Kindergarten ja oder nein?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von ng82 06.03.11 - 20:42 Uhr

Hallo zusammen!

Unser Großer ist für September im Kindergarten angemeldet und jetzt bekomme ich immer mehr Zweifel ob das nicht vielleicht doch noch zu früh ist. Er wird erst im Dezember 3. Ich bin auch sowieso noch mit unserem Kleinen zuhause, wir haben also keinen Zeitdruck. Allerdings ist es in unserer Umgebung nur möglich im September einzutreten.

Bis vor ein paar Monaten hätte ich mir da keine großen Gedanken gemacht. Ich musste mit unserem Minizwerg im Januar ins Krankenhaus für 3 Tage (Noah hat mich 1 Tag nicht gesehen) und seitdem finde ich hat er sich total verändert. Wenn wir bei Freunden sind die er schon seit mind. 1 1/2 Jahren kennt und fast wöchentlich sieht sitzt er auf meinem Schoß und sagt: "Mama heimfahren!" Wenn nur 1 Kind da ist gehts aber sobald es mehrere werden hat er teilweise richtig Panik. Ich gehe trotzdem mit ihm zu anderen Kindern, bleibe aber ständig bei ihm und er kann auch so lange auf meinem Schoß bleiben wie er will. Und wenn ich denke dass er im Kindergarten mit 24 anderen Kindern zusammen ist weiß ich nicht wie das werden soll.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Und was würdet ihr uns raten?

Liebe Grüße,
Nadine

Beitrag von hannih79 06.03.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

das ist ja merkwürdig... und VOR deinem KH-Aufenthalt war er anders??

Gehst du denn mit ihm z.B. in einer Kinderturngruppe oder in einen Spielkreis ?
Da sind ja auch viele Kinder, aber du bist immer mit dabei.
Da könntest du sein Verhalten noch beobachten und ihm seine Angst nehmen.

Das würde ich erstmal machen, und wenn es bis September nicht besser ist - lass ihn noch nen Jahr zu Haus.

Finde es aber wichtig, dass er mit mehreren anderen ( auch fremden ) Kindern in Kontakt kommt und bleibt

Gruß

Beitrag von ng82 06.03.11 - 21:18 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Vorher waren wir kaum bei den Kids und Noah war auch schon weg und hat mich so gut wie gar nicht gebraucht. Ist also ein riesen Unterschied zu dem wie es jetzt ist. Wir sind mind. 2 mal pro Woche mit anderen Kindern zusammen (1 mal Freunde/1 mal Krabbelgruppe).

Das Problem ist wir müssten uns eigentlich sofort entscheiden weil wir uns in ein paar Wochen verbindlich die Anmeldung für September abgeben müssen. Das ist auch das was uns total ärgert.

LG

Beitrag von maus_21 06.03.11 - 21:29 Uhr

JA das kenne ich auch ! meine kleine war vor kurzen in einem mini kindergarten angemeldet wo sie jetzt nicht mehr ist! sie hat sich nur noch an mich geklamert und ist nicht mals mehr alleine zu meiner mutter gegangen das war es mir dann nicht wert und jetzt kommt sie mit 3 in den normalen kiga!

Beitrag von widowwadman 06.03.11 - 21:47 Uhr

Glaubst du denn mit 3 wird das ploetzlich leichter? Meine KiTa sagt das nach deren Erfahrung die Eingewoehnung bei kleineren leichter laeuft als bei Aelteren.

Meine Tochter fing mit 9 Monaten an und es klappte super.

Beitrag von haruka80 06.03.11 - 21:51 Uhr

Liebe Nadine,

ich würde dir dazu raten, deinen Sohn im September in die KiTa zu geben. Sprich sonst auch nochmal mit den Erziehern dort, die werden dir auch sagen, dass es ganz wichtig ist für Kinder, wenn sie mit spätestens 3 in die KiTa kommen. Je älter Kinder werden, desto problematischer wird es, ein Kind gut einzugewöhnen.
Wobei es da auch immer noch drauf ankommt, wie oft du mit deinem Sohn in Spielgruppen bist. Kinder, die in Spielgruppen sind, findens auch noch leichter. Und der Kontakt zu gleichaltrigen ist superwichtig, Kinder sollen Kinder sein und müssen voneinander lernen ab einem bestimmten Alter. Sie benehmen sich sonst schnell zu erwachsen und haben Probleme mit der sozialen Kompetenz unter gleichaltrigen.

Mein Sohn ist mit 22 Monaten in die KiTa gekommen (also vor 5 Wochen) und ich wa rimmer jemand, der dachte: mit 2 1/2 (wäre dann im September, ähnliche Aufnahmezeiten), spätestens aber mit 3. Nun kams anders, ich war nicht so begeistert und sehe aber, wie gut es ihm tut. Wobei ich sagen muß, dass ich mit meinem Sohn 4 Vormittage die Woche und 2 Nachmittag in Spielgruppen verbracht habe, damit er Gleichaltrige hat.

Sprich wirklich mal mit den Erziehern, die werden dir ganz sicher das selbe sagen wie ich jetzt (wobei ich aus dem selben Berufsbereich komme:-p).

L.G.

Haruka

Beitrag von unique79 07.03.11 - 10:41 Uhr

hallo nadine,

ich würde ihn auf jeden fall im september in den kiga gehen lassen! er ist ja dann fast drei - und warte mal ab, in ein paar monaten wirst du merken, dass er reif dafür ist.

wenn du ihn erst mit knapp vier gehen lässt, wirst du bis dahin vermutlich ein ziemlich unausgelastetes kind zu hause haben. ;-)

rafael ist jetzt letzte woche mit drei jahren in den kiga gekommen - und ich hatte das gefühl, es war höchste zeit. er war zuhause total unausgegleichen und hat vor lauter langeweile (obwohl ich viel mit ihm gemacht habe) nur blödsinn im kopf gehabt. man konnte richtig merken, dass er jetzt einfach was anderes braucht.

lg, astrid

Beitrag von smhpr 07.03.11 - 13:01 Uhr

Hallo Nadine,

mein Sohn ist letzten September mit 2 Jahren in den Kindergarten gekommen (wir hatten akuten Kindermangel - sonst hätte unser Kindergarten geschlossen). Ich dachte auch erst, es ist viel zu bald. Aber der Kindergarten tut ihm so gut. Er geht jeden Tag vier Stunden rein, und wenn ich ihn abhole erzählt er immer voller Stolz, was sie gemacht haben und von seinen Freunden... Die ersten zwei Wochen waren schwierig - führ ihn und für mich.
Aber überleg es dir noch mal gut - der Kindergarten tut unsren Kindern gut#blume

Lg und alles Gute
Sonja#stern

Beitrag von purzel 07.03.11 - 20:14 Uhr

Hallo Nadine,

ich rate dir vom Kindergarten in dem Alter ab. Wenn er eh noch sehr unsicher ist und sein Mama noch sehr braucht, dann lass ihm die Zeit noch zuhause. Diese Zeit kommt dann ohnehin nie wieder, und alles was er im Kindergarten lernt, lerrnt auch noch mit vier.
In so einer großen Gruppe, mit Erzieherinnen, die nicht für diese kleinen Kinder zuständig sind, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht (habe schon im Kiga gearbeitet). Die Kinder weinen häufig und bei der Menge von Kindern haben die Erzieherinnen häufig keine Zeit, sind länger mit den Kleinen zu befassen.
Außerdem muss dir klar sein, dass die Kinder im ersten Kindergartenjahr sehr häufig krank sind und alles mögliche mit heim schleppen, was heißt, dass der Kleine auch meist krank wird.
Mein Sohn (wird auch im Dezember 3) besucht seit dem Sommer eine kleine Kinderkrippe mit Erzieherinnen, die speziell für Krippen ausgebildet sind. Er war seitdem 3 mal im Krankenhaus und ist sehr häufig krank. In einen Kindergarten hätte ich ihn auf keinen Fall mit dem Alter gegeben, wenn es die Krippe nicht gäbe, dann wäre er zur Oma gekommen.
Letztendlich musst natürlich du entscheiden. Aber wenn du kein gutes Gefühl hast, lass ihn daheim. Es passiert wirklich gar nichts, wenn er noch ein Jahr zu Hause bleibt. (Manche reden einem ja gleich ein, das Kind wird dann sozial inkompetent - totaler Blödsinn)
Gruß, Purzel