Zeckenimpfung ja oder nein??

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Beitrag von nanna20 07.03.11 - 15:08 Uhr

Hallo
Mein kleiner Sonnenschein ist jetzt 7 Monate alt. #baby

Wir wohnen im Harz!
Die meist Zeit werden wir, wenn es jetzt wieder schön warm ist im Garten meiner Eltern verbringen, wo er sich frei bewegen kann und auch aufm Rasen krabbeln kann.Oder an einen Badeteich fahren. Und die kleinen fiesen Viecher wohnen ja in Gräsern und etc.

Meine Mutter hatte uns Kinder nie impfen lassen.#schock

Mach ich mir jetzt wieder zu große Panik vor den Krankheiten, die Zecken mitbringen, oder ist das ok??#zitter

Weiß nicht ob ich ihn jetzt impfen lassen soll oder nicht!! #kratz

Habt ihr euch mit dem Thema schon befasst??
Was werdet ihr machen??

Bin auf eure Antworten gespannt!!

LG nanna20 und Fynn

Beitrag von putzemann 07.03.11 - 15:13 Uhr

hi
also generell ist impfen eine "Streitfrage"
ich lass nicht impfen-gar nix
aber das muss jeder selber entscheiden
aber lies mal:
(werd mir jetzt feinde machen :) - aber wie gesagt jeder sollte diese entscheidung selber treffen)

lg


Hysterie angesichts eines kleinen Tierchens

Die Krankheit
FSME-Viren werden von davon befallenen Zecken durch Stiche, vorwiegend in den Monaten Mai, Juni und September, Oktober übertragen. Die höchste Aktivität entwickeln Zecken nachmittags und abends. Nicht alle Zecken sind Träger der FSME-Viren. Zecken erwerben diese Viren durch einen Stich bei infizierten Tieren, hauptsächlich Mäusen. Im Bergland oberhalb von 1000 m gibt es praktisch keine Zecken.

Bei infizierten Zeckenstichen ereignet sich, je nach Abwehrkraft des Betroffenen, bei 60 bis 70 Prozent nichts, bei 20 bis 30 Prozent treten nur grippeähnliche Krankheitszeichen auf, bei ca. 5 bis 10 Prozent ist auch das Nervensystem betroffen.

Der Körper sollte nach dem Aufenthalt im Freien nach Zecken abgesucht werden. Nach Möglichkeit sollten auch lange Ärmel, lange, unten enganliegende Hosen und geschlossene Schuhe getragen werden. Ätherische Öle sowie verschiedene Insektenschutzmittel halten Zecken fern.

Eine Zecke entfernt man mit einer Pinzette oder am besten mit zwei spitzen Fingernägeln. Erst wenn sie sich vollgesogen hat, überträgt sie den Erreger an uns. Daher ist es wichtig, die Zecke so früh wie möglich zu entfernen. Nach dem Entfernen sollte man die Stichstelle desinfizieren, z.B. mit Calendulaessenz.

Die Schäden nach einer Zeckenimpfung können vielfältig sein, von Fieber über Lähmungen bis hin zur Multiple Sklerose.

Die Impfung
Es gibt bis heute keine Studie, in der Komplikationen nach der FSME-Impfung mit Komplikationen von FSME-Erkrankungen bei Ungeimpften verglichen werden.

In Österreich wird durch grosse Plakatwände jährlich neu eine regelrechte Massenpanik verursacht und die Bevölkerung zum Impfen gedrängt. Dadurch sollen, so die Behörden, jährlich weniger FSME-Fälle auftreten. Allerdings ist aus der Statistik nicht zu ersehen, wie viele von den Erkrankten geimpft und ungeimpft waren. Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Österreich hat mitgeteilt, dass zwischen 1984 und 1995 trotz entsprechender Steigerung der Durchimpfungsrate gegen FSME kein signifikanter Rückgang der FSME-Fälle zu erkennen war (Ziegelbecker, R. Graz, 12.6.1997).


Beitrag von emmy06 07.03.11 - 15:24 Uhr

wir sind absolut keine impfgegener, impfen gemäß stiko... aber gegen fsme impfen wir nicht.
unser kinderarzt würde aber solch kleine kinder auch garnicht dagegen impfen bzw. nur auf ausdrücklichen wunsch der eltern.


lg

Beitrag von berry26 07.03.11 - 15:25 Uhr

Hi,

also ich kann dir nur sagen das unsere Kinderärztin die Kleinen erst mit 6 Jahren impft. Wir wohnen hier im Hochrisikogebiet und meine Kleine hatte bereits mit 3 Monaten die erste Zecke.#schock#zitter

Wie auch schon meine Vorschreiberin erwähnte, übertragen sich Krankheiten im Grunde erst wenn die Zecke vollgesaugt ist. Wenn man sie sehr früh erkennt und entfernt ist das Risiko sehr sehr sehr gering.
Zudem kann man leider nur gegen FSME impfen. Gegen Borreliose, die sehr häufig übertragen wird, kann nicht geimpft werden.

Am besten hilfst du deinem Kleinen indem du ihn gründlich absuchst jeden Abend bzw. nachdem er draussen rumgekrabbelt ist.

LG

Judith

Beitrag von miau2 07.03.11 - 15:31 Uhr

Hi,
ja, wir haben uns mit dem Thema befasst. Mit zwei "freiheitsliebenden" Jungs, Garten und Spielplatz nebenan macht man das halt irgendwann ;-).

- impfen lassen würden wir wenn überhaupt nur, wenn wir in einem Hochrisikogebiet wohnen oder einen urlaub in einem solchen planen würden. Tun wir aber nicht (wir wohnen in einem Gebiet, wo es zwar vereinzelt Erkrankungen gibt, aber zu selten, um von einem erhöhten Risiko auszugehen)

- unser KiA rät grundsätzlich davon ab, Kinder im ersten LJ dagegen zu impfen. Oder war die Impfung gar nicht dafür zugelassen? Weiß ich nicht mehr so wirklich, ist schon eine Weile her.

- Ob du in einem Hochrisikogebiet wohnst findest du entweder im Internet heraus, oder du fragst den KiA oder in einer Apotheke

- gerade bei babys würde ich die Impfung, wenn sie überhaupt zugelassen ist, für überflüssig halten. Meine beiden sind natürlich auch im Babyalter überall herumgekrabbelt, wo wir gerade waren, nur da Babys ja eh lange Kleidung tragen sollten draußen - im Sommer wegen der Sonne, ansonsten wegen der temperaturen (kann ja dünn sein im Sommer) ist der Schutz vor Zecken noch recht gut möglich.

- es ist keine Zeckenimpfung, sondern eine Impfung gegen eine einzige, von Zecken übertragene Erkrankung. Diese Erkrankung verläuft im NOrmalfall gerade bei Kindern eher leicht. Ausnahmen gibt es natürlich, daher würde ich meine Impfentscheidung (bzw. die dagegen) vielleicht überdenken, wenn wir in einem Gebiet mit sehr hohem Risiko wohnen würden. Umgekehrt ist aber wohl die Rate von Nebenwirkungen (auch da muss man ja nicht gleich vom schlimmsten ausgehen) bei FSME-Impfungen relativ hoch.

- mein KiA, mit dem ich mich bisher über jede Impfung unterhalten habe rät genau aus diesen Gründen HIER davon ab, kleine Kinder dagegen impfen zu lassen. Und wie gesagt, bei Babys im ersten LJ pauschal.

Last, but noch least: keiner meiner Jungs hatte jemals eine Zecke. Und wir sind, wenn das Wetter es zulässt, täglich draußen - auf der Wiese, im Wald, auf dem Spielplatz... Die Zeckenzange gehört allerdings zu unserer üblichen Ausrüstung, wenn wir unterwegs sind. Das hilft zwar nicht gegen FSME (WENN, dann wird das direkt beim Biss übertragen), aber gegen Borrelliose - da erhöht sich das risiko einer Erkrankung, je länger die (infizierte) Zecke angebissen hat. Und dagegen gibt es keine Impfung - davor habe ich ehrlich gesagt mehr Sorge als vor FSME, das Risiko einer Erkrankung ist m.W. nach höher (ich persönlich kennen niemanden, der sich mal mit FSME infiziert hätte, bei Borrelliose waren schon einige betroffen), und unerkannt oder zu spät bemerkt kann diese Erkrankung sehr schwere Folgen haben.

Bei uns steht der Schutz vor den Zecken einfach vor der Impfung, und gerade bei einem Baby sollte das ja noch machbar sein (lange Kleidung mit engen Abschlüssen an Füßen, Händen und Hals hilft schon viel).

Viele grüße
Miau2

Beitrag von cherymuffin80 07.03.11 - 15:40 Uhr

Hallo,

mein KiA impft das gar nicht vor dem 2. LJ.

Aber ich würde es auch nicht impfen lassen, wenngleich ich sonst alle gängigen Impfungen machen lass.
Mein Kind ist tagtäglich viele Stunden mit draußen bei den Pferden und wir hatten bisher in den 21 Mon. noch gar keine Zecke trotzdem sie letzten Sommer mit auf den Weiden rumrannte.

Es wird ja wenn auch nicht gegen Borilliose geimpft was ja am heufigsten übertragen wird sondern geg. FSME, also auch nur sone halbherzige Sache.

Und ich selbst lass mich ja auch nicht impfen dagegen obgleich die Erkrankug wenn sie einen trifft beim Erwachsenen viel schlimmer sein soll hab ich mal gelesen.

LG

Beitrag von sabrinimaus 07.03.11 - 17:05 Uhr

Hallo,

also mein Kinderarzt würde Kinder vor 3 Jahre auf keinen Fall gegen FSME impfen.
Ich persönlich bin eher gegen diese Impfung eingestellt. habe schon extrem viel negatives darüber gehört. Diese Impfung ist wohl sehr umstritten.
Ganz davon abgesehen wird doch durch Zecken wesentlich häufiger Borreliose übertragen und gegen die kannst du nicht impfen!
Letztendlich muss es jeder selber wissen, gegen was er impft.
Vielleicht besprichst du das mal mit eurem Kinderarzt!

LG Sabrina mit Viktor (4) und Rosalie (13M)

Beitrag von schnucky666 07.03.11 - 20:29 Uhr

Unser Kinderazt impft Kinder unter 3 Jahren überhaupt nicht gegen Zecken und vorher lass ich es auch nicht machen!