depri trotz der tabletten-berufsreha in gefahr

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von martiena 07.03.11 - 20:49 Uhr

so, nun war ich heut bei meiner doc, nachdem die mich von der berufsreha für nicht arbeitstauglich hielten.
hab tatsächlich mal wieder ne depression. trotz der pillen die ich schon so lang nehme. aber meine hausärztin will nix dran rumändern. sie hat angst was falsches zu tun weil sie ja keine fachärztin ist. nun, so bin ich jetzt krank geschrieben und meine reha wird wohl abgebrochen. heul!!! jetzt haben sie mir ein ultimatum gesetzt. wenn ich bis ende märz nicht auf die beine komme...darf ich wieder in die tagesklinik. aber ich will keine thera mehr. ich kann das nich mehr hören, dieses ewige psychogerede. heul...ich will doch so gern diese reha machen. ich könnt wirklich heulen!!!

sorry fürs jammern...

Beitrag von sannymaeusl 07.03.11 - 20:56 Uhr

Huhu,

ich kann verstehen wie du dich fühlst. Ich kämpf aktuell auch mit meinen rezidivierenden Depressionen, liegt aber daran, dass ich aktuell sehr viel Stress ausgesetzt bin.

Dass deine Hausärztin nix an deinen ADs ändern mag kann ich gut nachvollziehen. Kannst du nicht diese Woche deinen behandelnden Psychiater aufsuchen? Weil nur er kann dir sagen, ob was an der Medikamentierung geändert werden kann/darf/soll, ob du vielleicht noch ein zweites AD dazu bekommst oder ob du das ausschleichst und ein Neues beginnst.

Warum möchtest du nicht wieder in die Tagesklinik? Liegt das nur an dem "ewigen Psychogerede" oder hast du da noch andere Knackpunkte?

Kannst dich auch gern VK melden.

LG Sanny

Beitrag von martiena 07.03.11 - 21:10 Uhr

hallo du,
tja das problem ist unsere 2 kliniken in der nähe sind ne katastrophe. wirklich! ich war ja sochn mal da, hab aber abgebrochen.
ich war doch schon in so unendlich vielen kliniken. ich kann einfach nicht mehr. außerdem...ich hab mich doch so von meiner frau danapfel abhängig gemacht. das is meine psychotante in der berufsreha. ohne sie kann ich nicht! sie is wie ne mama zu mir. ich brauch sie doch so. und schon diese verdammte woche krank...da kann ich sie nicht sehen. naja...bin eben voll daneben.
naja und dann...ich bin jetzt schon seit mitte 2008 krank und mach nun endlich seit dezember die reha. ich will doch so gern wiedr normal sein. arbeiten gehen und geld verdienen. aber sowas würd mcih doch wieder runterziehen, zweifel an mir selbst wieder aufflammen lassen, das wäre ein schlag zurück
martiena

Beitrag von der-dude 08.03.11 - 10:51 Uhr

Also wenn man seit 2008 krank ist und sich die Medikation von der Hausärztin geben lässt, dann kann ich nur sagen: Selber schuld. Zwingend notwendig ist eine Anamnese durch einen Psychiater!!!

Und dieses "Die Kliniken sind ne Katastrophe" und "dieses Psychogelaber" sind doch typische Ausreden, um sich nicht mal ernsthaft mit den eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Klar ist das einfacher, Vermeidungsstrategien findet man immer, und wenn man noch so krank ist. Und die BPS ist nun wirklich inzwischen eine Krankheit, die gut zu behandeln ist.

So wie du es jetzt machst kommst du nicht weiter. Ich würde meinem Kind zuliebe mal aufhören, ständig jammernd zu Hause zu hocken sondern entweder zuverlässig arbeiten zu gehen oder mal ernsthaft eine Therapie zu machen.

Beitrag von martiena 08.03.11 - 11:00 Uhr

#gaehn

Beitrag von schwilis1 08.03.11 - 11:29 Uhr

genau der kumpel vom ponyhof....
das es mit der hausärztin nicht ideal ist, ist der TE bestimmt auch klar... und sie jammert am PC und nicht vor ihrem Kind... und das find ich in ordnung.
dieses ständige rumgestocher rumgebohre muss auch nicht immer sein. ja ja bps ist inzwischen gut behandelbar... es gibt skilltraining, es gibt medikationen, gruppen und einzeltherapien aber versuche nicht in schuhen zu laufen die dir nicht passen.

Beitrag von der-dude 08.03.11 - 13:19 Uhr

aha, hier treffen wir uns also auch ;-)
mir passen diese Schuhe sehr wohl, und du weißt doch überhaupt nichts über meine Erfahrungen, Kenntnisse und meine Ausbildung, oder????

Beitrag von schwilis1 08.03.11 - 13:57 Uhr

nö! aber wenn du dich selber so gut auskennst, dann weißt du doch selber dass im moment einer akuten Depression, der spruch, raff dich auf genauso wirksam ist, wenn du einer Kuh befiehlst stricken zu lernen. beides fühlt sich unmöglich an.

wie gesagt, ich stimme dir zu mit dem hausarzt und den psychopharmaka, der arzt hätte von vorneherein keine verschreiben dürfen ( hat unser alter Hausarzt auch bei meinem Dad gemacht und ich bin gar nicht happy darüber)
aber der Ton macht die Musik, meinst du nicht auch? ja und es macht sinn leute mit samthandschuhen anzufassen, manchmal.

und ja, jammern ist erlaubt. ich jammer gerne hier im Forum rum, dann muss sich mein Freund un mein sohn nicht mein gejammer anhoeren. hat doch auch was!

und ich glaube ich halte nichts von ökotrophologen, der einzige mensch der mir bei den hautproblemen von meinem sohn helfen konnte war Bruker mit dem was er immer und immer wieder geschrieben hat... jedem seins.. ach ja warte, da war ja noch ein semester in psychologie...

Beitrag von schwilis1 07.03.11 - 21:13 Uhr

davor hab ich schiss. ich moechte im herbst auch ne berufliche reha (erstausbildung... ich habe bps, und bisher bin ich bei allem gescheitert)machen, da ich meinem sohn 1. Vorbild sein moechte 2. uns selber finanzieren moechte und 3. es gut für mich sein wird. naja... meine sorge ist, dass ich einfach total untergehe, auch während der reha. nach dem gespräch mit der Arge tante, war ich so daneben, dass ich ernsthaften schneidedruck hatte. nicht so schoen.

deine hausärztin sollte auch an deiner medikation nichts machen. wende dich an einen psychiater, die kennen sich besser aus (ich weiß termine sind rar).

ich war in einer tollen klinik, und die hatten erstmal alle patienten von ihren Medis geholt. und viele mit denen ich kontakt hatte nachd em aufenthalt blieben medikationsfrei...

(zu blöd dass es die erste klinik war, in der 2ten haben die mich dann vollgepumpt mit dem zeug)

auf die beine zu kommen ist wichtiger als Reha. und du wirst deswegen doch nicht zwnagsläufig aus dem programm fliegen?
Mein Freund hat 3 Chancen bekommen!

Beitrag von schwilis1 07.03.11 - 21:16 Uhr

du musst auch nich in die klinik in deiner umgebung. such dir eine aus. mir tat die Adula sehr gut. aber besser soll wohl die schwesterklinik sein (weiß den namen gerade nicht)
sehr familiär, sehr geschützt (manchmal genau das was man braucht)

Beitrag von martiena 07.03.11 - 21:22 Uhr

hab auch bps. und noch etliche andere bescheuerte krankheiten.
naja, ich meine, sie haben mir ja immerhin das ultimatum gestellt...ende märz entweder in die kaufmännische abteilung oder therapie.
ich bin froh das ich die pillen habe. ohne geht bei mir nix. aber irendwas muss jetzt verändert werden denk ich. ich rutsch wieder in ne depri. und das will ich auf keine fall. wenns nich schon so weit is.
die reha is mir doch soooo wichtig. ich will endlich wieder ein normals leben führen. naja. ich muss halt mal wieder ´die zähne zusammenbeißen. dann wirds schon hoffe ich ganz doll. nur - das meinte meine psychotant vom btz - ich überfordere mich wenn ich wieder auf "völlig normal" fahre, weil ichs nun mal nich bin. seufz...
wo machst du denn die ausbildung? ich bin im btz dresden (berufstrainingszentrum für psychisch kranke). da kann man sowas wie ne berufsfindung machen-für jüngere die noch nicht wissen was sie machen wollen, oder was ich mache, ne anpassungsfortbildung damit ich wieder in den beruf komme. is ne tolle sache find ich.

Beitrag von schwilis1 07.03.11 - 21:29 Uhr

wir wahrscheinlihc in heidelberg im srh werden. so war es vor der schwangerschaft geplant. momentan hab ich aber das gefühl dass die Arge die hinhaltetaktik fährt, da es eben doch eine 3 jährige ausbildung in 2 jahren wäre. ich fühle mich dem vom Kopf her auch total gewachsen.
dennoch hab ich schiß.

das mit dem bps... es ist ungleich shcwerer für menschen mit Behinderungen. ob nun psychisch, geistig oder physisch.
das gute ist, du weißt wo du du momentan hinfährst und kannst gegensteuern. ich würde mir dirngendst einen termin bei einem psychiater geben lassen. damit ihr die Medikation neu einstellt.

ich war auf seroquel, solvex und cipralex. seroquel hat die gedankenzüge in meinem Kopf gestoppt... ich konnt endlich schlafen.

psychiatirsche institutsambulanz wäre ne idee. die koennten evtl jemand shcneller vermitteln. generell bin ich dagegen nur mit medikation zu arbeiten. da es die probleme nicht verschwinden lässt. aber ich kann dihc verstehen wie wichtig es dir ist, dein leben wieder zurück zu erobern. die krankheit kostet soviel :(
ich frage mich heute schon, ob ich ihm sommer wohl jemals meinen sohn kurzämlig von der kita abholen kann ohne dass mir die erzieher das Jugendamt auf den hals hetzen...
die Krankheit wird nicht verstanden und oft in ein ganz mieses licht gerückt

Beitrag von martiena 07.03.11 - 21:35 Uhr

ja srh heißt das bei uns auch. und btz heißt es in dresden dann genauer sozusagen.
hm, das mit dem kind kenn ich. hab auch einen kleinen sohnemann. is nicht so leicht mit krankheit und kind. aber es is zu schaffen. in der kita hab ich nur mit positiven feedbacks zu tun gehabt was meine krankheit angeht. die erzieher sind sehr aufmerksam was mich, und unser kind angeht, sind immer bemüht mit uns zusammenzuarbeiten. wir haben echt glück.

Beitrag von schwilis1 07.03.11 - 21:44 Uhr

mein kleiner ist mein segen :) er hat mich sozusagen gezwungen mir selber gehoerig in den arsch zu treten. medis abzusetzen, wieder normal zu essen (bulimie :( ) und und und..

dennoch... ich glaube manchmal, mütter mit psychischen erkrankungen sind prädestiniert dazu sich doppelt soviele sorgen zu machen, da sie oft doppelt soviel erklebt haben wie "gesunde" menschen

ghey wenn du magst, koennen wir uaf VK ebene weiterschreiben...
morgen oder übermogen... würd mich freuen. (ich muss jetzt nur vom pc weg, da mein freund sonst todtraurig ist

Beitrag von martiena 07.03.11 - 21:50 Uhr

total gern! machenwir. also bis morgen dann. muss auch mal weg von d em pc. sitz schon ne ganze weile hier ;o)
gruß
martiena