Vorsorgesparen - wieviel macht Ihr da?

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Beitrag von bine.73 07.03.11 - 13:31 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe mal eine Frage: Wieviel Prozent Eures Gesamt-Haushalts-Nettoeinkommens spart Ihr nur für die Altersvorsorge?

Bei uns sind es ca. 13% (mein Mann und ich zusammen).

Wir machen uns derzeit viel Gedanken, weil wir "so viel" sparen, uns daher aber z.B. kein Haus leisten können - was ja auch eine Art Altersvorsorge ist.

Wie ist das bei Euch? Würde mich mal interessieren.

Danke schon im voraus für Eure Antworten bezüglich dieses diskreten Themas.

Beitrag von lea12 07.03.11 - 13:58 Uhr

Hallo

Am besten eine Riester-Rente abschliessen. Da hilft der Staat beim Sparen mit!

Beitrag von bine.73 07.03.11 - 14:01 Uhr

Ja, danke für den Tip. Riester haben wir schon. :-)
War aber nicht meine Frage.
Wir haben fast alles. :-)

Beitrag von myimmortal1977 07.03.11 - 14:14 Uhr

Hallo :-)

Deine Angabe mit den 13 % finde ich persönlich jetzt nicht viel. Kommt ja immer auf das Einkommen drauf an. Bei 1000 € wären es etwas über 100 €, bei 3000 € etwas über 300 € mtl, was aber durchaus vertretbar wäre, da man mit 2.700 € netto im Monat schon ganz gut mit einer 3 - 4 köpfigen Familie über die Runden kommt. Zwar ohne großartige Sprünge, aber gesund.

Eine private Altersvorsorge ist heut zu tage sehr wichtig. Denn anders herum gefragt, was nützt Dir das tollste eigene Haus im Alter, wenn Du es von Deine staatl. Rente nicht unterhalten kannst.

Denn, auch wenn das Haus mal abbezahlt ist, kostet es trotzdem noch die Unterhaltung und das ist teilweise auch nicht gerade wenig Geld.

Wenn Ihr es schon jetzt nicht schafft, z. B. Eigenkapital für ein Haus zu bilden mit den 13 % für die Altersvorsorge, würde es auch arg schwer werden und viel zu lange dauern, mit den 13 % in das Haus ohne Altersvorsorge.

Wenn ich an einem sicherlich nicht sparen wollen würde, dann wäre es an dem Punkt Altersvorsoge. An anderen Punkten, andere Versicherungen, Lebenserhaltungskosten, Nebenkosten, Urlaub, Autos etc. kann man durchaus sparen und dann das Geld zusätzlich weg legen.

Ich spare 15 % in meine Altersvorsorge und noch mal rund 15 % auf ein Tagesgeldkonto, auf das wir für Notreserven jederzeit zurück greifen können.

Versicherungen nur die allernötigsten, Autos gebraucht und günstig geschossen, Versicherungen alle verglichen, eigenes Haus haben wir, Niedrigenergiehaus vor 6 Jahren neu gebaut, spart unheimlich an Energiekosten, gucke auf Preise beim Einkaufen, koche meistens für 2 Tage, das spart auch ungemein.

Es gibt so vieles, wo man den einen oder anderen Euro beiseite legen kann, wenn man die Augen aufhält und im Leben auf unnötige Extras (z. B. Neuwagenkauf) verzichten kann.

LG Janette

Beitrag von bine.73 07.03.11 - 15:26 Uhr

Sorry, es sind 20%. Hatte nen Rechenfehler drin.

Wie Ihr es schafft, 30% monatlich von Eurem Einkommen zu sparen, dann noch ein Haus abzuzahlen, ist mir echt ein Rätsel.
Wir sparen auch noch nebenbei, das sind aber NIE und NIMMER nochmal 10% unseres Einkommens.

Hmm.....
Wir möchten nicht auf Teufel und Komm raus ein eigenes Haus, aber ich hab irgendwie auch kein Bock mehr, unserem Mieter die Kohle in den Rachen zu werfen.

Danke für Deine Antwort!

Beitrag von myimmortal1977 07.03.11 - 15:59 Uhr

Ich selbst habe noch nie zur Miete gewohnt. Als ich meine Ausbildung beendete, formulierte ich vor meinen Eltern den Wunsch eine Eigentumswohnung kaufen zu wollen. Ganz klein, 1,5 Zimmer. Meine Eltern finanzierten mir damals das Startkapital. Bin aber auch Einzelkind. Meine Eltern verdienten damals ganz gut, hatten somit Ersparnisse.

Ich bezahlte allerdings auch die Hälfte des Startkapitals an meine Eltern zurück. Es war ein zinsloses Darlehen. 20 % der Gesamtkosten. Der Rest lief über eine Bank.

Meine Eltern verstarben leider, leider viel viel zu früh, mein Vater 2000 meine Mutter 2010. Daher nur die hälftige Rückzahlung.

Mein Freund lebte bis zu seinem 34. Lebensjahr in einer ganz kleinen sehr günstigen 1 Zimmer-Wohnung. Eine Genossenschaftswohnung. Er machte normal seine Lehre, dann seinen Meister, arbeitet seit seinem 19. Lebensjahr fest in einem Betrieb, verdient dort gutes Geld, von dem Wort "reich" sind wir aber sehr, sehr weit entfernt. Normales gesundes Auskommen.

Er konnte somit immer viel Geld beiseite legen. Hat das Haus mit 40 % Eigenkapital gekauft. Das ging aber auch nur, weil er viele Jahre auf minimalstem gelebt hat, was ging.

In den meisten Fällen muss man über eine lange Zeit Opfer bringen, um sich seinen Traum erfüllen zu können.

Zu Deiner Altersvorsorge.... Ob 20 % im Alter reichen werden oder Du gar jetzt aktuell zu viel sparst, kann Dir niemand beantworten. Denn niemand weiß, wie der Staat in 20 oder 30 Jahren da stehen wird.

Wird es später keine staatl. Rente mehr geben oder drastische Kürzungen geben müssen, stehen die, die in jungen Jahren dort viel reingebuttert haben, sicherlich als Gewinner da.

Anders herum könnte es aber auch sein, dass 5 % von Eurem Einkommen reichen würden, um im Alter gut auszukommen.

Ihr müsst die Entscheidung für Euch treffen, was Euch wichtig ist und was nicht.

Man kann ja auch beides verbinden. So gibt es ja heute z. B. auch den Wohnriester. Einen reifen Bausparvertrag als Startbasis für das eigene Häuschen zu besitzen, ist als solide Basis nie verkehrt.

Du hast schon Recht, man pulvert so viel Geld für Miete raus und man selbst kommt nie vom Fleck. Oftmals ist es tatsächlich so, dass man für das gleiche Geld im eigenen Heim sitzen könnte.

Nur auch ein Eigenheim kann gefährlich werden, wenn man es so schon nicht schafft, einen gewissen Betrag monatlich z. B. für notwendige Reparaturen etc. zurück zu legen.

Habt Ihr mal einen Termin bei einer Bank oder mit einem Finanzmakler gemacht, ohne jetzt ein festes Objekt im Auge zu haben?

Das kann man auch machen. Dort mal Eure kompletten Einnahmen und Ausgaben gegenüber stellen lassen. Die sagen einem dann, was möglich wäre, in welchem Bereich Ihr Euch einpendeln könntet, wie hoch die monatliche Abtragung bei Summe X dann wäre.

Bitte verliert aber auch nicht aus den Augen, je größer das Haus oder auch je älter das Haus, umso höher die zu erwartenden Nebenkosten. Und die muss man mit einberechnen.

Oftmals lohnt es sich nämlich doch, mehr Geld in ein neueres Haus/Neubau zu investieren, da man dann über die Jahre doch mehr Geld einsparen kann.

Konkretisiert doch einfach mal Euren Wunsch und lasst Euch ein paar Berechnungen aufstellen.

LG Janette

Beitrag von expressi 07.03.11 - 14:57 Uhr

Hallo Bine,

wir sparen alleine in unsere Altersvorsorge knapp 20 % des Gesamt-Haushalts-Nettoeinkommens. So viel weil ich nicht arbeite und warscheinlich abhänging beschäftigt nie wieder arbeiten werde und somit 0 nichts in die gesetzliche Rente einzahle.

Ich werde im Anschluss an die Kindererziehungszeiten selbständig arbeiten, dann wird auch von meinem Einkommen ein erheblicher Anteil in die private Rente einfliessen.

Viele Grüße

Expressi

Beitrag von joy1975 07.03.11 - 19:25 Uhr

Ich spare so 6% vom Netto für meine private Altersvorsorge. Zahle aber parallel auch noch ein Haus ab, wo ich hoffe, in 10 Jahren mit fertig zu sein. Insofern hoffe ich, fürs Alter ganz gut aufgestellt zu sein.

Beitrag von grundlosdiver 08.03.11 - 12:44 Uhr

Wir zahlen ca. 10% (Altersvorsorge/Berufsunfähigkeit/RisikoLV/Vorsorge für die Kinder). Ich finde das schon ziemlich viel. Zusätzlich haben wir ein Haus und leben tun wir nicht so schlecht. Aber das ist ja eine Frage des Einkommens und der Ansprüche.

Warum genau könnt ihr Euch kein Haus leisten?