Phimose, Salbe und Probleme beim Wasserlassen - Erfahrungsberichte?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sakirafer 07.03.11 - 21:56 Uhr

Guten Abend zusammen,

mein Sohn hat seit einigen Wochen Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Er hält es bis zum letzten (meist geht die Hälfte daneben) und ich habe den Eindruck, dass er die Blase nicht komplett entleert.
Er merkt den Harndrang definitiv, er fängt zu "hibbeln", geht in die Hocke und petzt die Beine zusammen, bis eh gar nicht mehr geht.
Er möchte dann auch partout nicht zur Toilette. Er sagt, er hat Schmerzen.

Die Kinderärztin (die bei der letzen U schon angemerkt hat, dass die Vorhaut noch sehr eng ist) sagt, dass die Vorhaut noch immer sehr eng ist, ggf kommen die Probleme daher (Urin ist einwandfrei). Haben nun Sitzbäder und eine cortisonhaltige Salbe verschrieben bekommen. Seit etwas mehr als einer Woche behandel ich meinen Sohn nun damit, die Vorhaut lässt sich keinen Milimeter verschieben. Ende der WOche soll ich mich nun beim KiA melden, ob die Symptome besser werden. ICh habe den Eindruck, dass es immer schlimmer wird.

Ich frage mich nun, ob die Salbenbehandlung bei ihm wirklich sinnvoll ist, da er ja scheinbar Schmerzen hat und die Salbe wohl mehrere Wochen angewendet werden muss, bevor man Erfolge bemerkt.
Aber eine OP würde ich ihm gerne ersparen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat sich herausgestellt, dass etwas komplett anderes dahinter steckt?

Ich weiß, Ferndiagnosen kann keiner geben und der eine Fall lässt sich nicht auf den anderen übertagen, ich möchte nur wissen, auf was ich mein Augenmerkt noch richten sollte.

Vielen Dank

Sakirafer

Beitrag von bienschenn 07.03.11 - 22:06 Uhr

Geh besser zum Urologen. Habe kürzlich im Bekanntenkreis gehört, dass es so schlimm war, dass es einen Harnrückstau gab bzw. gibt. Er muss jetzt operiert werden, da es sonst eine Selbstvergiftubg gibt. Spar dir die Nummer mit dem KIA geh direkt zum Urologen.

Beitrag von bienschenn 07.03.11 - 23:31 Uhr

OP sieht folgendermaßen aus: beschneiden und, was nicht hätte sein müssen, Harnleiterausschabung... Und diese op hätte seine M#zitterutter ihm gerne erspart.

Beitrag von sakirafer 08.03.11 - 07:12 Uhr

Oh jeh! Das klingt echt gemein! Ich werde heute gleich beim Urologen anrufen.

GLG
Sakirafer

Beitrag von grinsekatze85 08.03.11 - 07:20 Uhr

Hallo!

Also ich würde damit, sofort zum Urologen gehen, denke wenn die Vorhaut verengt ist und du das Gefühl hast, er hat die Blase nicht voll entleert, würde ich aufjedenfall das mal abklären lassen, so schnell es geht.
Kann auch nur eine Blasenentzündung dahinter stecken. Aber mit einem Harnrückstau ist auch nicht zu spaßen.

Mein Sohn hatte schon immer eine sehr enge Vorhaut und er hatte zwar keine großen Probleme beim Wasserlassen (nur diese Ballonbildung vorne, wegen der Phimose) und ab und an war es mal leicht entzündet aber wir haben in operieren lassen, nachdem der KiA, Urologe und der Chirurg/Urologe im KH uns dazu geraten haben.#pro

Und es war höchste Eisenbahn, er hatte innerlich schon Verwachsungen, die niemals mit einer Salbe weggegangen wären und GSD noch keinen Harnrückstau und die Nieren waren auch i.O.
Also lass es bitte abklären....

LG
grinse#katze

Beitrag von nanunana79 08.03.11 - 09:24 Uhr

Hey,

unser Kleiner hat auch eine Phimose. Man versucht eine OP nach Möglichkeit zu vermeiden, da die Vorhaut sich häufig erst mit 6 Jahren zurück schieben lässt. Vorher hat man noch gute Chancen um eine OP herum zu kommen, da sich die Vorhaut dann noch dehnen kann.

Unser Kleiner hatte auch eine Entzündung an der Penisspitze. Wichtig ist, das sich kein Urin zwischen Vorhaut und Eichel sammeln kann. Desalb schieben wir bei jedem Windelwechsel die Vorhaut etwas nach hinten und tupfen den Urintropfen weg. Die Entzündung an der Penisspitze haben wir durch eine Jodsalbe weg bekommen, die unser KA aufgetragen hat.

Ausserdem machen wir bei jedem Windelwechsel auf die Penisspitze Palliativsalbe, das verhindert, das die sich entzündet und dadurch weiter verengt.
Wenn Dein Kleiner so dolle Schmerzen hat und Du den Eindruck hast, das Dein KA damit nicht klar kommt, hol Dir nen Termin beim Urologen.

Alles Gute

Beitrag von schnuffel0101 08.03.11 - 10:11 Uhr

Lass ihn operieren. Wenn er solche Probleme hat, würde ich gar nicht mehr länger warten. Eine Salbe würde vielleicht noch bei einer Verklebung helfen, aber wenn es schon so arg ist, ab zum Urologen. Aber schleunigst.
Fabian ist letztes Jahr operiert worden und es ist alles wieder super gut.
Ich würde wirklich nicht mehr warten.

Beitrag von sakirafer 08.03.11 - 10:39 Uhr

Hallo zusammen,

danke für eure Antworten.
Habe gleich für Morgen um zehn einen Termin beim Arzt bekommen.

GLG
Sara

Beitrag von grisu724 11.03.11 - 22:30 Uhr

und was ist rausgekommen?


Grüße

Beitrag von smart2012 06.03.12 - 12:40 Uhr

So, jetzt muss ich auch noch was dazu sagen:
Ich weiß, wovon ich rede, ich bin 40 Jahre alt und wurde im Alter von 8 Jahren radikal beschnitten. An mir ist nichts mehr dran, was vorher mal Vorhaut oder Frenulum gewesen ist.
Zur Klarstellung: Bei den allermeisten Jungen ist die Vorhaut mit der Eichel verklebt. Das stellt einen natürlichen Schutz der Eichel im Windelalter dar. So können Verschmutzungen durch Urin oder Stuhl nicht zu weit vordringen. Später löst sich diese Verklebung dann von selbst. Wird jedoch vorher an der Vorhaut herumgezogen, riskiert man, dass diese Einreisst und sich Entzündungen bilden. Die Vorhaut verhärtet sich und muss letztendlich tatsächlich beschnitten werden.

Auch eine Verengung der schon nicht mehr verklebten Vorhaut ist normal. Die Vorhaut MUSS einfach noch NICHT zurückziehbar sein! Vor der Pubertät gibts dafür noch keinen Grund!
Als bei meinem Sohn das Problem ähnlich war, gab uns unser Urologe eine Hormonsalbe. Er meinte, Kortison wäre eher nicht so gut, da es nur für Kurzzeitanwendungen geeignet ist. Nimmt man Kortison länger, verdünnt sich die Haut, es kommt zu Vernarbungen etc. Hormonsalben sind dagenen ohne diese Nebenwirkungen. Seine Vorhaut hat sich wieder geweitet und die Probleme (Entzündung) waren weg.
Mir geht es vor allem darum, dass eine Beschneidung keineswegs so problemlos ist, wie immer angenommen. Und dabei meine ich nicht die Narkose bei der OP oder die Wundschmerzen. Ich meine, dass im das sensitive Gewebe der inneren Vorhaut fehlt und die Eichel im Laufe der Jahre immer unempfindlicher wird. Dieser Verlust kann bis zu 75% der Empfindsamkeit des Penis ausmachen.
Ich habe inzwischen größte Schwierigkeiten, beim Sex mit meiner Frau zum Höhepunkt zu kommen und für meine Frau und mich ist das höchst frustrierend.
Lies mal ein bischen auf www.beschneidung-von-jungen.de oder http://urologie.universimed.com/artikel/phimose-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-die-vorhaut
Entscheidet euch bitte für eueren Sohn und seine körperliche Unversehrtheit!

LG
Werner