Das Bild der perfekten Familie in Zeichentrickfilmen usw.

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Forum: Medienwelt

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Beitrag von ciocia 06.03.11 - 20:18 Uhr

Hallo

in der Diskussion "Ich töte die Lieblinge meiner Kinder" ist u.a. die Serie "Cailllou" als Beispiel genannt worden. Mir ist aufgefallen, dass in allen solchen Filmen für Kinder immer nur das "gängie" oder wünschenswerte Familienmodell propagiert wird, obwohl mittlerweile viele Kinder mit nur einem Elternteil aufwachsen. Bin der Meinung,dass die Macher dieser Serien auch mal eine alleinerziehende Mama oder Papa mit Kindern einbauen könnten. Damit sich Kinder wie meine Tochter auch ein wenig mit den Figuren identifizieren können und die Situation als "normal" empfinden, wäre ein guter Weg meiner Meinung nach.

Natürlich wünschen sich Kinder solch eine Familie wie die von Cailliou, aber das Leben ist nun mal nicht so perfekt und das Leben in einer kleineren Familie kann auch schön sein.

Was meint ihr dazu?

Gruß

Beitrag von melmystical 06.03.11 - 20:34 Uhr

Tja, was ist schon normal?

Darüber kann man streiten, allerdings finde ich eine Familie mit Mutter und Vater schon normal. Und wenn es nur 1 Elternteil gibt, ist das halt schon was anderes, schließlich braucht man ja auch Mann UND Frau um ein Kind zu zeugen. ;-)

Und irgendwann wird bestimmt auch wieder ein Mann in dein Leben treten, der dann im Besten Fall ein Papa für deine Tochter wird.

Und so soll es ja auch sein.

Beitrag von schlunzjul83 06.03.11 - 20:39 Uhr

HAllo,

ähnliches hab ich die Tage bei Lauras Stern noch gedacht.
Dass es mal schön ist zu sehen, dass da der Papa zu Hause ist und die Mama arbeiten geht.
sieht man ja doch eher selten.

aber schau dir Heidi an (wir z.Z. jeden Tag eine Folge).
Die hat keine Eltern sondern lebt bei ihrem alleinerziehendem Opa ;-)

Aber wie eine Vorschreiberin schon sagte, "normal" sind eher die Vater Mutter Kind - Familien.

Schönen Abend!
LG Julia

Beitrag von mamavonyannick 06.03.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

bei Calliou geht aber meiner Meinung nach nicht vorrangig darum, ein bestimmtes Familiemodell zu "zeichnen", sondern um kleine Alltagssituationen der Kinder und wie sie damit umgehen können. Denn wenn z.B. Calliou ein Buch, welches er sich geliehen hat, verbummelt, ist es doch völlig unerheblich, ob zuhause Mama UND Papa sind oder nur Mama.

vg, m.

Beitrag von cherymuffin80 06.03.11 - 21:48 Uhr

Also ich guck wenig Kinderserien da mein Kind zu jung ist.

Aber zu meiner Zeit gab es ja Serien wie "Anne mit den roten Haaren" sie war Weisenkind adoptiert von alten Leuten, oder "kleine Prinzessin Sarah", erst Mutter tod vom Vater aufs Internat abgeschoben dann noch Vater tod und Weise.

Ist ja auch nicht sooo üblich aber ich habe diese Serien geliebt.

Und für größere Kinder bzw. ehr Teenes sind ja die Simpsons vertreten, zwar verheiratet aber Homer ist nen auf der Couch gammelnder Alk trinkender Dummi. Und seine Schwägerin adoptiert ja irgendwann als alleinerziehende auch ein Baby.

Aber im Grunde interessiert es ein Kind bestimmt nicht wirklich ob es in so Serien Vater und Mutter gibt, hat es mich zumindest nie und ich bin auch nur bei meiner Mutter groß geworden.

LG

Beitrag von ciocia 06.03.11 - 22:20 Uhr

Na dann hoffe ich auch, dass es meiner Tochter auch egal ist ob da Mama und Papa zusammen leben oder getrennt und die Geschichten nicht auf ihr Leben projeziert:-)

Gruß

Beitrag von juki 06.03.11 - 23:09 Uhr

huhu...

Kim und ich sind auch allein...aber früher hat ihr das nie was ausgemacht...

Jetzt fällt ihr in Filmen immer nur auf wenn es nur ein Elternteil gibt...zum Beispiel bei den Vorstadtkrokodilen oder Hexe Lilli...

Aber sie vergleicht ihr Leben bzw. unseres nie mit Filmen oder so....habe ihr von Anfang an beigebracht, dass das sowieso alles nur gespielt ist...und nicht immer alles bei allen so sein muss wie im TV...

LG

Beitrag von madmat 07.03.11 - 11:06 Uhr

Hi,

ich lese mit den Kinder gerade ein Buch. Es heißt "Vinni im Winter". Da geht es tatsächlich um ein Mädchen, was mit der Mutter, nach der Trennnung der Eltern, in einer Wohnung lebt.
Unser Vorteil ist, daß hier beide Elternteile anwesend sind.

Kinder mögen diese heile Welt!
Nehmen wir mal Heidi... wie sie da in den Bergen rumtobt, oben im Dachboden auf Heu schläft. Ich liebte die Geschichte. Stell Dir diese Geschichte mal in der "Wirklichkeit" vor,.. sie wäre halb so spannend. Denn die kleine Heidi wäre vermutlich nach ihrer ersten Nacht auf dem Dachboden im Heu vom Jugendamt abgeholt worden.
Oder Michel aus Lönneberga! Kinder einsperren, die dann aus lauter Langeweile Figuren schnitzen? Heute undenkbar!

LG
Madmat,.. die auch nicht die perfekte Familie (im Sinne von Mutter, Vater, Sohn und Tochter) hat ;-)

Beitrag von anira 08.03.11 - 09:57 Uhr

höhr mir mit dem Caillou auf
dieses ach so perfekte kind
die serie ist doch e so dermassen überzogen die geht in allen punkten an der realität vorbei
ich bin froh wenn meine danach gar net fragen
mich regt die sendlung leider wirklich so dermassen auf#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl
eigentlich ist es ja zum lachen aber wenn ich dann nur die musik höhre WUAH

Beitrag von dk-mel 08.03.11 - 14:55 Uhr

ich möchte gedanklich nur mal ein paar filme einwerfen:

nemo (alleinerziehender überforderter vater)
aschenputtel/ cinderella (vater weg, schwiegermutter ein monster)
bambi (war da ein vater? mutter stirbt)
monster ag (thema freundschaft)
shrek (der ist auch erstmal allein)
winnie pooh (geht auch um freundschaft, känguruh ist auch ae)
Drachenzähmen leicht gemacht (vater ae)
ice age (hauptthema freundschaft)

also ich finde, dass es eigtl. genug thematisiert wird, dass es nicht mehr die eine form von familie gibt...

es ist eigtl. inzwischen schwerer, einen film zu finden, wo es das klassische bild der familie noch gibt.