zahlt die Beihilfe oder die PKV plötzlich doch nicht, sodass man auf einem Teil der Rechnungen sitzen bleibt, etc.pp.

Als ich selbst früher als Angestellte gesetzlich versichert war, fand ich nicht, dass ich so viel schlechter behandelt wurde. Im Gegenteil: Ich habe jetzt als Privatpatient oft das Gefühl, der Arzt hat die Dollarzeichen in den Augen, wenn ich durch die Tür komme, und mir werden alle möglichen Untersuchungen aufgeschwatzt, bloß weils Geld bringt. Oder wie oft plötzlich wegen "besonderer Schwierigkeiten" der 3,5fache Satz abgerechnet wird statt des 2,3fachen. Ich finds z.T. ziemlich frech.

Was wir aber machen werden:

1. eine Anwartschaft bei der PKV abschließen, dann kann das Kind jederzeit ohne Gesundheitsprüfung in die GKV wechseln, falls es doch mal irgendwann schwerwiegend erkrankt und wir das Gefühl haben, es bekommt dort bessere Therapiemöglichkeiten. Kostet im Monat keine 5 Euro, habe mich bei meiner PKV erkundigt.

2. Wir schließen bei der PKV zusätzlich eine Zusatzversicherung für Chefarztbehandlung und Einzelzimmer im Krankenhaus ab. Dieses Paket kostet auch grade mal 10 Euro und beruhigt doch für den Fall der Fälle ungemein.

Aber egal, wie ihr euch entscheidet: Ich finde, in Deutschland ist das Gesundheitssystem trotz viel negativer Presse immer noch ziemlich gut, und das Kind wird auf jeden Fall medizinisch so oder so gut versorgt sein.

LG Pingumom

Beitrag von lilienlisa 07.03.11 - 12:49 Uhr

Danke für eure ganzen Beiträge!

Ich werde mich natürlich noch mal sowohl mit der gesetzlichen als auch mit der privaten Krankenversicherung in Verbindung setzen und mich dort erkundigen.
Allerdings finde ich es auch immer sehr hilfreich, persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zu hören, denn die Berater dort sind ja nicht so ganz objektiv...

Alles Gute für euch!