Er hat Angst es zu lernen...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von blackcelebration 07.03.11 - 08:44 Uhr

Hallo,

mein Sohn (wird im Sommer 6), hat noch immer Angst vor dem Fahrrad fahren. Er hat es letztes Jahr gelernt und auch recht gut gemacht, wenn auch wackelig und noch nicht sicher.
Dann ist er einmal gefallen - absolut nicht schlimm - und hat seit dem wieder Angst. Letztes Jahr hab ich noch gedacht...ok, er kann sich ja auch noch Zeit lassen, aber dieses Jahr sollte er es doch lernen finde ich.

Ich respektiere seine Angst und versuche sie ihm zu nehmen. Es ist nun so, daß der Frühling ja wieder beginnt und wir als Familie mal wieder Radtouren unternehmen möchten.

Soll ich ihn dazu "zwingen" (mir fällt kein anderes Wort ein) oder soll ich warten bis er von selber dazu bereit ist? Lust hat er ja, aber er ist so ängstlich. Und so wie er jetzt drauf ist wird das nichts mit Radtouren.

Wie habt ihr das gehandhabt?
LG und einen sonnigen Tag #sonne

Beitrag von mamavonyannick 07.03.11 - 09:02 Uhr

Hallo,

kannst du nicht an sein Fahrrad so eine Schiebestange anbringen, zu beginn neben ihm her laufen und zur Not dann festhalten?

vg, m.

Beitrag von saccy 07.03.11 - 09:02 Uhr

meine tochter wird auch im sommer 6 jahre. sie hat auch immer noch stützräder dran. muss aber dazu sagen das sie gleichgewichtsprobleme hat. sie will auch das die stützräder dran bleiben. ich habe mit ihr jetzt am WE ausgemacht das wir in 2 monaten die stützräder ab machen und auf der wiese üben denn da tut das hinfallen nicht so weh wie auf dem harten gehweg. auserdem bekommt sie vom osterhasen knie und ellenbogenschützer da dann das hinfallen auch nicht so weh tut und sie nicht aufgeschramte knie hat. einen fahrradhelm hat meine maus sowieso schon. den haben wir gleich mit dem fahrrad zusammen gekauft.

zwingen bringt nichts. da steigert er sich nur noch mehr in seine angst hinein. versuche es doch mal mit wiese und knie und ellenbogen schützern. dann kannste ja auch noch eine weile das fahrrad fest halten wenn er fährt und dann irgend wann einfach los lassen wenn er es nicht merkt. das wird schon klappen.

viel erfolg euch:-D

Beitrag von blackcelebration 07.03.11 - 09:06 Uhr

Hätte ich eigentlich auch gleich schreiben können:

ohne Knie, Hand und Ellenbogenschützer geht er erst gar nicht rauf. (mein kleiner Angsthase)
Helm ja sowieso.....

Wiese haben wir probiert, damit kommt er aber nicht klar. (ist zu schwer und zu wackelig.....*jammer*....;-) )

Beitrag von marion2 07.03.11 - 09:24 Uhr

Oha.

Dein Kind ist kein Angsthase. Er ist nur vorsichtig.

Sag ihm, er muss schneller fahren, dann wackelt es nicht so. Und DU rennst immer hinterher.... Schön den Gepäckträger festhalten, wenn er schnell genug ist, loslassen und schauen, wann es ihm auffällt, dass du 500 m hinter ihm stehst.

Beitrag von meckikopf 08.03.11 - 11:48 Uhr

Also ein Angsthase(!) ist man da nicht gleich #contra#contra, wenn man das nicht (auf Anhieb) schafft und lernt. Nichts für ungut, aber ich mag halt dieses Wort nicht; auch wenn es gar nicht böse gemeint ist. Ich war nämlich früher selber auch ängstlich, was solche Dinge angeht.

Beitrag von marion2 07.03.11 - 09:22 Uhr

Hallo,

wie soll er seine Angst überwinden, wenn du ihn nicht aufs Fahrrad setzt?

Kauf ihm ein paar ordentliche Protektoren uns setz ihm nen Helm auf und dann gehts gut gesichert los.

Gruß Marion

Beitrag von anira 07.03.11 - 09:33 Uhr

mein grosser hat damals von selber heimlich geübt#verliebt
so gesehen habeich also verpasst wie er fahren gelernt hat:(

hat er richtig panik???
odermag er nur so nicht?

hat hatte er jeh ein laufrad?

würde er wieder fahrne mit stützrädern?


als ich 8 war bin ich mal von schlitten gefallen
das hatte gereicht das ich mich nie wieder auf so ein teil gesetzt habe;)

du musst ihm also einfach das thema fahrad wieder schmackhaft machen

-stützräder
-schiebestange
-zeitlassen

Beitrag von wemauchimmer 07.03.11 - 11:07 Uhr

Meine Große hatte nach ein paar Stürzen auch Angst bekommen.
Dann haben wir Protektoren bestellt und die Angst war verflogen.
Ironischerweise ist sie dann auch gar nicht mehr hingefallen, die Dinger gaben ihr offenbar soviel Vertrauen, daß sie sich aufs Fahren konzentriert hat.
Allerdings war der Zeitpunkt der Handlung so kurz vor ihrem 4. Geburtstag.
LG

Beitrag von gh1954 07.03.11 - 17:53 Uhr

Bei meiner Tochter klappte das auch nicht mit dem Fahradfahren lernen. Sie hätte es gekonnt, aber traute sich nicht.
Also haben wir ihr einen gescheiten Roller gekauft, damit sie Sicherheit im Gleichgewicht findet.
Wenige Tage später fuhr sie Rad, ganz von allein, ohne Druck.

Beitrag von bussi999 07.03.11 - 18:00 Uhr

hallo,

ich hatte als kind das gleiche problem. ich habe fahrradfahren gelernt, bin hingefallen und habe das fahrrad links liegen gelassen. alles zureden meiner eltern hat nichts bewirkt.

irgendwann mit ca 7 jahren habe ich heimlich mit einer freundin auf dem schulhof geübt und es hat geklappt. ich war so stolz.

gelernt habe ich es übrigens das erste mal mit 5 oder knapp 6 jahren.

lass deinem sohn zeit. irgendwann wird er von selbst drauf kommen. wenn seine freunde nachfragen, wenn er mitfahren will. dränge ihn nicht. beim mir hat es dazu geführt, daß ich nur noch mehr geblockt habe.

lg kirsten

Beitrag von marathoni 07.03.11 - 20:30 Uhr

MAche ihm doch Stützräder dran. Dann hat er eine gewisse Sicherheit. So nach und nach schraubst du sie dann etwas höher. Irgendwann klpatts von alleine. Ich finde Stützräder generell o.k. Die meisten verabscheuen si ja. Aber wenn es eben einem Kind Sicherheit gibt ist es doch o.k.

Beitrag von der.maulwurf 08.03.11 - 19:38 Uhr

Hallo.

Auch wenn ich dafür wieder virtuelle Kloppe kriege:
Ich würd ihm "sanft" damit drohen, das er wieder in den Fahrrad- Kindersitz sitzen muss, wenn er es nicht lernt. ;-)#schein

Ich würde auf keinen Fall auf geplante Sachen verzichten wollen, nur weil mein Kind ängstlich ist ohne Ende. Dann gibts nen Schubs in die richtige Richtung und gut ist. Meine Tochter brauchte bisher auch für ALLES was neu war nen kleinen Schubs, und das "Ins Kalte wasser schmeißen" wie man so schön sagt. Sonst hätte sie heute noch nen Schnuller, bräuchte heut noch ganztags die Windel und würde heute noch heulend in den Kiga gehen.

Denn meine ist auch so ein kleiner Schisser. Letztes Jahr hat sie beim Faschingsumzug geheult wie verrückt, wollte nur noch heim.
Bei Silvester bleibt sie grundsätzlich drinnen, wenn's böllert. Im Freibad hockt sie lieber gelangweilt am Rand und schaut den anderen zu.
Im Winter läuft sie lieber durch den Hohen schnee, statt sich gemütlich mit dem Schlitten rumziehen zu lassen (man könnte ja umkippen und dabei sterben) Usw...usf....

Ich zwinge sie allerdings zu nichts, im Freibad Z.B darf sie ruhig am Rand bleiben. Mama und Papa wechseln sich halt ab mit schwimmen, und wer lieber langeweile schiebt, und sich partout auf nix einlassen will-hat eben Pech.

Ich sage mir immer: Irgendwann wird sie merken, das sie ne Menge Spaß verpasst, und kommt von alleine.;-)

Beitrag von meckikopf 08.03.11 - 21:07 Uhr

Hallo,

ja, von mir bekommst du verbale/virtuelle Kloppe, denn das

<<Ich würd ihm "sanft" damit drohen, das er wieder in den Fahrrad- Kindersitz sitzen muss, wenn er es nicht lernt.>>

finde ich absolut panne und daneben!#schock#augen#contra#contra Die reinste Schikane! Denn DU würdest dich auch nicht gerne zu irgendwas zwingen und/oder gar erpressen lassen, wenn du vor irgendwas Angst hättest. Oder...?! Wohl kaum/nicht. Also, dann verlange es auch von deiner Tochter bzw. von einem Kind nicht!

Dann muss er halt laufen und kann (noch!?) kein Fahrrad fahren, wenn er es noch nicht lernen möchte und Angst hat. Und - wo ist das Problem? Es laufen so viele andere auch. Aber, wie gesagt, ihm regelrecht drohen, dass er dann (wie ein "BABY"!) in den Kindersitz muss, wenn er es nicht lernt, geht gar nicht!

Beitrag von der.maulwurf 09.03.11 - 12:11 Uhr

Das mit dem Kindersitz war jetzt auch eher ironisch gemeint.
Ich glaube kaum, das ein 6-Jähriges Kind, da noch rein passen würde.

Aber das mit dem Schubs war schon mein Ernst.
Hab da sogar ein Gutes Beispiel. Dreht sich auch wieder ums Freibad, weil wir da schon etliche Theater hatten. Ich wollte ihr einfach mal zeigen, wie viel Spaß es macht auf der Wasser Rutsche zu rutschen. Hab mir dann vorgenommen, egal wie viel Widerstand sie leistet, es wird JETZT EINMAL gerutscht. Irgendwann muss sie ihre Angst vor allem und jedem verlieren, und wenn ich das nur durch eine Schock-Therapie erreiche-GERNE.

Also, hab ich ihr gesagt: Komm wir rutschen mal. Sie gleich wieder NEIN.
Total rumgzickt, gebrüllt, geheult. Das übliche eben. Hab sie dann einfach geschnappt und meinen Plan in die Tat umgesetzt.

Und das Resultat ,man glaubt es kaum, war ein vor Freude quiekendes Kind, das von der Rutsche kaum noch runter zu bringen war.
Da sie zum alleine rutschen aber noch zu klein war, musste ich natürlich immer mit. Und am Ende hab ichs fast bereut, da ich echt total am Arsch war, nach gefühlten 200mal Treppe hoch....

Wie gesagt, manchmal muss man einfach bissel nachhelfen.

Beitrag von no-limit 09.03.11 - 10:47 Uhr

Hallo,

ich finde das voll in Ordnung, denn jedes Kind ist anders und man selber kennt sein Kind am Besten.

Und Meckikopfs Hobby scheint meckern zu sein .... alles against ;-)

Meiner brauch auch ab und an nen Schubs und hat keinen psychischen Schaden :-p

Alles Liebe

Beitrag von meckikopf 10.03.11 - 22:45 Uhr

<<Und Meckikopfs Hobby scheint meckern zu sein .... alles against.>>

Mensch Mädel... GET A LIFE... #bitte!#klatsch#augen

Beitrag von no-limit 08.03.11 - 19:48 Uhr

ich kann dir nur berichten wie ich es gemacht habe.

ich habe ihm einfach die stützräder abgenommen und versprochen am rücken zu halten. so dann ist er gefahren und ich hab einfach losgelassen und ihn fahren lassen. als er dann gefahren ist, hab ich natürlich einen affentanz abgelegt vn wegen ... schau mal .... du bist ganz allein gefahren ... das hast du toll gemachtg .... blabla. einfach motiviert und geübt und geübt. meiner hat auch immer panik vor allem und dann komm ich mit dem pampi und dem rad beispiel. das wollt er auch nicht, weiil er angst hatte es nicht zu schaffen und es war ein klacks.

mach kein drama raus. die stützräder kommen ab oder er will ausgelacht werden; du stütz ihn und dann lasst du ihn los und lobst ihn zu himmel. danach vielleicht noch ein eis und ansonsten üben und üben.

LG

Beitrag von twins 08.03.11 - 20:32 Uhr

Hi,
unser Sohn wurde mit 3,5 Jahren fast überfahren und wollte dann auch 1 Jahr lang nicht mehr Rad fahren. Er fing dann wieder mit dem Laufrad an.
Zum Glück war es dann zu klein und er konnte mit seiner Schwester ein neues Rad aussuchen. Er hatte ein tolles Hochglanzprospekt und hat sich in sein Rad verliebt.

Seit dem fing er wieder an...langsam aber stetig.
Wie wäre es sonst übergangsweise mit einem Roller, um wieder Vertrauen zu finden und dann mit einem Picknick mit Rad überzeugen?!?!?

Grüße
Lisa

Beitrag von imzadi 10.03.11 - 23:24 Uhr

Mach dir keine Sorgen! Als mein Sohn 6 Jahre war, war Fahrrad fahren der grösste Horror für ihn. Er wollte nicht mal wenn man ihn festgehalten hat es mal versuchen. Er kann das nicht, er will das nicht.

Letztes Jahr, er war gerade 7 geworden, wir haben das erste mal draussen gegrillt. Ich hab sein Fahrrad rausgeholt, die Reifen aufgepumpt und es einfach hingestellt. Ohne irgendetwas zu sagen. Kurz darauf ist er aufgestiegen und beim ersten Versuch ca. 10 Meter auf einmal gefahren. Von diesem Augenblick an war Fahrrad fahren das grösste. Er ist noch oft hingefallen, aber immer wieder aufgestanden. Nun wird er bald 8 und fährt wie eine Eins.

Lass ihm Zeit, auch wenn es schwer fällt. Als er 6 war und schon zur Schule ging hatte ich auch meine Sorgen warum das nicht klappt, ich dachte er ist sicher der einzige der das nicht kann. Aber zwingen würde ich ihn auf keinen Fall, damit wird es vielleicht nur noch schlimmer.