Anwalt?

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Forum: Allgemeines

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Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 21:41 Uhr

Huhu!

Habe mal eine Frage, die meine Freundin betrifft!

Und zwar ist sie ledig, aber in fester Partnerschaft mit Kind.

Er soll für sie aufkommen, aber das Geld reicht nicht, weil er Schulden vor der Partnerschaft gemacht hat.(Die er auch in Raten bezahlt)
Sie selbst bekommt keine staatliche Unterstützung, sie müssen mit dem Einkommen des Partners auskommen.

Sie selbst arbeitet nicht, hat auch keine Ausbildung, ihre Tochter ist 3 Monate...(Ja war vielleicht unvernünftig, mit deren Situation, aber lässt sich nicht ändern)

Krankenkasse zahlt sie auch selbst. Oder eher gesagt der Partner (ca 140 Euro)

Kann sie sich vielleicht irgendwo informieren, ob ihr doch irgendwie eine Beihilfe zusteht?
Ich merke ja selbst, wie sehr die drei die finanzielle Situation belastet.
Kann mir jemand einen Tipp geben, ob man etwas machen kann?
Sie sagt, auch wenn "nur" die Krankenkasse für sie und die Kleine bezahlt werden würde (zB vom Sozialamt) wäre das super und sie wäre zufrieden.

Also, was kann ich ihr raten? Wo soll sie hin?
ZB eine Beratungsstelle...Wo?

(Sie sagt beim Amt wird sie bestimmt gleich weggeschickt, sie ist sehr schüchtern)
Lohnt sich es überhaupt zu fragen?

LG

Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 21:48 Uhr

Huch, da fehlt noch die Frage, ob ein Anwalt helfen könnte, in der Situation #hicks (Wegen der Überschrift)
Das war nämlich auch ne Frage, die ich meiner Freundin nicht beantworten konnte....HOPPALLA

Beitrag von gaia1976 06.03.11 - 21:51 Uhr

Erst mal da fragen, wo es nichts kostet.
Wenn dort die Antworten negativ sind, kann auch ein Anwalt meist nicht helfen, und billig wird er auch nicht sein!

Beitrag von gaia1976 06.03.11 - 21:50 Uhr

Hi,

jedem Menschen steht ein gewisser Betrag zu, den er im Monat haben muss, ob sie das hat oder ob ihr etwas zusteht, kann Dir oder besser gesagt ihr nur ein Mitarbeiter der Arge sagen.

Schüchtern hin oder her, sie muss ihren Popo schon dahin bewegen oder mit dem wenigen auskommen, was ihr zur Verfügung steht.

Vielleicht kannst Du sie begleiten?

Sie kann dort auch nach einem Schein für die Tafel fragen, da kann sie viel Geld sparen.

Alles Gute
Gaia

Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 22:08 Uhr

<<Vielleicht kannst Du sie begleiten? <<

Ja, das würde ich gerne, bin aber 120 Km weg von ihr, bin vor 2 Monaten weggezogen :-(

Ja Anwalt wird auch teuer...Oder kann sie sich einen Befreiungsschein holen?

Hach, die haben da zwar eine Art Beratungshilfe, aber die ist nur für Ausländer (soll jetzt nicht rassistisch klingen, auf keinen Fall...)
Aber die ist nur für welche, die halt kein Deutsch sprechen, sonst weiß sie nicht wohin?!

Oder zum Jugendamt?Hmmm, sieht das nicht eventuell schlecht aus?
Soll ja nicht so rüberkommen, als wenn die das Kind nicht versorgen können...
Das machen die ja, aber bleiben selbst auf der Strecke...
Wirklich, die machen alles für die Kleine, lieber trägt sie Hosen die viel zu groß sind, als sich eine passende zu besorgen.
Sie denkt eben, hauptsache die Lütte hat alles (Ist ja auch richtig, aber man lebt selbst ja auch...)
LG

Beitrag von gaia1976 06.03.11 - 22:14 Uhr

Sie muss zur ARGE, dass ist das Amt, welches das Sozialamt ersetzt!

Nur da kann ihr zeitnah geholfen werden!

LG
Gaia

Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 22:36 Uhr

Ok, dann sag ich ihr das morgen...
Hier glühten gerade die Telefondrähte, ich hab ihr gesagt, dass ich mal im Forum frage.
Denn muss sie die Zähne zusammenbeißen, vielleicht bekomme ich es hin mitzukommen.
Ich sage ihr dann, sie soll einen Termin machen.

Danke Dir.
Gut zu wissen...
(Gedacht habe ich es mir.
Aber schön, wenn man es irgendwo nochmal bestätigt bekommt :-) )

Sie hat wohl Angst gleich abgewiesen zu werden...Man hört ja so viel^^

LG



Beitrag von gaia1976 06.03.11 - 23:10 Uhr

Ich drück Euch / ihr die Daumen.
Und sie soll nach den Berechtigungsschein für die Tafel fragen!

LG
Gaia

Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 23:16 Uhr

<<Und sie soll nach dem Berechtigungsschein für die Tafel fragen! <<

Notiert :-)

Danke!

Beitrag von windsbraut69 07.03.11 - 06:27 Uhr

"Sie hat wohl Angst gleich abgewiesen zu werden...Man hört ja so viel^^ "

Immerhin reicht es noch für blöde Vorurteile.
Wenn sie so eine schlechte Meinung von der ARGE hat, warum sucht sie sich dann nicht einen JOB, mit dem sie die 140 Euro für die KV verdienen kann?

Gruß,

W

Beitrag von frau-mietz 07.03.11 - 09:23 Uhr

Das wollte sie auch, nur was ist dann mit ihrer Tochter?
Wer zahlt die Tagesmutter?
Auch wieder so eine Sache...
Wenn sie die auch zahlen muss, dann lohnt ist ja auch nicht nur wenige Stunden zu arbeiten.Dann müsste sie schon den ganzen Tag arbeiten, das geht nicht.

Zudem kommt übrigens auch noch: Sie stillt!

LG

Beitrag von windsbraut69 07.03.11 - 09:44 Uhr

Der Vater des Kindes wird ja nicht 24h/Tag arbeiten, oder?
Es gibt Frauen, die arbeiten Teil- bzw. sogar Vollzeit und stillen "nebenbei", das geht alles, wenn man will oder - in diesem Fall - muß.

Beitrag von seikon 06.03.11 - 22:16 Uhr

Also die kleine Familie hat ja einen gewissen Grundbetrag, den sie haben müssen.
Generell sind Schulden privates Vergnügen, und es kann durchaus sein, dass sie aufgrund des Einkommens des Partners keine zusätzliche staatliche Unterstützung bekommen. Aber natürlich steht jedem ein gewisser Selbstbehalt zu, der auch nicht gepfändet werden darf.

Deine Freundin soll zu Pro Familia und zur Schuldnerberatung gehen.

Beitrag von frau-mietz 06.03.11 - 22:44 Uhr

<<Deine Freundin soll zu Pro Familia und zur Schuldnerberatung gehen. <<

Die können auch helfen, wenn sie selbst keine Schulden hat und nicht verheiratet ist?


Ernstgemeinte Frage!

In dem Gebiet bin ich echt eine Blimse! :-D

LG

Beitrag von sassi31 07.03.11 - 02:29 Uhr

Die Schuldnerberatung wird mit Sicherheit nicht handeln, wenn sie dort vorspricht und garkeine Schulden hat. Das muss dann schon der Partner selber machen.

Beitrag von seikon 07.03.11 - 09:53 Uhr

also die Schuldnerberatung wird sie mit ihrem Freund zusammen aufsuchen müssen. Denn nur der hat ja die schulden. Pro familiä wird selber nicht aktiv im Normalfall, sondern berät nur. Das aber kostenlos. Deine Freundin kann da zum Beispiel nach rechnen lassen, ob sie wirklich keinen Anspruch auf alg 2 haben, oder sich erkundigen was es sonst noch für Optionen gibt. ggf können sie ja Wohngeld und Kinderzuschlag beantragen. Die können ihr auch ausrechnen, wie hoch der Selbstbehalt ist und sie informieren, was gepfändet werden darf und was nicht. Ggf macht eine insolvenz für ihren Freund Sinn.

Beitrag von arielle11 07.03.11 - 11:20 Uhr

Hallo!

Nur mal so am Rande!

Sie bekommt doch sicherlich Elterngeld, oder?

Wenn ja, dann ist sie + ihr Kind während des Bezuges doch beitragsfrei bei der Kk versichert!

Ich habe das Elterngeld jeweils auf 2 Jahre splitten lassen, so war ich währenddessen beitragsfrei versichert.

arielle

Beitrag von frau-mietz 07.03.11 - 11:27 Uhr

Echt?

Bei jeder Krankenkasse?

Ich "musste" auch monatlich meine 140 Euro bezahlen, na klasse.
(Das wusste ich auch nicht)

Danke für die Info, ich sag ihr sie soll mal bei ihrer Kasse anrufen...

LG

Beitrag von arielle11 07.03.11 - 11:53 Uhr

Also ich mache das jetzt schon bei "Baby" Nr.2 so.

Aber vielleicht kommt es auch darauf an, wie man vorher versichert war.

Ich habe vorher entweder gearbeitet oder habe Alg 1 bekommen. Ich war also auch vor Elterngeldbezug gesetztlich versichert.



Beitrag von frau-mietz 07.03.11 - 12:14 Uhr

Ich hab mal meine Schwiegermutter gefragt, die ist bei einer Krankenkasse.
Sie kennt das gar nicht #kratz.

Naja ich frag mal nachher Herrn Google.

LG

Beitrag von arielle11 07.03.11 - 12:19 Uhr

Guck mal hier:

http://www.familienratgeber-nrw.de/index.php?id=2984

Beitrag von frau-mietz 07.03.11 - 12:21 Uhr

Das hab ich eben auch gefunden :-D

Beitrag von frau-mietz 07.03.11 - 12:20 Uhr

Hab beim ersten Versuch etwas gefunden :

Elterngeld u. Krankenversicherung

Wie sind Eltern, die Elterngeld beziehen bzw. in Elternzeit sind, kranken- und pflegeversichert?

* Eltern, die zuvor Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenkasse waren, sind dort beitragsfrei weiter versichert.

Wichtig: Die Beitragsfreiheit erstreckt sich nicht auf andere Einnahmen, auf die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu entrichten sind, wie z.B. auf Arbeitsentgelt aus einer Teilzeitarbeit (Ausnahme: Minijob).

* Freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse müssen während des Bezugs von Elterngeld und während der Elternzeit grundsätzlich Beiträge bezahlen (ggf. den Mindestbeitrag). Ist der Ehepartner aber Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, dann kann der Elternteil in Elternzeit beitragsfrei in die Familienmitversicherung aufgenommen werden.



Ich und meine Freundin sind freiwillig versichert.
Also ist das schonmal hinfällig...

Trotzdem Danke.

Beitrag von miau2 07.03.11 - 12:50 Uhr

Hi,
das kommt darauf an, wie sie vorher versichert war!

Wenn sie vor dem Kind gesetzlich pflichtversichert war (über einen sozialversicherungspflichtigen Job oder ALGI), dann kann sie beitragsfrei über das EG versichert werden.

Ob der Zeitraum inzwischen deutschlandweit durch Splitten verlängert werden kann weiß ich nicht - vor 2 Jahren war das zumindest in Hessen noch nicht so.

Wenn sie vor Beginn vom Mutterschutz (ich meine, das ist der Zeitpunkt, der zählt) NICHT gesetzlich pflichtversichert war - also z.B. freiwillig gesetzlich versichert, dann kann sie NICHT beitragsfrei über das EG versichert werden.

Viele grüße
miau2