Kinder angefahren...

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Beitrag von betty_boop 08.03.11 - 07:50 Uhr

Hallo,

gestern wurden ich und meine beiden Kinder auf einem Fussgängerüberweg von einem Auto angefahren. Der Fahrer (Apothekenkurier) hatte sich wohl runtergebeugt um etwas aufzuheben und uns deshalb "übersehen".
Polizei und Notarzt waren vor Ort. Den Kindern ist gottseidank ausser ein paar Prellungen nichts weiter passiert. In dem ganzen Trubel und mit dem Schock den ich hatte, habe ich völlig vergessen den Polizisten zu fragen wie es jetzt weitergeht. Kennt sich hier vielleicht jemand aus? Wäre ein Anwalt schlau? Die Halterin, also die Apothekerin kenne ich, da es sich um unsere Hausapotheke handelt.
Irgendwie bin ich immer noch ganz konfus. Heute Nacht war an Schlaf nicht zu denken.
Danke schonmal für hilfreiche Tipps.

Betty

Beitrag von rosaundblau 08.03.11 - 07:55 Uhr

Guten Morgen!

Die Polizei hat den Verkehrsunfall aufgenommen. Also kannst Du dich bei der Dienststelle melden und noch einmal nach den Details fragen.

Ob Du einen Anwalt benötigst liegt daran welches Ziel Du verfolgst. Oder ob Du befürchtest das der Fahrer die Schuld an die Kinder abgeben will.

vg rosaundblau

Beitrag von parzifal 08.03.11 - 08:41 Uhr

Möchtest Du Schmerzensgeld haben? Dann ist die Einschaltung eines Anwaltes angebracht. Die Kosten muss die gegnerische Versicherung übernehmen.

Gruß
parzifal

Beitrag von betty_boop 08.03.11 - 09:47 Uhr

Nein, um Schmerzensgeld geht es mir nicht. Ein Anwalt wird wohl auch nicht nötig sein.
Im Nachhinein tut mir der Fahrer fast ein bisschen leid. Er hat selbst zwei kleine Kinder und hat auch direkt bei der Polizei die Wahrheit gesagt.
So manch anderer hätte das Runterbücken sicher verschwiegen.

Betty

Beitrag von parzifal 09.03.11 - 00:04 Uhr

Wenn Du keine Ansprüche stellen willst gibt es auch keinen Grund einen Anwalt einzuschalten.

parzifal

Beitrag von arienne41 08.03.11 - 09:05 Uhr

Hallo

Schön das euch nichts weiter passiert ist.
Wenn es um Schmerzensgeld geht solltest du zum Anwalt.

Aber:

Der Fahrer hat euch übersehen- blöd gelaufen

Warum hast du ihn aber übersehen?
Warum hast du nicht geschaut ob ein Auto kommt?

Mein Sohn wußte schon mit 3 Jahren das man stehen bleiben muß und erst mal schauen ob ein Auto kommz bzw. ob es auch hält.

Beitrag von betty_boop 08.03.11 - 09:28 Uhr

Wir sind stehen geblieben, wir haben geschaut, wir waren mitten auf dem Fussgängerüberweg. Er kam um eine Ecke mit Vollgas. Weil er beim aufheben eines Paketes das Gaspedal durchgetreten hat.


Aber danke für die Belehrung. Vielleicht übe ich mal vorausschauendes "um die Ecke sehen".

Beitrag von gaeltarra 08.03.11 - 09:32 Uhr

#klatsch

Ich finde es schon sehr vermessen, ohne Hintergrundwissen, die Schuld auf die Mutter und die Kinder zu schieben, und das machst du: "Mein Sohn wusste schon mit 3 Jahren.....". Wissen heißt übrigens bei kleinen Kindern nicht, dass sie auch danach handeln!

Zudem ist das Auto der "stärkere" Verkehrsteilnehmer. Der Fahrer hat sie übersehen, genau, blöd gelaufen.#klatsch

Ich hoffe sehr, dass es bei dem supergescheiten, tollen Sohn und seiner überheblichen Mutter nicht auch mal "blöd läuft".

Furchtbar, so Leute wie du!

Beitrag von betty_boop 08.03.11 - 09:43 Uhr

Danke.
Da fehlen einem wirklich manchmal die Worte. Es ist ja auch nicht so, das ich mich nicht selbst schon 1000x gefragt habe ob ich es hätte verhindern können.


Betty

Beitrag von parzifal 08.03.11 - 21:08 Uhr

Das der Pkw hätte halten müssen ist klar.

Zu welchem Schluss bist Du denn bezüglich des "verhindern können" gekommen?

Ich halte die Frage der einen Posterin nämlich nicht für so unberechtigt oder verwerflich, obwohl hier unisomo auf ihr eingeprügelt wird. .

Normalerweise sollte man ja schauen, ob der Pkw-fahrer seiner Wartepflicht nachkommt. Blickkontakt zum Fahrer; bremst das Auto zum Anhalten ab etc.?

Danach bemisst sich ja auch die Frage, ob man den Unfall trotz des Fehlers und Verschulden des Pkw-fahrers hätte verhindern können.

Wenn Du schreibst, dass der Fahrer gebückt war kann ja kein Augenkontakt bestanden haben.

Wenn er dann auch nicht gebremst hat sollte man aus Eigeninterese nicht auf die Straße laufen.

Das man im Recht ist nützt einem bei einem Auto verletzungstechnisch wenig.

Insofern ist daher das Ergebnis Deiner Überlegungen, ob Du den Unfall hättest verhindern können schon interessant.

Das ändert aber nichts daran, dass der Fahrer für den Unfall allein haftet.


parzifal

Beitrag von betty_boop 09.03.11 - 07:51 Uhr

Nochmal ganz langsam:

Als wir den Zebrastreifen betraten war von dem Fahrer nichts zu sehen. Er kam um eine Ecke. Das er gebückt war, weiss ich, weil er das selbst ehrlicherweise so angegeben hat und nicht weil ich das gesehen habe.
Meine Überlegungen zum Verhindern ertstreckten sich auf die Sekundenbruchteile nachdem er auf uns zukam und drehten sich mehr um das Zurückreissen oder nach vorne Schubsen meiner Kinder.Aber sowohl die Polizei als auch die Zeugen geben an, das ich schlicht keine Chance hatte,den Unfall zu verhindern.

Betty

Beitrag von mella1980 08.03.11 - 10:16 Uhr

#pro

Beitrag von parzifal 08.03.11 - 22:09 Uhr

Sie hat doch aber nach Hintergrundinformationen gefragt?

Mich würde es auch interessieren wie es zu dem Unfall kam.

Häufig kann ein Verkehrsteilnehmer den Fehler eines anderen ausbügeln weil er aufmerksam ist.

Dies war hier nicht der Fall und daher ist die Frage nach dem Warum zur Feststellung des konkreten Unfallverlaufs angebracht.

Man bringt ja zum Beispiel seinen Kindern doch tatsächlich bei trotz Zebrastreifen nicht einfach loszugehen, sondern auf die Reaktion der Kfz-fahrer zu warten.

Den letzten Satz hätte man sich verkneifen können, das ist richtig.

Die vorhergehenden Fragen waren aber berechtigt. Dies müsste ja eigentlich unstreitig sein.

Beitrag von scrapie 08.03.11 - 09:40 Uhr

Mein Gott bist du toll#herzlich Von dir können sich echt manche (Raben-)Mütter eine Scheibe abschneiden#blume

Beitrag von asimbonanga 08.03.11 - 11:57 Uhr

Warst du dabei um zu beurteilen , das der Unfall vorhersehbar war????

Beitrag von fionala 08.03.11 - 13:19 Uhr

Die "Müttermafia" schlägt wieder zu!

Vielleicht hast du ja schon was erfunden, das Fussgänger um die Ecke schauen lässt. Schnell patentier es und bring es auf den Markt!

Ach das liebe Internet, alle sind perfekt.. Wenn doch nur alle währen wie du #schein

Beitrag von mama2kinder 08.03.11 - 21:59 Uhr

Ehrlich, dir scheint es an etwas zu fehlen.

Beitrag von gaeltarra 08.03.11 - 09:47 Uhr

Hallo Betty,

ich hoffe, dass es dir heute, nach dem RIESENschock wieder etwas besser geht.#liebdrueck

Frage erst mal bei der Polizei nach. Persönlich würde ich einen Rechtsanwalt kontaktieren - ganz einfach, um irgendwelchen Problemen, die sich im Nachhinein ergeben könnten (nicht müssen) vorzubauen. Ich würde mir das Geschehen nochmal aus dem Gedächtnis rufen und zu Papier bringen - auch wenns schon protokolliert ist. Aber als Gedankenstütze ist das für einen selbst evtl. hilfreich. Ein Gespräch mit deiner Versicherung wäre vielleicht auch kein schlechter Gedanke.

Ich habe mir, ehrlich gesagt, noch nie Gedanken darüber gemacht, wie ich in so einem Falle vorgehen würde, daher ist meine Antwort an dich jetzt nicht unbedingt hilfreich. Hier sind bestimmt auch nette Leute "vom Fach" unterwegs, die dir hilfreiche Tipps geben können.

Gute BESSERUNG!!!!!

VG
Gael

Beitrag von betty_boop 08.03.11 - 10:15 Uhr

Hallo,

ja so langsam werde ich wieder "normal". Was da passiert ist, werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Sobald ich die Augen schliesse oder ein wenig Ruhe habe läuft das wie ein Film in Endlosschleife ab.
Mit der Polizei habe ich nochmal gesprochen. Die wollen eh noch eine detaillierte Aussage, da ich dazu gestern nicht in der Lage war. Ein Anwalt wird wohl nicht nötig sein, da der Fahrer alles zugegeben hat und die Halterin uns als Kunden gut kennt und bei Ihrer Versicherung alles in die Wege geleitet hat. Die Krankenkasse ist informiert und mehr kann ich wohl erstmal nicht machen.
Vorrangig bin ich einfach nur erleichtert, das meine Mäuse so glimpflich davongekommen sind und ich werde mich sicher auch bald nicht mehr jeden einzelnen Knochen in meinem Körper spüren.;-)

Liebe Grüsse
Betty

Beitrag von seikon 08.03.11 - 10:01 Uhr

Meine Güte, da habt ihr aber viele Schutzengel gehabt.
Gut, dass ihr da noch recht gut bei weg gekommen seid.

Die Polizei hat den Unfall aufgenommen. Ich würde in jedem Fall einen Anwalt einschalten. Euch entstehen dadurch keine Kosten, das bezahlt die Kfz Haftpflichtversicherung des Halters.
Der Anwalt kann dann Akteneinsicht bei der Polizei nehmen und eure Interessen entsprechend vertreten. Ich würde in jedem Fall Schmerzensgeld geltend machen. Zum einen habt ihr ja die Schmerzen, die Prellungen, die Einschränkunen. Außerdem zahlt das ja nicht der Fahrer aus eigener Tasche. Das zahlt ja auch die Versicherung.
Der Fahrer tut mir nur bedingt leid. Natürlich war das ein Fehler, und so etwas ist menschlich. Aber wenn er sich im Abbiegevorgang, kurz vor einem Zebrastreifen nach einem Paket bückt, dann ist das mehr als nur saudämlich und er kann wirklich froh sein, dass nicht mehr passiert ist.

Auf jeden Fall solltet ihr euch nochmal ärztlich durchchecken lassen, nicht dass da noch Spätfolgen draus entstehen.

Alles Gute weiterhin

Beitrag von scrapie 08.03.11 - 11:50 Uhr

Huhu,

ich bin auch nur Laie. Einer Freundin ist was ähnliches passiert. Sie wurde an einer Ecke angefahren, weil der Fahrer nicht aufgepasst hat. Erst gab er alles zu, zog aber seine Aussage danach zurück und drehte die Geschichte so, dass aufeinmal meine Freundin Schuld haben sollte (es war ein Firmenwagen und ich denke, es ging da um die Versicherung etc)...

Ende des Liedes war Aussage gegen Aussage. Glücklicherweise.

Deswegen würde ich vorsichtshalber trotzdem einen Anwalt einschalten. Nicht dass ihr nachher noch eine Rechnung für irgendwelche daraus entstandene Mängel o.ä. nach Hause bekommt.

Mein Sohn hatte übrigens auch einmal Glück. Wir hatten grün und wir gingen über die Straße (natürlich haben wir vorher links und rechts geschaut) und dann kam aus der Ecke aufeinmal eine alte Frau rumgeschossen und hielt wirklich nur Millimeter vor meinem Sohn.

Ich kann mir deshalb in etwa vorstellen, wie tief der Schock sitzen muss.

Lg

Beitrag von kawatina 08.03.11 - 13:04 Uhr

Hallo,

der Fahrer bekommt in absehbarer Zeit eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung (durch den Unfall)und du ein Schreiben, das du als Zeuge/Geschädigter eventuell zu einem Verfahren geladen wirst.

Unfallfahrer (egal ob es zu einem Verfahren kommt oder nicht) werden bei
Körperverletzung generell angezeigt. Könnten ja auch Spätfolgen auftreten - geht ja nicht immer alles mit Prellungen ab.

Viele Grüße
tina

Beitrag von manavgat 08.03.11 - 17:10 Uhr

Ab zu einer Fachanwältin für Verkehrsrecht. Zahlt die generische Versicherung.

Gruß

Manavgat